-
Vorrichtung zum Behandeln plastischer Stoffe Die Erfindung bezieht
sich auf Vorrichtungen zum Behandeln plastischer Stoffe, z. B. von Eiscremen. Insbesondere
befaßt sie sich mit dem Abschneiden von Blöcken aus solchen Stoffen von einem Strang
und mit der Weiterleitung der abgeschnittenen Blöcke zu einer Beförderungseinrichtung.
-
Wenn man mit gefrorener Eiscreme zu tun hat, ereignet es sich öfters,
daß einer oder mehrere Blöcke, besonders der erste und/oder der letzte Block, der
von einem Strang abgeschnitten wird, nicht vollständig ist, da der Strang während
der Bearbeitung beschädigt wird, bevor er zur Schneideinrichtung gelangt, oder daß
der Rest des Stranges, nachdem der letzte Block abgeschnitten worden ist, zu dünn
ist, um einen Block von verlangter Dicke zu liefern. Es ist nun sehr wünschenswert,
daß solche beschädigten oder unvollständigen Blöcke von den übrigen abgesondert
werden. Ein Gegenstand der Erfindung ist, solche Blöcke von der Weiterleitung zur
Beförderungseinrichtung auszuschließen.
-
Gemäß der Erfindung sind daher Vorrichtungen der obengenannten Art
vorgesehen, die eine Auflagestütze für einen Strang aus plastischem Stoff und eine
Schneidanordnung, die einen Block von dem Strang abschneiden kann, während er sich
auf der Auflagestütze befindet, enthalten. Ferner besteht die Vorrichtung aus einer
Weiterleiteinrichtung, die die abgeschnittenen Blöcke einem Greifer zuführt, aus
einer Fehlerprüfeinrichtung, in der ein Tastkörper über die Oberfläche des Blockes
hinweggleitet, während sich dieser auf der Weiterleiteinrichtung befindet. Ferner
enthält die Vorrichtung
einen Greifer, um den Block von der Weiterleiteinrichtung
zur weiteren Verarbeitung zu befördern, und Mittel, die auf eine regelwidrige Bewegung
des Tastkörpers ansprechen, um ein Arbeiten des Greifers zu, verhindern, so daß
ein Block, der solch eine regelwidrige Bewegung verursacht, nicht von dem Greifer
gepackt wird, und schließlich eine Anordnung, die einen solchen Block von der Weiterleiteinrichtung
wegräumt. Der Ausdruck regelwidrige Bewegung wird hier angewendet für die Bewegung,
die von einem Block hervorgerufen wird, dessen Dicke nicht in den vorgeschriebenen
Grenzen liegt.
-
Vorzugsweise ist als Weiterleiteinrichtung die Auflagestütze ausgebildet,
die sich zwischen dem Schneidplatz und dem Vorschubplatz hin und her bewegt. Wenn
ein Block von der Auflage durch den Greifer nicht entfernt worden ist, wird er während
der Rückbewegung von dem Tastkörper oder von einem hiermit verbundenen Glied weggeräumt,
der so ausgebildet ist, daß er als ein Widerlager für den Block wirkt, der infolgedessen
veranlaßt wird, von der Auflage, z. B. in einen Abfallbehälter, abzugleiten.
-
Der Tastkörper ist vorzugsweise drehbar um einen Punkt längs des Weges
der Weiterleiteinrichtung gelagert. Seine Spitze steht senkrecht zu einer Ebene,
die ein wenig höher liegt als die obere Fläche der Weiterleiteinrichtung und abwärts
bezüglich der Richtung der Vorwärtsbewegung der Weiterleiteinrichtung geneigt ist,
so daß er von jedem Block während dessen Weiterbeförderung angehoben wird.
-
Die Weiterleiteinrichtung wird vorzugsweise mit einem Widerlager ausgerüstet,
das in der Mitte des hinteren Endes des Blockes zur Wirkung kommt. Die Breite des
Widerlagers ist beträchtlich geringer als die des Blockes. In diesem Fall weist
der Tastkörper ein paar Tastorgane auf, die an jeder Seite des Widerlagers vorgesehen
sind, so daß sie bei Rückbewegung der Weiterleiteinrichtung nicht von dieser gehemmt
werden.
-
Während der Weiterbewegung der Auflagestütze kann der Strang von der
Schneidanordnung gehalten werden oder von einer Hilfsstütze, die dem Strang ermöglichen,
auf dieAuflagestütze bei seiner Rückkehr zum Schneidplatz zu fallen, in Bereitschaft
für den nächsten Schneidvorgang.
-
Die Erfindung ist insbesondere zweckmäßig für Vorrichtungen zum Schneiden,
Überziehen und Verpacken von Eiscremeblöcken. Eine solche Vorrichtung wird jetzt
mit größerer Ausführlichkeit unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
-
Fig. i stellt 'einen Aufriß von Teilen der Vorrichtung dar und zeigt
die Vorschub- und Greiferplätze und die Fehleruntersuchungsanordnung; Fig. 2 zeigt
nochmals einen Teil der in Fig. i abgebildeten Vorrichtungsteile; Fig.3 ist ein
Schnitt von Einzelteilen der in Fig. i und 2 gezeigten Vorrichtungen.
-
Gemäß den Zeichnungen befindet sich ein Vorrat von gefrorener Eiscreme
in Form eines Stranges i i in einem Behälter 12. Blöcke 13 werden nacheinander
von der unteren Behälterfläche aus durch eine Schneidanordnung 14, die infolge einer
hin und her gleitenden Anordnung 16 arbeitet, abgeschnitten. Dieses Hinundhergleiten
wird durch eine Vorrichtung 17 hervorgerufen, die in den Gleitlagern 18 sich
bewegt und an dem einen Ende mit der Schneidanordnung 14 und an dem anderen Ende
drehbar mit dem Glied i9 verbunden ist. Das andere Ende des Gliedes i9 ist an einem
Arm 21 einer in 23 drehbaren Zugvorrichtung, bestehend aus den Armen 21 und 22,
befestigt. Der Arm 22 ist über ein Gelenk mit dem Arm 24 verbunden, der mit einer
Führungsnut 26 versehen ist, wodurch sich dieser auf dem Lager 28 hält, das an der
Wellenachse 27 befestigt ist. Eine Walze 29 ist an dem Arm 24 vorgesehen und drückt
gegen die Oberfläche des Exzenters 31, der mit der Achsenwelle 28 verbunden ist.
-
Während des Schneidvorganges stützt sich das untere Ende des Stranges
i i auf die Auflage 32, die gegabelt ist, um an einer mit Nuten versehenen Weiterleiteinrichtung
33 vorbeizugehen. Die Auflage 32 wird durch ein Gleitlager 34 geführt und bewegt
sich in zeitlicher Übereinstimmung mit dem Arbeiten der Schneidvorrichtung infolge
des in 36 drehbar gelagerten Armes 35 und des Gliedes 37 auf- und abwärts. Der Arm
35 weist eine Verlängerung 38 auf, die eine Walze 39 trägt, die wiederum gegen die
Oberfläche eines Exzenters 41, der auf derAchse 28 angebracht ist, drückt. Die Bewegungsübertragung
auf die Auflage 32 ist derart, daß während des Schneidvorganges die Auflage ein
wenig sinkt, um die Dicke der Messer der Schneidanordnung zu berücksichtigen.
-
Sobald der Schneidvorgang vollendet ist, beginnt die Auflage 32 durch
die Weiterleiteinrichtung 33 sich abwärts zu bewegen, und der geschnittene Block
13 wird von der Weiterleiteinrichtung nun getragen. Der Strang ii wird inzwischen
von den Messern der Schneideinrichtung 14 gehalten.
-
Die Weiterleiteinrichtung 33 bewegt sich auf einem Gleitweg 42 und
ist so ausgebildet, daß sie in zeitlicher Übereinstimmung mit der Auflage 32 sich
hin und her bewegt. Diese Bewegung erfolgt durch die unter sich drehbaren Arme 43
und 44. Der Arm 43 ist um die Achse 36 drehbar gelagert und weist einen Verlängerungsarm
46 auf, um den sich der Arm 47 dreht, der mit einer Führungsnut 48 versehen ist
und sich auf dem Lager 28 hält. Der Arm 47 trägt eine Walze 49, die gegen die Oberfläche
eines Exzenters 51, der an der Welle 27 befestigt ist, drückt. Nachdem die Auflage
32 sich gänzlich von der Weiterleiteinrichtung 33 entfernt hat, wird die letztere
durch den Arm 43 bewegt und bringt den Block 13 zu dem Greiferplatz. Während dieser
Bewegung wird der Block von den in 53 drehbar gelagerten Tastkörpern abgetastet.
Die Weiterleiteinrichtung 33 ist mit einem Widerlager 54 versehen, das in der Mitte
des hinteren Endes des Blockes angreift. Seine Breite ist bedeutend geringer als
die des Blockes. Wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist, ist der Tastkörper 52 mit einem
Paar Tastern ausgerüstet, die zu beiden Seiten des Weges
des Widerlagers
54 angeordnet sind, so daß die Weiterleiteinrichtung 33 bei ihrem Rückweg und die
Taster sich nicht gegenseitig stören. Die Taster 56 sind mit ihrer Spitze nach unten
und in Richtung der Vorwärtsbewegung der Weiterleiteinrichtung nach vorn gerichtet
und liegen ein wenig höher als die Oberfläche der Weiterleiteinrichtung, so daß
sie als Anschlag zum Entfernen eines fehlerhaften Blockes wie auch eines Blockes
von ungewöhnlichem Ausmaß dienen und daß sie beim Rücklauf diese von der Wejterleiteinrichtung
wegräumen. Der Tastkörper ist mit einem Paar Armen 57, von denen jeder ein Gewicht
58 trägt, versehen: Wenn der Block 13 auf der Weiterleiteinrichtung von gewöhnlicher
Dicke ist, so veranlaßt er, daß der Tastkörper sich nach oben dreht. Während der
Weiterleitung des Blockes gegen die von dem beschwerten Arm 57 ausgeübten Kraft
wird ein Hebel 59 angestoßen, der drehbar mit seinem einen Ende mit einem weiteren
Arm 61 verbunden ist, der an dem Tastkörper 52 befestigt ist, und dessen anderes
Ende mit dem einen, 62, der zwei Hebel 62 und 63, die um 64 drehbar sind, verbunden
ist. Der Arm 63 trägt einen Anschlag 66, der in dem Weg eines Widerlagers 67 liegt,
das an einem um 36 drehbaren Hebel 68 angebracht ist, an dem wiederum über ein Glied
69 der Hebel 71 befestigt ist. Der drehbare Hebel 68 ist während des Arbeitsvorganges
so angeordnet, daß er gegen ein Widerlager 72 stößt, das mit einem Block 73, der
in einer Nut gleitend angebracht ist, verbunden ist. Die Nut befindet sich in einem
Tragearm 74, an dem ein Paar spitze Bolzen 76 angebracht sind, die dazu dienen,
die Blöcke 13 an dem Greiferplatz zu fassen.
-
Eine Reihe von Tragearmen 74 sind radial angeordnet und drehbar an
einem um den Mittelpunkt drehbaren Träger 77 befestigt, der eine zeitweise Bewegung
ausführt, um die Blöcke nacheinander von dem Greiferplatz über eine Tauchstelle
zu einer Verpackungsstelle zu tragen. Die Träger sind derart angeordnet, daß sie
auf einer mit Nocken versehenen Oberfläche 78 eines feststehenden Teils 79 gleiten.
Infolge dieser mit Nocken versehenen Oberfläche heben sich die Arme und sinken wieder
und bringen den Block von einer Stelle zur anderen während seines Laufes durch die
Vorrichtung.
-
Die spitzen Bolzen 76 gleiten auf einem Paar zylindrischer Träger
8o, die an dem Tragarm 74 befestigt sind. Die spitzen Bolzen sind ferner mit einem
Ring 81 versehen, der in eine Nut 82 eines Teils 83 eingreift. Dieser Teil ist drehbar
um 84 mit einem Arm 85 verbunden und gleitet in einer Führungsnut 86 des Armes 74.
Die Arme 85 sind drehbar an dem Arm 74 befestigt und sind mit bogenförmigen Zahnstangen
88 versehen, die ineinandergreifen. Jeder Arm 85 wird von je einem Arm 89 bewegt,
der wiederum drehbar an dem einen Ende des Gliedes 9i befestigt ist, während das
andere Ende drehbar mit dem Block 73 verbunden ist.
-
Es ist nun ersichtlich, daß, sobald das Widerlager 72 von dem Hebel
68 angestoßen wird, nachdem der Tragearm 74 den Greiferplatz erreicht hat, der Block
73 auf dem Tragearm 74 gleitet, die Stange 9i schiebt und dadurch den Arm 89 bewegt,
welcher wiederum den mit ihm verbundenen Arm 85 dreht. Durch das Eingreifen der
Zahnstangen verursacht das Glied 83 eine Bewegung der spitzen Dornen 76 längs ihres
zylindrischen Trägers 8o, so daß sie in den Block 13 eindringen.
-
Der Taster 56 steuert auf diese Weise das Arbeiten der spitzen Dorne
76, und es zeigt sich, daß ein Block, wenn er die gewöhnliche Dicke aufweist, zu
dem Greiferplatz durch die Weiterleiteinrichtung 33 bewegt wird. Der Taster 56 wird
angehoben und veranlaßt den Anschlag 66, sich von dem an dem Hebelarm 68 befestigten
Widerlager 67 fortzubewegen. So kann der von seinem Exzenter angetriebene Arm 68
derart wirken, .daß sein oberes Ende gegen das Widerlager 72 stößt, und daß die
spitzen Dorne 76 betätigt werden.
-
Für den Fall, daß der Block 13 nicht die hinreichende Dicke aufweist,
wird der Taster 56 nicht hinreichend angehoben, um den Anschlag 86 zu veranlassen,
daß er gegenüber dem Widerlager 67 hinreichend gesenkt wird. Der Arm 68 kann daher
nicht arbeiten, und infolgedessen wird auch der spitze Dorn 76 nicht in Tätigkeit
gesetzt. In solch einem Fall bleibt der Block 13 auf der Weiterleiteinrichtung 33
zurück und wird während deren Rückwärtsbewegung durch den Taster 56 weggeräumt.
Ein großer Behälter kann die Blöcke, die den Bedingungen nicht entsprechen, aufnehmen.