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Sdzlagwaffe Die Erfindung betrifft eine Handwaffe, die mit elektrischen
Entladungsstößen arbeitet. Es ist bekannt, zur Abwehr eine Waffe zu benutzen, die
bei Berührung von entsprechend geformten Elektroden elektrische Entladungsstöße
durch Entladung eines Kondensators austeilt. Die Erfindung geht von einem ähnlichen
Grundgedanken aus und will eine Waffe schaffen, die besonders einfach und betriebssicher
in der Handhabung ist und bei leichtem Gewicht einen zuverlässigen Schutz darstellt.
Sie ist besonders für die Anwendung bei der Polizei oder sonstigen mit Wachdienst
betrauten Personen gedacht. Sie soll jederzeit sofort verwendungssicher sein, jedoch
bei Nichtanwendung keinen Stromverbrauch haben. Die Waffe hat bei entsprechender
Ausbildung auch Anwendungsmöglichkeiten bei Tieren, z. B. zum Antreiben von Viehherden
usw. Gemäß der Erfindung erhält die Waffe zweckmäßig die Form einer bekannten Schlagwaffe,
z. B. eines normalen Gummiknüppels, der in einem Hohlraum die elektrische Spannungsquelle
enthält und auf der Außenseite an der Schlagfläche mit Elektroden versehen ist.
Als Spannungsquelle wird vorzugsweise eine Batterie mit Wechselrichter oder ,Unterbrecher
und Transformator verwendet, die eine Spannung in der Größenordnung von 2o bis t
5oo oder mehr Volt liefert. Die Spannungsquelle ist zweckmäßig im Handgriff oder
in der Nähe des Handgriffes angeordnet, z. B. derart, daß der Wechselrichter und
der Transformator zylindrische Form haben, so daß sie im Handgriff untergebracht
werden können, während die Batterie in dem daran anschließenden Teil des Stabes
liegt. Der Handgriff ist zweckmäßig mit einem Rundumdruckschalter oder einer Taste
versehen, die so liegen;
daß beim kräftigen Zufassen des Trägers
der Walte der Schalter geschlossen wird. Hierdurch wird, der Niederspannungskreis
eingeschaltet und der Hochspannungskreis erregt, so daß bei Berührung einer oder
beider Elektroden ein elektrischer Schlag ausgelöst wird. Dieser Schlag kommt durch
hochgespannte Stromstöße zustande. Die Frequenz der' Unterbrechungen wird vorzugsweise
derart gewählt, daß sich das magnetische Feld im Transformator voll ausbilden kann.
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Die Elektroden sind zweckmäßig streifenförmig in Form von Längsstreifen
oder auch schraubengangförmig oder in Form von Ringen oder in anderer beliebiger
Form auf der Oberfläche des Knüppels angeordnet. Sie können aus metallischen Teilen
oder vorzugsweise auch aus leitendem elastischem Werkstoff, wie z. B. leitendem
Gummi, bestehen.
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Weitere Einzelheiten und Merkmale des Erfindungsgegenstandes gehen
aus dem Ausführungsbeispiel hervor, das im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben
ist.
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Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch die Handwaffe. Fig. 2 eine Ansicht
der elektrischen Anordnung, die im Innern der Waffe untergebracht ist, Fig. 3 die
Schaltung.
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Die Waffe hat nach Fig. 1 die Form eines normalen Gummiknüppels, dessen
Handgriff jedoch hohl ausgebildet ist. In dem Hohlraum des Knüppels 1 sind eine
Batterie 2 und eine.elektrische Anordnung 3 untergebracht, die, wie die Batterie,
zylindrische Form hat. Am Ende des Handgriffes ist eine Verschlußkappe 4 angeordnet,
die durch einen federnden Ring 5 in ihrer Lage gesichert wird. Der Ring 5 kann gleichzeitig
zum Anhängen der Waffe dienen. Die Schaltung der elektrischen Anordnung geht aus
Fig. 3 hervor. Die Batterie 2 liegt im Primärkreis eines Transformators 6. Der Kreis
wird durch einen S.halter 7 geschlossen. Er enthält einen Pendelkqntakt 8, der periodisch
den Stromkreis schließt und öffnet. Hierdurch «-erden Stromstöße erzeugt, die in
dem Transformator 6 herauftransfonniert und den Elektroden g und t o zugeführt werden.
Diese Elektroden sind schraubengangförmig auf der Oberseite des Gummiknüppels angeordnet
und bestehen z. B. aus einer Draht-oder Geflechteinlage oder aus leitendem Gummi.
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Der Unterbrecher 8 ist in Fig. 2 im einzelnen näher dargestellt. In
einem Isolierstück 1 t ist ein Stahldraht 12 eingespannt, der eine Kugel 13 trägt.
Bei Erschütterungen schwingt der Stahldraht hin und her, so daß die Kugel 13 mit
einem Metallring 14 in Berührung kommt und mit diesem Kontakt macht. Diese Kontaktvorrichtung
sitzt im Innern eines Röhrchens 15, so daß dieses Röhrchen 1 5 und der Stahldraht
die beiden Anschlußenden des l'`nterbrechers bilden. Auf dem Röhrchen 15 befindet
sich ein Isolierteil 16, der die Wicklungen 17 des Transformators 6 trägt. Diese
Wicklungen werden von einer Metallhülle 18 umschlossen, die zylindrische Form hat.
Es folgen dann zwei Isolierringe t 9 und eine äußere metallische Hülle 20. z. B.
aus Bronzeblech, die ebenfalls rohrförmige Gestalt hat. Dieses äul,';crc Rohr ist
in Uingsrichtung geschlitzt. Beim festen Zupacken wird der Handgriff des Gummiknüppels
nach innen gedrückt, so daß die Längsstege des Teiles 20 ebenfalls nach innen gedrückt
werden und mit (lern Feil 18 Kontakt machen. Hierdurch wird die Vorrichtung eingeschaltet,
so daß beim Sch\@-itlgen des Stahldrahtes 12 Stromstöße erzeugt werden. Die Verbindung
mit der Batterie wird durch die Kontakte 21 und 22 hergestellt. Die Erfindung ist
nicht an die hier dargestellte Ausführungsform gebunden. So kann z. B. der Unterbrecher
auch in anderer Weise ausgebildet sein. Insbesondere ist es möglich, die Kontaktgabe
nicht durch das Schwunggewicht 13 vorzunehmen, sondern durch besondere Kontaktfedern,
die durch den schwingenden Draht betätigt werden, jedoch die Schwingung des Drahtes
nur schwach dämpfen. Es ist ferner möglich, den Unterbrecher elektrisch zu betreiben,
so @daß er nicht mechanisch angestol@ctt zu werden brau--ht. Er wird dann in Art
eines NVagnerschen Hammers oder eines Zerhackers ausgebildet, wobei die Schwingungszahl
derart gewählt wird, daß sich Stromstöße genügender Intensität aus der zur Verfügung
stehenden Stromquelle entnehmen lassen.
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Versuche haben gezeigt, daß eine Frequenz von' etwa 1 o bis 3o Hz
zweckmäßig ist. Dies schließt jedoch nicht aus, daß auch höhere oder tiefere Frea
quenzen Anwendung finden können, je nach der zur Verfügung stehenden Stromquelle,
der Zeitkonstante der Anordnung und dem ztt erzielenden Zweck.
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Die Lage der Batterie und der elektrischen Kontaktvorrichtung im Stab
kann auch umgekehrt werden, so daß die Batterie am Ende des Handgriffes oder in
einer Verlängerung des Handgriffes angeordnet ist, um sie leicht herausnehmen zu
können. Die ganze Vorrichtung wird vorzugsweise in einem starren Teil des Gummistabes
untergebracht.
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Soll die Anordnung z. B. zur Leitung von Viehherden benutzt werden,
so ist es zweckmäßig, der Waffe eine längere Form, z. B. in Gestalt eines längeren
Stabes, zu geben. Bei der Anwendung zurn Betäuben von Vieh kann die Waffe auch an
das Starkstromnetz oder eine getrennt tragbare Batterie oder z. B. an den Akkumulator
eines Kraftfahrzeuges angeschlossen werden.