DE82014C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23M—CASINGS, LININGS, WALLS OR DOORS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION CHAMBERS, e.g. FIREBRIDGES; DEVICES FOR DEFLECTING AIR, FLAMES OR COMBUSTION PRODUCTS IN COMBUSTION CHAMBERS; SAFETY ARRANGEMENTS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION APPARATUS; DETAILS OF COMBUSTION CHAMBERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F23M9/00—Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields
- F23M9/02—Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields in air inlets
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. Y&
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
JEAN WAGNER in PARIS. Feuerungsanlage.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Feuerungsanlage für Rauchverbrennung
mit einer Einrichtung zur rationellen Luftvertheilung unter dem Roste.
Fig. ϊ zeigt einen Längsschnitt durch die Feuerung,
Fig. 2. einen Querschnitt und
Fig. 3 eine Stirnansicht von aufsen.
Zur Erzielung sparsamen Brennmaterialverbrauches ist es nöthig, dafs die in die Feuerung
einzuführende Luftmenge genau regelbar ist, dafs die Luft und die Verbrennungsgase
sich innigst mischen und dafs die Temperatur im Verbrennungsräume genügend hoch ist.
Durch die Beschickung kühlt sich einerseits die Feuerung ab und andererseits werden die
Lufteinlässe des Rostes durch den Brennstoff verstopft, so dafs keine genügende Menge Luft
in den Brennstoff tritt. Aufserdem erhitzt sich der auf die glühende Masse geworfene Brennstoff
sehr rasch und entwickelt sofort bedeutende Gasmengen. Es tritt also Luftmangel
und niedrige Temperatur gerade in dem Augenblicke ein, wo die gröfstmögliche Luftmenge
und die höchste Temperatur in der Feuerung nöthig wäre. Hieraus folgt, dafs die Destillationsgase oder Kohlenwasserstoffgase
unvollständig verbrennen, es wird nur ein Theil ihres Kohlenstoffes verbraucht, und der
Rest scheidet sich als Rufs aus, welchen der Gasstrom mit sich reifst. Es kommt also
darauf an, dafs beim Beschicken die Temperatur in der Feuerung genügend hoch ist und
dafs genügende Luftmengen Zutritt finden.
Die vorliegende Feuerung soll den genannten Forderungen entsprechen.
Am hinteren Ende des Rostes A ist eine hohle, gufseiserne Feuerbrücke B angeordnet,
deren beide Enden in die Seitenwände der Feuerung eindringen. Die dem Feuer zugekehrte
Seite der Brücke B ist mit Chamotte bekleidet und auf der hinteren Seite besitzt die
Brücke B in bestimmten Abständen angeordnete Oeffnungen C, deren Anzahl sich nach
der Breite der Feuerung richtet.
Hinter dieser ersten Brücke B befindet sich in einer gewissen Entfernung die eigentliche,
oben überhängend geformte Feuerbrücke D aus Chamottemauerung, über welche, die Gase
der Feuerung hinwegziehen.
Vor dem Roste ist wie gewöhnlich eine gufseiserne volle Platte E angeordnet, die den
Rost von der Thür und von der Vorderwand der Feuerung absondert; die Vorderwand wird
von einer gufseisernen Platte F gebildet, an welcher dieFeuerthüren, Aschenfallthüren u. s.w.
befestigt werden.
In der Höhe des Rostes und parallel mit diesem ist in jeder der Seitenwände der Feuerung
eine Art gufseiserner Kasten untergebracht, der so lang ist. wie der Rost und durch zwei
Scheidewände in drei Längskammern oder Kanäle G, H und / getheilt wird.
Der Kanal G stellt eine Verbindung zwischen der äufseren Luft und dem Inneren der gufseisernen
Brücke B her. Der Lufteintritt wird durch an der Vorderplatte F angebrachte
Schieber J geregelt. Der am vorderen Ende geschlossene Kanal H besitzt an seiner Oberseite
eine der Länge der Feuerung entsprechende Anzahl Oeffnungen K und der Kanal / nimmt
am vorderen, durch einen Schieber L absperr-
baren Ende die äufsere Luft auf und führt sie am hinteren Ende in den Kanal H über.
Wenn also die . beiden Schieber J und L geöffnet werden, tritt die äufsere Luft in die
Kanäle G und / und tritt erhitzt einestheils am hinteren Ende durch die hohle Brücke B
und anderentheils auf beiden Seiten durch die Oeffnungen K der Kanäle H in die Feuerung.
Durch die überhängende Form der Brücke D und durch die gewölbte Form der Seitenwände
in Verbindung mit den querlaufenden Scheidewänden M wird der eine dieser beiden Luftströme
von hinten über die Brücke B hinweg den Verbrennungsgasen direct entgegengeführt,
während der zweite Luftstrom durch die Seitenkanäle H rechtwinklig zum Zuge der
Feuerung eintritt. Es werden auf diese Weise Wirbel und Gegenströmungen erzeugt, welche
eine innige Mischung von Luft und Gasen bewirken.
Zwischen den Feuerbrücken B und D ist ein gufseiserner Kasten eingeschaltet, in welchem
sich die Flugasche u. s. w. absetzt. Durch zeitweiliges Oeffnen des Schiebers V wird diese
Flugasche in den Aschenfall entleert.
Der durch den Aschenfall eintretende Luftstrom wird durch geeignete Vorrichtungen so
gebrochen und vertheilt, dafs an jedem Theile des Rostes die zur Verbrennung nöthige Luftmenge
eintritt. Zu diesem Zwecke wird der Raum zwischen dem Untertheile des Rostes
und dem Boden in zwei über einander liegende Kammern N und P getheilt. In der ersteren
sind eine Anzahl querliegender Drehklappen O auf Achsen X, Y so angebracht, dafs sie sich
jalousieartig auf einander legen und in geschlossenem Zustande die beiden Kammern N
und P von einander absperren.
Vermittelst der an einem Ende der Verbindungsstangen S angebrachten Gelenke R
sind sämmtliche Klappen O an einer gemeinsamen Schubstange T befestigt und machen so
alle auf einmal dieselbe Bewegung, so dafs sie sich stets in paralleler Stellung befinden. Es
entstehen also beim Oeffnen der Klappen O zwischen denselben Einlasse, durch welche die
Luft in gleichmäfsiger Weise an alle Theile des Rostes gelangt, wie aus Fig. ι ersichtlich.
Um die Luftvertheilung rationell zu gestalten, so dafs z. B. in Anbetracht der lebhafteren
Verbrennung am hinteren Ende des Rostes an dieser Stelle weniger Luft Zutritt findet, genügt es, die Drehklappen von vorn
nach hinten allmälig breiter oder höher zu gestalten und dadurch den Querschnitt der Lufteinlässe
zu verringern. .
Ferner gestattet diese Luftvertheilungsvorrichtung die Regelung des Feuers, indem man
mittelst der Stange T sämmtliche Klappen O auf einmal mehr oder weniger öffnet oder
schliefst.
Wenn die Feuerung im Gange ist, ist der in jeder Anlage vorhandene Schieber ganz
offen; die Vertheilungsklappen O sind so geregelt,
dafs nur die zur Verbrennung nöthige Luftmenge eintritt, während die weiter nöthige
Luftmenge, welche ungefähr die Hälfte der durch den Vertheiler eintretenden Menge beträgt,
in den Feuerraum oberhalb des Brennstoffes durch die hohle Brücke B und durch
die Seitenkanäle eintritt, deren Schieber entsprechend geregelt werden.
Auf diese Weise gelangt also heifse Luft unter- und oberhalb des Rostes zum Brennstoff
und man erzielt gleichzeitig die schon erwähnte beständige und innige Mischung der.
Gase mit der Verbrennungsluft.
Der Böden des eigentlichen Aschenfalles P wird von einem auf Schienen laufenden
WTagen U gebildet, welcher behufs Entleerung der Asche herausgezogen und fortgeschoben
wird.
Der Rost A kann ein Pyramidenrost nach Patent Nr. 76554 sein oder ein Doppelstabrost
nach Patent Nr. 80221.
Die Schieber J und L werden mittelst Ketten-und Handgriff α nach jeder Beschickung
ganz geöffnet, und durch Gewichte b und bx
oder andere Vorrichtungen erzielt man deren selbstthätiges, je nach Bedarf rascher oder
langsamer erfolgendes Schliefsen.
Für gewöhnlich ist der Abschlufs der Kanäle G und I durch die Schieber J und L nicht vollständig,
damit die oben erwähnten Wirbel und Gegenströmungen von Gasen und Luft deren beständige innige Mischung und absolute Verbrennung
sichern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Feuerungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Regelung des Luftzutrittes jalousieartig quer unter dem Rost gelagerte Drehklappen (O) von gleicher oder verschiedener Höhe und mit gemeinschaftlicher Zugstange (T) angebracht sind, während über dem Roste erhitzte Luft durch die Seitenkanäle (GHI) über die hohle Feuerbrücke (B) von hinten und von beiden Seiten in die Feuerung eintritt, wobei durch die überhängende Gestaltung der Feuerbrücke (D), sowie durch die gewölbte Form des oberen Theiles der Seitenwände in Verbindung mit den oberen Scheidewänden (M) die Luft gegen die Mitte der Feuerung gelenkt wird und sich möglichst innig mit den Feuergasen mischt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE82014C true DE82014C (de) |
Family
ID=354449
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT82014D Active DE82014C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE82014C (de) |
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0
- DE DENDAT82014D patent/DE82014C/de active Active
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