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DE821141C - Verfahren zur Herstellung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln

Info

Publication number
DE821141C
DE821141C DEP36260A DE821141DA DE821141C DE 821141 C DE821141 C DE 821141C DE P36260 A DEP36260 A DE P36260A DE 821141D A DE821141D A DE 821141DA DE 821141 C DE821141 C DE 821141C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
production
dispersants
alkali
substituted phenols
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP36260A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kurt Stantien
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GOTTLOB EPPLE
Original Assignee
GOTTLOB EPPLE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE821141C publication Critical patent/DE821141C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N31/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic oxygen or sulfur compounds
    • A01N31/08Oxygen or sulfur directly attached to an aromatic ring system
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N2300/00Combinations or mixtures of active ingredients covered by classes A01N27/00 - A01N65/48 with other active or formulation relevant ingredients, e.g. specific carrier materials or surfactants, covered by classes A01N25/00 - A01N65/48

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Die Verwendung substituierter Phenole und deren Alkalisalze, gegebenenfalls in Gemischen mit Trägerstoffen, Netz- und Dispergiermitteln zur Bekämpfung pflanzenschädigender Insekten ist bekannt. Die Herstellung solcher Schädlingsbekämpfungsmittel erfolgt entweder durch Einbringen der substituierten Phenole in alkalische Lösungen oder durch Vermischen oder Verreiben der Wirkstoffe mit Soda, Pottasche, Ammoniumsalzen u. dgl. m.
Diesen Verfahren haften eine Reihe von Nachteilen, teils in der Herstellung, teils in der Anwendung an, die durch das Verfahren der Erfindung vermieden werden. Bei Auflösung der substituierten Phenole in alkalischen Lösungen besteht die Notwendigkeit, das Lösungsmittel, Wasser oder Alkohol, ganz oder zum größten Teil zu verdampfen, was mit erheblichen Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist. Nach dem Eindampfen erfolgt dann ein Vermischen oder Verreiben mit trockenen Trägerstoffen und Dispergiermitteln, ao Das Trockenverfahren führt zu inhomogen zusammengesetzten Erzeugnissen, welche erst durch sehr lange Misch- und Mahldauer homogenisiert werden können, was ebenfalls große Kosten verursacht. Selbst dann ist aber bei beiden Verfahren die wirklich gleichmäßige Vermischung der meist in verhältnismäßig geringfügiger Menge angewandten Netz- und Dispergiermittel nicht gewährleistet, so daß wäßrige Aufschwemmungen pulverförmiger Schädlingsbekämpfungsmittel stark sedimentieren.
Das vorliegende Verfahren vermeidet diese Nachteile dadurch, daß substituierte Phenole geschmolzen und die Schmelzen mit Alkalien oder sonstigen bei den gegebenen Temperaturen Alkalien abgebenden Stoffen, wie Alkalicarbonaten bzw. Alkalibicarbonate^ neutralisiert werden
und anschließend oder während der Neutralisation in die Schmelze wasserlösliche und/oder wasserunlösliche Trägerstoffe und Dispergiermittel eingetragen werden. Die Masse wird dann nach der Erstarrung fein vermählen.
Diese Arbeitsweise hat den Vorteil, daß eine vollkommene wechselseitige Durchdringung der beteiligten Stoffe erfolgt und nach der Erfindung solche Endprodukte entstehen, welche eine wesentlieh günstigere Dispergierbarkeit zeigen als die nach den seither üblichen Mischungsmethoden hergestellten Produkte. Die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Produkte geben gebrauchsfertige Dispersionen, bei welchen selbst bei mehrtägigem Stehen keine oder nur eine ganz geringfügige Sedimentation zu beobachten ist. Die Durchmischung kann im übrigen durch mechanische Vorrichtungen gefördert werden oder auch durch Verwendung von Sustanzen, die bei der Schmelztemperatur Gase abspalten, wie z. B. Ammoniumcarbonat und ähnliche, oder im Laufe des Neutralisationsvorganges Gase abgeben, wie Alkalioder Ammoniumcarbonate bzw. Bicarbonate u. a. Der Effekt des vorliegenden Verfahrens kann noch gesteigert werden durch Verwendung von Zusätzen wasserlöslicher Trägerstoffe neben oder an Stelle der wasserunlöslichen Trägerstoffe, wie Kaolin, Talkum, Kieselgur u. dgl. m. Als wasserlösliche Trägerstoffe kommen in Frage solche Salze oder Verbindungen, welche weder mit den Wirkstoffen noch den Dispergiermitteln zu Umsetzungen Anlaß geben, z. B. Glaubersalz, Kochsalz, Kaliumchlorid u.dgl. Die genannten Produkte dienen zur Bekämpfung insekticider und fungicider Schädlinge.
Beispiele
'· 595 g Dinitro-o-kresol werden in einem geeigneten Mischkessel geschmolzen und 200 g Ammoniumhydrocarbonat eingetragen. Die sich dabei entwickelnde Kohlensäure wird benutzt, um das gleichzeitig eingetragene Füllmittel, wie Glaubersalz oder/und Kaolin, mit der Schmelze gut zu vermengen. Schließlich wird noch ein Dispergiermittel eingetragen, beispielsweise isopropylisobutylnaphthalinsulfosaures Natrium, und die gesamte Masse bis zur feinpulverigen Form gemahlen.
2. 2 Mol Dichlorphenol werden mit der äquivalenten Menge Pottasche in der Schmelze neutralisiert und ein Gemisch von Kaolin und Kochsalz im Verhältnis der Molgewichte eingebracht. Schließlich erfolgt noch ein Zusatz des Trocknungsrückstandes von Sulfitablauge. Die zu einem festen Material erstarrende Masse wird im Kollergang oder der Kugelmühle auf den gewünschten Feinheitsgrad gemahlen.
3. Von einem nach 1. hergestellten Erzeugnis werden 50 g im Liter gelöst, im Vergleich dazu ein handelsübliches, durch einfaches Vermischen der Komponenten hergestelltes Produkt mit gleichem Dinitro-o-kresolgehalt in Wasser im gleichen Verhältnis dispergiert.
Dabei zeigt sich schon nach kurzem Stehen, daß das nach den bisherigen Verfahren erzeugte Schädlingsbekämpfungsmittel am Boden des Gefäßes eine starke Sedimentation zeigt, die auch durch kräftiges Rühren nicht in der Schwebe zu halten ist, während das nach der vorliegenden Methode hergestellte Mittel nur in geringfügigen Mengen einen Bodensatz aufweist. Das bei dem Verspritzen solcher Dispersionen immer auftretende Verstopfen der Spritzdüsen durch das sedimentierte Material wird bei dem nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Mittel praktisch vermieden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln aus substituierten Phenolen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Ausgangsstoffe geschmolzen und in der Schmelze unter ständiger Bewegung mit Alkalien oder Alkali abgebenden Stoffen, insbesondere hierbei Gase abspaltenden Verbindungen, neutralisiert werden, worauf die Masse gleichzeitig oder anschließend mit wasserlöslichen oder wasserunlöslichen Trägerstoffen und Dispergiermitteln versetzt und nach Erstarrung fein vermählen wird.
    2169 11.51
DEP36260A 1949-03-10 Verfahren zur Herstellung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln Expired DE821141C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE821141T 1949-03-10

Publications (1)

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DE821141C true DE821141C (de) 1951-11-15

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ID=578965

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DEP36260A Expired DE821141C (de) 1949-03-10 Verfahren zur Herstellung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln

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DE (1) DE821141C (de)

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