[go: up one dir, main page]

DE821732C - Servomotor - Google Patents

Servomotor

Info

Publication number
DE821732C
DE821732C DEP158A DEP0000158A DE821732C DE 821732 C DE821732 C DE 821732C DE P158 A DEP158 A DE P158A DE P0000158 A DEP0000158 A DE P0000158A DE 821732 C DE821732 C DE 821732C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
following
working medium
servomotor according
servomotor
servo motor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP158A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Lange
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP158A priority Critical patent/DE821732C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE821732C publication Critical patent/DE821732C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66FHOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
    • B66F3/00Devices, e.g. jacks, adapted for uninterrupted lifting of loads
    • B66F3/24Devices, e.g. jacks, adapted for uninterrupted lifting of loads fluid-pressure operated
    • B66F3/25Constructional features
    • B66F3/35Inflatable flexible elements, e.g. bellows
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03GSPRING, WEIGHT, INERTIA OR LIKE MOTORS; MECHANICAL-POWER PRODUCING DEVICES OR MECHANISMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR OR USING ENERGY SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03G4/00Devices for producing mechanical power from geothermal energy
    • F03G4/074Safety arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Straightening Metal Sheet-Like Bodies (AREA)

Description

  • Servomotor Die Erfindung betrifft einen Servomotor, vorzugsweise für kurzzeitige Arbeitsleistungen. Solche Arbeitsleistungen sind z. B. das Anheben eines Fahrzeugs, etwa um eine Reparatur an einem Rad ausführen zu können, ferner das Zusammendrücken der Backen eines Schraubstocks oder Spannfutters, um ein Werkstück oder ein Werkzeug festzuhalten, oder das Anheben einer Last, um eine Rolle oder ein anderes Transportmittel darunterzuschieben, oder die Betätigung einer Bremse usw. - Die Bewegungen erfolgen dabei vielfach gegen eine nicht geringe Gegenkraft, die man bei Handbetätigung durch geeignete Hilfsmittel, wie z. B. Zahnradübersetzungen, Flaschenzug o. a. m., verringert. Diese Mittel verlangsamen den Arbeitsvorgang, vergrößern durch in ihnen unvermeidlicheVerluste, die aufzuwendende Arbeit und vermehren das Gewicht der Apparatur, was von Bedeutung ist für transportable Einrichtungen.
  • Diese Nachteile werden erfindungsgemäß durch einen Servomotor vermieden, dessen Wirkungsweise auf der Erwärmung eines eingeschlossenen Stoffes beruht, der als Arbeitsmittel dient und vorzugsweise seinen Aggregatzustand ändert, d. h. bei der Erwärmung verdampft und bei der Abkühlung wieder flüssig oder fest wird. Man wählt dafür vorteilhafterweise einen Stoff, dessen Verdampfung bei normalem Druck bei etwa 3o bis 70' einsetzt und dessen Verdampfungswärme klein ist, etwa unter ioo WE/kg. je nach den Benutzungsbedingungen ka= man unter mehreren Stoffen einen auswählen. Folgende keineawegs vollzähligen Beispiele seien genannt:
    Siedepunkt Verdampfungs-
    wärme
    Schwefelkohlenstoff C S2 460 0 85 WE/kg
    Äthyläther C4 Hlo 0 34,5 go x$
    Äthylbromid C, H" Br 38 0 59
    Methyljodid C H3 J 43 0 46
    Chloroform C H C13 62' 58
    Ferner: Äthylacetat, Äthyljodid, Benzol, Methylacetat u. a.
  • Diese Stoffe haben eine günstig liegende Siedetemperatur und eine niedrige Verdampfungswärme. Da es sich bei richtiger Ausbildung und Bemessung des Servomotoris. nur um geringe Volumina handelt, die von dem verdampften Arbeitsmittel unter Druck auszufüllen sind, erfordert die Verdampfung der deshalb auch nur geringen Menge des Arbeitsmittels auch nur eine geringe Wärmezufuhr, die z. B. durch eine kleine Gasflamme, Benzinflamme, Spiritusflarnme, ein Kerzenlicht oder eine elektrische Heizeinrichtung mit Batteriespeisung oder Netzspeisung ohne Schwierigkeit zu erhalten ist. Diese Betriebsweise ist bequem und einfach, sie ist sicher und jederzeit einsatzbereit. Die Anordnung kann leicht auch so getroffen werden, daß mehrere Heizmöglichkeiten benutzbar sind, z. B. eine elektrische und daneben auch eine Beheizung durch eine äußere Flamme, etwa durch Abbrennen einer kleinen Menge 01 oder Spiritus in einer am Servomotor dafür vorgesehenen Mulde oder Rinne.
  • Der Servomotor braucht bei entsprechender Ausbildung des zu bewegenden Gerätes oder Maschinenteiles oder des Werkzeuges nur die Bewegung zu leisten. Das Festhalten der erreichten Stellung kann dann durch mechanische Sperrmittel gesichert werden, solange es notwendig ist. Wenn man zum Vergleich an elektromagnetische Haltevorrichtunget, denkt, Z. B. an solche zum Einspannen eines Werkzeuges oder Werkstückes, kann durch anhaltende, z. B. elektrische Beheizung eine ebenfalls beliebig lange anhaltende Kraft durch das Arbeitsmittel erzeugt werden, sogar mit geringerem elektrischem Aufwand als bei einer elektromagnetischen Haltevorrichtung.
  • Benutzt man ein mechanisches Sperrmittel, so# wird der Servomotor, um die Sperre zu lösen, kurzzeitig betätigt, bei gelöster Sperre kühlt sich dann sein Arbeitsmittel ab, und der Motor kehrt in seine Anfangsstellung zurück. Eine solche Betätigungsweise kommt beispielsweise für die Verwendung des Servomotors bei einem Wagenheber in Betracht. Erst hebt er den Wagen in die gewünschte Höhe; dort hält den Wagen eine mechanische Sperre, die .sich erst lösen läßt, wenn. sie zuvor durch ein erneutes »Anwärmen des Arbeitsmittels entlastet wurde. Die Sperre wird dann z. B, elektromagnetisch zurückgehalten, während der Wagenheber bei fortschreitender Abkühlung des Arbeitsmittels wieder zusammensinkt, den Wagen also wieder auf seine Räder stellt. Wird der Servomotor bei einem Schraubstock angewendet, so kann der erzeugte Preßdruck zwischen den Backen vom Grad der Beheizung abhängig sein. Bei einer anderen Ausführungsart dient der Servomotor dazu, den Backenabstand nur bis zum Anliegen am Werkstück zu verringern, also das langwierige Drehen an der Schraubspindel durch eine selbsttätige Bewegung der einen Backe zu ersetzen. Dafür kann beispielsweise ein Fußkontakt in einem elektrischen Heizkreis vorgesehen sein, so daß der Arbeiter beide Hände frei hat. Sobald die automatische Bewegung aufhören soll, kann eine Sperrklinke die verschiebbar gelagerte Mutter für die Schraubspindel festlegen, so daß das eigentliche Festspannen des Werkstückes jetzt durch eine nur kleine Verdrehung der Schraubspindel erfolgt. Die Schraubspindel kann wesentlich kürzer' sein als bei normalen Schraubstöcken der bisherigen Bauart.
  • Es gibt noch zahlreiche andere, an sich ebenfalls neue Anwendungsmöglichkeiten für den neuen Servomotor. Er kann z. B. auch verwendet werden, um ein Türschloß oder ein Schrankschloß ohne Schlüs#sel zu betätigen, oder um eine zusätzliche Sicherheit für ein solches Schloß zu schaffen. Zum Öffnen des Schlosses ist dann eine Erwärmung bi.s auf einen vorbestimmten Temperaturbereich dem Arbeitsmittel zu erteilen. Ein Beispiel dafür ist in einer noch zu beschreibenden Abbildung wiedergegeben.
  • Das Arbeitsmittel wird, um Verluste zu vermeiden, am besten in einem bei innerem Überdruck sich kräftig dehnenden Behälter, Beutel oder Schlauch hermeti,sch eingeschlossen. Der Behälter kann ein Dehnungshohlkörper aus Metall sein oder aus natürlichern oder synthetischem Gummi oder einer anderen geeigneten elastischen Masse bestehen. Man kann den Druck des Dehnungskörpers unmittelbar auf den zu steuernden Maschinenteil einwirken lassen oder, etwa weil es an dem dazu notwendigen Platz fehlt, auch mittelbar, indem der Dehnungskörper eine Flüssigkeit, 01 oder Glycerin, ,verdrängt, die ihrerseits hydraulisch den Maschinenteil oder das Gerät steuert. Eine derartige Ausführungsforrn kommt z. B. bei einem Wagenheber in Betracht, weil dort eine möglichst kleine Anfangshöhe erforderlich ist. Außerdem kann man die für die bekannten hydraulischen Wagenheber bekannten Dichtungen als erprobte Maschinenteile übernehmen.
  • Zur Erläuterung der Erfindung sind einige Ausführungsbeispielt in Abb. i bis 4 skizziert.
  • Abb. i erläutert ein Anwendungsbeispiel der Erfindung bei einem Wagenheber, wie ihn Automobile mit sich führün; Abb. 2 und 3 behandeln zwei Anwendungsbeispiele bei Schraubstöcken; Abb. 4 gibt ein Beispiel für einen Einsatz des neuen Servomotors bei einem Türschloß oder Schrankschloß.
  • In Abb. i ist i der Fußteil und 2 der bewegliche hebbart Teil eines Wagenhebers. Der Fußteil enthält einen Federungskörper 3, der in, diesem Beispiel aus sechs einen gasdichten gemeinsamen Hohlraum bildenden einzelnen federnden Gliedern besteht. Ein Topf 4 am unteren Ende ist damit verbunden, in dem sich eine Flüssigkeit befindet, die durch eine Heizspirale 5 elektrisch erwärmt werden kann. Dafür sind Leitungen 6, gegebenenfalls eine einzige Dralitleitung und ein Anschlußstecker 7 vorgesehen. Zu der Einrichtung gehört noch eine mechanische Sperrvorrichtung, die aus einer oder nach Bedarf mehreren Sperrwalzen 8 auf zugehörigen Schrägflächen 9 besteht. Es ist noch eine Freiklinke io vorhanden, die bei Erregung eines kleinen Elektromagnets i i die Walze 8 nicht in die Sperrstellung gelangen läßt. Der Elektromagnet ii wird über eine Leitung 12 gespeist. In der Zuleitung von der Autobatterie zum Wagenheber oder von einer Netz-,steckdose zum Wagenheber sind je ein Schalter 13 und 14 vorgesehen für die Heizwicklung 5 und den Elektromagnet i i, die eingeschaltet sind, solange der zugehörige Schalter durch anhaltenden Druck mit der Hand geschlossen gehalten wird. Zum Hochfahren des Wagenhebers braucht man nur einen der Schalter 13 und 14 zu schließen, bis die Erwärmung und die dadurch verursachte Druckentwicklung im Dehnungskörpür 3 den Wagen genügend gehoben hat. Die mechanische Selbstsperrung hält dann den Wagenheber in der erreichten Stellung fest. Will man den Wagen wieder senken, dann schließt man beide Schalter 13 und 14. Sobald dann der sich dehnende Dehnungskörper die Sperrwalze 8 entlastet, hebt der Elektromagnet i i die Sperrwalze hoch, so daß der Teil 2 des Wagenhebers mit fortschreitender Abkühlung des Arbeitsmittels im Dehnungskörper langsam herabsinkt.
  • Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Abbildung nicht maßstäblich gehalten ist. Namentlich ist die Länge des Federungskörpers 3 in kaltem Zus,tand geringer als gezeichnet. Uni die Hubhöhe des Teiles 2 Zu steigern, kann ein zweiter Dehnungskörper im Innern des hohlen Teiles 2 untergebracht sein. Zwischen beiden liegt dann als Druckfläche für beide eiiie Platte 15, die zweckmäßigerweise eine Wärmeisolierung darstellt. Man hat es in der Hand, durch Wahl der Wärmeisolierung 16, 17 die Geschwindigkeit der Wiederabkühlung des Arbeitsmittels iiach der Abschaltung der Heizquelle zu bestimmen.
  • Wenn nicht durch einen elektrischen Strom, sondern durch eine äußere Flamme geheizt werden soll, dann kanii man am Fußende unten eine Rinne vorsehen für die Aufnahme einer kleinen Menge Benzin ()dcr einer sonstigen Brünnflüssigkeit, die mittels eities Streichholzes angezündet wird. Der Topf 4 aus gut wärmeleitendern Stoff erhält dann zweckin;. ßig einen Ansatz ebenfalls aus gut leitendem Stoff, der nach außen bis in den Bereich der Flamme a liervortritt. Um die mögliche Hubhölie des Wagenhebers zu steigerii, ist es notwendig, den ausfahrbaren Teil 2 im Innerii des Fußteiles i so weit wie möglich nach unten zu verlängern. Zu dem Zweck kann man die Platte 15 fortla.ssen und den Dehnungskörper 3 in das Innere des Teiles 2 verlegen. Man kann aber auch, beispielsweise weil man es vorzieht, einen kürzeren Dehnungskörper mit größerem Durchmesser zu verwenden, den Dehnungskörper außerhalb des Wagenhebers, etwa seitlich am Fußteil, anordnen und durch ihn eine Flüssigkeit verdrängen, die im Wagenheber hydraulisch zur Wirkung kommt. Man hat dann volle Freiheit in der Wahl des Durchmessers des Dehnungskörpers, der dadurch einfacher wird, und kann ihn sogar ganz vom Wagenheber trennen, mit dem er nur durch eine Druckleitung verbunden sein muß. Das hydraulische Zwischenglied bietet ferner eine Möglichkeit der Kraftübersetzung, was ebenfalls von großem Wert sein kann.
  • Abb. 2 zeigt einen Schraubstock mit einem festen Teil 2o und einem beweglichen Teil:m. Beide sind durch ein Gelenk 23 miteinander verbunden. Der feste Teil 2o ist am Werktisch 24 festgeschraubt. je ein Blech 25 liegt vor und hinter den Teilen 20 und 21. Diese Bleche werden hinter dem Rücken des Teiles 21 durch einen Bolzen 26 und am andern Ende durch ein Querblech 27 zusammengehalten. Ein Federungskörper 28 mit einer Heizspirale 29 liegt derart innerhalb des von den Blechen 25 gebildeten Rahmens, daß er einerseits gegen den Rücken des Teiles 20 und anderseits gegen das Querblech 27 anliegt. Über einen am Bein des WerktischeS 24 angebrachten Regler 30 wird der Strom in der Spirale 29 eingeschaltet und eingestellt. Durch die eintretende Erwärmung dehnt sich der Dehnungskörper 28, und in gleichem Maße wird der Abstand zwischen den Backen der Teile 20 und 21 geringer. Ist so das Werkstück gefaßt, dann hängt es von dem Grad der eingestellten Heizstärke ab, mit welcher Kraft das Werkstück zwischen den Backen eingespannt wird. Unterbricht man den Heizstrom, dann beginnt die Abkühlung des im Dehnungskörper eingeschlossenen Arbeitsmittels und alsbald auch die öffnung der Schraubstockbacken.
  • Eine andere Anwendung der Erfindung bei einem Schraubstock zeigt Abb. 3. Der bewegliche Teil 21 des Schraubstocks hat eine im Vergleich zu den üblichen etwas verkürzte Schraubspindel 31. Die Mutter für diese Spindel ist mit 32 bezeichnet und wird von der Spindel 31 getragen. Durch zwei an ihr befestigte Blechfahnen 33, die in je einem senkrechten Schlitz im Teil 21 verschiebbar #sind, ist die Mutter 32 an einer Drehbewegung gehindert. Durch Rechtsdrehen der Spindel V zieht man die Mutter 3-- an den.Kopf 3,4 der Spindel heran. Die Mutter 32 ist nun in einen BlechbÜgel 35 eingehängt, der den Teil 2o und einen auf dessen Rücken aufgesetzten Dehnungskörper 36 umschließt. Wird eine Heizeinrichtung 37 eingeschaltet, so streckt sich der Dehnungskörper 36 und zieht die Mutter 32 nach links, bis die beiden Backen des Schraubstocks das Werkstück berühren. In dieser Stellung oder kurz vorher kann ein Fallbügel 38, der bei 39 drehbar gelagert ist, in eine passende Aussparung4o des Blechbügels 35 einfallen. Die Mutter 32 kann dann nicht nach rechts zurückweichen, wenn jetzt die SpindelschraubeV angezogen wird, um das Werkstück endgültig festzuspanilen. Läßt man den Fallbügel 38 außer Gebrauch, dann hängt der Einspanndruck von dem Federungskörper 36, d. h. vom Grad der Erwärmung des eingeschlossenen Arbeitsmittels, ab.
  • Die Heizeinrichtung 37 besteht hier aus einem vom Innern des Dehnungskörpers ausgehenden und am äußeren Ende geschlossenen Röhrchen, das in Längsrichtung von einem mittels des Reglers 30 eingestellten elektrischen Strom durchflossen wird und sich dabei erwärmt. Die Menge des Arbeitsmittels in dem Dehnungskörper ist groß genug, um das Röhrchen stets gefüllt zu halten. Auch beim Schraubstock kann ein hydraulisches Zwischenmittel angewendet werden; der hydraulische Zylinder nimmt dann etwa die Stelle des Dehnungskörpers ein.
  • Den Einsatz des neuen Servomotons, bei einem Sicherheitsschloß erläutert an einem willkürlichen Beispiel Abb. 4. Dabei sind der Einfachheit wegen alle Teile so gezeichnet, als wenn sie in derselben Ebene od#er. jedenfalls in zur Zeichenebene parallelen Ebenen lägen. Die Schloßzunge ist i; ihr gegenüber steht eine Gegenzunge 2. Die Grenzfläche zwischen beiden muß so weit nach links geschoben werden, daß sie gerade in der Öffnungsebene 3 li ' egt; dann läßt sich die Tür öffnen. Mit der Zunge i ist eine Schablone 4 verbunden und mit dieser ein StÖßel 5. Dürch ein nicht gezeichnet-es Handrad wird ein Nocken 8 gedreht. Dieser drückt auf eine Kappe 7 und weiter auf eine Feder 6, die auf dem Stößel 5 aufliegt. Wenn dadurch die Schablone 4 nach links verschoben wird, ist das Schloß geöffnet. Schablone4 enthält in drei Nuten 9, io, i i je ein Sperrglied 12, 13, 14 an je einer Stange 15, 16, 17, die alle um eine Achse 18 schwenkbar sind. Von den drei Stangen gehen drei Platinen ig, 2o, 21 nach oben bis in den Bereich des Schlüssels 22. Wird der Schlüssel in ein Schlüßselloch 23 ganz eingeschoben, dann werden die Platinen ig, 20, 21 je so weit herabgedrückt, daß die Sperrglieder 12, 13, 14 in der Schablone 4 in einer durchgehenden MittelnUt 24 stehen. Der Weg für eine Bewegung der Schablone 4 nach links ist dann frei.
  • Das Schloß kann noch auf eine andere Weise, und zwar ohne Schlüssel, geöffnet werden. Dazu* wird ein Servomotor nach der Erfindung eingesetzt. Die Stangen 19, 20, 21 können auch durch den linken Arm eines doppelarmigen Hebels 25 herabgedrückt werden. Dazu ist dann ein Keil 26 nach links zu schieben. Das richtige Maß dafür ist dann erreicht, wenn eine Rolle 27 am rechten Ende des Hebels 25 auf dem Keil die der Linie 28 entsprechende Lage einnimmt. Dann ist wiederum die Schablone frei für eine Bewegung nach links, um die Tür zu öffnen. Die Verschiebung des Keiles 26 kann nun ein Deh- nungskörper mit einer beheizten und leicht siedenden Flüssigkeit, ein Servomotor nach der Erfindung, bewirken. Es ist eine Erwärmung bis auf einen bestimmten Temperaturbereich notwendig, weil vorher die Sperrglieder 12, 13, 14 nicht die Mittelnut 24 erreichen. Eine übertriebene Erwärmung führt die Sperrglieder wieder aus der Mittelnut heratts und jenseits der Mitteinut von neuem in die Sperrnuten 9, io, i i, so daß das Schloß dann wieder verriegelt ist. Der Einsatz des Servomotors nach der Erfindung ist durch einen Pfeil 29 angedeutet. An einem Thermometer oder einem sonstigen Anzeigegerät erkennt man, wie weit die Erwärmung des Arbeitsmittels gekommen ist.
  • Statt Ersatz für den Schlüssel kann der Servomotor auch eine zusätzliche Sicherung bilden. Beispielsweise kann ein Sperriügel nur durch einen Servornotor nach der Erfindung verstellbar sein, so daß das Schloß ohne richtige Bedienung des Servomotors nicht geöffnet werden kann.
  • Die gegebenen Beispiele sollen die Erfindung weder auf diese Anwendungsfälle noch auf die gezeigten Arten der Durchführung beschränken, da weder die einen noch die anderen vollzählig und vollständig beschrieben oder gezeichnet werden können.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRVCHE: i. Servomotor, vorzugsweise für kurzzeitige Arbeitsleistungen, dadurch gekennzeichnet, daß seine Wirkungsweise auf der Erwärmung eines eingeschlossenen Stoffes beruht, der als Arbeitsmittel dient und vorzugsweise seinen Aggregatzustand wechselt.
  2. 2. Servomotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsmittel eine Flüssigkeit ist, deren normaler Siedepunkt bei etwa 3o bis 70' liegt und deren Verdampfungswärme gering ist und möglichst unter iooWE/kg liegt. . 3. Servomotor nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsmittel in einem hermetisch geschlos,senen Dehnungskörper untergebracht ist. 4. Servomotor nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß er nur dazu dient, einen Maschinenteil oder Werkzeugteil durch die in ihm erzeugte Kraft zu verstellen, woraufhin der Teil in der erreichten Lage mechanisch gesperrt wird. 5. Servomotor nach Anspruch i, vorzugsweise nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugteil oder Maschinenteil zwecks Lösung aus der Sperrstellung vorübergehend durch die Kraft des Arbeitsmittels fortgedrückt wird. 6. Servomotor nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der geschlossene Dehnungskörper aus Metall besteht, z. B. aus einem in Richtung der Längsachse dehnbaren Wellrohr. 7. Servomotor nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsmittel elektrisch heizbar ist. - 8. Servomotor nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsmittel eine Flüssigkeit, z. B. 01 oder Glycerin, verdrängt, die ihrerseits hydraulisch Arbeit leistet, z. B. einen Wagenheber für Fahrzeuge, eine Festspann- und Festhaltevorrichtung betätigt. g. Servomotor nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Dehnungshohlk; irper aus natürlichem oder synthetischem Gummi oder einer ähnlich sich verhaltend-en Masse besteht. io. Anwendung eines Servomotors nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnüt, daß durch ihn Wagenheber für Autornobile betätigt werden und eine für den Anschluß an die Autobatterie vorgesehene Heizeinrichtung das Arbeitsmittel erwärmt. ii. Anwendung eines Servomotons nach Anspruch i oder folgenden bis Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch ihn Festspann- und Festha:Itevorrichtungen für zu bearbeitende Werkstücke oder für Werkzeuge betätigt werden. 12. Anwendung eines Servomotors nach Anspruch i oder folgenden bis Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Erwärmung des Arbeitsmittels bis in einen bestimmten Temperaturbereich Sperrglieder oder andere Bewegungsglieder mechanischer Anordnungen verstellt werden, z. B. die Verriegelung eines Schlosses durch Einstellen von Sperrgliedern aufgehoben wird.
DEP158A 1948-10-13 1948-10-13 Servomotor Expired DE821732C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP158A DE821732C (de) 1948-10-13 1948-10-13 Servomotor

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP158A DE821732C (de) 1948-10-13 1948-10-13 Servomotor

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE821732C true DE821732C (de) 1951-11-19

Family

ID=7356449

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP158A Expired DE821732C (de) 1948-10-13 1948-10-13 Servomotor

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE821732C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976844C (de) * 1948-10-02 1964-06-04 Siemens Ag Verfahren zum Verbinden duenner, als Kondensatorbelegung dienender Aluminiumfolien mit den als Stromzufuehrung dienenden Kontaktfahnen
FR2692641A1 (fr) * 1992-06-23 1993-12-24 Aerospatiale Dispositif de commande d'un mouvement de rotation, par fractions de tour.
EP2262975A4 (de) * 2008-03-07 2014-07-30 Mi Llc Schütteldeckeinstellungsvorrichtung

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976844C (de) * 1948-10-02 1964-06-04 Siemens Ag Verfahren zum Verbinden duenner, als Kondensatorbelegung dienender Aluminiumfolien mit den als Stromzufuehrung dienenden Kontaktfahnen
FR2692641A1 (fr) * 1992-06-23 1993-12-24 Aerospatiale Dispositif de commande d'un mouvement de rotation, par fractions de tour.
EP2262975A4 (de) * 2008-03-07 2014-07-30 Mi Llc Schütteldeckeinstellungsvorrichtung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2210582C2 (de) Gesenkschmiedevorrichtung
DE2804856A1 (de) Vorrichtung zum freigeben und abwerfen von lasten von flugzeugen o.dgl.
DE821732C (de) Servomotor
DE2308642A1 (de) Vorrichtung zum steuern der uebertragung eines stroemungsmittels
DE2317970C3 (de) Verpackungsvorrichtung
DE726676C (de) Druckgasschalter
EP0290858B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Schliesskrafterzeugung der Schliesseinheit einer Spritzgiessmaschine
DE1777018A1 (de) Maschine zur Umformung eines Werkstueckes
DE1752358B1 (de) UEberlastsicherung an Pressen
DE864947C (de) Kraftbetaetigter Spannschluessel fuer Spannfutter an Werkzeugmaschinen
DE859440C (de) Hubvorrichtung
DE1465051A1 (de) Elektrisches Handpunktschweissgeraet
DEP0000158BA (de) Servomotor.
DE10215952A1 (de) Vorrichtung zum Aufbringen einer Arbeitskraft auf ein Werkstück
DE2142233C3 (de) Vorrichtung zum Anfahren einer Freikolbenbrennkraftmaschine
DE2011011A1 (de) Ventil Betätigungseinrichtung
DE3416407A1 (de) Thermisches hubelement
DE871399C (de) Steuereinrichtung fuer ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgeraet mit elektrischer Nieterwaermung
DE845679C (de) Presse fuer die Zwecke der thermischen Bearbeitung von vorzugsweise thermoplastischen Stoffen auf dielektrischem Wege im hochfrequenten elektrischen Wechselfeld
DE2600796A1 (de) Heissgaskolbenmotor
DE2803715C3 (de) Schalterauslösevorrichtung
DE837039C (de) Durch ein Druckmittel betaetigte Nietpresse
DE512055C (de) Schutzeinrichtung fuer in Abhaengigkeit von einer Kraftquelle gehaltene Elektroden elektrischer OEfen
DE3238144A1 (de) Schweissvorrichtung
DE153839C (de)