DE837752C - Verfahren und Vorrichtung zum Faerben von Glas - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Faerben von GlasInfo
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- C03B5/00—Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
- C03B5/16—Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
- C03B5/173—Apparatus for changing the composition of the molten glass in glass furnaces, e.g. for colouring the molten glass
-
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- C03B5/16—Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
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- C03B5/1875—Stirring devices; Homogenisation with moving elements of the screw or pump-action type
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Glass Compositions (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 2. MAI 1952
V 2962 VIb132a
Die Färbung von Glas erfolgt im allgemeinen
durch Einführung eines Farbstoffes unmittelbar in das Schmelzbecken. Zum Übergang von einer Herstellung gefärbten Glases zu einem farblosen Glas
oder umgekehrt genügt es daher, die Einführung des Farbstoffes einzustellen oder, im Gegenteil,
vorzunehmen. Infolge des fortlaufenden Betriebes und des großen Volumens des Schmelzbeckens
erfolgt jedoch der Übergang von dem gefärbten Glas zu dem ungefärbten Glas oder umgekehrt nur
langsam, was zur Erzeugung von Glas führt, dessen Färbung allmählich abnimmt oder, im Gegenteil,
zunimmt. Diese Gläser können nur zur Herstellung von minderwertigeren Artikeln benutzt werden.
Die Erfindung hilft diesem Übelstand ab. Sie hat ein Verfahren zum Färben von Glas zum Gegenstand,
mit dessen Hilfe der Übergang von einem farblosen Glas zu einem gefärbten Glas, von einem
gefärbten Glas zu einem Glas anderer Farbe oder von einem gefärbten Glas zu einem farblosen Glas
fast augenblicklich erfolgen kann, so daß es bei einer Änderung der Farbe nicht mehr nötig ist,
verhältnismäßig große Mengen wertloser Artikel herzustellen.
Hierfür wird der Farbstoff nicht mehr unmittelbar in das Schmelzbecken des Glases eingeführt,
sondern in den Feeder gemannten Verteilungskanal, welcher das geschmolzene Glas zu den Formmaschinen leitet, wobei dieser Farbstoff durch ein
verglasbares niedrigschmelzendes Gemisch gebildet wird, welches flüssig in das heiße Glas nach
Maßgabe der Entnahme desselben fließt, oder unmittelbar in Form von Pulver zugesetzt wird.
stoffes und des Glases unmittelbar im Innern des Verteilungskanals kann man erfindungsgemäß, getrennt
oder besser noch kombiniert, hinter einer Querschwelle im Innern des VerteiJungskanals
feuerfeste drehbare Zylinder geeigneter Form, welche senkrecht zu dem Boden des Verteilungskanals arbeiten, und eine oder mehrere Gruppen
von glatten Zylindern, welche sich im der Querrichtung
in dem Verteilungskanal senkrecht zu dem
ίο Boden desselben und zu dem Glasstrom verstellen,
benutzen.
Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung erläutert, welche auf die schematische Zeichnung
Bezug nimmt, welche beispielshalber Vorrichtungen zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens
zeigt.
Fig. ι ist ein Grundriß einer erfindungsgemäßen
Anlage; . ■
Fig. 2, 3 und 4 sind eine Vorderansicht bzw. eine Seitenansicht bzw. ein Grundriß einer drehbaren
Vorrichtung zum Durchrühren des Glases in dem Verteilungskanal;
Fig. 5, 6 und 7 sind die gleichen Ansichten einer Rührvorrichtung mit hin und her gehender Querbewegung;
Fig. 8, 9 und 10 sind die gleichen Ansichten einer der vorhergehenden gleichen, aber doppelt ausgebildeten
Rührvorrichtung;
Fig. 11, 12 und 13 sind die gleichen Ansichten
einer Vorrichtung bei gleichzeitiger Verwendung der Vorrichtungen der Fig. 2, 3, 4 und 8, 9, 10.
Der Farbstoff wird bei 2 in jeden der Verteilungskanäle 3 eingeführt, welche das Schmelzbecken
4 des Glases mit den Formmaschinen 5 verbinden.
Zur Erzielung einer genau gleichmäßigen Färbung des Glases wird . dieses in der Zone 6 des
Verteilungskanals nach dem Zusatz des Farbstoffes umgerührt.
Dieses Durchrühren kann durch verschiedene Vorrichtungen erfolgen.
Bei der Ausführungsform der Fig. 2, 3 und 4 drehen sich drei Zylinder 7 aus feuerfestem Werkstoff,
die schraubenförmig ausgebildet sind, mit langsamer Geschwindigkeit um lotrechte Achsen,
wobei sie größenordnungsmäßig einige Umdrehungen je Minute ausführen, um die Bildung
von Blasen in dem Glas zu vermeiden. Diese drehbaren Zylinder sind in dem Verteilungskanal 3
ol)erhalb einer mit einer Querschwelle 9 versehenen Einschnürung 8 angeordnet.
In Fig. 5, 6 und 7 bilden vier glatte Zylinder 10 die Zähne eines Kammes 12. Dieser Kamm verstellt
sich quer mit einer hin und her gehenden Bewegung gemäß den Pfeilen 13 im Innern des
Verteilungs'kanals 3 oberhalb einer Querschwelle 9. In Fig. 8, 9 und 10 sind zwei Kämme 12 vorhanden,
deren feder drei durch glatte Zylinder 10
gebildete Zähne aufweist, wobei sich diese beiden Kamme quer mit einer hin und her gehenden Bewegung
gemäß den Pfeilen 13 im Innern des Verteihingskanals
3 oberhalb einer Querschwelle 9 verstellen.
In Fig. 11, 12 und 13 sind gleichzeitig drei
schraubenförmig ausgebildete, obenhalb einer Querschwelle 9 angeordnete drehbare Zylinder 7
und zwei Kämme 12 vorhanden, welche gemäß den Pfeilen 13 unterhalb dieser Schwelle 9 im Innern
des Verteilungskanals in der Querrichtung eine hin und her gehende Bewegung ausführen.
Der benutzte Farbstoff wird durch ein verglasbares Gemisch mit niedrigem Schmelzpunkt der
Größenordnung von 9000 bis 12000 C gebildet,
welches z. B. aus einem starken Boraxanteil, 10 bis 30°/o Farbstoff, der durch ein oder mehrere Oxyde
oder Metallverbindungen oder beliebige andere Farbstoffe gebildet werden und gegebenenfalls
aus Spuren eines Flußmittels bestehen kann.
Diese Farbmischung kann bei 2 in den Verteilungskanal 3 eingeführt werden, und zwar entweder
in geschmolzenem Zustand oder in Pulverform. In dem ersten Fall fließt sie in das heiße
Glas nach Maßgabe der Entnahme desselben. In dem zweiten Fall wird das konzentrierte Farbpulver,
welches durch Schmelzen in einem getrennten Gefäß und Zerkleinern gewonnen wurde,
mittels eines kleinen Verteilers mit Schieber oder Schnecke oder mittels einer beliebigen anderen
geeigneten Vorrichtung in zeitlicher genauer Dosierung ausgegeben, z. B. einige 10 Gramm je
Minute. Das Farbpulver verflüssigt sich übrigens sofort bei der Berührung mit dem geschmolzenen
Glas.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die beispielshalber angegebeneeinzige Farbstoffzusammen-Setzung
oder die oben angegebenen Vorrichtungen beschränkt, sondern, umfaßt, im Gegenteil, auch
alle Ausführungsalbwandlungen.
Claims (2)
1. Verfahren zum Färben von Glas, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbstoff unmittelbar
in den Feeder genannten Verteilungskanal (3) eingeführt wird, welcher das geschmolzene
Glas zu den Formmaschinen (5) leitet, wobei dieser Farbstoff durch ein verglasbares Gemisch
mit niedrigem Schmelzpunkt gebildet wird, welches flüssig in das heiße Glas nach Maßgabe
der Entnahme desselben fließt, oder unmittelbar in Pulverform zugesetzt wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahren« nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die getrennte,
oder besser noch kombinierte Verwendung hinter einer Querschwelle (9) im
Innern des Verteilungskanals (3) von drehbaren feuerfesten Zylindern (7) geeigneter
Form, welche senkrecht zu dem Boden des Verteilungskanals (3) arbeiten, und einer oder
mehrerer Gruppen von glatten Zylindern (10), welche sich in der Querrichtung in dem Ver- iao
teilungskanal (3) senkrecht zu dem Boden desselben und dem Glasstrom verstellen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5137 4.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR837752X | 1949-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE837752C true DE837752C (de) | 1952-05-02 |
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ID=9298733
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV2962A Expired DE837752C (de) | 1949-12-21 | 1950-12-13 | Verfahren und Vorrichtung zum Faerben von Glas |
Country Status (5)
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|---|---|
| BE (1) | BE500030A (de) |
| CH (1) | CH289620A (de) |
| DE (1) | DE837752C (de) |
| FR (1) | FR1004619A (de) |
| NL (1) | NL157961C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1060109B (de) * | 1956-04-17 | 1959-06-25 | Owens Illinois Glass Co | Verfahren und Vorrichtung zur Homogenisierung von geschmolzenem Glas |
| DE1060565B (de) * | 1956-03-21 | 1959-07-02 | Owens Illinois Glass Co | Verfahren zum Herstellen von Glaesern mit geaenderten chemisch-physikalischen Eigenschaften durch Hinzufuegen eines gefritteten Glases zu einem aluminiumoxydhaltigen Rohglas |
| DE1143305B (de) * | 1958-11-18 | 1963-02-07 | Libbey Owens Ford Glass Co | Verfahren zur Herstellung von Glasarten unterschiedlicher Zusammensetzung |
| DE1158672B (de) * | 1959-07-14 | 1963-12-05 | Owens Illinois Glass Co | Durch Chromoxyd gruen gefaerbte Gemischglaeser |
| DE1207051B (de) * | 1958-09-01 | 1965-12-16 | Harvey Larry Penberthy | Vorrichtung zur Homogenisierung einer Glasschmelze |
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- BE BE500030D patent/BE500030A/fr unknown
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1949
- 1949-12-21 FR FR1004619D patent/FR1004619A/fr not_active Expired
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1950
- 1950-12-11 CH CH289620D patent/CH289620A/fr unknown
- 1950-12-13 DE DEV2962A patent/DE837752C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
| DE1060565B (de) * | 1956-03-21 | 1959-07-02 | Owens Illinois Glass Co | Verfahren zum Herstellen von Glaesern mit geaenderten chemisch-physikalischen Eigenschaften durch Hinzufuegen eines gefritteten Glases zu einem aluminiumoxydhaltigen Rohglas |
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| DE1143305B (de) * | 1958-11-18 | 1963-02-07 | Libbey Owens Ford Glass Co | Verfahren zur Herstellung von Glasarten unterschiedlicher Zusammensetzung |
| DE1158672B (de) * | 1959-07-14 | 1963-12-05 | Owens Illinois Glass Co | Durch Chromoxyd gruen gefaerbte Gemischglaeser |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL157961C (de) | |
| BE500030A (de) | |
| FR1004619A (fr) | 1952-04-01 |
| CH289620A (fr) | 1953-03-31 |
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