Verfahren zur Gewinnung von substituierten Acroleinen
Substituierte -\croleine kann man aus Aldehyden
durch -\Idcllkondensationund anschließende Wasser-
abspaltung herstcllen. plan verfährt dabei so, daß
man in einem Rührgefäß zu dem Aldehyd unter
Kühlung to%ige :1lkalilauge langsam zugibt. Da
es sich um ein diskontititlierliches Verfahren han-
delt, bleiben die Reaktionsprodukte längere Zeit mit
der Lauge i11 Berührung, so daß die :Möglichkeit
eillc-r weiteren Kondensation gegeben ist. Es
wurde beobachtet, daß sich bis zu 5o% höher kon-
densierte Produkte, sogenannte Dicköle, bilden.
Diesen Nachteil hat <las eriitidungsgemäße Ver-
fahren nicht. Es hat aulierdem den Vorzug, daß es
kontinuierlich durchgeführt wird. Erfindungsgemäß
lüL.it man den Aldehyd zusammen mit Wasserdampf
durch wässerige alkalische Lösungen durchtreten,
kondensiert und arbeitet das abdestillierende Ge-
lniScll aus Wasser, urumgesetzten Aldehyd und
\l'1'11lt'lll auf.
Es wird so erreicht, daß nie eine große Menge -1ldehvd in der Reaktionszone vorhanden
ist und daß das gebildete Acrolein sofort der Einwirkung der alkalischen Lösung
entzogen wird. Die Bildung von höher kondensierten sogenannten Dickölen ist hierbei
gering, so daß der umgesetzte Aldehyd 85 bis 95% an substituiertem Acrolein ergibt.
Als alkalische Lösung verwendet man zweckmäßig verdünnte Alkalilauge. Man kann aber
auch andere alkalische Reagenzien, wie z. B. Triät'hanolamin oder NTatriumsulfit,
verwenden. Die Reaktionstemperatur soll etwas über ioo° liegen. Die Menge Dampf,
die man zum Abtreiben der Reaktionsprodukte zusetzt, ist im allgemeinen so groß,
diaß das AnfallN-eT'liältnls von wässeriger zu öliger Phase im Destillat sich wie
2 : 1 verhält.Process for the production of substituted acroleins Substituted - \ croleine can be obtained from aldehydes
by - \ Idcllkondensation and subsequent water
create separation. plan proceeds in such a way that
add to the aldehyde in a stirred vessel
Cooling to% ige: Add 1l potassium hydroxide solution slowly. There
it is a discounted procedure
delt, the reaction products stay with them for a long time
the lye i11 touch so that the: possibility
eillc-r further condensation is given. It
it was observed that up to 5o% higher con
Form condensed products, so-called thick oils.
This disadvantage has
do not drive. It also has the advantage that it
is carried out continuously. According to the invention
lüL.it the aldehyde together with water vapor
pass through aqueous alkaline solutions,
condenses and works the distilling device
lniScll from water, unreacted aldehyde and
\ l'1'11lt'lll on.
It is achieved in such a way that a large amount of -1ldehvd is never present in the reaction zone and that the acrolein formed is immediately withdrawn from the action of the alkaline solution. The formation of more highly condensed so-called thick oils is low, so that the converted aldehyde yields 85 to 95% of substituted acrolein. Dilute alkaline lye is expediently used as the alkaline solution. But you can also use other alkaline reagents, such as. B. Triät'hanolamin or Natriumsulfit use. The reaction temperature should be slightly above 100 °. The amount of steam that is added to drive off the reaction products is generally so great that the amount of N-ET'li accumulated from the aqueous to the oily phase in the distillate is 2: 1.
Das Verfahren wird beispielsweise in einem senkrechten Rohr ausgeführt,
das mit Füllkörpern gefüllt sein kann und bis zur Hälfte oder '/a seiner
Höhe
mit einer wässerigen, schwach alkalischen Flüssigkeit, beispielsweise mit wässeriger
5%iger Natronlaugelösung, gefüllt ist. Das Rohr ist von einem Heizmantel umgeben
und kann auf eine Temperatur von Zoo bis 12o° gehalten werden. Am Boden des Rohres
wird verdampfter Aldehyd und an der gleichen Stelle Wasserdampf eingeleitet. Aus
dem oberen leeren Raum dies Rohres destilliert das Gemisch aus nicht umgesetztem
Aldehyd, substituiertem Acrolein und Wasserdampf ab, wird in einem nachgeschalteten
Kühlerkondensiert und dann aufgearbeitet. Zur Auffrischung der wässerigen alkalischen
Lösung kann von oben eine kleine Menge frische alkalische Lösung in das Reaktionsrohr
eingegeben «erden und dafür ein aliquoter Teil am Boden des Rohres abgezogen werden.The procedure is carried out, for example, in a vertical pipe,
which can be filled with packing and up to half or '/ a of its
height
with an aqueous, weakly alkaline liquid, for example with aqueous
5% sodium hydroxide solution, is filled. The tube is surrounded by a heating jacket
and can be kept at a temperature from zoo to 12o °. At the bottom of the pipe
evaporated aldehyde and steam are introduced at the same point. the end
The mixture of unreacted distills in the upper empty space of this tube
Aldehyde, substituted acrolein and water vapor are added in a downstream
Condensed cooler and then worked up. To refresh the aqueous alkaline
Solution, a small amount of fresh alkaline solution can be poured into the reaction tube from above
entered «and deduct an aliquot from the bottom of the tube.
Das erfindungsgemäße Verfahren gibt gute Umsätze bei der Umwandlung
von Aldehyden, wie Acetaldehyd, Propionaldehyd, Butyraldehyd, d. h. bei Aldehyden,
die eine merkliche Wasserlöslichkeit besitzen, während bei Aldehyden mit höherer
C-Zahl die Ausbeuten nicht mehr so befriedigend sind. Beispiel 1 In einem i in hohen,
senkrechten Glasrohr von 4o mm lichter Weite, das bis zur Hälfte mit 5%iger wässeriger
Natronlaugelösung gefüllt ist, werden von unten stündlich 200 g verdampfter
Propionaldehyd zusammen mit Wasserdampf eingeleitet. Die Temperatur in der Reaktionszone
beträgt io5°. Die Wasserdampfmenge ist so bemessen, daß das Anfallverhältnis, von
öliger zu wässeriger Schicht i : 2 beträgt. Stündlich fallen 145 g ölige Schicht
an, aus der noch 12 g Propionaldehyd abdestilliert werden können. Der Rückstand
besteht aus praktisch reinem Methyläthylacrolein. Im Wasser sind ,4g Propionaldehyd
gelöst. In der Natron.laugelösung des Reaktionsgefäßes setzen sich stündlich 2 g
Dicköl ab. Die Ausbeute an Methyläthylacrolein beträgt 86°/o vom umgesetzten Propionalldehyd.The process according to the invention gives good conversions in the conversion of aldehydes, such as acetaldehyde, propionaldehyde, butyraldehyde, ie in the case of aldehydes which have noticeable water solubility, while in the case of aldehydes with a higher carbon number the yields are no longer so satisfactory. EXAMPLE 1 200 g of evaporated propionaldehyde and steam are introduced every hour from below into a vertical glass tube 40 mm wide and half filled with 5% aqueous sodium hydroxide solution. The temperature in the reaction zone is 10 °. The amount of water vapor is calculated so that the ratio of oily to aqueous layer is i: 2. Every hour, 145 g of an oily layer are obtained, from which 12 g of propionaldehyde can still be distilled off. The residue consists of practically pure Methyläthylacrolein. 4 g of propionaldehyde are dissolved in the water. Every hour, 2 g thick oil settles in the sodium hydroxide solution in the reaction vessel. The yield of methylethylacrolein is 86% of the converted propionic aldehyde.
Beispiel 2 Durch die gleiche Apparatur wie in Beispiel i werden stündlich
200 g Propionaldehyd zusammen mit Wasserdampf durchgeschickt. Das Reaktionsrohr
ist zur Hälfte mit einer 5o%igen wässerigen Lösung von Triäthanolamin gefüllt. Es
werden 148 g ölige Schicht und 290 g wässerige Schicht aufgefangen. Aus der öligen
Schicht werden 12 g Propionaldehyd, aus der wässerigen Schicht 8 g Propionaldehyd
zurückgewonnen. Die Ausbeute an Methylädhylacrolein beträgt 890% vom umgesetzten
Propionaldehyd.Example 2 Using the same apparatus as in Example i, every hour
200 g propionaldehyde sent through together with steam. The reaction tube
is half filled with a 5o% aqueous solution of triethanolamine. It
148 g of an oily layer and 290 g of an aqueous layer are collected. From the oily
Layer 12 g of propionaldehyde, from the aqueous layer 8 g of propionaldehyde
recovered. The yield of methyladhylacrolein is 890% of the converted
Propionaldehyde.