DE8302858U1 - Dichtring für Stangen- oder Kolbenabdichtung - Google Patents
Dichtring für Stangen- oder KolbenabdichtungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 10729/83 - Seite 3 -
Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dichtring für Stangen^ oder Kolbenabdichtung mit einer niederdruckseitig
von einer Dichtkante angeordneten/ an der Gegendichtflache
anzuliegen bestimmten, Vertiefungen aufweisenden j
Stützfläche.
An die Dichtkante bekannter Dichtritige schließt sich
niederdruckseitig an die Dichtkante eine ebenfalls zur Anlage an der Gegendichtflache bestimmte Fläche an, die .
zur Lageadjustierung des Dichtrings beiträgt, indem sie wenn auch im allgemeinen mit geringerem Druck - an der
Gegendichtflache anliegt. Sie wird deshalb im vorliegenden
Zusammenhang als Stützfläche bezeichnet.
Es hat sich gezeigt, daß in vielen Fällen der Hauptverschleiß nicht im Bereich der Dichtkante, sondern niederdruckseitig
dahinter, also im Bereich dieser Stützfläche auftritt. Das liegt daran, daß mit zunehmendem niederdruckseitigen
Abstand von der Dichtkante die Wahrscheinlichkeit abnimmt, daß ein hinreichender, schmierend
wirkender Mediumsfilm zwischen dem Dichtring und der Gegendichtf lache vorhanden ist. Es tritt daher zumindest zeit- ?J,
weise Festkörperkontakt mit entsprechenden Verschleißfolgen auf. ■
Es ist bekannt, daß man den Verschleiß des gefährdeten Bereichs dadurch verringern kann, daß man ihn mit Gewebe- i
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Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 10729/83 - Seite 4 -
einlage versieht, die nicht nur mechanisch verstärkt, sondern auch infolge einer natürlichen Mikrorauhigkeit die Anwesenheit
von schmierendem Medium begünstigt. Jedoch ist die Herstellung gewebearmierter Dichtungsringe kostspielig.
Man hat deshalb versucht, eine ähnliche Wirkung durch Aufrauhung der Stützfläche zu erzielen, indem Taschen gebildet
wurden, die sich mit Medium füllen können. Auf dem gleichen Prinzip beruht eine andere bekannte Ausführung, bei welcher
in der Stützfläche eine Mehrzahl in Umfangsrichtung verlaufender, geschlossener Rippen und Nuten vorgesehen ist,
die wie aufeinanderfolgende Dichtlippen wirken bzw. einen Vorrat des Mediums zwecks Schmierwirkung aufnehmen sollen.
Ein hinreichender Erfolg wurde jedoch durch keine der beiden Ausführungen erreicht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Dichtring der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Stützfläche
ohne Zuflucht zu einer Gewebeverstärkung wirksam vor Verschleiß geschützt wird.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Vertiefungen für den Mediumsdurchlaß ausgebildet sind.
Die Erfindung beruht nämlich «ruf der Erkenntnis, daß der
gegenseitige Abschluß der bei den bekannten Ausführungen im Bereich der Stützfläche vorgesehenen Mediumstaschen in
manchen Fällen den Mediumszutritt zu den weiter von der Dichtkante entfernt liegenden Mediumstaschen behindert und
das Oberflächenmaterial dort dem gerade zu vermeidenden Verschleiß aussetzt. Ferner hat sich gezeigt, daß sich in
den einzelnen Taschen ein so hoher Druck ausbilden kann, daß dieser wiederum zur Zerstörung der zwischen ihnen befindlichen
Trennwände führen kann, wodurch die Oberflächen-
Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 10729/83 - Seite 5 -
ausbildung in unkontrollierter Weise verändert und dem Verschleiß Vorschub geleistet werden kann. Außerdem hielt
man es für nachteilig/ daß durch diese Zerstörungen die die Dichtwirkursg unterstützende Wirkung der Stützfläche
aufgehoben wird. Erfindungsgemäß wird jedoch auf diese Unterstützung der Dichtwirkung weitgehend verzichtet und
diese gänzlich der Dichtkante überlassen. Dafür erhält man
im gesamten Bereich der Stützfläche die Sicherheit hinreichenden Vorhandenseins von schmierendem Medium, und zwar auch in
den von der Dichtkante am weitesten entfernten Bereichen. Auch die Sicherheit der Dichtkantenschmierung wird verbessert,
wodurch auch die Lebensdauer der Dichtkante verlängert werden kann. Schließlich wird die Reibung im Bereich
der Stützfläche bedeutend herabgesetzt. Nichtsdestoweniger bleibt die Stützwirkung der Stützfläche erhalten, nämlich
aufgrund der zwischen den einzelnen Vertiefungen vorstehenden Flächenteile, die zweckmäßigerweise als Noppen ausgeführt
sind.
Niederdruckseitig von der Stützfläche kann nach der Erfindung
ein Rückhaltering vorgesehen sein, dessen Aufgabe (zumindest neben anderen Aufgaben) darin besteht, das Medium im
Bereich der Stützfläche zurückzuhalten. Es kann sich dabei um einen herkönmlichen Abstreifer ^<=τ Backring mit zusätzlichem
Iäppencharakter handeln.. Es ist zweckmäßig, daß dieser Rückhaltering
über eine konische Fläche mit dem eigentlichen, aus elastomerem Werkstoff
bestehenden Dichtring zusammenwirkt, um sich dadurch selbsttätig zentrieren zu können. Wie bekannt, besteht dieser
Rückhaltering aus einem vergleichsweise harten Polymermaterial, das vergleichsweise gute Verschleißeigenschaften
bei geringer Reibung aufweist.
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Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 10729/83 - Seite 6 -
Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, die ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
veranschaulicht. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsdarstellung des
Rings und
Fig. 2 eine Draufsicht auf die der Gegendicht-
fläche zugewandten Flächen des Dichtrings, wie sie sich im eingebauten Zustand
darstellen, wobei die mit der Gegendichtflache
in Berührung stehenden Flächenanteile durch Punktierung hervorgehoben sind.
Der Ring setzt sich im Querschnitt aus dem eigentlichen, ausschließlich
aus elastomerem Werkstoff wie Nitril-Kautschuk bestehenden Dichtring 1 und dem Backring 8 aus härterem
Werkstoff wie Polyamid zusammen. Der Ringquerschnitt wird begrenzt von einer der Hochdruckseite axial zugewendeten
Stirnfläche 2, einer der Gegendichtflache zugewendeten,
die Dichtkante 3, die Stützfläche 5 und die Oberfläche des Backrings 8 enthaltende Ringfläche, eine ihr gegenüberliegende
Rückfläche 12 und eine niederdruckseitige Stirnfläche
13. Wenn es sich um eine Stangendichtung handelt,
bildet die Rückfläche 12 mit Dichtkante 14 die radial nach außen gewendete
Fläche, während sie im Falle einer Kolbendichtung radial nach innen gewendet ist. Die nahe der Stirnfläche 2 angeordnete
Dichtkante 3 hat gegenüber dem Durchmesser der Gegendichtf lache Übermaß,so daß sie mit elastischer Vorspannung
anliegt. Die Stützfläche 5 sowie die Anlagefläche 11 des Backrings 8 entsprechen im Durchmesser etwa demjenigen
..7
Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 10729/83 - Seite 7 -
der Gegendichtflache. Ansonsten kann der Dichtring, soweit
unten nicht abweichend erläutert, dem Stand der Technik entsprechen.
Die Stützfläche 5, die sich niederdruckseitig an den die Dichtkante 3 bildenden Querschnittsteil anschließt, wird
von einer Vielzahl von vorstehenden Noppen 5 gebildet, die von einer etwas zurückliegenden Grundfläche sich erheben.
Dadurch werden zwischen den Noppen Vertiefungen 10 gebildet, die von der Druckseite zu Niederdruckseite der
Stützfläche 5 durchgehende Strömungskanäle bilden. Die Noppen 6 weisen geneigte Flanken auf. Ihre Spitzen, die
auch abgeflacht ausgeführtsein können, befinden sich in
der der Gegendichtflache entsprechenden Ringfläche oder springen gewünschtenfalls auch mit Übermaß darüber vor,
um sich unter elastischer Vorspannung an die Gegendichtflache
anzulegen. Es kann aber auch vorgesehen sein, daß sie im druckunbelasteten Zustand der Dichtung Spiel gegenüber
der Gegendichtfläche aufweisen. Ihre Flanken sind schwach geneigt, um dadurch den Zutritt des Schmiermittels zu ihren
an der Gegendichtflache anliegenden Spitzenflächen 7
hydrodynamisch zu erleichtern. Diese Flächen sind in Fig. punktiert hervorgehoben, ebensowie die sich unter der Vorspannung
verbreiternde Anlagefläche 4 der Dichtkante.
Niederdruckseitig schließt sich an die Stützfläche 5 der Backring 8 an, der sich bei Druckbeaufschlagung des Dichtrings
unter der Wirkung der selbstzentrierenden Schrägfläche 9, über die der Backring unverbunden mit dem eigentlichen
Dichtring 1 zusammenwirkt, an der Gegendichtflache anliegt. Er erfüllt dadurch nicht nur die üblichen Funktionen
dee Backringe, sondern übt auch auf das in den Ver-
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Glawe, DeIfs# Moll & Partner - ρ 10729/83 - Seite 8 -
tiefungen 10 der Stützfläche 5 enthaltende Medium eine
Rückhaltefunktion aus und stellt dadurch sicher, daß die Anlageflächen der Noppen 6 nicht durch Mischreibung bedroht
werden können.
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Claims (1)
- SchutzansprücheDichtring für Stangen- oder Kolbenabdichtung mit einer niederdruckseitig von einer Dichtkante angeordneten, an der Gegendichtflache anzuliegen bestimmten, Vertiefungen aufweisenden Stützfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche (5) Vertiefungen (10) für den Mediumsdurchlaß aufweist.Dichtring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (10) zwischen vorstehenden Noppen (6)gebildet sind.Dichtring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß niederdruckseitig von der die Vertiefungen (10) aufweisenden Fläche (5) ein Rückhaltering (8) angerr'nst ist.BAKJK: DRESONER BANK. HAMBURG, 4 030448'(8L2 20080000) · POSTSCHECK: HAViBUBG 147607-200 (BLZ 200 10020) · TELEGRAMM: 8PECHTZIE8• · 1Glawe, DeIfs, Moll & Partner - ρ 10729/83 - Seite 2 -4. Dichtring nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückhaltering (8) als Backring ausgebildet ist.5. Dichtring nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückhaltering (8) über eine konische Fläche (9) mit dem anderen Teil des Dichtringy (1) zusammenwirkt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8302858U1 true DE8302858U1 (de) | 1983-07-21 |
Family
ID=1331456
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8302858U Expired DE8302858U1 (de) | Dichtring für Stangen- oder Kolbenabdichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE8302858U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3800679A1 (de) * | 1987-07-11 | 1989-01-19 | Teves Gmbh Alfred | Dichtring fuer eine kolben-zylinder-einheit |
| DE3838189A1 (de) * | 1987-11-25 | 1989-09-14 | Monroe Auto Equipment Co | Vorrichtung, insbesondere dichtung fuer einen stossdaempfer, und verfahren zur abdichtung eines beweglichen gegenueber einem feststehenden element |
| DE4305891A1 (de) * | 1993-02-26 | 1994-09-01 | Hecker Werke Gmbh & Co Kg Spez | Dichtung für translatorisch bewegte Teile |
| DE102008026599A1 (de) * | 2008-06-03 | 2009-12-17 | Carl Freudenberg Kg | Radialwellendichtungssystem |
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Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3800679A1 (de) * | 1987-07-11 | 1989-01-19 | Teves Gmbh Alfred | Dichtring fuer eine kolben-zylinder-einheit |
| DE3800679C2 (de) * | 1987-07-11 | 1999-05-20 | Teves Gmbh Alfred | Dichtring einer Kolben-Zylinder-Einheit sowie Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE3838189A1 (de) * | 1987-11-25 | 1989-09-14 | Monroe Auto Equipment Co | Vorrichtung, insbesondere dichtung fuer einen stossdaempfer, und verfahren zur abdichtung eines beweglichen gegenueber einem feststehenden element |
| DE3838189C2 (de) * | 1987-11-25 | 1998-01-15 | Tenneco Automotive Inc | Vorrichtung, insbesondere Dichtung für einen Stoßdämpfer, und Verfahren zur Abdichtung eines beweglichen gegenüber einem feststehenden Element |
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| DE102008026599A1 (de) * | 2008-06-03 | 2009-12-17 | Carl Freudenberg Kg | Radialwellendichtungssystem |
| DE102008026599B4 (de) * | 2008-06-03 | 2016-09-01 | Rausch & Pausch Gmbh | Schwenkmotor mit Radialwellendichtungssystem |
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