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Bügeleisen Die Erfindung betrifft ein Plätteisen, bei welchem die
Plättsohle bei Nichtbenutzung des Eisens von der Bügelunterlage selbsttätig abgehoben
wird.
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Es ist bekannt, am rückwärtigen Ende des Eisens ein Übergewicht anzuordnen,
das beim Loslassen des Handgriffs des Eisens sich selbsttätig im Winkel zur Bügelunterlage
einstellt. Vom Bekannten unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung dadurch,
daß die zur Erzeugung der Kippbewegung bestimmte schwere Masse von einem Schwenkbügel
getragen wird, welcher es gestattet, das Gegengewicht für die Gebrauchsstellung
des Eisens nach rückwärts zu schwenken bzw. zu verlagern, dagegen über das Eisen
bzw. dessen Griff zu klappen, wenn das Eisen nicht benutzt wird. Der Schwenkbügel
kann dabei zur selbsttätigen Steuerung des Heizmittelsohalters am Eisen herangezogen
werden.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht des Bügeleisens in der Gebrauchsstellung
sowie in gestrichelten Linien dargestellten Ruhestellung, :M>1>. z eine Draufsicht
zu der in Abb. i dargestellten Gebrauchsstellung des Eisens, Abb. 3 einen Schnitt
nach Linie III-III der Abb. i, Abb. .4 eine längs der Linie III-III der Abb. i geschnittene
Teilansicht, welche zeigt, wie der das Gegengewicht bildende Arm zur Betätigung
eines Schalters herangezogen ist,
Abb. 5 eine Seitenansicht einer
weiteren Ausführungsform des Bügeleisens, Abb. 6 eine schaubildliche Teilansicht
einer anderen Ausführungsform des Bügeleisens.
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Mit i ist die übliche Sohlenplatte des Bügeleisens bezeichnet, welche
den unteren Abschluß des das Heizelement aufnehmenden Hohlkörpers 2 darstellt. Letzterer
läuft in einen nach oben und nach hinten geneigten Fortsatz 3 aus, dessen Ende mittels
des Handgriffs 4 mit dem Körper 2 verbunden ist und dem Bügeleisen selbst eine handliche
Form gibt.
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Auf der Oberseite des Teils 2 ist bei elektrischer Beheizung ein Temperaturregler
mit Gradeinteilung vorgesehen. Die Unterseite des Fortsatzes 3 bildet eine Platte
5 aus schlecht wärmeleitendem Werkstoff, wobei die untere oder vordere Kante 5'
der Platte 5 leicht gekrümmt und abgeschrägt gehalten ist, um einen Kippunkt abzugeben,
um welchen das Eisen nach Beendigung des Plättvorgangs schwenkt, in die gestrichelte
Ruhestellung kippt und auf die Isolierplatte 5 zu ruhen kommt.
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Von den bekannten Bügeleisen mit Gegengewicht unterscheidet sieh der
Erfindungsgegenstand dadurch, daß die zur Erzeugung der Kippbewegung bestimmte schwere
Masse von einem Schwenkbügel 6 getragen wird, welcher es gestattet, das Gegengewicht
für die Gebrauchsstellung des Eisens nach rückwärts zu schwenken bzw. zu verlagern,
dagegen über das Eisen bzw. dessen Griff 4 zu klappen, wenn das Eisen nicht benutzt
wird.
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Der Schwenkbügel 6 hat zweckmäßig U-Form bei beliebigem Querschnitt
und ist beispielsweise als Rohr gehalten, welches bei 6' abgeplattet ist, um gute
Anschlußflächen zu bilden, die geeignet sind, sich an die Ansätze 7 des Teils 3
anzulegen. Die abgeplatteten Enden 6' des Bügels 6 besitzen Lageraugen für die Schwenkachsen
8, welche in den Ansätzen 7 Halterung finden. Das Gegengewicht des Bügeleisens kann
in den Steg des U-förmigen Bügels 6 eingegossen sein oder auch einen U-förmigen
Abschnitt 6" des Bügels 6 darstellen, wobei seine Masse ausreichend ist, die gewünschte
Wirkung als Gegengewicht in der in Fig. i gestrichelten Stellung herbeizuführen.
In dieser Lage wird der Ausschlag des Bügels 6 durch Anschläge 9 begrenzt, wobei
Federklammern g den Bügel 6 in seiner Betriebsstellung festhalten.
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Der Schwenkbügel 6 ist weiterhin zur Steuerung eines Stromschalters
io herangezogen. Es genügt, eihe der beiden Schwenkachsen 8 entsprechend auszubilden,
die Teile 8a, 8' an der Schwenkbewegung des Bügels 6, 6' teilnehmen zu lassen und
mit einem Finger oder Auslöser i i auszustatten, welcher den Schalter io betätigt.
An Stelle des Schwenkarms 6 kann das Gegengewicht an einem biegsamen Metallrohr
als Fortsatz des Teils 3 angeschlossen sein. Zweckmäßig ist dieserhalb das bekannte
Schutzrohr 13 der Stromzuführung herangezogen, welches am Ende das Gegengewicht
trägt und von Hand in die jeweilige Stellung geschwenkt wird.
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Nach der Fig. 5 ist der Handgriff 4 des Bügeleisens nur an dessen
Vorderende befestigt, während sein rückwärtiges Ende in eine einen Fuß bildende
Fläche 14 ausläuft, auf welche das Eisen nach Schwenken des Bügels 6, 6a kippt.
Schraubbolzen i 5 bilden die Schwenkachsen, und seitliche Rippen 16 des Teils 14
dienen als Gleitflächen der abgeplatteten Enden 6' der Arme 6. Bekannte Mittel,
wie Anschläge 17 und Stifte 18, arretieren die Stellung des Bügels 6.
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Um vorhandene Bügeleisen der Erfindung nutzbar zu machen, wird der
Schwenkbügel 6 mit seinem Gegengewicht mittels entsprechender Mittel hieran angeschlossen.
Zweckmäßig ist dieserhalb nach Fig. 6 eine Schelle 20 mit .Schwenkachsen i9 am hinteren
,Schaft des Handgriffs 4 befestigt. Die Schelle 2o besitzt seitliche Anschläge 21,
auf welche sich Anschläge 25 des Bügels 6 abstützen. Der Bügel 6 ist vorteilhaft
im Anschlußteil schalenartig ausgebildet und im vorderen Teil durchbrochen, so daß
er über den Handgriff 4 geklappt werden kann.
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Die Seitenwangen 22 des Bügels 6 können durch eine sie verbindende
Grundplatte 22' versteift sein. Es ist weiterhin vorgesehen, das Gegengewicht an
teleskopartig ineinander verschiebliche Mittel anzuschließen, welche in entsprechendem
Winkel am rückwärtigen Teil des Eisens angeordnet sind, wobei in der ausgezogenen
Stellung das Kippen des Eisens bewirkt wird.