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DE822918C - Kultivator zum Bodenlockern und Unkrautvernichten in Weinbergen - Google Patents

Kultivator zum Bodenlockern und Unkrautvernichten in Weinbergen

Info

Publication number
DE822918C
DE822918C DEG773A DEG0000773A DE822918C DE 822918 C DE822918 C DE 822918C DE G773 A DEG773 A DE G773A DE G0000773 A DEG0000773 A DE G0000773A DE 822918 C DE822918 C DE 822918C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
soil
cultivator
loosening
device head
vineyards
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG773A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Guenther
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEG773A priority Critical patent/DE822918C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE822918C publication Critical patent/DE822918C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B1/00Hand tools
    • A01B1/06Hoes; Hand cultivators

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

Der Winzer benutzt für das vom Frühjahr bis zum Herbst mehrere Male durchzuführende Lockern des Weinbergbodens entweder den Karst, die Hacke oder den Pickel. Der Winzer bezeichnet dieses Bodenlockern mit Weinbergrühren. Mit dem Karst, der Hacke oder dem Pickel wird der Boden nur etwa 6 bis 8 cm tief umgelegt, was nicht genügt. Die Weinrebe verlangt vielmehr, gerade in der Zeit von Frühjahr bis Herbst, ein mehrmaliges
ίο tiefes Lockern des Hodens bis zu etwa 15 cm, damit Wärme, Luft und Wasser auch tief in den Hoden eindringen können. Mit dem bisher üblichen Weinbergrühren wird das aber nicht erreicht, da der Weinbergboden durch die von Frühjähr bis Herbst vorzunehmenden vielerlei Arbeiten sehr festgetreten und das Rühren nicht oft genug durchgeführt wird.
Mit dem körperlich sehr anstrengenden und zeitraubenden Weinbergrühren beginnt der Winzer unten im Weinberg und hört oben auf, was zur Folge hat, daß der Boden nach unten gezogen wird und mit der Zeit die Wurzeln der oben im Weinberg stehenden Weinstöcke# freigelegt werden. Dieser Übelstand verlangt, daß der unten angesammelte Boden nach oben zurückgetragen werden muß. Um diese anstrengende und zeitraubende Arbeit nach Möglichkeit zu vermeiden, wird der Boden nicht tief genug gerührt und auch nicht so oft gerührt, wie dieses erforderlich ist und auch von der Weinrebe zur Erzielung eines guten Ertrages verlangt wird.
Eine weitere sehr mühsame und zeitraubende Arbeit ist die von Frühjahr bis Herbst vorzunehmende Unkrautbekämpfung. Das Unkraut wird
mit der Hand aus dem Boden herausgerissen. Bei feuchtem und lockerem Boden wird ein Teil Wurzeln mit herausgerissen, bei trockenen und harten Böden dagegen wird das Unkraut über dem Boden abgerupft. Durch das dann erfolgende Rühren des Bodens werden die steckengebliebenen Wurzeln nicht restlos entfernt bzw. vernichtet.
Bei Benutzung des erfindungsgemäßen Weinbergkultivators wird das bisherige Rühren des
ίο Bodens vermieden und durch die den Weinreben viel dienlichere tiefe Lockerung des Bodens ersetzt, wodurch die Arbeit vereinfacht, zudem auch bedeutend verkürzt wird. Der Boden wird bis zu 15 cm tief gelockert, was das Eindringen von Wärme, Luft und Wasser erheblich fördert und damit auch den Ertrag der Weinrebe steigert.
Mit dem Lockern des Bodens durch den Weinbergkultivator werden auch gleichzeitig die Unkrautwurzeln bis zu einer Tiefe von 15 cm zer-
ao schnitten, was ein schnelles Erholen des Unkrauts verhindert und teilweise ganz ausschaltet. Es werden auch die bisherigen beiden Arbeitsgänge Unkrautzupfen und Weinbergrühren in einem Arbeitsgang vereinigt. Für diesen einen Arbeitsgang Unas krautbekämpfung und Bodenlockern wird nur ein Drittel der bisher für Unkrautzupfen und Weinbergrühren aufzuwendenden Zeit benötigt. Der Winzer kann jetzt die tiefe Lockerung des Bodens mit Unkrautbekämpfung öfters durchführen.
Der Winzer beginnt seine Arbeit mit dem erfindungsgemäßen Weinbergkultivator oben im Weinberg und hört unten auf. Der Boden wird nicht mehr, wie bisher, nach unten gezogen, sondern bleibt an Ort und Stelle liegen, wird sogar beim Versetzen des Kultivators etwas nach oben geschoben. Damit wird dem Winzer auch der bisherige beschwerliche Arbeitsgang, bestehend in dem zeitlich bedingten Hinauftragen des heruntergezogenen Bodens abgenommen.
Im Berg und in der Ebene, in leichten und schweren Böden, auch in steilen, harten und steinigen Berghängen ist dieser erfindungsgemäße Kultivator mit gleichbleibendem Erfolg zu verwenden. Das Gerät ist ebenfalls anwendbar in Obstplantagen, Zwerg-, Spalier- und Spindelobstanlagen, in Baumschulen, Gärtnereien und kleinen bäuerlichen Betrieben.
Die beiden Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel dar.
Abb. ι ist Seitenansicht und zeigt die Anfangsstellung beim Bodenlockern nach rechts;
Abb. 2 ist Endstellung beim Arbeitsgang aus Abb. ι heraus und Anfangsstellung beim Bodenlockern nach links;
Abb. 3 und 4 zeigen dieselben Arbeitsgänge bei Anwendung des Kultivators im Berg;
Abb. 5 ist eine Ansicht von oben;
Abb. 6 ist von rechts und
Abb. 7 sowie 8 von links gesehen;
Abb. 9, 10 und 11 sind Ansichten von oben.
Der Weinbergkultivator gemäß der Erfindung besteht aus sechs Hauptteilen, die durch sechs Gelenkpunkte miteinander verbunden sind, von denen vier ein unregelmäßiges Gelenkviereck einschließen.
Die sechs Hauptteile sind: Die Grundplatte 1, der Gerätekopf 2, der Schwenkhebel 3, der Stiel 4, die Verbindungsstange 5, vom Schwenkhebel 3 zum Gerätekopf 2 reichend, die Verbindungsstange 6, vom Stiel 4 zum Gerätekopf 2 gehend.
Die Grundplatte 1 hat an ihrem linken Ende den Gelenkpunkt 7, an welchem der Schwenkhebel 3 angeschlossen ist.
Die auftretenden Vertikal- und Horizontalkräfte werden durch Auffangflächen 8 auf den Boden übertragen.
Der Gerätekopf 2 besteht aus einer mittleren Hauptstrebe 9 und zwei Seitenstreben 10. Unten an den Streben 9 und 10 sind nach beiden Seiten zeigende Aufreißsporen 11 angebracht. Zwischen diesen Aufreißsporen 11 befinden sich die Messer 12. Die Anzahl der Aufreißsporen und der Messer 12 richtet sich nach der Beschaffenheit des zu verarbeitenden Bodens, ob leichter oder schwerer, lockerer oder fester Boden, sie schwankt zwischen zwei bis fünf Messern 12 sowie der entsprechenden Anzahl Aufreißsporen 11. In stark steinigem Boden fallen die Messer 12 aus, da die durch die Aufreißsporen 11 in Bewegung gebrachten Steine die Unkrautwurzeln zerreiben. In diesen stark steinigen Böden kommt g0 auch nicht viel Unkraut hoch.
Der Schwenkhebel 3 überträgt durch Gelenkpunkt 13 die auftretenden Kräfte auf den Gelenkpunkt 7 und damit auf die Grundplatte 1 und den Boden. Durch Hinundherbewegung von vorn nach hinten ruft er die Arbeitsbewegung der Werkzeuge 11 und 12 hervor.
Der Stiel 4, welcher als Verlängerung des der Hauptstrebe 9 des Gelenkvierecks gegenüberliegenden Stabes ausgebildet ist, dient zur Einhaltung 1Oo der gleichbleibenden Stellung des Gerätekopfes 2 bzw. der Aufreißsporen 11 sowie der Messer 12 parallel zur Richtung des zu bearbeitenden Bodens.
Die Verbindungsstangen 5 und 6, die oberen Teile 9 und 10 des Gerätekopfes 2 und der untere Teil des Stieles 4 schließen ein unregelmäßiges Viereck ein, welches durch die vier Gelenkpunkte 14, 15, 16, 17 gebildet wird. Dieses unregelmäßige Viereck verbürgt die Einhaltung der auf die Aufreißsporen 11 sowie die Messer 12 wirkenden Kräfte in stetig gleichbleibender Größe, auch bei Veränderung des von der Verbindungsstange 5 und dem Schwenkhebel 3 gebildeten stumpfen Winkels 18 in einen spitzen Winkel 18' beim Zurückziehen des Schwenkhebels 3.
Zum Transport wird das Gerät zusammengelegt, indem der Schwenkhebel 3 und der Stiel 4 nach hinten geklappt werden, bis beide auf der Grundplatte ι aufliegen.
Zur Verwendung kommen leichte Eisenprofile, die miteinander verschweißt werden. Der obere Teil des Schwenkhebels 3 und des Stieles 4 besteht aus Holz.
Das Gerät wird durch das Körpergewicht und die Armkraft des Winzers betätigt. Mit dem rechten Bein stellt sich der Winzer auf die Grund-
platte ι, faßt mit der rechten Hand den Schwenkhebel 3 und mit der linken Hand den Stiel 4. Durch leichten Druck auf den Stiel 4 und gleichzeitiges ruckartiges Anziehen des Schwenkhebels 3 mit Durchziehen bis zur Stellung in Abb. 2 werden die nach rechts zeigenden Aufreißsporen 11 in den Boden gedrückt und der ganze Gerätekopf 2 durch den Boden vorgezogen, wobei der Boden durch die Aufreißsporen 11 gelockert und die Unkrautwurzeln durch die Messer 12 zerschnitten werden. Der Stiel 4 bewegt sich in fast gleichbleibender Stellung automatisch mit nach vorn. Durch stetig leichten Druck auf den Stiel 4 wird der Gerätekopf 2 in der erforderlichen Stellung festgehalten.
Beim Hochheben und Zurückdrücken des Schwenkhebels 3 und gleichzeitigem leichtem Anziehen des Stieles 4 wird der Gerätekopf 2 wieder zurückgeschoben. Jetzt treten die nach links zeigenden Aufreißsporen 11 in Tätigkeit, welche den Boden, dieses Mal in tieferer Stellung, erneut lockern, gleichzeitig werden durch die Messer 12 die Unkrautwurzeln, ebenfalls in größerer Tiefe, erneut zerschnitten.
S5 Durch kurzes zwei- bis dreimaliges Hin- und Herziehen des Gerätekopfes 2 wird dieser bis zu 15 cm tief in den Boden eingegraben.
Das Versetzen des Gerätes erfolgt aus der Ausgangsstellung. Der Winzer drückt den Schwenkhebel 3 und den Stiel 4 leicht gegeneinander, hebt das Gerät mit beiden Händen hoch und setzt es an anderer Stelle wieder an.
Die Anwendung des Gerätes im Berg ist die gleiche wie in der Ebene.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Kultivator zum Bodenlockern und Unkrautvernichten in Weinbergen, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Grundplatte (1) ein Schwenkhebel (3) gelagert ist, der über eine Verbindungsstange (5) und ein Gelenkviereck (14, 15, 16, 17) mit einem die eigentlichen Werkzeuge enthaltenden Gerätekopf (2) verbunden ist und bei Hinundherbewegung von vorn nach hinten bzw. hinten nach vorn die Arbeitsbewegung des Werkzeuges hervorruft.
2. Kultivator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (1) Auffangflächen (8) zum Aufsetzen auf den Boden und einen Gelenkpunkt (7) zum Anschließen des unteren Endes des Schwenkhebels (3) aufweist.
3. Kultivator nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerätekopf (2) aus einer mittleren Hauptstrebe (9), zwei Seitenstreben (10) und den eigentlichen Werkzeugen, nämlich mehreren Aufreißsporen (11) und mehreren waagerechten Messerblättern (12) besteht.
4. Kultivator nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verlängerung des der Hauptstrebe (9) gegenüberliegenden Stabes des Gelenkvierecks ein zum Gegenhalten dienender Stiel (4) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 2417 11.51
DEG773A 1949-12-31 1949-12-31 Kultivator zum Bodenlockern und Unkrautvernichten in Weinbergen Expired DE822918C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG773A DE822918C (de) 1949-12-31 1949-12-31 Kultivator zum Bodenlockern und Unkrautvernichten in Weinbergen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG773A DE822918C (de) 1949-12-31 1949-12-31 Kultivator zum Bodenlockern und Unkrautvernichten in Weinbergen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE822918C true DE822918C (de) 1951-11-29

Family

ID=7115944

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG773A Expired DE822918C (de) 1949-12-31 1949-12-31 Kultivator zum Bodenlockern und Unkrautvernichten in Weinbergen

Country Status (1)

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DE (1) DE822918C (de)

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