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Luftpumpe, insbesondere Fahrradluftpumpe Die Erfindung betrifft eine
Kolbenluftpumpe, insbesondere eine solche zum Aufpumpen von Luftreifen, und sie
bezieht sich vornehmlich auf die Dichtungsmanschetten der Pumpenkolben.
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Die Dichtungsmanschetten der Kolben von Luftpumpen bestehen gewöhnlich
aus geformten Lederscheiben oder Stulpen, die am Ende einer Kolbenstange mittels
einer Kopfschraube befestigt sind, die in eilt am Ende der Kolbenstange befestigtes,
mit einer mit Innengewinde versehenen Bohrung ausgestattetes Kolbenstück geschraubt
wird. Die Grundfläche der Lederscheibe ist zwecks Vermei-dung von Formänderungen
rückwärtig gegen eine mit einem Rand versehene Metallscheibe abgestützt.
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Es wurde bei früheren Kolbenkonstruktionen derartiger Luftpumpen zwecks
Vermeidung einer Befestigungsschraube für die Dichtungsmanschette die Manschette
aus plastischem Werkstoff, wie z. B. Polyvinylchlorid, hergestellt und mit einer
sich von innen heraus erweiternden Ringnut geformt, in die ein nach außen gebörtelter
Flansch der Kolbenstange eingreift und außerdem ein rückwärtiger Verlängerungszapfen
der Dichtungsmanschette in das Ende der Kolbenstange ragt.
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Diese Ausführungsformen haben jedoch den Nachteil, daß durch die Hinundherbewegung
des Kolbens im Zylinder oder Mantelgehäuse der Pumpe während des Gebrauchs leicht
Formveränderungen der Dichtungsmanschette eintreten, die die Leistung der Pumpe
beeinträchtigen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Bauweise
für die Dichtungsmanschette des Kolbens einer Luftpumpe zu schaffen, bei der die
Neigung zur Formänderung auf das weitgehendste
vermindert ist und
die Dichtungsmanschette keine zusätzlichen fremden Mittel zur Befestigung an der
Kolbenstange erfordert.
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Vielmehr besteht der Kolben gemäß der Erfindung aus einem napfförmigen
Stulp mit einer hohlzylinderförmigen konzentrischen Aussparung an der Außenseite
des Bodens, an die sich eine radial nach außen gelagerte ringförmige Nut anschließt;
ferner aus einem napfförmigen Teil mit nach außen gebördeltem Flansch, der an der
Kolbenstange sitzt und mit seinem Flansch in die Ringnut des Stulps eingreift und
schließlich aus einer um die Kolbenstange gelegten hutförmigen Scheibe, gegen die
sich das hintere Ende des Stulps abstützt.
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Zum vollen Verständnis der Erfindung wird sie an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
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Fig. i zeigt eine Reifenluftpumpe im teilweisen Schnitt, die entsprechend
der Erfindung ausgeführt ist; Fig. 2 ist ein Schnitt in vergrößertem Maßstab durch
Kolben und Kolbenstange der Pumpe gemäß Fig.1; Fig. 3 ist ein Schnitt mit Seitenansicht
des Stulps in vergrößertem Maßstab; Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Stulps; Fig.
5 ist eine Teilansicht der Kolbenstange mit dem becherförmigen Teil im Schnitt;
Fig.6 ist ein Schnitt mit Endansicht der hutförmigen Scheibe, und -Fig. 7 zeigt
eine Teilansicht der Verbindung des Kolbens mit der Kolbenstange.
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Die Reifenluftpumpe, wie sie in Fig. i dargestellt ist, besteht aus
dem äußeren Zylinder oder Mantel i, der vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt ist
und in eine Endkappe 3 mit Gewindenippel 5 ausläuft. Endkappe 3 und Gewindenippel
5 können dabei mit dem Mantel i aus einem Stück geformt, abei auch aus einzelnen
Teilen hergestellt sein. Der Nippel 5 dient zum Anschluß einer biegsamen Verbindung
nach dem Ventil eines Luftreifens, der aufgepumpt werden soll. Das andere Ende des
Mantels ist in bei Fahrradpumpen gebräuchlicher Weise mit Gewinde versehen, auf
das eine nicht dargestellte Kappe geschraubt wird, die eine Kolbenstange 7 trägt,
an derem äußeren Ende ein Handgriff 9 in üblicher Weise befestigt ist.
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Die Kolbenstange 7 besteht erfindungsgemäß aus einem Metallrohr, das
am inneren Ende, dem Handgriff 9 entgegengesetzt, mit einem Flansch versehen ist.
Der Flansch wird vorzugsweise durch einen besonderen becherförmig gepreßten Metallteil
i i mit einem nach außen gebördelten Rand 13 abgeschlossen. Die Verbindung des Teiles
i i mit der Kolbenstange 7 erfolgt zweckmäßig durch Punktschweißung. Der Teil
1 I kann aber auch auf andere Weise und abnehmbar befestigt werden. Am Umfang
der Kolbenstange 7 ist ein Stützring 15 angeordnet, der einem besonderen Zweck dient,
der noch beschrieben werden wird.
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Über das Flanschende der Kolbenstange 7 ist ein Stulp 17 gepaßt, der
den Kolben bildet und vorzugsweise aus einem ölbeständigen synthetischen Kunstharz,
wie z. B. Polyvinylchlorid, geformt ist. Wie aus Fig. 3 erkenntlich, hat der Stulp
17 napfähnliche Form und sein äußerer Durchmesser entspricht einer guten Dichtungspassung
im Innern des Mantelrohres i. Die Wandstärke des Stulps 17 ist nach dem offenen
Ende zu zur Erhöhung der Nachgiebigkeit und Dichtungsfähigkeit verjüngt. In dem
rückwärtigen, dem Griff 9 zugewandten Teil der verstärkten Bodenfläche des Stulps
17 ist eine hohlzylindrische Aussparung i9, entsprechend dem Rohrdurchmesser der
Kolbenstange 7, angeordnet, die bis etwa in die Mitte der axialen Länge des Stulps
reicht und an die eine radial nach außen gelagerte Ringnut 21 anschließt, deren
Durchmesser größer als der der Aussparung i9 ist. Innerhalb der hohlzylindrischen
Aussparung i9 verbleibt ein konzentrischer axialer Zapfen 23, dessen Durchmesser
dem inneren Durchmesser des becherförmig gepreßten Teiles i i entspricht.
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Der Abstützring 15 ist, wie aus Fig. 6 ersichtlich, aus Metall so
gepreßt, daß seine Form dein abgerundeten Umriß der hinteren Endfläche des Stulps
17, zwecks Abstützung der letzteren, entspricht, und er hat eine konzentrische Öffnung,
so daß er über die Kolbenstange 7 geschoben werden kann.
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Fig. 4 zeigt den Stulp 17 und Fig. 5 die Kolbenstange 7 einzeln, während
Fig. 7 und auch Fig. i die Teile nach dem Zusammenbau veranschaulichen. Beim Zusammenbau
wird der Stulp 17 über das Ende der Kolbenstange 7 gedrückt, bis der Flansch 13
in die Ringnut 21 eingreift. Gleichzeitig schiebt sich der Zapfen 23 in die becherförinige
Vertiefung des Preßteils ii ein, und der Hinterteil des Stulps 17 legt sich um die
Außenwandung der Kolbenstange 7. Der Abstützring 15 und eine Schraubenfeder 25 sind
bereits vor Befestigung des Handgriffs 9 über das äußere Ende der Stange 7 geschoben,
und der Ring 15 wird nun durch die Feder 2; auf ihren Sitz an der hinteren Endfläche
des Sttilps 17 gedrückt, wobei die äußere Windung der Feder passend um den Ring
15 greift, wie besonders aus Fig. 2 ersichtlich ist.
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Wenn auch in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der becherförmige
Preßteil 11 fest mit dem Ende der Kolbenstange 7 verbunden ist, so muß darauf hingewiesen
werden, daß der Teil i i auch in anderer Weise und lösbar an der Kolbenstange 7
befestigt werden kann, ohne daß vom Erfindungsgedanken abgewichen wird.
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Der Pumpenkolben nach der Erfindung sichert nicht nur eine feste und
gegen Verformung sichere Verbindung mit der Kolbenstange, er erfordert auch keine
zusätzlichen Befestigungsmittel.