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DE8328696U1 - Giessvorrichtung zum giessen von fluessigen metallen - Google Patents

Giessvorrichtung zum giessen von fluessigen metallen

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Publication number
DE8328696U1
DE8328696U1 DE19838328696 DE8328696U DE8328696U1 DE 8328696 U1 DE8328696 U1 DE 8328696U1 DE 19838328696 DE19838328696 DE 19838328696 DE 8328696 U DE8328696 U DE 8328696U DE 8328696 U1 DE8328696 U1 DE 8328696U1
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DE
Germany
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heating
molten metal
casting
line
jacket
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DE19838328696
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English (en)
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Norsk Hydro Magnesium GmbH
Original Assignee
Norsk Hydro Magnesium GmbH
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Publication date
Application filed by Norsk Hydro Magnesium GmbH filed Critical Norsk Hydro Magnesium GmbH
Priority to DE19838328696 priority Critical patent/DE8328696U1/de
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  • Casting Support Devices, Ladles, And Melt Control Thereby (AREA)

Description

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Die Lehre des Hauptpatents betrifft eine Niederdruck-Gießvorrichtung zum Gießen von flüssigen Metallen, insbesondere von Magnesium, mit einer Gießform, einem beheizbaren Tiegel zur Aufnahme einer zu gießenden Metallschmelze, vorzugsweise einem in dem Tiegel angeordneten Dosierbehälter, einer vorzugsweise f von dem Dosierbehälter ausgehenden, insbesondere vertikal nach oben verlau- " fenden Steigleitung mit einem Mundstück zum Anschluß an einen Anguß der Gießform, einem die Steigleitung umgebenden Heizmantel und einer vorzugsweise an den Dosierbehälter angeschlossenen Druckleitung, wobei der Heizmantel vorzugsweise ein Mantelrohr und eine innerhalb des Mantelrohres angeordnete, die Steigleitung schraubenlinienförmig umgebende Widerstandsheizleitung aufweist und wobei zum Fördern des flüssigen Metalles in die Gießform ein Druckgas Über die Druckleitung vorzugsweise in den Dosierbehälter eingeleitet wird.
Bei den Gießverfahren für flüssige Metalle, insbesondere für Aluminium, Magnesium usw., unterscheidet man zwischen Schwerkraftguß, Niederdruckguß und Druckguß. Während beim Schwerkraftguß die Metallschmelze unter dem Einfluß der Schwerkraft in die Gießform fließt und unter normalem Luftdruck erstarrt, wird beim Niederdruckguß die Metallschmelze durch einen verhältnismäßig geringen Förderdruck in die Gießform gehoben, wo sie unter dem Förderdruck erstarrt; der Niederdruckguß erfolgt also in der Regel steigend. Beim Druckguß schließlich gelangt die Metallschmelze unter relativ hohem Förderdruck •- in die Gießform, wobei dieser hohe Förderdruck bis zur vollständigen Erstarrung aufrecht erhalten wird. Im übrigen sind Gießverfahren für einzelne Gußstücke oder für den Strangguß zu nennen.
Die Lehre des Hauptpatents geht nun von einer bekannten Niederdruck-Gießvor- χ richtung aus (vgl. die DE-OS 30 23 262), die einen in dem Tiegel mit der Metall- | schmelze angeordneten Dosierbehälter aufweist, in den das Druckgas zum For- ; dem des flüssigen Metalles eingeleitet wird, so daß das Druckgas nur auf die relativ kleine Oberfläche der Metallschmelze in dem Dosierbehälter wirkt. Von dem Dosierbehälter geht vertikal nach oben eine Steigleitung ab, die mit einem nicht näher erläuterten Heizmantel umgeben ist. Dieser Heizmantel weist bei
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dieser Niederdruck-Gießvorrichtung ein Mantelrohr und eine innerhalb des Mantelrohres angeordnete, die Steigleitung von unten bis oben gleichmäßig schraubenlinienförmig umgebende Widerstandsheizleitung auf. Die gesonderte Beheizung der Steigleitung mittels des Heizmantels gewährleistet, daß die in der Steigleitung aufsteigende Metallschmelze nicht vorzeitig erstarrt, obwohl der Förderdruck eben nur verhältnismäßig gering ist. Die Lehre des Hauptpatents erkennt dabei an, daß die zuvor erläuterte Niederdruck-Gießverrichtung durchaus zufriedenstellend arbeitet, stellt aber fest, daß der Energieverbrauch für den Betrieb des Heizmantels unerwünscht hoch und außerdem die Heizleistung des Heizmantels nicht genau genug regelbar ist.
Der Lehre des Hauptpatents liegt dann die Aufgabe zugrunde, die bekannte Niederdruck-Gießvorrichtung so auszugestalten und weiterzubilden, daß bei möglichst geringem Energieverbrauch eine möglichst genaue Regelung der Heizleistung des Heizmantels möglich ist.
Die Niederdruck-Gießvorrichtung nach der Lehre des Hauptpatents \t% dadurch gekennzeichnet, daß die Heizleistung des Heizmantels oberhalb der Metallschmelze im Tiegel größer ist als in der Metallschmelze. DaDei ist erkannt worden, daß bei dem Stand der Technik, von dem die Lehre des Hauptpatents ausgeht, unnötig Energie dadurch verbraucht wird, daß die Steigleitung auch (f in dem Bereich, in dem sie in der Metallschmelze verläuft, so stark beheizt wird, wie in dem Bereich oberhalb der Metallschmelze. Daran anschließend ist weiter erkannt worden, daß zwar auf einen Heizmantel für die Steigleitung in dem Bereich innerhalb der Metallschmelze nicht verzichtet werden kann, daß jedoch die Steigleitung in der Metallschmelze sowieso ungefähr auf der Temperatur des flüssigen Metalles der Metallschmelze liegt, so daß über die zusätzlich Heizleistung des Heizmantels lediglich eine geringe Temperaturdifferenz ausgeglichen werden muß. Demgegenüber muß oberhalb der Metallschmelze und insbesondere oberhalb und außerhalb des Tiegels eine sehr hohe Heizleistung des Heizmantels vorliegen, da die Steigleitung dort praktisch frei
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verläuft. Diesen Gegebenheiten trägt die Lehre des Hauptpatents dadurch Rechnung, daß sie den Heizmantel heiztechnisch aufteilt, und zwar in zwei Bereiche, nämlich einen Bereich hoher Heizleistung oberhalb der Metallschmelze und einen Bereich geringer Heizleistung in der Metallschmelze. Auf diese Weise wird einerseits der Energieverbrauch deutlich gesenkt, ist andererseits eine genaue Regelung der Heizleistung möglich, da die beiden Bereiche ganz unabhängig voneinander nach den jeweiligen Gegebenheiten behandelt werden können.
Weitere Ausgestaltungen der Lehre des Hauptpatents sind in der DE-PS 32 14 H ^ erläutert, auf die hier verweisen wird.
Die Lehre des Hauptpatents ist auf Niederdruck-Gießvorrichtungen zum Gießen von flüssigen Metallen gerichtet, bei denen zum Fördern des flüssigen Metalles in die Gießform ein Druckgas eingeleitet wird. Die Lehre des Hauptpatents hat aber eine über Niederdruck-Gießvorrichtungen dieser Art hinausreichende Bedeutung, so daß die Lehre der vorliegenden Patentanmeldung zur Lehre des Hauptpatents im Verhältnis der überordnung bzw. Nebenoranung steht. Dementsprechend ist Ausgangspunkt der vorliegenden Erfindung nun eine Gießvorrichtung zum Gießen von flüssigen Metallen, mit einer, einen vorzugsweise gekühlten Anguß aufweisenden Gießform, einem Tiegel zur Aufnahme einer zu gießenden Metallschmelze, einer elektromagnetischen Pumpe zum Fördern des flüssigen Metalles, r ^ einer von der elektromagnetischen Pumpe zur Gießform führenden Förderleitung mit einem Mundstück zum Anschluß an den Anguß der Gießform und einem Heizmantel für die Förderleitung, wobei der Heizmantel vorzugsweise ein Mantelrohr und eine innerhalb des Mantelrohres angeordnete Widerstandsheizleitung aufweist.
Die bekannte Gießvorrichtung, von der die vorliegende Erfindung ausgeht (vgl. die DE-AS 27 52 132) ist eine Niederdruck-Gießvorrichtung mit einer elektromagnetischen Pumpe als Förderaggregat. Elektromagnetische Pumpen als Förderaggregate für Gießvorrichtungen sind seit jüngerer Zeit bekannt, und zwar nicht
nur für Niederdruck-Gießvorrichtungen, sondern auch für Hochdruck-Gießvorrich- ; tungen und Schwerkraft-Gießvorrichtungen, also ganz allgemein für Gießvorrichtungen (vgl. Gießerei 66 (1979) Nr. 14, Seiten 532 bis 534). Gegenüber konventionellen Kolbenpumpen oder mit Druckgas arbeitenden Förderaggregaten sind elektromagnetische Pumpen zum Gießen von flüssigen Metallen besonders geeignet, da sowohl die Gießgeschwindigkeit als auch der Förderdruck des flüssigen Metalles genau geregelt werden können. Die Arbeitszyklen sind genau reproduzierbar, was auch daran liegt, daß notwendige Reaktionen auf sich ändernde
* ^ äußere Parameter sehr schnell erfolgen können. ft '
Bei der zuvor angesprochenen, bekannten Gießvorrichtung führt eine Förderleitung von der elektromagnetischen Pumpe zum Anguß der Gießform. Teil dieser Förderleitung ist ein außerhalb des Tiegels angeordnetes Übergangsstück, das einen Heizmantel für die Förderleitung aufweist. Der Heizmantel dieses Übergangsstückes weist ein Mantelrohr und eine Widerstandsheizleitung auf. Dieses Übergangsstück insgesamt ist von dem gekühlten Anguß der Gießform thermisch
.. dadurch isoliert, daß zwischen der Förderleitung und dem Anguß eine thermisch gut isolierende Zwischenscheibe angeordnet ist und daß sich der Heizmantel in '$■ einem bestimmten Abstand von Anguß der Gießform befindet.
j Die bekannte, zuvor erläuterte Niederdruck-Gießvorrichtung arbeite? durchaus ί C ) zufriedenstellend, jedoch besteht ein gewisses Problem darin, daß der Heiz- ! mantel die Förderleitung eben nur im Übergangsstück, also außerhalb des Tie-•2 gels mit der Metallschmelze umgibt. Das bedeutet, daß die Metallschmelze im
Tiegel auf einer so hohen Temperatur gehalten werden muß, daß sicher ausge-
; schlossen ist, daß das flüssige Metall in der elektromagnetischen Pumpe und in dem noch im Tiegel verlaufenden Teil der Förderleitung erstarrt. Die Temperatur der Metallschmelze im Tiegel muß also etwas höher liegen als für das Aufrechterhalten des flüssigen Zustandes des Metalles im Tiegel unbedingt notwendig. Dadurch ist der Energieverbrauch der bekannten Gießvorrichtung relativ hoch. Im übrigen ist die Beheizung im Übergangsstück nur mit einer durch-
* laufend gleichen Heizleistung möglich. Dadurch ist die Beheizung im Übergangs-
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stück nicht optimal einstellbar. Diese Probleme gelten im übriger» generell für alle Gießvorrichtungen, wenngleich sie besondere Bedeutung bei niedrigen Gießgeschwindigkeiten und niedrigem Förderdruck haben.
Im übrigen ist, wie zuvor in Verbindung mit der Lehre des Hauptpatents erläutert worden ist, eine Niederdruck-Gießvorrichtung mit einem die Förderleitung auf der vollen Länge umgebenden Heizmantel bekannt (vgl. die schon genannte DE-OS 30 23 262). Die gesonderte Beheizung der Förderleitung dieser Nieder- i! durck-Gießvorrichtung auf der vollen Länge, insbesondere also auch in der X \ Metallschmelze, gewährleistet zwar ohne weiteres, daß die in der Förderleitung aufsteigende Metallschmelze nicht vorzeitig erstarrt, obwohl der Förderdruck nur verhältnismäßig gering ist, jedoch ist der Energieverbrauch hier für den Betrieb des Heizmantels relativ hoch.
Ausgehend von dem zuvor erläuterten Stand der Technik liegt der Erfindung nun die Aufgabe zugrunde, eine Gießvorrichtung anzugeben, bei der ein möglichst geringer Energieverbrauch gewährleistet und eine möglichst genaue Regelung der Heizleistung des Heizmantels möglich ist.
Die erfindungsgemäße Gießvorrichtung, bei der die zuvor aufgezeigte Aufgabe gelöst ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Heizmantel für die Förderleitung in Bereiche unterschiedlicher Heizleistung aufgeteilt ist und daß die Heizleistung in den unterschiedlichen Bereichen vorzugsweise separat einstellbar ist, daß nämlich insbesondere die Heizleistung des Heizmantels außerhalb der Metallschmelze größer ist als in der Metallschmelze. Erfindungsgemäß ist erkannt worden, daß eine bereichsweise Aufteilung des Heizmantels für die Förderleitung bei Gießvorrichtungen für flüssige Metalle ganz generell zweckmäßig ist, und zwar insbesondere wenn, wie erfindungsgemäß weiter erkannt worden ist, auf einen Heizmantel für die Förderleitung auch im Tiegel und auch in der Metallschmelze zweckmäßigerweise nicht verzichtet werden sollte, wenn sich an den Tiegel eine relativ lange Förderleitung anschließt oder wenn aus anderen Gründen der Metallschmelze in der Förderleitung zur Temperaturhaltung bereichsweise un-
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terschiedliche Heizleistungen zugeführt werden sollen. Diesen Umständen trägt die Aufteilung des Heizmantels in Bereiche unterschiedlicher Heizleistung optimal Rechnung.
Die Lehre der Erfindung gewinnt besondere Bedeutung in Verbindung mit der als bekannt vorausgesetzten elektromagnetischen Pumpe als Förderaggreg§t für das flüssige Metall. Die feinfühlige Regelung der Gießgeschwindigkeit (Fördergeschwindigkeit) und des Förderdruckes, die eine elektromagnetische Pumpe grundsätzlich ermöglicht, würde durch unkontrollierbare Erstarrungsvorgänge der
Metallschmelze in der Förderleitung schnell zunichte gemacht. Bei1allen mit
einer elektromagnetischen Pumpe arbeitenden Gießvorrichtungen, seien es nun
Niederdruck-Gießvorrichtungen, Hochdruck-Gießvorrichtungen, Schwerkraft-Gießvorrichtungen oder auch Strang-Gießvorrichtungen, gewinnt also die Aufteilung des Heizmantels für die Förderleitung in Bereiche unterschiedlicher Heizleistung eine ganz besondere Bedeutung. Es versteht sich von selbst, daß die Verwirklichung der Lehre der Erfindung eine erhebliche Senkung des Energieverbrauches für Gießvorrichtungen der in Rede stehenden Art bedeutet, da an allen Stellen der Gießvorrichtung die Metallschmelze genau auf der optimalen Temperatur gehalten werden kann.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der Erfindung auszugestalten und weiterzubilden, was im folgenden nur beispielhaft erläutert werden soll.
Zunächst besteht eine erste Möglichkeit darin, dann, wenn eine Widerstandsheizleitung vorgesehen ist, die Widerstandsheizleitung mindestens einmal, vorzugsweise etwa in Höhe des Austrittes aus der Metallschmelze aufzutrennen und den Strom durch mindestens einen Teil der Widerstandsheizleitung separat einstellbar zu halten. Eine solche Auftrennung kann auch an mehreren Stellen erfolgen, z. B. in Höhe des Austrittes aus der Metallschmelze, in Höhe des Austrittes aus dem Tiegel und in geringem Abstand vom Anguß der Gießform
od. dgl. Je nach dem steuerungstechnischen oder regelungstechnischen Aufwand, den man treiben will bzw. muß, kann mit dieser Konstruktion eine nahezu
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optimale Anpassung an alle Gegebenheiten im Bereich der Förderleitung erfolgen. Insbesondere läßt sich auf diese Weise die Temperatur des flüssigen Metalles im Mundstück und/oder im Anguß der Gießform ohne allzu großen Energieaufwand so hoch halten, daß Verstopfungen hier nicht zu befürchten sind.
Eine andere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Gießvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Zusatz-Widerstandsheizleitung vorgesehen ist und der Strom durch die Zusatz-Widerstandsheizleitung unabhängig von Strom durch die Widerstandsheizleitung einstellbar ist. Der die Förderleitung umgebende Heizmantel könnte also zunächst eine aus der Metallschmelze durch den Bereich oberhalb der Metallschmelze aber nocn im Tiegel bis hin zum Bereich außerhalb des Tiegels durchlaufende Widerstandsheizleitung aufweisen. Außerdem wäre eine erste Zusatz-Widerstandsheizleitung im Bereich der Förderleitung oberhalb der Metallschmelze vorgesehen. Schließlich wäre eine zweite Zusatz-Widerstandsheizleitung außerhalb des Tiegels angeordnet. Andere Ausführungsformen dieser Konstriktion sind natürlich ebenfalls denkbar.
Eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Gießvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der spezifische Widerstand der Widerstandsheizleitung in den unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich ist, insbesondere im Bereich außerhalb der Metallschmelze größer ist als in der Metallschmelze. Der spezifische Widerstand der Widerstandsheizleitung kann beispielsweise dadurch vergrößert werden, daß der Querschnitt der Widerstandsheizleitung verringert wird. Eine unabhängige Steuerung der verschiedenen Bereiche der Widerstandsheizleitung ist allerdings nicht möglich.
Eine weitere Möglichkeit der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Gießvorrichtung ist schließlich dadurch gekennzeichnet, daß die Windungsdichte der Widerstandsheizleitung in den unterschiedlichen Bereichen untschiedlich ist, insbesondere im Bereich außerhalb der Metallschmelze größer ist als in der Metallschmelze. Hier sind die Verhältnisse ähnlich wie bei der zuvor erläuterten Ausführungs-
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form einer erfindungsgemäßen Gießvorrichtung, insbesondere ist auch hier keine unabhängige Steuerung der verschiedenen Bereiche der Widerstandsheizleitung möglich.
Nach einer weiteren Lehre der Erfindung, der besondere Bedeutung zukommt, „V kommt das Mantelrohr des Heizmantels an seiner der Gießform bzw. dem Mundstück zugewandten Stirnseite großflächig an der Gießform bzw. dem Mundstück zur Anlage. Dabei ist zwischen dem Mantelrohr des Heizmantel< bzw. dem Mundstück einerseits und der aießform andererseits eine relativ dünne, thermisch ! ^ gut isolierende Zwischenscheibe vorgesehen, - so daß zwar das Metall auch am oberen Ende der Förderleitung einwandfrei flüssig gehalten werden kann, die Gießform bzw. das Mundstück jedoch nicht durch den Heizmantel aufgeheizt wird. Auf diese Weise ist die Ausbildung einer klar und reproduzierbar vorgegebenen Erstarrungslinie am Anguß der Gießform möglich. An einer solchen Erstarrungslinie besteht ein sehr hoher Temperaturgradient, gewissermaßen ein Temperatursprung von der heißen Temperaturzone in der Förderleitung zur kalten Temperaturzone im Anguß der Gießform.
Schließlich geht eine weitere Lehre der'Erfindung, der besondere Bedeutung zukommt, dahin, die elektromagnetische Pumpe zumindest, zum Teil in die Förderleitung zu integrieren. Diese Lehre geht von der Erkenntnis aus, daß konstruk- >, tiv eine elektromagnetische Pumpe alle Voraussetzungen mitbringt, um in die rohrförmige Förderleitung integriert zu werden bzw. zumindest einen Teil der Förderleitung darzustellen.,Selbstverständlich ist dann der Heizmantel mit zu integrieren- Eine solche Konstruktion empfiehlt sich insbesondere zum Einsatz bei Niederdruck-Gießvorrichtungen.
Im folganden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt im Schnitt schematisch eine erfindungsgemäße Gießvorrichtung, hier eine Niederdruck-Gießvorrichtung.
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Die in der einzigen Figur dargestellte Gießvorrichtung 1 ist zum Gießen von flüssigen Metallen bei niedrigem Druck, insbesondere zum Gießen von Magnesium ;; bestimmt. Diese Gießvorrichtung 1 weist eine Gießform 2 und einen beheizbaren t Tiegel 3 zur Aufnahme einer zu gießenden Metallschmelze 4 auf. Die Beheizung des Tiegels 3 ist in der Figur nicht dargestellt. Der Tiegel 3 ist über einen ■; Deckel 5 weitgehend gasdicht verschlossen. Oberhalb der Metallschmelze 4 im Tiegel 3 ist eine Schutzgasatmosphäre 6 verwirklicht. Als Schutzgas kommt bei ' einer Magnesiumschmelze SFg, SO2 od. dgl. in Frage.
^ In dem Tiegel 3 mit der Metallschmelze 4 ist in die Metallschmelze 4 eingetaucht eine elektromagnetische Pumpe 7 angeordnet. Diese elektromagnetische Pumpe 7 ist am Deckel 5 Über Tragstreben 8 befestigt und ragt etwas über den Deckel 5 hinaus. An ihrer Unterseite weist die elektromagnetische Pumpe 7 einen Einlaß 9 auf.
Die elektromagnetische Pumpe 7 ist in eine Förderleitung 11 integriert. Diese Förderleitung 11 ist mit einem in der einzigen Figur nicht dargestellten Mundstück zum Anschluß an einen Anguß 12 der Gießform 2 versehen.
Die Förderleitung 11 ist von einem Heizmantel 13 umgeben. Außerdem ist im ., Anguß 12 der Gießform 2 ein Kühlsystem 14 vorgesehen, das in der einzigen Figur y
/ nur angedeutet ist. Der Heizmantel 13 um die Förderleitung 11 weist schließlich η
noch ein Mantelrohr 15 und eine innerhalb des Mantelrohres 15 angeordnete, die |
Förderleitung 11 schraubenlinienförmig umgebende Widerstandsheizleitung 16 auf, y die mit einer nicht dargestellten Stromquelle zur elektrischen Widersta^sbeheizung verbunden ist.
Die Heizleistung des Heizmantels 13 oberhalb der Metallschmelze 4 ist größer als in der Metallschmelze 4, wozu die «iderstandsheizleitung 16 etwa in Höhe der Oberfläche der Metallschmelze 4 aufgetrennt und der Strom durch jeden Teil der Widerstandsheizleitung 16 separat einstellbar ist. Die beiden Teile
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der Widerstandsheizleitung 16 sind in der Figur mit I und II bezeichnet und durch eine strichpunktierte Linie III voneinander getrennt.
Schließlich zeigt die Figur noch insoweit eine besondere Ausführungsform einer Gießvorrichtung 1, als das Mantelrohr 15 des Heizmantels 13 an seiner der Gießform 2 zugewandten Stirnseite großflächig an der Gießform 2 zur Anlage kommt, - und zwar unter Zwischenlage einer relativ dünnen, thermisch gut isolierenden Zwischenscheibe 17.
In der einzigen Figur ist nur angedeutet, wie die elektromagnetische Pumpe 7 und die Förderleitung 11 miteinander integriert sind und wie die Widerstandsheizleitung 16 des Heizmantels 13 um die Förderleitung 11 herum angeordnet ist. Deutlich erkennbar ist aber, daß und wie der Heizmantel 13 in Bereiche unterschiedlicher Heizleistung aufgeteilt ist. Die Heizleistung ist in den unterschiedlichen Bereichen separat einstellbar, indem nämlich der Strom durch den jeweiligen Teil I, II der Widerstandsheizleitung 16 separat einstellbar ist. Damit läßt sich die Temperatur der Metallschmelze in der Förderleitung 11 überall praktisch gleich hoch halten, ungeachtet dessen, daß jeweils höchst unterschiedliche Umgebungstemperaturen vorliegen.
Der in der einzigen Figur dargestellte Ausschnitt zeigt im übrigen noch deut- (f , lieh die aufgrund der erfindungsgemäßen Konstruktion im Angußbereich der Gießform 2 ausgebildete klare Erstarrungslinie 18. fm dargestellten Ausführungsbeispiel hat die Metallschmelze unterhalb der Erstarrungslinie 18 beispielsweise eine Temperatur von 900 K, während sie oberhalb der Erstarrungslinie 18 eine Temperatur von ca. 670 K hat. Fur die Ausbildung einer so klären Erstarrungslinie 18 ist das Zusammenwirken des Heizinantels 13 um die Förderleitung 11, des Kühlsystems 14 im Anguß 12 und der Zwischenscheibe 17 zwischen beiden ausschlaggebend.
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Der guten Ordnung halber ist nochmals darauf hinzuweisen, daß die Lehre der Erfindung sich bei Gießvorrichtungen jeder Art verwenden läßt. Sie besteht im Grunde genommen in der Konzeption eines Direkteingießsystems mit elektromagnetischer Pumpe und der sehr wesentlichen bereichsspezifischen Beheizung der Förderleitung.
Bei unterschiedlichen Gießvorrichtungen sind unterschiedliche Auftrennungen des Heizmantels in Bereiche unterschiedlicher Heizleistungen sinnvoll, wobei für die Anzahl und Ausdehnung der Bereiche die Anforderungen der Praxis und der zu treibende konstruktionstechnische und regelungstechnische Aufwand ausschlaggebend sind. So ist beispielsweise bei einer Strang-Gießvorrichtung ohne weiteres auch nur die Förderleitung zwischen Tiegel und Anguß beheizbar, und zwar wiederum abschnittsweise mit unterschiedlichen Heizleistungen. Diese Alternativen sind jedoch in der Zeichnung nicht gesondert dargestellt worden.
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Claims (7)

it it· J J · · · · * : # t: tC^esthgysen. & vof> Rohr Schutzansprüche:
1. Gießvorrichtung zum Gießen von flüssigen Metallen, mit einer, einen vorzugsweise gekühlten Anguß aufweisenden Gießform, einem Tiegel zur Aufnahme einer zu gießenden Metallschmelze, einer elektromagnetischen Pumpe zum Fördern des flüssigen Metalles, einer von der elektromagnetischen Pumpe zur Gießform führenden Förderleitung mit einem Mundstück zum Anschluß an den Anguß der Gießform und einem Heizmantel für die Förderleitung, wobei der Heizmantel vorzugsweise ein Mantelrohr und eine innerhalb des Mantelrohres angeordnete Widerstandheizleitung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizmantel (13) für die Förderleitung (11) in Bereiche unterschiedlicher Heizleistung aufgeteilt ist und daß die Heizleistung in den unterschiedlichen Jereichen vorzugsweise separat einstellbar ist, daß nämlich insbesondere ait Heizleistung des Heizmantels (13) außerhalb der Metallschmelze (4) größer ist als ir» de- Metallschmelze (4).
2. Gießvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandsheizleitung (16) mindestens einmal, vorzugsweise etwa in Höhe des Austrittes aus der Metallschmelze (4) aufgetrennt und der Strom durch mindestens
f einen Teil der Widerstandsheizleitung (16) separat einstellbar ist.
3. Gießvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Zusatz-Widerstandsheizleitung vorgesehen und der Strom durch die Zusatz-Widerstandsheizleitung unabhängig vom Strom durch die Widerstandsheizleitung einstellbar ist.
4. Gießvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der spezifische Widerstand der Widerstandsheizleitung in den unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich ist, insbesondere im Bereich außerhalb der Metallschmelze größer ist als in der Metallschmelze.
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5. Gießvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungsdichte der Widerstandsheizleitung in den unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich ist, insbesondere im Bereich außerhalb der Metallschmelze größer ist als in der Metallschmelze.
6. Gießvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Mantelrohr (15) des Heizmantels (13) an seiner der Gießform (2) bzw. dem Mundstück zugewandten Stirnseite unter Zwischenlage einer relativ dünnen, aber thermisch gut isolierenden Zwischenscheibe (17) großflächig an der Gießform (2) bzw. dem Mundstück anliegt.
7. Gießvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektromagnetische Pumpe (7) zumindest zum Teil in die Förderleitung (11) integriert ist.
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