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DE82744C - - Google Patents

Info

Publication number
DE82744C
DE82744C DENDAT82744D DE82744DA DE82744C DE 82744 C DE82744 C DE 82744C DE NDAT82744 D DENDAT82744 D DE NDAT82744D DE 82744D A DE82744D A DE 82744DA DE 82744 C DE82744 C DE 82744C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
kiln
blind
blinds
chimney
heat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT82744D
Other languages
English (en)
Publication of DE82744C publication Critical patent/DE82744C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
    • F26B17/001Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors
    • F26B17/002Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors with floors which may rotate and turn over as a whole or in part, e.g. around a horizontal axis

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 82: Trockenvorrichtungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1894 ab.
Die Neuerung an unseren Etagendarren mit Jalousiehorden besteht in einer besonderen Art der Anwendung directer Feuerung. Die mit kalter Luft gemischten und vom Rufs befreiten Heizgase werden nicht durch das Darrgut hindurch, sondern unmittelbar von dem Heifsluftraum in jeden der einzelnen über einander liegenden Darrräume geleitet, derart, dafs sie das Darrgut oben auf der ganzen Fläche und, soweit es die Jalousiezwischenräume bezw. die Löcher oder Schlitze in den Jalousiestäben gestatten, auch unten bestreichen. Zum raschen Entfernen der beim Darren entstehenden Dünste und Dämpfe sowie des Rauches der Heizgase dient die weitere Anordnung, dieselben zickzackförmig von den untersten Darrräumen nach oben in den Schornstein abzuleiten, wozu abwechselnd je am Ende einer Horde ein Jalousiestab fortgelassen wird, derart, dafs an den betreffenden Stellen Circulationöffnungen entstehen, durch welche Rauch, Dünste und Dämpfe auf ihrem Weg in den Schornstein hindurchtreten können. Das Darrgut wird von einer Horde zur nächst tiefer liegenden entleert und hierbei durch eine besondere Art der Lage der Jalousiestäbe nach dem Oeffnen der Jalousie gleichzeitig gewendet. Das Oeffnen der Jalousien der Horden wird in einfachster Weise von einer Stelle aus mittelst Ziehen an Drahtzügen bewirkt. Werden die Züge freigelassen, so schliefsen sich die Jalousien selbsttätig.
In der Zeichnung ist die neue Etagendarre in den Fig. 1 bis 11 dargestellt. Es zeigt die
Fig. ι und 3 je einen Verticalschnitt durch den Darrofen,
Fig. 2 eine Verticalansicht,
Fig. 4 eine theilweise Verticalansicht und die Fig. 5 und 6 Horizontalschnitte des Ofens.
Die Fig. 7 bis 1 1 veranschaulichen, in etwas gröfserem Mafsstab gezeichnet, die Jalousie-' norden bezw. die durchlöcherten Jalousiestäbe und die Vorrichtung zum Oeffnen bezw. Schliefsen der Jalousien.
Ueber den directen Feuerungen b b sind in bekannter Weise zwei satteldachartige Bedeckungen B aus feuerfestem Material und mit Hinterwand versehen angeordnet, derart, dafs die Heizgase gezwungen werden, erst nach abwärts in den Raum C zu treten, um sich dort mit der kalten Luft zu mengen, welche von aufsen durch regulirbare Kanäle zugeführt wird. Gleichzeitig findet an den Hinterwänden der Bedeckungen B das Abstofsen des Rufses stattj der sich auf dem Boden des Raumes C an-, sammelt.
Die vom Rufs befreite und mit kalter Luft gemischte Heizluft steigt durch die ca. 12 bis 15 cm engen Schlitze zwischen dem Ofen A und den Bedeckungen B nach oben. Die letzteren haben den weiteren Zweck, zu verhindern, dafs die kleineren, durch die Löcher oder Schlitze der Jalousiestäbe bezw. der Rutsche hindurchfallenden Theile des Darrgutes in die Feuerung fallen.
Ueber den Feuerungsbedeckungen B ist eine ca. 30 cm breite Galerie D angebracht, welche sowohl das in der Nähe der Ofenwände herabfallende Darrgut aufzufangen bestimmt ist, als auch den Dienst versieht, die heifse Luft zu zwingen, sich von den Seitenwänden weg nach
der Mitte des Ofens zu ziehen. Oberhalb dieser Galerie D ist eine schräge, durchlochte Rutsche K angeordnet, um das fertige Darrgut durch eine Oeffnung k nach aufsen zu befördern.
Die zwischen je zwei in gleichen Entfernungen von einander liegenden, aus gelochtem Blech hergestellten Jalousiehorden F bis F6 angeordneten Darrräume stehen durch Luftzüge F bis F5 mit dem Heifsluftraum in directer Verbindung und einzeln unter sich durch abwechselndes, bald links, bald rechts stattfindendes Weglassen eines Jalousiestabes e je am Ende einer Horde in Verbindung, derart, dafs hierdurch ein rasches Circuliren und Entweichen der sich entwickelnden Dämpfe und Dünste erzielt wird. Zu letzterem Zwecke ist der infolge der directen Feuerung erzeugte Rauch als Dunstträger von besonderem Vortheil; Rauch und Dünste entweichen durch eine seitliche, unter der obersten undurchlochten Abschlufs- bezw. Aufschütt-Jalousiehorde G befindliche Kaminöffnung, die mit stellbarer Klappe versehen ist, in den Schornstein a.
Bezüglich der Jalousiehorden E ist zu bemerken, dafs die Jalousien bei der einen Horde, wenn geöffnet, anstatt senkrecht etwas schräg nach rechts stehen (s. Fig. 8 oben), bei der nächsten Horde nach dem Oeffnen eben so viel schräg nach links und so weiter abwechselnd bald rechts, bald links, so dafs das Trockengut abwechselungsweise bald nach links, bald nach rechts gewendet wird. Um zu verhindern, dafs beim Wenden der Darrhorden Darrgut durch die Verbindungskanäle fällt, sind an den betreffenden Enden der Darrhorden verticale, nach oben etwas gebogene Bleche ο und oberhalb derselben Ablenkbleche o1 angeordnet, welch letztere das Darrgut beim Abstürzen desselben auf die untere Horde von der Circulationsöffhung ablenken, während die Bleche o, an welche sich die nebenliegenden Jalousien anschmiegen, das seitliche Abfallen des Darrguts verhindern.
Bei der obersten, unter der Aufgabehorde G liegenden Darrhorde F6 befindet sich zu dem eingangs erwähnten Zweck der Verbindungskanal in der Mauer des Ofens selbst, nämlich gegenüber der zum Kamin führenden Klappe. In den Raum über dieser Horde F6 führen keine Heizkanäle F, weil die Wärme zu schnell in den Schornstein entweicht.
In der Zeichnung Fig. 3 ist bei der untersten Darrhorde E ebenfalls am einen Ende ein Jalousiestab e weggelassen, zum Zwecke, die schon theilweise durch den Kanal F bewirkte Circulation noch zu verstärken.
Die einzelnen gelochten Jalousiestäbe e jeder Horde F sind mittelst ihrer durchlaufenden Stäbe/1, die durch am Jalousiestab festgemachte Winkeleisen / hindurchgehen, drehbar je am Ende in zwei Querstäben m gelagert. Die Stäbe/1 tragen am einen Ende kleine Kurbeln t, die alle gemeinsam durch Stangen ρ mit .einander verbunden sind. Wird eine Kurbel t gedreht, so drehen sich alle anderen und mit ihnen die Jalousiestäbe c um den gleichen Winkel. Dieses Drehen wird nun dadurch bewirkt, dafs einer der Stäbe/1 durch die Ofenwand hindurchgeführt und auf demselben aufsen ein schräg liegender Hebel L festgemacht wird, der am einen Ende ein Gegengewicht trägt und am anderen Ende mit einem Drahtzug / verbunden ist. Bei geschlossener Jalousie steht der schräge Hebel so, dafs das eine mit Gegengewicht beschwerte Ende nach unten sieht. Wird der Drahlzug / angezogen, so werden sämmtliche Stäbe /' gedreht, d.:h. die Jalousie geöffnet. Beim Freilassen des Drahtzuges bewirkt das Gegengewicht am Hebel L das selbsttätige Schliefsen der Jalousie. Jede Horde erhält einen solchen Hebel L, die durch entsprechende Drahtzüge / bethätigt werden.
Der Darrprocefs geht in folgender Weise vor sich:
Das Darrgut wird in den über der Aufgabehorde G befindlichen Raum A1 eingeführt und auf die oberste, nicht gelochte Jalousiehorde G aufgeschüttet. Von dieser Horde, die, wie auch die übrigen gelochten Jalousiehorden F bis F6, mittelst besonderer Hebel L bis U durch die Schnüre Z bis V einzeln gezogen bezw. entleert werden können, wodurch gleichzeitig das Wenden des Productes geschieht, nimmt das Darrgut in entgegengesetzter Richtung zum Strom der Heizgase seinen Weg von einer Horde zur nächstliegenden unteren u. s. w., bis es von der untersten Horde E auf der schrägen Rutsche K aus dem Darrofen A tritt;
Die Heifsluft wird in dem Heizluftraum C auf die gewünschte Temperatur mittelst entsprechenden Mischens der Feuergase mit kalte^ von aufsen zugeführter Luft gebracht. Zu diesem Zweck sind Schieber oder Klappen an den Zuführungskanälen c für die kalte Luft angebracht und befindet sich aufserhalb des Ofens ein Pyrometer, an welchem die im Innern herrschende Temperatur abgelesen werden kann; Zur Regulirung der Heizluftzuführung in die einzelnen Darrräume sind die KaUaIeFF1F2 u. s. w. ebenfalls mit Regulirschiebern oder Klappen ausgestattet, derart, dafs der Temperaturgrad in jedem einzelnen Darrraum regulirbar ist.
Die hauptsächlichsten Vortheile unserer neuen Darre sind folgende: Eine grofse Brennmaterial-Ersparnifs durch die directe Feuerung, indem die erzeugten heifsen Luftströme infolge der Regulirfähigkeit durch Klappen oder Schieber erst nach vollkommener Abgabe ihrer Wärme an das zu trocknende Material und gesättigt

Claims (1)

  1. mit den Dünsten und Dämpfen derselben in den Kamin entweichen.
    Die Trocknung des Darrgutes geschieht rascher und gleichmä'fsiger, indem die Jalousiehorden durchweg gleichmäfsig mit Trockenmaterial belegt bleiben und die Hitze infolge der directen verstellbaren Heizzüge überall gleichmäfsig vertheilt wird und das Innere des Ofens unbeeinflufst von Kälte oder Wärme durch Wind und Wetter ist.
    Patent-Ansρrüch:
    Eine Etagendarre mit Jalousiehorden und directer Feuerung, bei welcher die Heizgase durch schachtartige Kanäle (F) jedem Darrraum (E) einzeln und direct zugeführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT82744D Active DE82744C (de)

Publications (1)

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ID=355131

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT82744D Active DE82744C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE82744C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963052C (de) * 1952-02-19 1957-05-02 Cophoudal Cooperative Des Plan Einrichtung fuer Hopfenschwefeldarren
EP0293976A1 (de) * 1987-06-05 1988-12-07 Geelen Techniek B.V. Vorrichtung zum Kühlen und/oder Trocknen von Schüttgütern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963052C (de) * 1952-02-19 1957-05-02 Cophoudal Cooperative Des Plan Einrichtung fuer Hopfenschwefeldarren
EP0293976A1 (de) * 1987-06-05 1988-12-07 Geelen Techniek B.V. Vorrichtung zum Kühlen und/oder Trocknen von Schüttgütern

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