DE827427C - Einrichtung zur Aufspeicherung und Leitung von verfluessigten Gasen bzw. deren Daempfen, insbesondere fuer Gasfeuerzeuge - Google Patents
Einrichtung zur Aufspeicherung und Leitung von verfluessigten Gasen bzw. deren Daempfen, insbesondere fuer GasfeuerzeugeInfo
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Description
- Einrichtung zur Aufspeicherung und Leitung von verflüssigten Gasen bzw. deren Dämpfen, insbesondere für Gasfeuerzeuge Es sind Einrichtungen zur Aufspeicherung und Leitung von verflüssigten Gasen bzw. deren Dämpfen bekannt, die einen zur Aufnahme des Gases bzw. Dampfes bestimmten Füllkörper porösen Gefüges aufweisen, der innerhalb einer flüssigkeits- und gasdichten, mit Füll- bzw. Entnahmeöffnungen versehenen Ummantelung angeordnet ist. Als Ummantelung dienen hierbei an sich bekannte flaschenförmige Druckbehälter aus Stahl oder sonstigem zerreißfesten Material, in welche die den Füllkörper bildenden Substanzen, beispielsweise aktivierte Kohle, zerfaserter Torf oder auch in Pulverform übergeführte natürliche Silikate, vermengt mit Natriumkarbonat, ausgefällter Alaunerde o. dgl., eingebracht werden. Die Verwendung eines porösen Füllkörpers bietet den Vorteil, daß sich die Druckspannung des in das poröse Gefüge eingebrachten Mediums, auch bei beträchtlichem Ausmaß desselben, offensichtlich über den Füllkörperbereich hinaus nicht voll entfalten kann, so daß der den Füllkörper umgebende flüssigkeits- und gasdichte Behälter einer wesentlich geringeren Beanspruchung ausgesetzt ist, als der Druckspannung des Mediums eigentlich entsprechen sollte. Es wird angenommen., daß die Kapillarwirkungen der einzelnen Poren eine Druckfortpflanzung nach dem außerhalb des Speichermittels gelegenen Raum nicht in ungehinderter Weise zulassen und überdies das poröse Gefüge schon zufolge seines mechanischen, Duirchströmwiderstandes eine weitgehende Drosselwirkung bedingt. Die Verwendung von in einen entsprechenden tankartigen Behälter eingebrachten porösen Füllkörpern wurde auch schon für Gasfeuerzeuge zwecks Aufspeicherung des verflüssigten oder komprimierten Brennstoffes vorgeschlagen. Die Erfindung beruht nun auf der durch mannigfache Versuche bestätigten Erkenntnis. daß bei entsprechender Wahl des Füllkörpermaterials, beispielsweise bei Verwendung von Bimsstein, die Anordnung eines eigenen, den Füllkörper umgebenden flüssigkeits- und gasdichten Behälters nicht erforderlich ist, da schon ein ganz dünner L?berzug des porösen Füllkörpers, beispielsweise mit Lack, genügt, um die nach außen mündenden Poren so dicht zu verschließen, daß ein Medium von etwa io atü in dem Füllkörper völlig druckdicht aufbewahrt werden kann.
- Demgemäß wird nach der Erfindung eine völlig druckdichte Einrichtung zur Aufbewahrung und Leitung von verflüssigten Gasen bzw. deren Dämpfen dadurch erhalten, daß der den Füllkörper umgebende flüssigkeits- und gasdichte Mantel durch eine an der Oberfläche des Füllkörpers haftende Aufbringung, vorzugsweise Lackschicht, gebildet ist, was nicht nur eine wesentliche C'@ewichtsverminderung und Verbilligung der Einrichtung, sondern auch weitgehende Vorteile leim Gebrauch derselben, insbesondere an Gasfeuerzeugen, bedingt, wo die mit dem flüssigen oder komprimierten Brennstoff versehene Füllkörperpatrone in das Feuerzeuggehäuse leicht eingefügt und nach ihrer Entleerung zwecks Wiederauffüllens aus <lern Gehäuse herausgenommen werden kann, wodurch ein vom Feuerzeug völlig getrennter Füllvorgang ermöglicht ist.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, angewendet auf den Brennstoffbehälter eines Gasfeuerzeuges, schematisch dargestellt.
- Mit i ist der zur Aufspeicherung und Leitung des verflüssigten Brenngases bzw. der aus dem verflüssigten Gas gebildeten Dämpfe vorgesehene Füllkörper bezeichnet. Dieser besitzt eine Ausnehmung 2, die den Verdampfungsraum für das verflüssigte Gas darstellt, und ist von der gas- und flüssigkeitsdichten Ummantelung 3 umgeben, in der die zur Ausnehmung 2 führende Füll- und Entnahmeöffnung 4 vorgesehen ist. An die Offnun- 4 schließt ein rohrförmiger Ansatz 5 an, der zum Brandrohr des Feuerzeuges führt.
- Der den porösen Füllkörper umgebende flüssigkeits- und gasdichte Mantel 3 ist hierbei durch eine an der Oberfläche des Füllkörpers haftende Aufbringung gebildet, die zweckmäßig durch eine Lackschicht gegeben sein kann. Der auf die Füllkörperoberfläche aufgebrachte Lack dringt hierbei in gewissem Ausmaß in die an die Oberfläche des Füllkörpers unmittelbar anschließenden Poren desselben ein und verschließt diese unter gleichzeitiger Verankerung der Ummantelung. An Stelle eines Lackanstriches hat sich auch das Aufbrennen von Materialien, wie Email, Glasur oder keramischen Massen, als vorteilhaft erwiesen. Auch durch Aufvulkanisieren einer Gummischicht oder aber durch Aufspritzen eines Metallüberzuges kann auf einfache Art eine völlig flüssigkeits- und gasdichte Ummantelung erzielt «-erden. Um den zweckmäßig aus Bimsstein gebildeten porösen Füllkörper i gegen Bruch oder sonstige Beschädigung seines Gefüges zu schützen, kann derselbe durch Versteifungsmittel 6, wie eingelegte Metalldrähte o. dgl., armiert sein.
- Der mit der flüssigkeits- und gasdichten L`mmantelung 3 versehene poröse Füllkörper i wird vor Gebrauch der Einrichtung mit dem verflüssigten Gas gefüllt, welches sich in die einzelnen Poren einsaugt und die durch dieselben gebildeten feinen Hohlräume ausfüllt. Die mit dem verflüssigten Gas versehene Einrichtung wird sodann, nach entsprechendem Abschluß der Füll- und Entnahmeöffnung 4, in das Feuerzeug eingesetzt bzw. an die Brennereinrichtung desselben angefügt und die Verbindung des Verdampfungsraumes 2 mit dem Brandrohr des Feuerzeuges hergestellt. Zufolge der niedrigen Herstellungskosten kann der durch die erfindungsgemäße Einrichtung gebildete Tank nach Verbrauch seines Gasinhaltes durch einen frischgefüllten ersetzt werden, ohne daß hierbei der Füllvorgang am Feuerzeug selbst durchgeführt werden müßte, wie dies bei den bisher bekannten Gasfeuerzeugen mit durch einen metallischen Hohlkörper gebildetem ßrennstoffbeli:ilter der Fall war. Der entleerte Tank kann nach jedesmaligem Auffüllen in wiederholte Verwendung genommen werden.
Claims (5)
- PATL,\TA\SPRCGHi:: i. Einrichtung zur Aufspeicherung und Leitung von verflüssigten Gasen bzw. deren Dämpfen, insbesondere für Gasfeuerzeuge, mit einem zur Aufnahme des verflüssigten Gases bzw. Dampfes bestimmten, von einem flüssigkeits- und gasdichten. mit Füll- bzw. Entnahmeöffnungen versehenen -Mantel umgebenen Füllkörper porösen Gefüges, dadurch gekennzeichnet, daß der den porösen Füllkörper (i) umgebende, flüssigkeits- und gasdichte Mantel (3) durch eine an der Oberfläche des Füllkörpers (i) haftende Aufbringung, vorzugsweise Lackschicht, gebildet ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung (3) durch aufgebrannte Materialien, wie Email, Glasur, keramische Massen u. dgl., gebildet ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung (3) durch eine aufvulkanisierte Gummischicht gebildet ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung (3) durch einen Metallüberzug gegeben ist. a
- 5. Einrichtung nach den Ansprücken i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der poröse Füllkörper (i) durch Versteifungsmittel (6) armiert ist.
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