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Automatisch gesteuertes Geschicklichkeitsspiel Den Gegenstand der
Erfindung bildet ein Geschicklichkeitsspiel.
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Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß mehrere auf rotierenden
Scheiben angeordnete Bildfolgen, vorzugsweise drei solcher Bildfolgen, vor dem Spieler
abrollen, die unabhängig voneinander elektrisch angetrieben werden und mit je einem
von Hand zu betätigenden Kontakt verbunden sind. Jeder Kontakt ist mit einem durch
ihn gesteuerten Relais, einem Motor und einem Elektromagneten unabhängig von den
anderen Kontakten derart verbunden, daß beim Drücken des betreffenden Kontakts der
zugeordnete Bildstreifen angehalten wird. Die Aufgabe des Spielers ist es dabei,
durch geschicktes Abstoppen ein bestimmtes Bild so festzuhalten, daß seine Stellung
mit einer auf dem Gehäuse des Apparats angebrachten Marke übereinstimmt. Gelingt
es dem Spieler, durch geschicktes Abstdppen drei übereinstimmende Bilder auf ihren
Marken festzuhalten, so ist damit eine Gewinnstellung gegeben, die in der automatischen
Schaltung des Apparats die Auszahlvorrichtung betätigt.
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Die Bildfolgen können sowohl auf der Stirnseite der rotierenden Scheibe
oder auch auf ihrem Umfang angeordnet sein. Im ersten Fall werden die Bildscheiben
aufgetrenntenAchsen,jedoc'hineinerLinie, neben- oder übereinander angeordnet. Im
zweiten Fall werden die Bildscheiben auf getrennten Achsen parallel nebeneinander
oder übereinander angeordnet. In jedem Fall erfolgt der Antrieb der einzelnen Bildscheiben
unabhängig von den anderen.
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Einen besonderen Anreiz zur Betätigung der
Geschicklichkeit
des Spielers bietet ein solches Spiel dadurch, daß die Bildstreifen oller Bildscheiben
sich il] verschiedener Richtung bewegen. Sind drei Bildstreifeii vorhanden, sei
l:itift z. 1i. der erste von links nach rechts, der zweite von rechts nach links
und der dritte voll links nach rechts. Durch ein Geschicklichkeitsspiel dieser Art
wird die schnelle Beobachtung des Spielers, die schnelle Reaktion der Hand- und
Fingermuskulatur, sowie die schnelle und sichere Schätzung der von dem 13i1(1 durchlaufenden
Strecke gefördert.
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lii den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen derartiger Geschicklichkeitsspiele
beispielsweise und schematisch dargestellt.
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1# 1g. i 1]1s 5 zeigen in schaubildlicher Darstellung verschiedene
Ausführungsformen eines erfindungsgelnä 13 gestalteten Geschicklichkeitsspiels;
hig. 6 zeigt den :\Ilparat gemäß Fig. t im Schnitt nach Elfelle :9-l3;
"-. 7 zeigt den Apparat nach F ig. i von hinten F 11
r' gesellen lief allgenommener Rückwand; Fig. S zeigt (las Geriit gemäß Fig. 2 ]in
Sclin :t nach der Ebene C-1); hig. (# zeigt das Gerat gemäß 1# ig. 2 1>e1 abgenommener
Rückwand voll hinten gesehen; F'-. ]o ist eil] Schnitt nach Ebelle 1:-h Fig. 3;
Fig. i i zeigt den Apparat geni:il3 Fi* 3 in .\usicllt 11c1 allgenommenem Deckel;
Fig. 12 zeigt den :\liparat gemäß Fig. .l im Schnitt nach Iaielle (:-1l ; Fig.
13 zeigt den Altparat geill:il3 I# ig. 4 ü1 Ansicht lief abgenommener Hinterwand
des Gehäuses; Fig. 14 ist ein Schnitt nach Ebene 1-K in Fig. 5; I# ig. i 5 zeigt
den .Apparat gein:iß Fig. 5 lief abgenommener Gelläuseriickwand; I# 1g. 16 zeigt
im Grundriß den schematischen Aufbau eines Geschicklichkeitsspiels gemäß Fig. t
oller 2: Fig. 17 zeigt ebenfalls ini Grundriß den schematischen :\ufbau eines
Geschicklichkeitssp els gemäß 1.19. 3, 4 un(l 5 > 1#i1-. 18 veranschaulicht
die Schaltung eines Bildträgers des Geschicklichkeitsspiels; 1,-1g. i< zeigt
die Gesamtschaltung für ein erfindungsgemäß gestaltetes Geschicklichkeitsspiel finit
drei Bildträgern. Diese Gesamtschaltung kommt also für alle in den Fiz,. t düs 3
(dargestellten Geschicklichkeitsspiele in Betracht; Fig. 20 veranschaulicht eine
weitere verbesserte :\tisfülirungsforni der Gesamtschaltung.
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Im einzelnen bestellt der in Fig. i gezeigte Apparat aus einem beliebigen
Gestell oder Tisch i, auf dem (las Gehäuse 2 (des eigentlichen Geschicklichkeitsspiels
aufgestellt ist.
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An der Seite (des Apparates befindet sich ein in bekannter Weise ausgebildeter
Einwurf 3, durch den eine den Mechanismus des Spiels einschaltende Marke oder \liinze
eingeworfen wird.
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Auf (der Vorderseite des Kastens 2 befinden sich (frei Durchbrüche,
hinter denen (die sich bewegenden Bildstreifen :1, 5, 6 erscheinen. Unterhalb der
Bildstreifen befinden sich drei Kontaktknöpfe 7, ä, 9, deren je einer jeder Bildfolge
zugeordnet ist. Durch Betätigung dieser tiotitaktkn<il)fe werden die die Bilder
tragenden Scheiben in ihrer Bewegung abgestoppt. Dabei kommt es darauf all, (laß
eilt bestimmtes Bild genau in der Hölle vier an der :1ussparung angebrachten Markierungen
io, il, 12
erscheint.
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Während der Laufzeit des Spiels, solange also die Bildrollen :4, 5
und 6 in Bewegung sind, brennt eine an der Vorderseite des Kastens angebrachte Kontrolllampe
13. Das Erlöschen der Kontrollampe -zeigt all, daß die Spielzeit beendet ist, so
daß für ein neues Spiel erneut eilte Nfarke iii (teil Schlitz 3 eingeworfen wverden
muß.
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In ähnlicher Weise ist- auch das Geschicklichkeitsspiel nach Fig.2
ausgebildet. Es bezeichnen hier gleiche Bezugszeichen gleiche Teile wie in Fig.
t. Die Bildstreifen .4, 5 und 6 erscheinen liier auf der Vorderfläche des Apparats
derart, daß sie sich in horizontaler Richtung übereinander bewegen. Zweckmäßig können
die Bildstreifen .l und 6 sich in entgegengesetzter l'iclituiir; bewegen wie der
mittlere Bildstreifen @.
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Gemäß F ig. 3, 4 u11(1 5 ist grundsätzlich dieselbe Einrichtung vorgesehen.
iiur sind all Stelle der Bildrollen :1, 5 und 6 in diesen :'\usfiilirliiigsl)eispielen
(frei Bildscheiben 14, 15 und t6 finit auf ihrer Stirl]-Rä ehe angeordneten Bildern
angeordnet, die um ihre senkrechte Achse rotieren. Diese Einrichtung hat den Vorzug,
daß der Spieler jeweils volle tvlbersicht über die gesamte Bildfolge hat. Auch lief
dieser Einrichtung l:ißt mal] die Bildscheiben sich zweckmäßig in verschiedenen
Richtliiigen bewegen, also z. 13. so, daß die Scheiben 14 und 16 1111 gleichen Sinn,
z. B. in Uhrzeigerrichtung, umlaufen, während die Scheibe 15 sich in entgegengesetzter
Richtung dreht.
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Fig. 6 bis 1,5 veranschaulichen Gien :Aufbau der Geräte in schematischer
Darstellung.
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Gemäß Fig. 6 und 7 sind die Bildrollen .4, 5u11(1 (i nebeneinander
allgeordnet, so (laß sie, wie in Fig. i beschrieben. an den nelyeneinanderliegenden
Ausschnitten des Gehäuses erscheinen. Die drei Bildrollen sind z\\-eckni:il3ig getrennt
gelagert und mit je einem besonderen Antriebsmotor, insbesondere einem Elektromotor
mit Getriebe 17, 12i und 1.9, versehen. jede Rolle ist ferner finit einer
magnetischen Stoppvorrichtung 2o, 21 ulld 22 ausgestattet, deren Bremse dann in
'hätigkeit tritt, tveiin der 1>etreffende Kontakt gedrückt wird.
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Das Gehäuse ist ferner mit den an sich bekannten Einrichtungen für
(die Einzahlung, z.13. einem Münzprüfer 23, versehen, aus dein die Münze in eile
Sainnielrohr 2.1 gelangt. 1)1e überschießenden Münzen werden durch die Nebenleitung
25 i11 einen Kassetirauill 26 geführt. Zwischen :Münzprüfer 23 und Saminelrolir
2:1 ist noch dor Auslösekontakt 27 angeordnet, (der hei Berührung finit (der Münze
den Antriel@ des Apparates in Funktion setzt.
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_11t den Scheiben sind ferner die die Auszahlungen einleitenden Kontakte
28, 29 und 3o angeordnet, die in bestimmter Stellung der Scheiben
ansprechen und die Magnete 3 t für die Auszahlung betätigen.
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Gemäß Fig. 8 bis 15 sind in entsprechend anderer :\nordnung
grunds:itzlich (die gleichen Teile vorbanden,
die mit denselben
Bezugszeichen, wie in Fig. 6 und 7, bezeichnet sind.
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In Fig. 16 und 17 erscheinen wiederum die gleichen 'heile wie in F
ig. 6 bis 15. Hier ist insbesondere noch die Zeituhr 32 nebst Hilfsrelais 33 gezeigt,
durch welche das Ein- und Ausschalten des gesamten Apparats gesteuert wird.
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Die Schaltungsanordnung für eine einzelne Gruppe, also für eine einzelne
Bildscheibe oder Bildrolle, besteht gemäß Fig.18 aus den Stromzuführungsleitungen
34, 35, die z. B. von einem 22o-Volt-Netz abgenommen werden können.
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Dieser Stromkreis wird beim Einwerfen der Münze in den Schlitz 3 unter
Einschaltung der Zeituhr 32 über ein Relais 33 derart geschlossen, daß die beweglichen
Kontaktsätze 36 eines Relais 37 in jeder Schaltgruppe den zugehörigen Motor 38 betätigen,
welcher die zugehörige Bildscheibe oder Bildrolle antreibt. Gleichzeitig wird die
Magnetbremse 39 jeder betreffenden Schaltgruppe derart unter Strom gesetzt, claß
sie gelöst wird, so daß die Rotation der Bildrolle ungehindert stattfinden kann.
Wird nunmehr einer der Stoppkontakte 4o betätigt (vgl. 7, 8 und 9 in Fig. i), so
arbeitet das Relais derart, daß i. der Stoppkontakt 4o durch den Kontakt 36a überbrüCkt,
2. der Kontakt 36b geöffnet wird und den Motorkreis ausschaltet sowie gleichzeitig
auch die magnetische Bremsvorrichtung auslöst. Infolgedessen tritt die Bremse sofort
in Tätigkeit und bremst die zligeh<irige Bildrolle auf die kürzeste Entfernung
ab.
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Im Moment des Abstoppens wird ferner der Kontakt 41 geschlossen, der
eine besondere Bedeutung für die Auszahlung besitzt, wie weiter unten erläutert
wird.
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Gemäß Fig. i9 bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile wie in
Fig. 18. Die drei zu den drei Bildrollen gehörigen Schaltgruppen, deren jede mit
der Schaltung nach Fig. 18 im wesentlichen identisch ist, sind hier mit 1,
11, 111 bezeichnet. Zur Schaltgruppe I gehört noch ein für die Auszahlung
bestimmter Kontaktsatz 42. Zu der Schaltgruppe 1I gehört ebenfalls ein Kontaktsatz
43 und zur Schaltgruppe III der Kontaktsatz 44.
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Diese drei Kontaktsätze 42, 43 und 44 werden rein mechanisch betätigt,
z. B. geschlossen, nämlich durch Nocken an den Bildscheiben, die bei bestimmter
Stoppstellung der Bildscheibe die Schließung bewirken.
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Die Schließung der Kontakte 42, 43 und 44 erfolgt also nur dann, wenn
übereinstimmende Bilder auf die auf dem Gehäuse angebrachten Marken io, i i und
12 eingestellt sind.
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Die "Zeituhr 32, 48 setzt sich aus einem Asynchronmotor 32, auf dessen
Getriebeachse sich die Nocken für die mechanische Trennung der Kontakte 49, 50 befinden,
und einem Relais 48, das die dazugehörige Kontaktgruppe 48a betätigt, zusammen.
Die Zeituhr 32, 48 tritt in Tätigkeit, sobald durch den Einwurf der Münze der Kontakt
3 im Stromkreis 34, 35 über den Kontaktsatz 4811 geschlossen wird. Stellen sich
heim Abstoppen drei übereinstimmende Bilder auf die Marken io, t i und 12 ein, so
ist damit eine durchgehende Reihe der Kontakte 42, 43 und 44 mit einem über einen
der Auszahlungsmagnete 45, 46 und 47 gehenden Stromkreis geschlossen.
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Wird dagegen kein Stoppkontakt gedrückt, so schaltet nach Ablauf der
vorgeschriebenen Zeit die Uhr 32, 48 mechanisch die Kontakte 49, 50 aus, so .daß
der Stromkreis unterbrochen wird und die Bildscheiben stehenbleiben.
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In der Zuleitung 34 zur Zeituhr 32, 48 und die Leitung 35 wird zweckmäßig
noch die Kontrollampe 13 geschaltet, die so lange brennt, als Strom durch die Zeituhr
fließt und der Antrieb der Bildflächen betätigt wird.
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In dem besonderen Fall, daß der Spieler noch nicht gestoppt hat, die
Scheiben sich aber bei ihrem Stehenbleiben zufällig mit drei übereinstimmenden Bildern
in Stellung der Marken i o, i i und 12 befinden, tritt infolge der Öffnung des Kontakts
5o das mit Dauerstrom betriebene Relais 33 in Tätigkeit. Das Relais 33 schließt
in diesem Fall die Leitung 34 über die Kontakte 42, 43 und 44 mit der Leitung 35,
so daß in diesem Fall die Auszahlung stattfindet. Erst nachdem die Auszahlung erfolgt
ist, erfolgt auch die Öffnung des Kontaktes 49. Der Kontakt wird also immer mit
einer gewissen Verzögerung hinter dem Kontakt 5o geöffnet, um im Fall, daß die Bildscheiben
in der Gewinnstellung stehenbleiben, die Auszahlungen durch Betätigung der Auszahlungsmagnete
45, 46 und 47 zu ermöglichen.
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In Fig. 20 bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile wie in Fig.
i9. Hier ist zu den Gruppen 1, I1 und III noch je ein Kontakt 51, 52 und 53 hinzugekommen.
Diese Kontakte bezwecken in solchem Fall, in dem der Spieler die passende Bildstellung
in einer der Schaltgruppen 1, 1I und 111 nicht erreicht, also fehlerhaft gestoppt
hat, den Stromkreis sofort auszuschalten, so daß sofort ein neues Spiel beginnen
kann. Dieses wird mit Hilfe der Kontakte 54, 55 und 56 ermöglicht, die wiederum
den Kontaktsätzen 42, 43 und 44 zugeordnet sind. Die Kontakte 51, 52 und 53 werden
in diesem Fall geschlossen, sobald der Spieler den zugehörigen Kontakt drückt. Mit
dem Schließen dieser Kontakte erhalten aber auch die Kontakte 54, 55, 56 Strom.
Wenn nun in einer Schaltgruppe, z. B. in Schaltgruppe I, fehlerhaft gestoppt wird,
so bleibt die Kontaktgruppe 54 geschlossen und der Gesamtstrom wird über das zugehörige
Relais 57 geleitet, so daß die Ausschaltung des ganzen Stromkreises erfolgt. Nur
in einem Fall werden die Kontakte 54, 55, 56 geöffnet, nämlich dann, wenn beim Abstoppen
sich eine Gewinnstellung ergibt.
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Die beschriebene Einrichtung kann mannigfach im wesentlichen Sinn
abgeändert und ausgestaltet werden. Die äußere Gestaltung wie die Anordnung der
Bildrollen oder Bildscheiben ist beliebig, ebenso auch die Anzahl der Bildrollen
oder Scheiben, obwohl im allgemeinen die in den Ausführungsbeispielen vorgesehene
Dreizahl mit abweichender Bewegungsrichtung der mittleren Scheibe empfehlenswert
ist. Ebenso hat sich die in Fig. i gezeigte Anordnung von rechteckigen oder quadratischen
Bildern deren Diagonale in der Bewegungsricht.
ung des Bildstreifens
liegt, als zweckmäßig erwiesen. Bei Scheiben empfiehlt sich eine dreieckige Gestaltung
der Bildfelder derart, daß die Bilddreiecke mit der Spitze nach außen liegen und
durch leere ebenfalls dreieckige Sektoren getrennt sind.
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Beim praktischen Betrieb eines erfindungsgemäß ausgebildeten Geschicklichkeitsspiels
hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die am Umfang der Bildscheiben gemessene Geschwindigkeit
innerhalb eines Bereichs von io bis 15 cm/sec zu halten.