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Werkzeugramme Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an von
Hand betätigten Rammvorrichtungen zum Niedertreiben von Pfählen, Stößeln, Meißeln
u. dgl. in den Boden.
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Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Rammgeräte, die ein Rohr
enthalten, das an einem Ende offen und am oberen Ende geschlossen ist. Hierbei besitzt
das Rohr beiderseits Handgriffe, so daß es über dem niederzutreibenden Pfahl oder
sonstigen Werkzeug gleitend als Ramme bzw. Hammer benutzt werden kann.
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1)ie vorliegende Erfindung bezweckt hauptsächlich, diese Einrichtung
im allgemeinen zu verbessern und fernerhin die Konstruktion so zu vereinfachen,
daß die Anzahl der einzelnen Teile und auch ihrer Schweißverbindungen vermindert
wird.
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Die Erfindung bezweckt ferner, eine Konstruktion auszubilden, in welcher
der Schlag, anstatt unmittelbar gegen das obere Ende des Rohres gerichtet zu werden,
direkt von den Handgriffen aufgenommen wird.
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Weiter bezweckt die Erfindung, ein Treibrohr zu schaffen, welches
besondere Sperrmittel enthält, um den in das Rohr eingeführten Meißel so zu halten,
daß er auch nach Beendigung der Rammarbeit herausgenommen werden kann.
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Gemäß der Erfindung besteht die Vorrichtung zum Einrammen von Pfählen,
Stößeln, Meißeln und ähnlichen Werkzeugen in den Boden im wesentlichen aus einem
rohrförmigen Element, welches das niederzutreibende Werkzeug umschließt, an dessen
Schaft auf und nieder gleiten kann und seitliche Handgriffe besitzt, die sich außerhalb
des Rohres in dessen Längsrichtung erstrecken. Die Handgriffe bestehen aus einem
Stück und greifen mit ihrem oberen Ende in das Rohrelement ein, um
einen
Kopf zu bilden, der als Hammer oder Rammbär wirkt und durch den der Rammstoß direkt
durch die Handgriffe aufgenommen wird.
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Weiter besteht die Erfindung darin, daß das Führungsrohr an seinem
unteren bzw. offenen Ende mit Nasen oder Zapfen versehen ist, die mit entsprechenden
Vorsprüngen des niederzutreibenden Werkzeuges so zusammenwirken, daß sie das letztere
während der Arbeit halten. Die Anordnung der miteinander zusammenwirkenden Nasen
und Vorsprünge ist hierbei so getroffen, daß es einer Winkeldrehung des Gerätes
um etwa cgo° oder mehr bedarf, um (las Werkzeug im Rohr gesperrt zu liälten.
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Eine weitere Ausführung (per Erfindung besteht darin, daß das F ührungsrohreIement
aus zwei miteinander verbundenen Führungsgliedern besteht, welche Gleitbahnen für
das Werkzeug bilden, auf welchen mit den Gleitbahnen im Eingriff stehende Vorsprünge
oder Nasen angeordnet sind. Die Gleitbahnen sind am unteren Ende mit entsprechend
ausgebildeten Vorsprüngen verseben, welche so ausgebildet sind, daß sie die Einführung
<pes Werkzeuges gestatten. Die Seiten der Führungsglieder tragen entsprechende
.liusnelimungeii, welche die Finführung des f\'erkzeuges in die Gleitführung erlauben,
In einer bevorzugten Konstruktion gemäß der Erfindung wird die Rohrführung aus zwei
Profilstücken gebildet, die oben und unten geschlossen sind und mit ihren offenen
Fronten einander gegenübx rstelien. Zwischen den Flanken des Profils verbleiben
öffnungen, die weit genug sind, um die auf den Werkzeugen angeordneten Vorsprünge
oder Warzen aufzunehmen, und auf den Flanken des Profils selbst sind Einschnitte
vorgesehen, durch welche die genannten Vorsprünge oder Warzen in den durch die Profilstücke
gebildeten Viilirtingskanal eintreten können.
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Ein aus zwei Prolilstücken gemäß der Erfindung hergestelltes Gerät
hat offensichtlich einen doppelten Erfolg, weil die am unteren Ende (per Profile
vorgeseheilen Anschläge den Meißel gesperrt halten, während die durch die Profilstücke
gebildete Kanalfiihrung finit den Anschlägen (1es Werkzeuges so ztisammenwirkt.
(laß dieses finit l-Iilfe (fies Gerätes gedrelit werden kann.
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Der Kanal(luersclinitt kann rechteckig, V-förmig (>der Halbkreisförmig
sein, woli sich die offenen Profile s( i gegenüberstehen, (lall von ol)<°n nach
unten seiikreclite Zwisclienriitline entstellen. Wenn auch die Ramme in erster Linie
für den Gebrauch finit Werkzeugen bestimmt ist, dic eilten zylindrischen Schaft
lialxn, kann sie natürlich auch polygonalen Querschnitt haben, uni Werkzeuge nlit
polygonalem Schaft niederzutreiben.
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1>ei einer abgeänderten K(ittstrtil<ti(lii kiinneii an Stelle der
am Boden (per Kanalführung angeordnUte1 festen Ansclilä ge auch drehbare Sperriegel
angeordnet werden, die tun einen Bolzen drelihar sind und in den unteren Durchgang
der Kanalführung eingeschwenkt oder daraus entfernt werden können. Die Sperriegelplatte
weist eine zentrale
| Üffnung auf, um die relative Gleitbewegung des |
| Meißels mit Bezug auf die Fiilirting während des |
| \rbeitens zu gestatte». |
| Gemäß einer weiteren .\tisfiilirungsforiti der Er- |
| findung können zum Zwecke der erleichterten Her- |
| ausziehung des Meißels oder anderen Werkzeuges |
| aus dein Boden nach Beendigung der .\rlleit Mittel |
| vorgesehen sein, um de» Jleißel innerhalb der Füh- |
| rung in einer bestimmten Stellung zu Balten, näm- |
| lich der Stellung, die er b'ei 1>eeil(ligting der Nieder- |
| bewegung der Ramme einnimmt, uni auf diese |
| Weise eine möglichst geringe 1>ewegtiiig des |
| Meißels beim IHerauszielien zu gewähren. |
| Ausführungsbeispiele (per Erfindung sind in den |
| Zeichnungen dargestellt. hier zeigt |
| Fig. i das Gerät in Seitenatisiclit mit teilweisem |
| Schnitt, |
| Fig. 2 einen um yo` versetzten I_ätigssclinitt durch |
| die Verbindung der Handgriffe mit (lern Rohr, |
| Fig. 3 einen ,\-aagerecliten Querschnitt. der die |
| Lage eines Meißels ini kolir lind die .-\rt seiner |
| Einführung erkennen läßt. |
| Fig..l eine Seiteiiaiisiclit eines arideren Ausfiili- |
| rungsbeispieles, |
| Fig. 5 eine Ansicht des Geriite: iiacli Fig.-l von |
| unten, |
| Fig. 6 einen senkrechten Schnitt durch (las Werk- |
| zeug. |
| Fig. einen Querschnitt nach Linie .r-.r der |
| Fig. .1, |
| Fig. 8 einen Meißel, |
| Fig. g eitle Aufsicht auf diesen Meißel von oben, |
| Fig. io einen Längsschnitt (ltiicli eitle andere |
| Sperrvorrichtung für den Meillel. |
| Fig. i i einen daztigeliörigeti Querschnitt, |
| Fig. 12 eine weitere Slwrrvorriclitutig iin senk- |
| rechten Längsschnitt. |
| Fig. 13 citle weitere .\usführull@rsf@irrn der Sperr- |
| vorrichtung, |
| Fig. 14 eitle Ansicht @li(#s(t Vorrichtung voll |
| urhell, |
| Fig. IS eine Ausfiilirungsforni mit besonderen |
| "Mitteln zur Verhinderung einer ungewollten Ein- |
| führung des Meißels in die I#iilirtitig, |
| Fig. 16 und 17 Detailan:icliten einer Klinken- |
| sperre, |
| Fig. i8einen Quei-@cliiiitt (per ltolirfiilirtttig, |
| F ig. iy eine Teilansicht für die Verriegelung, |
| Fig. 2o die Peilansicht eines Gcrä tes mit einer |
| Pumpe zur Urzeugung von 1 )i-ilcklillt atn finde des |
| Meißels. |
| f# ig. 21 die Scitenansirht einer weitereil .\usfüll- . |
| rungsform, |
| Fig. 22 eilten seill<1-eclitell Scliititt der Fig. 21, |
| l" ig. 23 einen Querschnitt nach Linie 7c,-7(, der |
| Fig. 21. |
| 2.leitien Scliiiitt iiacli Linie _r-_r der Fig. 21,
1 |
| Fig. 25 einen Schnitt nach Linie y-1- der Fig.21 ; |
| 26 enthält ein(' Seitellallsicllt, zum ]'eil ge- |
| scliiiitteli, eines der Fig. + iilililiclleil Ausfiillittngs- |
| beispieles finit abgeänderter Sllei-rvoi-i-iclittitig; |
| Fig. 27 ist ein Querschnitt 11acl1 1.iiiie 26-20 der 1 |
| Fig. 2(). |
Grundsätzlich besteht das Gerät aus einer Rohrführung A, die vorzugsweise
mit zylindrischem ()uerchnitt ausgebildet ist und einen solchen Innenquerschnitt
aufweist, daß das in den Boden niederzutreibende @,\'erkzcug, also der Pfahl oder
Stößel Oder @Leißel, im 1Zohr gleitend geführt wird. Fest finit (lern Rohr A verbunden
sind die Handgriffe B. Das Rohr ist am unteren Ende C offen und nimmt durch diese
Öffnung das Werkzeug auf, und am oberen Ende I) geschlossen. Wie bekannt, wird im
Gebrauch das Rammgerät vom Bedienungsmann mittels der Handgriffe hochgehoben, wobei
das niederzutreibende Werkzeug als Führung dient, und dann heruntergeschlagen, wodurch
auf den Kopf des niederzutreibenden Werkzeuges der Rammschlag oder Raininstoß erfolgt.
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I)ie Rohrführung besteht aus einem Zylinder t, an dessen oberem f
ende diametral einander gegenüberliegend zwei Löcher 2 gebohrt sind, in welche die
abgebogenen Enden 3 der massiven Handgriffe 4 hineinpassen. Die entsprechend unten
abgelxigetieti Enden 3 der Handgriffe 4 legen sich stoßend gegen den Außenumfang
des Zylinders i an. Mit dem IZolir i ist eine darin eingesetzte Schlagplatte oder
ein Aniboßstück 6 verbunden, das auf der Oberseite eine Einsenkung 8 aufweist, in
welche sich die abgebogenen Enden 3 der Griffstücke 4 citilegen. Die Unterfläche
9 des Amhoßstiickes 6 ist eben und stellt die Schlagfläche dar.
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Die lIefestigung der Handgriffe.:l mit dem Führungsrohr erfolgt mittels
SchNvelßens. Die Schweißnähte i o und t i verl>indett die lZohrwandung mit den Handgriffen
und auch mit der Oberfläche des :\tnlx>sses 6. Die Stirnseiten der Handgriffenden
3 sind bei i i ' ebenfalls zusatlimetigeschweißt.
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Die unteren Enden 3 sind stirnseitig so ausgew-öllit, daß sie sich
an die Rundung des Zylinders t anschmiegen und mit diesem durch SchweißnälltC 12
verbunden werden können.
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Innerhall> des F'iilirungsrolires i gleitet der Schaft F_ eines Werkzeuges,
z. B. eines Meißels. \Vird das Führungsrohr mittels der Handgriffe 4 auf und nieder
bewegt, so werden dadurch auf den Kopf des -Meißels die liatilmerschläge durch den
Amboß 6 und die finit ihin verlitiiicieneii Randgriffe ausgeübt und nicht, \vie
(las früher w-ar, auf die Stirnkante des Rohres. 1)er Vorteil dieser Anordnung ist
der, (lall (las Vülirungsrohr aus einem verhältnismäßig leichten Stahlrohr bestehen
kann, weil es selbst stirnseitig nicht lieanspruclit und der Abnutzung unterworfen
ist. Ferner ist das tote Gewicht in den llandgritfen massiert, die aus massivem
ylaschiiietistahl ()cler Stangenmaterial hergestellt werden können.
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Wenn das Gerät zitin I?inraminen von glatten I'f;ilileti oder Stößeln
angewendet wird, darin kann rs unten offen sein. Ilenutzt man es aller für Stahlineißel,
darin ist es vorzitzic-lien, am unteren Rohrende eines :lnzalil, gewöhnlich drei
Nasen oder Vorsprünge 14 anzuordnen, die mit entsprechenden Gegenvorsprüngen oder
Gegennasen i,5 zusammen arbeiten, die ani oberen l#:iide des Meißels mittels eines
Kragens oder 14indes angeordnet sind. 1m gezeigten Ausführungsbeispiel ist das untere
Rohrende durch eine Kappe 16 abgeschlossen, in deren Boden 17 Öffnungen eingeschnitten
werden, wodurch die Nasen 14 gebildet werden. Der Kopf des Meißels ist abgedreht,
so daß eine Schulter t9 entsteht, auf welche ein Kragenstück 2o aufgepaßt ist, das
mit drei Nasen 15 versehen ist. Der Kragen ist mit dem Meißelkopf verschweißt.
Die Abmessungen der Gegennase 15 sind so gewählt, daß sie durch die Öffnungen 18
bequem hindurchtreten können.
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Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, besitzen zwei der Gegennasen
15 in umfänglicher Richtung eine größere Abmessung als die dritte und dementsprechend
sind auch die Abstände der in der Endkappe 16 angeordneten Nasen 14 bestimmt. Nachdem
das Werkzeug eingesetzt ist, genügt eine kurze Drehung, um die Nasen und Gegennasen
übereinandergreifen zu lassen und dadurch einen Austritt des Werkzeuges aus dem
Rammbär zu verhindern. Ist die Arbeit des Werkzeuges E beendet, so kann das Werkzeug
aus dem Beton oder anderem Material dadurch herausgezogen werden, daß die Gegennasen
15 an den Sperrnasen 14 zum Anschlag kommen.
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:Man kann auch eine zusätzliche Kupplungsvorrichtung anordnen, und
zwar in der Rohrführung selbst, durch welche das Werkzeug innerhalb des Rohres in
seiner höchsten Stellung gesichert wird. Zu diesem Zweck ist eine Klinke 2 1 vorgesehen
in Gestalt eines zweiarmigen Hebels, von denen der eine mit einem Haken 22 ausgebildet
ist, der durch eine Öffnung 23 in das Rohrinnere eintreten kann, um sich dort unter
den Kragen 20 des Meißelkopfes zu legen. Der Hebel 21 ist um den Punkt 24 drehbar
gelagert in einem Lagerbock 25, der außen am Rohr i festgeschweißt ist. Der andere
Hebelarm ist gekröpft und bildet einen Handabschlag. Eine Feder 27 hält die Klinke
gewöhnlich in der in Fig. t strichpunktiert gezeichneten Stellung, also außer Dingriff
mit dem Meißel, so daß dieser im Rohr auf und nieder beweglich ist. Soll dagegen
der Meißel in der gezeichneten Stellung innerhalb der Rohrführung festgehalten werden,
dann greift der Bedienungsmann den Hebel 26 und schwenkt ihn nach außen, bis er
sich gegen die Innenfläche des Handgriffes 4 anlegt, wodurch der Sperrhaken 22 in
die Bahn des Kragens 20 eintritt und damit den Meißel sperrt. l;s ist zu bemerken,
daß die Breite des Sperrhakens 22, der sich unter die Kragenbasen 15 legt,
größer sein soll als der weiteste Abstand zwischen diesen Nasen 15, so daß, wenn
die Sperre eingedrückt ist, das Werkzeug unter allen Umständen gesperrt ist, gleichviel
wie seine Lage innerhalb des Rohres ist.
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Die vorbeschriebene Konstruktion kann auch in der MVeise ausgeführt
werden, daß die Rohrführung mit mehr als zwei Handgriffen ausgestattet wird. .-',ucli
kann man das Führungsrohr durch eine Führungsvorrichtung ersetzen, die aus im .Mistand
voneinander angeordneten Seitenführungen bestellt, welche (leii niederzutreibenden
Gegenstand, z. B. die Bretter einer Verschalung. seitlich umfassen
und
finit Bezug auf diese gleitend beweglich sind.
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Ebenso ersteht sich von selbst, daß die Rammvorrichtung für alle beliebigen
Arten von Werkzeugen verwendbar ist. So können z. B. 1leißel der verschiedensten
Art und Zwecke ebenso Anwendung finden wie Bohrwerkzeuge, Stampfstößel zum Stampfen
von Eisenbahnbettungen, oder, bei einer viel kleineren Ausführung, kann das Werkzeug
auch benutzt werden an Stelle von Steinbohrern zum Durchbohren von Wänden bei Vei
legung von elelktrischen Leitungen. Für schwerere Arbeiten kann das Gewicht durch
entsprechende Massenzusätze erhöht werden, wie im folgenden beschrieben wird.
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Gemäß den Fig. 4 bis 9 ist ein ähnliches Rammwerkzeug gezeigt, aber
mit einer abweichenden Werkzeugführung, die es dem Benutzer gestattet das Werkzeug
E zu drehen, (las, wie z. B. in Fig. 8 dargestellt ist, aus einem zylindrischen
Schaft und einer Meißelschneide E' besteht.
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Zu diesem Zweck besteht die Werkzeugführung aus senkrechten Führungsprofilen
35, in denen das Werkzeug mit Hilfe von an seinem Schaft befestigten Ansätzen IS
geführt wird, wodurch es möglich wird, dem Meißel während der Niederbewegung zugleich
eine Drehbewegung zu erteilen.
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An ihrem unteren offenen Ende ist die lleißelführung A teilweise geschlossen
durch nach innen hineinragende Anschläge oder Platten 36, die mit den Ansätzen IS
zusammenwirken. Die einander gegenüberliegenden Ausnehmungen 37 der Anschlagplatten
36 entsprechen dem Querschnitt des Meißelschaftes und den Ansätzen 15, so daß nach
Durchführung des Meißelschaftes durch die zentrale öffnung 38 und Verdrehung innerhalb
der Meißelführung um etwa 9o° der Meißel innerhalb der Führung für die Arbeit eingestellt
liegt.
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Damit die Ansätze 15 in der Führung gleiten können und das Werkzeug
um 9o° gedreht werden kann, ist in den die Führung bildenden Profilen unten das
Material an den Stellen Jo, 41 eingeschnitten und in Gestalt von Lappen 52 nach
außen ausgebogen, wodurch die Eindrehung der Ansätze 15 in dieFührungsbahn35 ermöglichtwird.
Die Führungsbahnen 39 sind oben und unten durch Querbänder 42, 43 in erforderlichem
Abstand miteinander verbunden, wobei die Bänder 42 und 43 mit den Führungsleisten
39 verschweißt sind. Der Abstand (fier Führungsleisten 39 muß natürlich so groß
sein, daß die Ansätze IS in der Führung frei spielen(- sich bewegen können.
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Im oberen Teil sind die Führungsleisten 39 abgeschlossen durch einen
Amlyoßblock 44, der in seiner Lage durch ein U-förmig gebogenes Band 45 gehalten
wird, das die Führung von oben übergreift und mit den Führungsleisten verschweißt
ist. Der Amboß 44 hat seitliche Fortsetzungen 46, an deren ebenen Stirnflächen sich
die abgeflachten Enden 47 der senkrechten Handgriffe 48 anlegen und durch Schweißung
mit ihnen verbunden sind. Die Handgriffe können rohrförmig oder aller aus festem
Stangenmaterial gefertigt sein. :\in tniter:n Ende sind die Stangen 48 stirnseitig
mit einer Abflachung 49 versehe» tiiid sind hier mit Quereisen 5o verbunden. Mit
den unteren Enden der Führungsleisten 39 sind U-förmige Endstücke 51 durch Schweißung
fest verbunden, welche die Anschlagplatten 36 bilden, die das untere Ende der Führungsleisten
abschließen. Gegen die nach oben gerichteten Schenkel der U-tönni@.;@ii I,ndstiicke
51 legen sich seitlich lwiderseits die Quereisen 5o, die durch Schweißung mit den
Abschlußstücken 51 wieit,runi verbunden sind.
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l ieini Arbeiten wird das \Verkzeug, z. B. der \Icißel, mit dein zylindrischen
Schaft durch die z;nntrale Öffnung 38 zwischen den Flanschen 36 eingeführt, und
zwar so, (Maß die Ansätze 15 durch die seitlich vorgesehenen Ausnehrnungen hindurchtreten
können. Sobald sich die Ansätze gegenüber den Schlitzen 4o und 41 befinden, wird
das Werkzeug oder der Meiliel uni 9o° gedreht, wobei die Ansätze 15 in die U-förmigen
Führungsbahnen 35 eintreten können. Das Gerät ist nun arbeitsbereit und die Bedienung
kann nun das Werkzeug in der Weise betätigen, daß die Rammvorrichtung mit den Handgriffen
B angehoben und mit scharfem Schlag auf den Meißel niedergeschlagen und gegen Zurückprallen
vom -Meißel gehalten werden kann.
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Ein zweiter Satz von Durchtrittsschlitzen 53 kann im oberen Teil der
U'erkzeugführung angeordnet werden. Diese Durchtrittsschlitze sind unmittelbar über
den Querleisteil 42 allgeordnet und haben zum Zweck, das Werkzeug aus dein Arbeitsgrund,
z. B. Beton usw., herauszuziehen. Wenn die Ansätze durch Drehung der Werkzeugführung
um 9o° vor den Schlitzen 53 stehen, können diese aus den Führungsbahnen 35 in den
Zwischenraum zwischen den Querleisten 42 und dem Stück 45 gebracht werden. Die Ansätze
15 gehen dann, wie in Fig. 4 gestrichelt dargestellt ist, nach außen aus der Führung
heraus und liegen auf der Oberkante der Querleisten 42 so an, daß der Meißel nunmehr
in der Führung gesperrt ist und ausgehoben werden kann.
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Andere :Mittel zur Erreichung desselben Zweckes, nämlich der Sperrung
(Ies Meißels in der Werkzeugführung. sind in den Fig. io, i i und 12 dargestellt.
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Gemäß Fig. io und i i Besteht die Werkzeugführung aus einem Rohr 5,5
mit quadratischem Querschnitt, in dessen eine Seitenfläche eine Anschlagschraube
57 eingesetzt ist, die mit einem Kragen 1.5' des Werkzeugschaftes zusaninientvii-kt.
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Gemäß Fig. 12 ist ein finit Feder 30 belasteter Sperrstift
58 vorgesehen, der mittels eines Knopfes 58" mit seinem vorderen Ende 58' in eine
entsprechende :1usnelimun` 59 des \Verkzeugschaftes eintreten kann.
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In Fig. 13 und 14 ist eine weitere nichtautomatische \-orrichtung
zur Sperrung des Werkzeuges in seiner Führung vorgesehen. Auf der unteren Seite
des unter.eii Querhauptes ist um einen Niet oder Stift 6ö eine Sperrplatte 6o drehbar
angeordnet, die einen gebogenen, einseitig offenen Schlitz 62 aufweist, der so weit
ist, daß er zwar den Werkzeugschaft, nicht aber einen an dessen
oberem
Ende angeordneten Bund oder Kragen 15' durchläßt. Die Sp-errplatbe 6o wird in der
Sperrlage gehalten durch eine mit Flügelgriff versehene Schraube 63, mit welcher
sie in der Sperrlage an der unteren Quertraverse festgeklemmt wird. Nach Öffnung
der Schraube 63 kann die Sperrplatte 6o seitlich ausgeschwungen werden und gibt
dadurch auch den Durchgang für den Bund oder Kragen 15'
frei.
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In den Fig. i #S, 16, 17 und 18 sind weitere Ausbildungen der Meißelführung
gezeigt, «-elche entweder winkelförmigen Querschnitt 65 (Fig. 16, .17) oder gebogenen
Querschnitt (Fig. 18) haben können. In diesen Ausführungsformen lassen die beiden
Profile gegenüberliegende Schlitze 66' zwischeneinander frei. Die Einführung erfolgt
bei ausgeschwungener Sperrplatte 6o direkt. Die obere Sperrvorrichtung besteht in
diesem Fall aus in das Profil eingeschnittenen rechteckigen Schlitzen 67 oder ausgerundeten
Schlitzen 67', wie diese letztere Ausführung in Fig. ig gestrichelt angedeutet ist.
In diese Schlitze können die Ansätze 15 des Werkzeuges eingedreht «-erden und sind
gegen unbeabsichtigtes Heraustreten ziemlich gesichert.
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Um zu verhindern, daß die Ansätze 15 ungewollt in die Sperrschlitze
67 eintreten, ist eine Sperrklinke vorgesehen. Diese besteht aus einem Hebelarm
68, der an einem an dem Führungsprofil 65 befestigten Bock 69 drehbar gelagert ist.
An einem Arm 7o dieses Hebels befindet sich eine Nase 71, die, wie Fig. 17 zeigt,
normalerweise in einen der Schlitze 67 eintritt, wodurch die Eindrehung der Ansätze
15 in die Schlitze 67 verhindert wird. In dieser Lage wird der Hebel 68 durch eine
Feder 72 so lange gehalten, bis die Bedienung den Hebel 68 entgegen der Wirkung
der Feder 72 niedergedrückt hat, wodurch die \ ase 7 1 aus dem Schlitz 67 herausbewegt
wird und dadurch die Eindrehung der Ansätze 15 in die Schlitze 67 erlaubt (Fig.
16).
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In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2o ist auf den Kopf der Ramme
ein geschlossener Zylinder 73 aufgesetzt, in welchem ein Balgen 74 angeordnet ist,
dessen Inneres durch eine Bohrung 75 mit dem Innenraum der Werkzeugführung in Verbindung
steht. Normalerweise wird der Balgen durch eine darin eingesetzte Schraubenfeder
76 in der in Fig. 20 gezeigten Lage gehalten, obwohl er durch eine Gewichtsplatte
77 belastet ist.
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Beim Niederschlagen der Ramme und Aufsetzen auf den Meiß-elkopf drückt
die Gewichtsplatte 77 infolge ihrer Nlassenheschleunigung den Balgen 74 zusammen
und drückt dadurch die darin enthaltene Luft nach außen. In diesem Augenblick steht
die Bohrung 75 mit einer entsprechenden zentralen Bohrung 78 im iXteißelschaft in
Verbindung und die aus dem Balgen 74 ausgetriebene Luft kann nun durch den hohlen
Meißelschaft bis zur Schneide strömen und hier den Werkstaub ausblasen.
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Das Ausführungsbeispiel nach den Fig.21 bis 25 ist vorwiegend für
das Rammei< von Meißeln geeignet. Die Werkzeugführung besteht hier nämlich wie
in Fig. -4 aus zwei U-Profilen 39, die durch zwei Querstreifenl>aare 8o und 81 miteinander
verbunden sind und Hubbegrenzungen in Form eines Kopfstückes 82 und eines Bodenabschlußstückes
83 aufweisen.
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Die Handgriffe B sind ähnlich wie in Fig. i so ausgebildet, daß der
.Rammstoß vom Amboß 61 unmittelbar auf die Handgriffe übertragen wird. Diese bestehen
im vorliegendenAusführungsbeispiel aus einem einzigen Stück Stangenmat:rial, das
U-förmig gebogen ist und oben eine Verschwächung 84 trägt, deren flache Unterseite
85 genau gegen den Amhoß 61 einerseits und gegen das obere Abschlußband 82 anliegt.
Die beiden Bodenabschlußstücke 83 enthalten je einen Anschlußflansch 36, der bei
37' etwas ausgeweitet ist, so daß ein, dem Werkzeugschaft und seinen Ansätzen 15
entsprechender Durchlaß entsteht.
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Die Einführung der Ansätze in die Führungsprofile 35 erfolgt nicht
unten, sondern etwas höher bei 86, etwa in Höhe der Schnittlinie x-x der Fig. 21.
Dies hat den Vorteil, daß das Werkzeug bei Begiirn der Anhebbewegung der Ramme das
Gerät unter keinen Umständen verlassen kann, was bei der Ausführungsform nach Fig.
i bis 4 noch möglich ist.
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Um den Meißel herausziehen zu können, sind die Flanschen der Führung
bei 87 dicht unterhalb der Unterkante des umgebogenen Bandes 82 seitlich in ähnlicher
Weise wie bei 86 umgebogen, so daß bei Drehung der Führung gegenüber dem Meißel
dessen Ansätze 15 in die Ausnehmungen eintreten können. Bei dieser Lage des Meißels
zur Führung wird er durch die oberen Querbänder 81 gesperrt, so daß er etwa in der
Mitte des Gerätes festgehalten wird.
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Im Falle der Ausführungsform nach Fig. 26 und 27 erfolgt die Sperrung
des Meißels durch eine Hakenklinke, die in einen Schlitz 9o des Führungsprofils
39 eingeschnitten ist. Die Hakenklinke besteht aus dem eigentlichen Haken gi und
einem Schaft.92 und befindet sich in der Ruhelage in der in Fig. 26 ausgezogen dargestellten
Lage, in welcher sie durch das Klinkengewicht gehalten wird. Seitlich sind an dem
Schaft 92 zwei Ansätze 94 angeschweißt. Das freie Ende des Schaftes ist bei 93 abgeschrägt,
damit der Finger des Bedienungsmannes hier die Klinke untergreifen kann. Der Meißel
E selbst hat einen angeschweißten Ansatz 15.
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Um den :Meißel in seiner oberen Lage zu sperren, wird die Hakenklinke
am Ende 93 angefaßt und durch den Schlitz go in das Führungsinnere 35 hineingekippt.
Dabei verhindern die Ansätze 94 das Herausfallen der Klinke in das Profilinnere.
Der Ansatz 15 des Meißels setzt sich von oben auf die durch Strichpunktierung in
Fig.26 in der Sperrlage angedeutete Hakenklinke auf und ist damit gegen Herabfallen
gesichert. Zur Aufhebung der Sperre genügt ein leichtes Anheben des Meißels, so
daß die Hakenklinke frei wird und in die Ruhestellung zurückgeführt werden kann.
In dem Ausführungsbeispiel ist die Hakenklinke lose eingehängt. Sie kann natürlich
auch an einem mit dem Führungsprofil verbundenen Stift frei beweglich gelagert sein.
Die Nasen 15 des Meißels werden
zwecks besserer Auflage auf der
Hakenklinke auf der Unterseite etwas abgeschrägt.
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Um die Ramme den verschiedensten V,,-rwendungszwecken anzupassen,
insbesondere aber für <las Arbeiten in extra hartem Boden, z. B. beim Aufbrechen
von Beton, verwendbar zu gestalten, können Mittel vorgesehen werden, um die Ramme
mit zusätzlichen Ge@vichten zu belasten. Zu diesem "!.weck kann z. B. der obere
Teil der Führung mit GeNvindelöchern versehen werden, in welche Schrauben passen,
mit deren Hilfe eine Anzahl oben aufgelegter gelochter Scheibengev-ichte mit dem
Rammbären verbunden Nverden.