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DE837706C - Windfrischen von Roheisen - Google Patents

Windfrischen von Roheisen

Info

Publication number
DE837706C
DE837706C DEP13216D DEP0013216D DE837706C DE 837706 C DE837706 C DE 837706C DE P13216 D DEP13216 D DE P13216D DE P0013216 D DEP0013216 D DE P0013216D DE 837706 C DE837706 C DE 837706C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wind
converter
pig iron
blowing
freshening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP13216D
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Maurer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dortmund Hoerder Huettenunion AG
Original Assignee
Dortmund Hoerder Huettenunion AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dortmund Hoerder Huettenunion AG filed Critical Dortmund Hoerder Huettenunion AG
Priority to DEP13216D priority Critical patent/DE837706C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE837706C publication Critical patent/DE837706C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/30Regulating or controlling the blowing
    • C21C5/34Blowing through the bath

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon Steel Or Casting Steel Manufacturing (AREA)

Description

  • Windfrischen von Roheisen ach eitiern bekannten Vorschlag soll beim Windfrischen von Roheisen die Höhe des Eisenbades im Verlauf der Charge über den Winddüsen verändert werden, und zwar vorzugsweise in eitlem Konverter nach Art des bekannten, Ixi der Ktil)fer(,ewinntitig verwen(letcn Trotnmelkotiverters.
  • l)ic vorl#iegetide Erfindung geht von der Erkenntnis atis, (laß derartige oder ähnliche Frischvorrichtungen besonders l;eeigtiet sind hei der Verwendung von vorgewärmtem bzw. mit Sauerstoff angere.ichertein Wind für (las Verblasen von Roheisen. Es Vignen sich dafür grundsätzlich diejenigen Vorrichtungen, die hei verhältnismäßig großem Fassungsvernüi@en eine niedrige Badhöhe ergeben und die eine große Fläche mit Wirddiisen hesetzt haben.
  • In der Literatur ist an wenigen Stellen von Versuchen berichtet worden, mit vorgewärmtem Wind im normalen Konverter zu frischen, jedoch haben diese Versuche in keinem Fall zu einem praktisch brauchbaren Ergebnis geführt.
  • Es empfiehlt sich, die Konvertergase vorzugsweise axial abzuleiten und aufzufangen, insbesondere um ihre Abhitze zu verwerten, und zwar vorzugsweise zur Luftvorwärmung oder Sauerstoffherstellung. Die so vorgewärmte Luft bzw. der so hergestellte Sauerstoff können dann dem Verfahren gemäß der Erfindung wieder zugeführt werden.
  • Es liegt im Zuge der Erfindung, auch den mit Sauerstoff angereicherten Wind vorzuwärmen. Will man erfindungsgemäß Stähle erblasen mit niedrigem Stickstoffgehalt, so empfiehlt es sich, die Düsenreihen der Frischvorrichtung während des Blasens oder während eines Teils der Blasdauer in eine solche Lage zu bringen, daß die durch das Bad blasenden Düsen nur wenig unter die Badoberfläche eintauchen. Je geringer dabei die Eintauchtiefe ist, um so niedrigere Stickstoffgehalte werden herbeigeführt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung bietet außerdem die Möglichkeit, die Windpressung gegenüber der bei normalem Windfrischen üblichen Pressung zu vermindern. Das hat zur Folge, daß ein ruhiges Blasen gewährleistet ist und der Verschleiß an Düsen und Ausmauerung vermindert wird.
  • Eine weitere Möglichkeit von nicht zu unterschätzender Bedeutung besteht darin, daß erfindungsgemäß auch Roheisen verblasen werden kann, dessen Gehalte an den Begleitelementen des Eisens, welche beim Windfrischen durch ihr Verbrennen Wärme liefern, verringert sind. Hierdurch wird man z. B. weniger abhängig von hochphosphorhaltigen Erzen, die normalerweise für die Herstellung von Thomasroheisen erforderlich sind. Es können aber anstatt Phosphor auch die übrigen Begleitelemente, z. B. Silicium oder Mangan, in geringeren Mengen im zu verblasenden Roheisen vor-1 fegen.
  • Die zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung, z. B. der Trommelkonverter, erhält zweckmäßig eine verschließbare Öffnung zum Ein-bzw. .Ausleeren, die vorteilhaft etwa den Düsenreihen gegenüber angeordnet wird. Für die Auskleidung des Konverters eignen sich vor allem durch Trockenpressung erzeugte Dolomitsteine bzw. Teerdolomitsteine. Auch zur Herstellung der Düsenböden ist Dolomit, vor allem gepreßter Dolomit, verwendbar. Allerdings ist es auch möglich, wenigstens einen Teil der Frischvorrichtung aus anderen feuerfesten Stoffen, z. B. Magnesitsteinen, herzustellen.
  • In der Zeichnung ist schematisch eine Frischvorrichtung, wie sie für die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung verwendet werden kann, dargestellt, und zwar zeigt Abb. I sie in der Stellung zur Aufnahme des Roheisens durch die Abstichrinne A. Die Öffnung B dient der Zugabe von Kalk und, soweit erforderlich, zum Zusatz von Schrott und Zuschlägen während des Blasens. C ist der Windkasten mit Düsenstöcken bzw. Nadelböden. Bei E werden die Abgase abgesaugt, die ähnlich wie beim Siemens-Martin-Ofen durch eine Vorkammer zur Abscheidung von Flugasche und etwaiger Schlacke, sodann durch Kanäle zum Rekuperatur bzw. Abhitzekessel geleitet werden. Die Drehbewegung erfolgt in ähnlicher Weise wie beim Mischer.
  • Abb. II und III zeigen den Windfrischer in Tätigkeit. Die Öffnungen 'A und B sind geschlossen, die Abgase werden durch E abgesaugt.
  • Abb. IV zeigt die Frischtrommel beim Ausgießen der Schmelze, nachdem, wie üblich, die Schlacke vorher abgekippt worden ist. An der Rinne ist ein Schlackenabsc'heider angehängt, um die schädliche Einwirkung restlicher Schlacken auszuschalten. Der Schlackenabscheider, auch für Kippöfen anwendbar, - kann im gegebenen Augenblick vorn angehoben werden, so daß die Schlacke restlos nach hinten in einen Schlackentopf abläuft.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Windfrischen von Roheisen, z. B. zur Herstellung von windgefrischtem Stahl, insbesondere solchem mit Eigenschaften ähnlich denen des Siemens-Martin-Stahles, dadurch gekennzeichnet, daß mit vorgewärmtem, gegebenenfalls mit Sauerstoff angereichertem Wind gefrischt wird, und zwar in einer Frischvorrichtung, die bei verhältnismäßig großem Fassungsvermögen eine niedrige Badhöhe ergibt und die eine große Fläche mit Winddüsen besetzt hat.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung nach Art des bekannten Kupfertrommelkonverters verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Konvertergase aus dem Konverter, vorzugsweise axial, abgeleitet und aufgefangen werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abhitze der Konvertergase verwertet wird, vorzugsweise zur Luftvorwärmung oder zur Sauerstoffherstellung.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenreihen der Frischvorrichtung während des Blasens oder eines Teils der Blasdauer eine solche Lage erhalten, daß die durch das Bad blasenden Düsen nur wenig unter die Badoberfläche eintauchen, wobei die Eintauchtiefe um so geringer gewählt wird, je niedriger die Stickstoffgehalte des Erzeugnisses sein sollen.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Windpressung gearbeitet wird, die gegenüber der beim normalen Windfrischen üblichen Pressung vermindert ist.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Roheisen verblasen wird, dessen Gehalte an mindestens einem der durch ihre Verbrennung Wärme liefernden Begleitelemente des Eisens verringert ist. B. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine verschließbare Öffnung zum Ein- bzw. Ausleeren besitzt, die vorzugsweise etwa den Düsenreihen gegenüberliegt. 9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 7 bzw. nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Auskleidung mindestens zum Teil aus durch Trockenpressung erzeugten Dolomitsteinen bzw. aus Teerdolomitsteinen besteht.
DEP13216D 1948-10-02 1948-10-02 Windfrischen von Roheisen Expired DE837706C (de)

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DEP13216D DE837706C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Windfrischen von Roheisen

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DEP13216D DE837706C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Windfrischen von Roheisen

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Publication Number Publication Date
DE837706C true DE837706C (de) 1952-05-02

Family

ID=7364496

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DEP13216D Expired DE837706C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Windfrischen von Roheisen

Country Status (1)

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DE (1) DE837706C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1273550B (de) * 1963-07-24 1968-07-25 Rheinische Stahlwerke Im Abgasstrom eines kammerlosen Stahl-Schmelzofens angeordneter Behaelter zur Vorwaermung der Ofenbeschickung
DE1279047B (de) * 1962-01-27 1968-10-03 Oschatz G M B H Konverterkamin aus Kuehlluftfuehrungsrohren mit zusaetzlicher Wasserkuehlung
DE1292686B (de) * 1960-12-06 1969-04-17 Kemmetmueller Verfahren zum Betrieb von Stahlwerken, in denen als Frischmittel Sauerstoff oder sauerstoffangereicherte Luft verwendet wird

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1292686B (de) * 1960-12-06 1969-04-17 Kemmetmueller Verfahren zum Betrieb von Stahlwerken, in denen als Frischmittel Sauerstoff oder sauerstoffangereicherte Luft verwendet wird
DE1279047B (de) * 1962-01-27 1968-10-03 Oschatz G M B H Konverterkamin aus Kuehlluftfuehrungsrohren mit zusaetzlicher Wasserkuehlung
DE1273550B (de) * 1963-07-24 1968-07-25 Rheinische Stahlwerke Im Abgasstrom eines kammerlosen Stahl-Schmelzofens angeordneter Behaelter zur Vorwaermung der Ofenbeschickung

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