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Verkaufspackung für eine Mehrzahl von Rasierklingen
Rasierklingen werden
gexvöhnlich in kleinen Faltkartons auf den Markt gebracht, die zehn Einzelklingen
enthalten, die jede für sich in einer briefumschlagartigen Umhüllung eingeschlossen
sind.
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Das Entnehmen einer Einzelklinge aus einem derartigen Faltkarton bereitet
einige Schwierigkeiten, da der Karton selbst etwa die gleiche Länge besitzt wie
die Klingen. Gewöhnlich wird dabei in der Weise verfahren, daß nach dem Öffnen der
Verschlußklappe mit der Packung eine Schleuderbewegung vollführt wird, die den ganzen
Stapel Klingen um einen gewissen Betrag hervortreten läßt. Dann kann die eine gewünschte
Klinge abgehoben und der Rest wieder in die Schachtel zurückgeschoben werden. Bei
dieser Methode kann es jedoch leicht vorkommen, daß sämtliche Klingen vollständig
aus dem Karton herausgeschleudert und auf dem Boden zerstreut werden. Dabei können
leicht die Papierumhüllungen feucht werden. Das hat ein Rosten der Klingen zur Folge,
die dann für den praktischen Gebrauch ungeeignet sind. Auch können beim Hantieren
mit den Einzelklingen die äußerst empfindlichen Schneiden leicht beschädigt werden.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Verkaufspackung für eine Mehrzahl
von Blattklingen, bei welcher die vorbeschriebenen Nachteile beseitigt sind. Das
Neue besteht dabei darin, daß in der z. B. als Faltkarton ausgebildeten Packung
eine Gleitzunge angeordnet ist, die mit einem winkelförmig aufgebogenen, Endteil,
etwa mit dem winkelförmi-
gen Schenkel eines Metallplättchens, hinter
eine Klinge bzw. eine briefumschlagförmige Einzelpackung greift und mit einem Griff
aus dem geöffneten Karton herausragt, so daß durch Vorbewegen der Zunge die hinterfaßte
Einzelpackung unter den übrigen Klingen hervorgezogen und bequem abgehoben werden
kann. Vorteilhaft ist die Ausziehbewegung durch einen Anschlag begrenzt.
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Es kann beispielsweise in dem Karton ein Querriegel angeordnet sein,
gegen den das aufgebogene Ende der Zunge stößt. Die Zunge kann ein Teil der Packung
sein, indem beispielsweise das Griffende derselben mit zwei parallel zueinander
angeordneten Knicklinien versehen wird. In diesem Fall kann bei eingeschobener Zunge
das Griffende als Verschlußklappe für den Karton dienen. In der Verschluß lage ist
das freie Ende der Zunge ebenfalls in den Karton eingeschoben.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
wobei zur Verdeutlichung die Größenverhältnisse etwas verzerrt gezeichnet sind.
Es zeigt Fig. 1 eine Packung in senkrechtem Längsschnitt, Fig. 2 eine zweite Ausführungsmöglichkeit
in Rückansicht.
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Gemäß Fig. I der Zeichnung ist die Faltschachtel 10 an ihrem hinteren
Ende durch die zweimal abgewinkelte Klappe ii verschlossen. Das andere Ende I2 dagegen
ist offen. Im Innern der Faltschachtel, die im übrigen beliebig ausgebildet sein
kann, ist gleitend eine Zunge 13 geführt, die an der unteren Flachseite anliegt.
Diese Zunge 13 trägt an ihrem in der Schachtel IO steckenden Ende ein Metallplättchen
I4, dessen Hinterkante 140 etwa rechtwinkelig aufgebogen ist. Das Plättchenl I4
ist im vorliegenden Fall durch die Gratränder I4b von kleinen Ausstanzungen, die
in die Pappe der Zunge 13 eingedrungen sind, mit der letzteren verbunden.
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Ein Querriegel I5, der kurz vor der offenen Seite 12 des Kartons angeordnet
und mit seinen abgel)ogenen Seitenteilen 15a an den Schmalseiten des Kartons IO
befestigt ist, begrenzt die Bewegungsmöglichkeit der Zunge I3, indem der aufgebogene
Metallrand I4a gegen den Riegel 15 stößt. Das vordere Ende I3t, 13c der Zunge I3
dient als Griff.
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Auch wenn die Zunge I3 völlig in den Karton elur geschoben ist, ragt
das Griffende 13b, I3' aus der öffnung 12 heraus. Der Griff kann. bequem erfaßt
und mit seiner Hilfe die Zunge 13 bis zum Anschlag der Kante I4a an dem Querriegel
Ig vorgezogen werden. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausbildung dient das Griffende
13b, I3C der Zunge 13 gleichzeitig als Verschlußklappe für den Karton IO, indem
bei eingeschobener Zunge I3 der Teil I3b an der vormarkierten Knzicklinie x3d abgewinkelt
und über die Öffnung 12 geklappt wird. Die Verschlußlage wird schließlich dadurch
gesichert, daß das Endglied I 3c entlang der Knicklinie I 3f nochmals um go0 abge
winkelt und durch die öffnung I2 in den Karton eingeschoben wird.
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Die Klingen I6, die jede für sich in einer briefumschlagförmigen
Papierhülle stecken, liegen aufeinandergestapelt im Innern des Kartons IO. Soll
eine Klinge I6e entnommen werden, so wird nach dem Öffnen der Verschlußklappe I3b,
I3c die Zunge I3 vorgezogen. Dabei bewirkt die aufragende Kante 14a am hinteren
Ende der Zunge 13 eine Mitnahme der untersten Klinge I60, da diese Klinge hinterfaßt
wurde. Wird die Klinge l6a bis zu der dargestellten Lage oder noch etwas weiter
aus dem Karton 10 hervorgezogen so kann sie mühelos erfaßt und fortgenommen werden,
wie nicht näher dargelegt zu werden braucht. Wird dann die Zunge I3 wieder zurückgeschoben,
so gleitet unverzüglich die nächsthöhere Klinge herab, sobald die Mitnehmerkante
14a ihre hintere Endlage erreicht hat. Solange die Packung mehr oder minder gefüllt
ist, wird ohne weiteres immer wieder eine Einzelklinge I6 in den Bewegungsbereich
der aufgebogenen Anschlagkante I4a gedrängt und beim nächsten Vorziehen. der Zunge
13 zur Ausgabe gebracht werden. Um aber auch die letzten Klingen. mit Sicherheit
zu erfassen, ist innen an der Oberseite der Packung eine Druckfeder I7 angebracht,
die aus einem ein- oder beiderseitig befestigten Bügel besteht, der aus Stahl oder
gegebenenfalls auch nur aus hinreichend elastischer dünner Pappe besteht. Jedenfalls
wird bei jeder Ausziehbewegung der Zunge 13 immer nur eine Klinge in die Entnahmestellung
vorgezogen. Die übrigen. Klingen6 bleiben so lange völlig geschützt in dem Karton
IO liegen, bis sie für den Verbrauch entnommen werden sollen.
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Die Ausführung nach Fig. 2 der Zeichnung unterscheidet sich voni
der beschriebenen Einrichtung dadurch, daß die Verschiebung der Zunge 13 mittels
eines Griffknopfes I8 bewirkt wird, der an der unteren Flachseite der Packung IO
hervortritt. Der pilzförmige Griffknopf I8 ist in einem Längsschlitz 19 der Schachtel
geführt. An dem einen Ende ist der Schlitz 19 mit einer Erweiterung Iga versehen,
die so groß und so geformt ist, daß bei der Montage der Knopf I8 hindurchgeführt
werden kann.
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Statt des einen Griffes I8 können auch mehrere vorgesehen sein. So
könnte die Zunge 13 z. B. beiderseits mit Griffnocken 20 versehen sein, die durch
Längsschlitze in den Schmalseiten hervortreten, wie punktiert in Fig. 2 der Zeichnung
angedeutet ist.