-
Lochkartenmaschine mit Buchstaben- und Ziffern-Tastatur Wenn auf Registrierkarten
Ziffern und Buchstaben durch Lochungen symbolisch zur Darstellung gelangen sollen,
ist es vorteilhaft, die Angaben ,durch Lochkombinationen zum Ausdruck zu bringen.
Für die Darstellung der gesamten Buchstaben und der Grundziffern in Lochschrift
benötigt man bekanntlich mindestens sechs Lochpositionen, während für die der Grundziffern
o bis 9 allein nur vier Lochpositionen notwendig sind.
-
Zum Auswerten solcher Lochangaben dienen sog. Täbelliermaschinen,
die für die druckschriftliche Wiedergabe der gelochten Angaben mit einem Druckwerk
und zu deren Verrechnung mit Rechenvorrichtungen ausgestattet sind. Aus Gründen
der Zweckmäßiglkeit ist die Registrier!karte in für Buchstaben- und Zahlensymbole
getrennte Felder unterteilt. Dies ist für die Steuerung der Tabelliermaschine wesentlich,
damit die Rechenvorrichtung während der druckschriftlichen Wiedergabe der Buchstaben
abgeschaltet werden kann. Diese muß aber andererseits wieder wirksam gemacht werden,
,wenn das die Zahlenangaben enthaltende Lochkartenfeld zur Auswertung gelangt; in
dieser Stellung der Lochkarte ist dann der Buchstabendruck unterbunden. Ferner ist
es für die Steuerung der Tabelliermaschine auch notwendig zu wissen, welcher Rechenart
die in die Karte gelochten Zahlenwerte unterworfen werden sollen.
-
Es ist nun bekannt, durch besondere zusätzliche Lochsvmbole an einer
besonderen Stelle der Lochkarte bestimmte Rechenfunktionen in der Tabelliermaschine
auszulösen. Die Lage und Anzahl dieser Lochangaben, welche die Rechenart für die
Behandlung der Zahlenwerte bestimmen. unterscheiden
sich deutlich
von den Lochungen für die Zahlen und Buchstaben.
-
Loch- und Prüfmaschinen, die eine Auslochung und Prüfung von Registrierkarten
nach der genannten Buchstaben- und Ziffernkombination vornehmen, sind -bekannt.
Diese Maschinen sind mit einer Buchstaben- und Zifferntastatur ausgestattet, die
unter Vermittlung von Wählschienen Loch-bzw. Prüforgane in unterschiedlicher Kombination
wirksam macht. Die zur Bearbeitung bestimmten Karten werden abschnittsweise den
allen Spalten gemeinsamen Loch- und Prüforganen zugeführt, die sowohl die für die
Buchstabenangaben notwendigen sechs Lochpositionen als auch die für die Ziffernangaben
vorgesehenen vier Lochpositionen beherrschen.
-
Gemäß der Erfindung werden nun zur Darstellung von Steuerlöchern in
Registrierkarten die bekannten Loch- bzw. Prüfmaschinen so ausgebildet, daß außer
den Buchstaben- und Zifferntasten weitere Tasten, sog. Rechenarttasten, angeordnet
sind, die in solchen Lochpositionen, die außerhalb. der von den Zifferntasten beherrschten
Positionen liegen, die gleiche Lochung bzw. Prüfung veranlassen, wie dies bei bestimmten
Buchstabentasten der Fall ist. Durch diese Rechenarttasten entstehen also in der
Registrierkarte Lochangaben; die sich lagemäßig oberhalb oder unterhalb der von
den Zahlenangaben besetzten Lochpositionen befinden und die in der Tabelliermaschine
Rechenvorgänge auslösen können, denen die zugeordneten Zahlenangaben unterworfen
werden sollen. Bei bekannten Anordnungen hingegen werden die Loch- bzw. Prüforgane
aller sechs Lochpositionen von den Rechenarttasten herangezogen; und obwohl gewisse
Lochstempel sowohl von Buclhstaben- als auch von Rechenarttasten überwacht werden,
liegt doch ein der Erfindung entsprechender Fall nicht vor, daß nämlich ein einziger
Lochstempel oder eine bestimmte Lochstempelkombination in den zwei Lochpositionen
oberhalb oder unterhalb des Ziffernfeldes sowohl von einer Buchstabentaste als auch
von einer Rechenarttaste beherrscht wird; dabei ist es wesentlich, daß Buchstabentaste
und Rechenart-Laste ausschließlich diesen !bestimmten Lochstempel (bzw. die Lochstempe)kombination)
beanspruchen.
-
Eine Maschine gemäß der Erfindung ermöglicht es also, die Rechenartlöcher
außerhalb, d. h. oberhalb oder unterhalb des Ziffernfeldes vorzusehen. Dadurch werden
besondere Rechenartlochspalten erspart. was insbesondere dann wesentlich ist, wenn
mehrere Lochfelder mit Rechenartlochungen versehen werden müssen und die Spaltenkapazität
der Karte bis zum äußersten ausgenutzt werden muß.
-
Nachstehend wird die Erfindung an Hand einiger Figuren erläutert.
So' zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung die bekannte Zuordnung eines Tastenfeldes
zu den Wählschienen und den für die Wählschienen maßgebenden Lochkombinationsschlüssel.
Das Tastenfeld enthält gruppenweise zusammengefaßt Tasten i i für die Buchstaben,
Tasten 12 für die Ziffern und Sondertasten 13, 14, 15 zur Herstellung von Steuerlöchern
für die Rechenarten, außerdem die üblichen Zwischenraumtasten Z. Die die Verlängerung
der Tasten bildenden Tastenhebel 16, von denen in Fig. i nur einige angedeutet sind.
sind in @bekannter Weise in der Maschine gelagert und erstrecken sich über die parallel
zueinander angeordneten Wählschienen 17, deren Zuordnung zu den sechs Lochpositionen
des Kombinationsschlüssels durch die Indizes I bis VI gekennzeichnet ist. Jede Wählischiene
17 schließt bei ihrer Betätigung einen Kontakt 18. Diese Kontakte steuern die Stromkreise
von Loch- und Prüforganen.
-
In Fig. 2 ist die beispielsweise Anordnung von Lochfeldern für die
Kombinationslochungen in einer Lochkarte gezeigt. Für die Auswertung der Lochkarte
in der Tabelliermaschine ist es, wie bereits eingangs bemerkt, zweckmäßig, die Registrierkarte
derart in Felder zu unterteilen, daß die Bucfhstaben- und Zahlensymbole getrennt
voneinander sind. Nach dem Kombinationsschlüssel werden für die Buchstabensymbole
sechs Lochpositionen, für die Ziffern vier Lochpositionen benötigt; infolgedessen
stehen über (oder unter) dem Zahlenfeld zwei Lochpositionen zusätzlich zur Verfügung,
die gemäß der Erfindung für die Unterbringung der Steuerlöcher Verwendung finden.
-
Aus dem oben rechts in Fig.2 strichpunktiert gezeichneten Teil ist
ersichtlich; daß die Symbole der Steuerlöcher für die Rechenfunktion Symbolen von
Buchstaben entsprechen; so gleicht beispielsweise das Symbol :des Steuerloches für
den Subtraktionsvorgang dem des Buchstaben T, entsprechend verhält es sich mit den
Symbolen für die weiteren Rechenfunktionen (Addition;, Multiplikation), die den
Buchstaben E bzw. A entsprechen. Die doppelte Verwendung gleicher Lochsymbole einerseits
für einen Buchstaben, anderseits für eine Rechenvorschrift, ist dadurch möglich,
daß, wie eingangs erwähnt, während des Lochens bzw. Prüfens von Zahlen der Buchstabendruck
zwangsläufig unterbunden ist.
-
Die Einstellung der Wählschienen 17 für; die Loch- und Prüforgane
dieser Buchstabensymbole E-T-A wird also nicht nur von den zugeordneten Tastenhebeln
E-T-A beherrscht5 sondern auch durch die im Tastenfeld zusätzlich angeordneten Rechenarttasten
13, 14, 15. Daher :haben diejenigen Wählschienen 17, welche außer durch Buchstabentasten
noch durch Rechenarttasten gesteuert werden., Ansätze i9, die im Bereich der Tastenhebel
16 der Rechenarttasten 13, 14, 15 liegen und ,genau dieselbe Einstellung von Loch-
und Prüforganen veranlassen, wie sie für den entsprechenden Buchstaben notwendig
ist. Somit unterliegen die Loch und Prüforgane für die Buchstaben T-E-A sowohl den
zugeordneten Buchstabentasten als auch den entsprechenden Rechenarttasten.
-
Eine Locheinrichtung für diese Arbeitsweise ist in Fig.3 schematisch
dargestellt. Jeder Wählschiene 17 ist ein Lochmagnet io zugeordnet, der über den
Kontakt 18 an die Stromquelle angeschlossen werden kann. Die Lochmagnete wirken
in bekannter Weise auf Lochstempel 21, die ihrerseits
die Lochung
der Karten durchführen. Durch die Lage der Lochmagnete 1o und die Zuordnung derselben
zu den Wählmaschinen 171 bis 17V1 ist die Lochanordnung entsprechend dem
Komhi.nationsschlüssel gegeben.
-
Die sechs Lochmagnete werden in unterschiedlicher Kombination durch
Buchstaben- und Zifferntasten sowie durch die Rechenarttasten wirksam gemacht. Im
Stromkreis sämtlicher Lochmagnete 1o befindet sich ein Kartentransportmagnet 22,
der nach erfolgtem Lochvorgang die Karte um eine Spalte weitertransportiert. Für
die Auslochung der Karte, beispielsweise mit dem BuchstabeniT, wird die entsprechende
Taste angeschlagen. Hierdurch schließt die durch den Tastenhebel bewegte Wählschiene
17v1 ihren Kontakt 18, wodurch der zugeordnete Magnet 1o zur -Erregung kommt und
eine Lochung in der Lochposition VI einer Kartenspalte des Buchstabenfeldes veranlaßt.
Derselbe Vorgang wiederholt sich bei der Herstellung eines Steuerloches für die
Subtraktion beim Anschlagen der Rechenarttaste 1,4.
-
Für eine Prüfmaschine gestaltet sich der Vorgang in ähnlicher Weise.
Die Arbeitsweise für eine Prüfmaschine ist aus Fig. 4 zu entnehmen. Beim Prüfen
einer Karte werden die Lochungen der einzeInen Kartenspalten von Abfühlkugeln 23
abgefühlt. Wird eine dem zu prüfenden Lochwert entsprechende Taste angeschlagen,
so werden die zugeordneten Wählschienen 17 in entsprechender Kombination verschoben,
und die zugehörigen Kontakte 18 werden geschlossen. Stimmt die Lochung in der Karte
mit der angeschlagenen Taste überein, so spricht das Vergleichsrelais 24 nicht an,
da sich seine elektromagnetischen Wirkungen aufheben. Infolgedessen bleiben die
zugeordneten Ruhestromkontakte 26 geschlossen, und der Kartentransportmagnet 25
erhält über seine zugeordneten Steuerorgane Strom. Die Erregung dieser Transportmagneten
veranlaßt die Weiterschaltung der Karte auf die nächste z11 prüfende Kartenspalte.
Stimmt jedoch die Lochung der Karte mit der angesc@lagenen 'raste nicht überein,
so kommen ein, oder mehrere Relais 24 zur Erregung. Mit dieser Erregung werden die
den Relais zugeordneten Kontakte 26 geöffnet, wodurch der Stromkreis für den Transportmagnet
25 unterbrochen wird. Demnach kann kein Weitertransport der Karte stattfinden, wodurch
dem Bediener der Maschine angezeigt wird, daß Fehler vorliegen.