DE823905C - Elektrischer Stromunterbrecher - Google Patents
Elektrischer StromunterbrecherInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H29/00—Switches having at least one liquid contact
- H01H29/006—Self interrupters, e.g. with periodic or other repetitive opening and closing of contacts
Landscapes
- Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
- Hybrid Cells (AREA)
Description
- Die Erfindung betrifft einen elektrischen Stromunterbrecher, der insbesondere zur Umwandlung von Batterieströmen in zerhackte Gleichströme zum "!.weck der nachfolgenden Transformierung und Wiedergleichrichtung zur Lieferung des Anodenstromes von traibaren Elektronenröhrengeräten bestimmt ist. Für diese Zwecke wurden bis jetzt hauptsächlich mechanische Unterbrecher, sogenannte Zerhacker, Vibratoren, verwendet. Jedoch haben diese Geräte den Nachteil starker Funkenbildung und Abnutzung und eines schlechten Wirkungsgrades einhergehend mit starker Erwärmung.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Unterbrecher zu schaffen, der von den vorgenannten Nachteilen frei ist und außerdem wenig Raum beansprucht. Diese Bedingungen erfüllt ein Unterbrecher, der gemäß der Erfindung als elektrolytische Zelle ausgebildet und folgendermaßen aufgebaut ist: In einem Gefäß mit Alkalilauge, vorzugsweise Natronlauge, als Elektrolyt ist eine Quecksilberkathode angeordnet, eine Anode aus einem in der Lauge nichtlöslichen Metall, wie z. B. Nickel, Eisen, Kupfer und außerdem ein Körper aus einem sich nicht oder nur schwer amalgamierenden Stoff, wie z. B. Kohle, Eisenoder Nickel, welcher die Grenzschicht Quecksilber-Elektrolyt durchdringt und die Aufgabe hat, als Katalysator die Abgabe des sich beim Stromdurchgang im Quecksilber ansammelnden Alkalimetalles (Natrium) an den Elektrolyt zu beschleunigen. Dieser an sich schon, einfache Aufbau kann nach zusätzlichen Merkmalen der Erfindung noch weiterhin dadurch vereinfacht werden, daß der Stromzuführung zur Kathode gleichzeitig die Aufgabe des Katalysators zugewiesen ist und ferner das Zellengehäuse als Katalysator dient, beispielsweise indem es ganz oder teilweise aus Kohle hergestellt ist. Die letztere Maßnahme kann sich auch im Hinblick auf die vom Unterbrecher verlangte Leistung empfehlen, weil die Wirkung des- Katalysators um so stärker ist, je größer ihre Oberfläche an der Durchdrüngungsstelle der Grenzschicht ist.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und aus der Abbildung.
- Die Abbildung zeigt schematisch den Aufbau der Zelle. Ein Gehäuse i, das aus Glas bestehen möge, umschließt ein napfartiges Formstück 2 aus Kohle mit einer Vertiefung 2°, in der ein Quecksilbertropfen 3 liegt. Der Tropfen 3 ist Kathode; die Stromzuführung geschieht über den Kohlenapf 2, der mit dem --Pol der Batterie 6 verbunden ist. Etwas seitlich vom Quecksilbertropfen 3 ist eine nadelförmige Elektrode 4 aus Nickel oder Eisen angeordnet; sie dient als Anode und ist, gegebenenfalls über den Verbraucher 5, mit <lern + -Pol der Batterie 6 verbunden. Die Zelle besitzt eine Füllung 7 aus Natronilauge.
- Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Bei Stromschluß, an einem nicht gezeichneten Schalter im Batteriestromkreis, wird durch die Elektrolyse in bekannter Weise Natrium am Quecksilber abgeschieden: es bildet sich eine Spur Natriumamalgam. Dieses beNvirkt eine starke Verringerung der Oberflächenspannung des Tropfens 3, der sich dadurch ausbreitet und init der Anode 4 bei 8 kontaktgebend in Berührung kommt. Da der Batteriestrom nunmehr über - 6, 2, 3, 4, 5 -I- 6 fließt, hört die Elektrolyse sogleich auf und die Kohle 2 äußert ihre Wirkung als Katalysator, indem sie die Wiederabgabe des Natrium aus dem Amalgam an den Elektrolyt beschleunigt. Dadurch erhöht sich die Oberflächenspannung beim Tropfen 3 wieder, der seine ursprüngliche, stark gewölbte Form wieder annimmt und dadurch den Stromfluß bei 8 unterbricht. Jetzt setzt die Elektrolyse wieder ein und der Vorgang wiederholt sich.
- Die Frequenz der Unterbrechung hängt einmal von der Größe des Quecksilbertropfens ab, zum andein von der katalytischen Wirkung des Katalysators und schließlich von: der Größe der Oberfläche, welche der Katalysator in der Grenzschicht Quecksilber-Elektrolyt einnimmt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrischer Stromunterbrecher, gekennzeichnet durch die Ausbildung als elektrolytische Zelle mit einer Quecksilberkathode, mit Alkalilauge, vorzugsweise Natronlauge, als Elektrolyt, einer Anode aus einem in der Lauge nichtlöslichen Metall, wie z. B. Nickel, Eisen, Kupfer und einer die Grenzschicht Ouecksilber-Elektrolyt durchdringenden Körper aus sich nicht oder nur schwer amalgamierenden Stoffen, wie z. B. Kohle, Eisen, Nickel, der als Katalysator dient, um die Abgabe des während der Elektrolyse @im Quecksilber angesammelten Alkalimetalles an den Elektrolyt zu beschleunigen.
- 2. Stromunterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromzuführung zur Quecksilberkathode die Aufgabe als Katalysator zugewiesen ist.
- 3. Stromunterbrecher nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse oder ein Teil desselben aus einem solchen Stoff besteht, daß er an der Grenzschicht Quecksilber-Elektrolyt als Katalysator dient.
Priority Applications (1)
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| DE823905C true DE823905C (de) | 1951-12-06 |
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1948
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