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DE826763C - Mehrschichtiges nahtlos gepresstes Rohr, insbesondere Mantel fuer elektrische Kabel oder Leitungen - Google Patents

Mehrschichtiges nahtlos gepresstes Rohr, insbesondere Mantel fuer elektrische Kabel oder Leitungen

Info

Publication number
DE826763C
DE826763C DE1948P0000475 DEP0000475D DE826763C DE 826763 C DE826763 C DE 826763C DE 1948P0000475 DE1948P0000475 DE 1948P0000475 DE P0000475 D DEP0000475 D DE P0000475D DE 826763 C DE826763 C DE 826763C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
cable
pressed
layers
jacket
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1948P0000475
Other languages
English (en)
Inventor
Ferdinand Hanff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1948P0000475 priority Critical patent/DE826763C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE826763C publication Critical patent/DE826763C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L9/00Rigid pipes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/22Making metal-coated products; Making products from two or more metals
    • B21C23/24Covering indefinite lengths of metal or non-metal material with a metal coating
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/17Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
    • H01B7/18Protection against damage caused by wear, mechanical force or pressure; Sheaths; Armouring
    • H01B7/20Metal tubes, e.g. lead sheaths
    • H01B7/201Extruded metal tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Laying Of Electric Cables Or Lines Outside (AREA)

Description

  • Mehrschichtiges nahtlos gepreßtes Rohr, insbesondere Mantel für elektrische Kabel oder Leitungen Elektrische Kabel oder Leitungen erhalten in der Regel einen nahtlos gepreßten Mantel, der vorwiegend aus Blei, aber auch aus Aluminium hergestellt wird. Dieser Mantel hat vor allem den Zweck, die Kabelisolierung gegen das Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen und daneben dem Kabel auch einen gewissen mechanischen Schutz zu bieten. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, müssen die Mäntel mit großer Sorgfalt hergestellt werden. Dies ist insbesondere dann nötig, wenn es sich, wie beispielsweise bei ölgefüllten Hoch spannungskabeln, um Kabelmäntel handelt, die unter einem inneren Betriebsdruck arbeiten. Bekanntlich dringt 01, und besonders heißes öl, durch die feinsten Poren,, die sich im Metallmantel mitunter vorfinden, leicht hindurch. Auch äußerlich nicht bemerkbare Luftblasen, die zuweilen im Kabelmantel eingeschlossen sind,können im Betrieb infolge des Innendrucks aufplatzen, so daß sich das dünnflüssige Betriebsöl nach außen ergießen kann, wodurch die Betriebsfähigkeit des Kabels beeinträchtigt wird.
  • Andererseits besteht beispielsweise bei Fluß-und Seekabeln die Gefahr, daß Wasser von außen durch schadhafte Stellen im Mantel in die Kabelseele eindringen kann., zumal in tiefen Gewässern, wenn der Wasserdruck eine für den Kabelmantel gefährliche Höhe erreicht. Bei See'ka'beln muß die Sicherheit des Kabelmantels gegen Feuchtigkeitsdurchtritt besonders hoch getrieben werden, weil eine notwendige Kabelreparatur zumeist einen beträchtlichen Kostenaufwand erfordert, zumal dann, wenn -zum Hochheben des beschädigten Kabels womöglich erst eine Reparaturexpedition mit fachmännisch eingearbeitetem Schiffs- und Kabelpersonal ausgerüstet und ausgesandt werden muß.
  • Die vorerwähnten Übelstände und Unzulänglichkeiten der Mäntel elektrischer Kabel undLeitungen können erfindungsgemäß dadurch vermieden werden, daß die Mäntel aus mehreren Schichten aufgebaut werden, wobei die aus gleichem oder unterschiedlichem Werkstoff bestehenden Schichten in einem Arbeitsgang erzeugt und miteinander verschweißt bzw. verbunden werden. Die Erfindung ist zwar vor allem für Mäntel elektrischer Kabel und Leitungen bestimmt, sie ist aber ebenso für alle auf Strangpressen erzeugten Rohre von Bedeutung. Sie kommt vor allem für Rohre oder Mäntel aus Metall in Betracht. Für die einzelnen Schichten werden dabei, wenn sie nicht aus einheitlichem Werkstoff hergestellt werden, vorwiegend unterschiedliche Legierungen des gleichen Grundmetalls verwendet; man kann aber auch verschiedene Metalle zum Aufbau der einzelnen Schichten vorsehen, soweit ihre gleichzeitige Verpressung in einem Arbeitsgang möglich isst. Die Erfindung kann darüber 'hinaus auch bei anderen Werkstoffen, die sich ähnlich wie Metall verpressen lassen und verschweißen oder verkleben, Anwendung finden. Zu denken ist dabei vor allem an Gummi oder gummiartige Kunststoffe, insbesondere :Mischungen auf Basis hochpolymerer Kohlenwasserstoffverbindungen, z.. B. Polyvinylclilorid oder auch polymere Siliciumverbindungen.
  • Es ist an sich schon bekannt, nahtlose Rohre und auch Mäntel elektrischer Kabel mehrschichtig auszuführen. Die einzelnen Schichten wurden dabei aber in der Regel aus verschiedenen Werkstoffen hergestellt und in getrennten Arbeitsgängen nacheinander aufgebracht. Der Zweck dieser Maßnahme ist der, Mängel der Eigenschaften der einen Schicht durch eine oder mehrere weitere auszugleichen. So ist es z. B. bekannt, Kabelmäntel aus einer Bleischicht und einer darüber aufgebrachten Gummihülle aufzubauen. Die Bleischicht 'hat dabei die Aufgabe, einen wasserdichten A@bschluß des Kabels nach außen zu bilden und gegebenenfalls als elektrische Abschirmung zu wirken, während der Gummdmantel als mechanischer, chemischer und elektrischer Schutz desBleimantels dient und damit gegebenenfalls eine Herabsetzung seiner Wandstärke und damit eine Gewichtsverminderung des ganzen Kabels ermöglicht. Weiter ist es bekannt, metallische Röhre auf der Innen- oder Außenseite mit einer Korrosionsschutzschicht auszurüsten. Bei Seekabeln ist der Vorschlag bekanntgeworden, die Mäntel aus zwei oder mehr konzentrischen Schichten aus Blei aufzubauen und zwischen den einzelnen Schichten dichtende Bitumenschichten einzubetten. Diese mit hohen Kosten verbundene Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit gegen Feuchtigkeitshindurchtritt hat sich jedoch in der Praxis nicht bewährt, weil die mechanische Festigkeit des Mantels wesentlich geringer ist als die eines einschichtigen Mantels entsprechender Wandstärke. Solche Mäntel waren daher den bei Seekabeln auftretenden mechanischen Beanspruchungen nicht gewachsen.
  • Den bekannten mehrschichtigen Ausführungen gegenüber besteht die Erfindung darin, daß die einzelnen Schichten in einem Arbeitsgang erzeugt und miteinander verschweißt bzw. verbunden sind. Dadurch erhalten die Rohre bzw. Mäntel eine mechanische Festigkeit, die der eines homogenen Mantels entspricht, während gleichzeitig alle Vorteile der Me'hrschichtigkeit ausgenutzt werden. Die einzelnen Schichten können dabei entweder sämtlich aus dem gleichen VVeükstoff bestehen,, od°_r sie können teilweise oder alle untereinander aus verschiedenem Werkstoff gebildet sein. So können beispielsweise bei einem zweischichtigen Aluminiummantel beide Schichten aus Reinstaluininium aufgebaut sein, oder die innere Schicht besteht aus Rein- oder Leitaluminium und die äußere Schicht aus Reinstaluminium. Entsprechend können bei dreischichtig aufgebauten Aluminiummänteln alle drei Schichten aus Reinstaluminium oder die beiden inneren Schichten aus Reinaluminium und die äußere Schicht aus Reinstaluminium oder die innere und die äußere Schicht aus Reinstaluminiuin und die Zwischenschicht aus Reinaluminium bestehen. Durch die möglichen Kombinationen des Aufbaues können die verschiedensten Vorteile erzielt werden. Werden alle Schichten eines Rohres oder Kabelmantels gemäß der Erfindung aus einheitlichem Werkstoff hergestellt, so ergibt sich gegenüber einem gleich starken einschichtigen Mantel bei gleicher mechanischer Festigkeit eine erhöhte Sicherheit gegen Fehlerstellen; dehn etwaige Luftblasen oder sonstige in den Mantel eingeschlossene Unreinheiten und Fremdkörper können sich nicht über alle Schichten erstrecken. Bei blankverlegten Rohren oder Kabeln, wie z. B. bei an Masten aufgehängten Luftkabeln und bei unterirdisch in Zementröhren blank eingezogenen Kabeln, die dem Angriff von Atmosphärilien usw. ausgesetzt sind, ist zumindest für die äußere Schicht des Kabelmantels ein 'korrosionsfester Werkstoff erwünscht. Durch die Erfindung ist die Möglichkeit gegeben, durch zweckentsprechende Kombination des Schichtenaufbaues ein den technischen Anforderungen entsprechendes, dabei aber preislich ,günstig liegendes Erzeugnis zti schaffen, da es möglich ist, die hochwertigen, aber kostspieligen Werkstoffe auf die äußere Schicht des Rohres bzw. Mantels zu beschränken, die inneren Schichten dagegen aus gegen äußere Einflüsse weniger \\-iderstandsfähigem, aber billigerem Werkstoff aufzubauen.
  • Ähnlich liegen die Verhältnisse bei 1@leimänt°ln. Wenn der übliche weiche Bleimantel den an das -Kabel gestellten Anforderungen nicht genügt, wenn z. B. eine erhöhte Erschütterungsfestigkeit verlangt wird, werden bekanntlich dem Reinblei erhärtende Stoffe, wie Zinn, Antimon, Kadmium, Tellur o. dgl. zulegiert, die ,die Festigkeit und den Widerstand gegen die den Kabelmantel zerstörende @@'ii-kung dauernder Erschütterungen oder Schwingungen, wie sie bei an Masten aufgehängten oder in flacl::n Gewässern ausgelegten Kabeln auftreten, erhöhen. Durch die Erfindung ist es min möglich, anstatt d,en ganzen Mantel aus einer erschütterungsfesten, aber teueren Legierung 'herzustellen. einen geschichteten :Mantel vorzusehen, bei dem nur die :\ußen- tin,l gegebenenfalls auch die Innenschicht aus eineientsprechenden Legierung besteht, dagegen die anderen Schichten aus einer billigeren Bleilegierung oder aus reinem Blei aufzubauen.
  • Die Herstellung mehrschichtiger Rohre oder mehrschichtiger Kabelmäntel gemäß der Erfindung erfolgt in einem einzigen Arbeitsgang mit Hilfe einer hierfür geeigneten Presse. Dabei können verschiedene Verfahren Anwendung finden. Eines der möglichen Herstellungsverfahren besteht darin, daß in den Aufnehmer der Presse ein dem gewünschten Schichtenaufbau des Rohres oder Mantels entsprechender zwei- bzw. mehrschichtig gegossener oder in anderer Weise hergestellter Preßguteinsatzblock eingesetzt und verpreßt wird. Am besten ist hierfür ein hohlzylindrischer Einsatzblock geeignet, der von sich aus schon ein dickwandiges Rohr darstellt und der im Verlauf des Auspressens bis auf die dem fertigen Rohr bzw. Kabelmantel entsprechende Wandstärke verjüngt wird. Für die Herstellung von Kabelmänteln wäre für die Zwecke der Erfindung am günstigsten eine sogenannte Geradeauspresse, hei der die zu ummantelnde Kabelseele durch den 'hohlzylindrischen Einsatzblock hindurchgeführt wird. Aber auch neuzeitlich konstruierte Kabelpressen mit einem Geradeauspressenkopf sind geeignet oder können geeignet gemacht werden, mehrschichtige Kabelmäntel gemäß der Erfindung herzustellen.
  • Ein anderes Herstellungsverfahren für Rohre oder Mäntel gemäß der Erfindung besteht darin, daß eine kombinierte Beschickungsweise der Presse angewendet wird., Hierbei wird der Aufnehmer der Presse gleichzeitig mit einem festen Preßbolzen und mit flüssigem Preßgut beschickt. Ein solcher Vorgang wickelt sich beispielsweise folgendermaßen ab: In die Aufnehmerkammer wird ein die Kammer nicht ganz ausfüllender Preßbolzen eingesetzt, der mit flüssigem Preßgut umgossen wird, oder der feste Preßbolzen wird in das vorher eingefüllte flüssige Preß-gut eingesetzt bzw. eingedrückt. Das flüssige Preßgut steigt in der Aufnehmerkammer hoch und füllt dadurch die freien Räume der Kammer, dabei die in der Kammer vorhandene Luft vor sich heraustreibend. Mit dieser Beschickungsart wird die den Preßprozeß störende Luft in einfacher und sicherer Weise aus dem Aufnehmer verdrängt. Als fester Einsatz kann hierbei sowohl ein massiver Bolzen als auch ein ringförmiger Einsatz in den Aufnehmer eingesetzt werden. Soll z. B. ein dreischichtiger Kabelmantel gepreßt werden, dann kann wählweise ein ringförmiger Preßkörper eingesetzt werden, der innen und außen mit flüssigem Preßgut umgossen wird. Es können aber auch zwei konzentrische ringförmige Preßbolzen mit einem gegenseitigen Spielraum eingesetzt und ihr Zwischenraum mit flüssigem Preßgut ausgegossen werden. Andererseits kann aber auch ein bereits zweischichtig gegossener massiver Preßbolzen für den Einsatz verwendet werden, der nur außen oder innen mit flüssigem Preßgut umgossen wird. Andere Abarten der Beschickung sind sinngemäß durchzuführen. Man 'hat also bei der vorerwähnten Beschickungsmethode die Möglichkeit, einen dem gewünschten Schichtenaufbau des Kabelmantels bzw. Rohres entsprechenden Beschickungsvorgang zu wählen.
  • Die kombinierte Beschickungsart hat gegenüber einem einfachen festen Bolzeneinsatz ,den preßtechnischen Vorteil, daß mit der flüssigen Preßgutumspülung etwa am Preßbolzen oberflächlich anhaftende Fremdkörper und Schmutzteilchen gelöst und mit dem hochsteigenden Preßgut nach oben gespült werden, wo sie leicht abgeschöpft und entfernt werden !können.
  • Sobald das flüssige Preßgut in den Ringspalten der Aufne'hmerkammergenügend abgekühlt und erstarrt ist, was in Anbetracht der verhältnismäßig geringen Schichtstärken kurzzeitig erfolgt, wird mit dem Auspressen begonnen.
  • Bei wiederholter Neubeschickung des Aufnehmers schweißen aufeinanderfolgende Aluminiumbolzen bei richtig gewähltem Preßdruck und entsprechender Temperatur erfahrungsgemäß auch ohne Mitwirkung von flüssigem Preßgut einwandfrei zusammen. Einsatzbolzen aus Blei dagegen schweißen in keinem Fall zusammen, wenn nicht die Stirnflächen der aufe inanderfolgenden Bolzen durch das Eindringen von flüssig eingefülltem Blei in die Stoßstellen oberflächlich flüssig gemacht und miteinander verschmolzen bzw. verschweißt werden. Um den Schweißvorgang zu unterstützen, können daher die Stirnflächen der Einsatzbolzen mit radial verlaufenden Rillen versehen werden, wodurch das Eindringen von flüssigem Preßgut in die Stoßstellen begünstigt wird. Auch achsparallele oder annähernd achsparallele Rillen an den Mantelflächen der Einsatzbolzen können das Ausgießen -der Aufnehmerkammer erleichtern, da -das flüssige Preßgut in einem etwas knapp bemessenen freien Ringspält in solchen Rillen leichter hochsteigt und nicht vorschnell abkühlt und erstarrt..
  • In der Zeichnung sind in den Fig., i bis 4 verschiedene Kabelmäntel bzw. Rohre gemäß der Erfindung teils in Ansicht, teils im Schnitt beispielsweise dargestellt. Dabei sind die einzelnen Schichten durch gestrichelte Kreise gegeneinander abgegrenzt und durch entsprechende Schraffur kenntlich gemacht, wobei durch eine in verschiedenen Richtungen gezeichnete Schraffur verschiedene Werkstoffe angedeutet werden, während gleichgerichtete Schraffur mehrerer Schichten erkennen läßt, daß die entsprechenden Schichten aus gleichen Werkstoff bestehen.
  • Die Fig. i veranschaulicht einen zweischichtig hergestellten Kabelmantel, dessen innenliegende, stärkere Schicht mit 2o und die außenliegende, schwächere Schicht mit 21 .bezeichnet ist. Beide Schichten, die im Mantelquerschnitt konzentrisch zueinander liegen, sind in einem einzigen Arbeitsgang gleichzeitig ausgepreßt und daher unter der Wirkung von Druck und Hitze, die in der Presse während des Preßvorganges 'herrschen, nahtlos miteinander verschmolzen oder verschweißt. Die außenliegende Schicht ist hierbei im Verhältnis zur innenliegenden Schicht dünn bemessen, weil beispielsweise in dem gezeigten Fall die Aufgabe vorlag, einen in der Hauptmasse aus dem billigeren Leitaluminium bestehenden Kabelmantel zu schaffen, der durch eine äußere Schutzschicht aus doppelt raffiniertem und daher kostspieligem Reinstaluminiumkorrosionsfest zu machen war.
  • Fig. 2 zeigt ein zweischichtiges Metallrohr, bei dem die aus edlerem Werkstoff bestehende, mit 22 bezeichnete Schutzschicht innen, die aus billigerem Werkstoff bestehende, mit 23 bezeichnete stärkere Schicht außen liegt. Dieses Rohr ist beispielsweise dazu bestimmt, eine das gewöhnliche Rohrmetall angreifende Flüssigkeit zu leiten. Das Rohr kann außen mit einem nicht gezeichneten Schutz gegen mechanische Beschädigungen versehen werden.
  • Die Fig. 3 und 4 stellen dreischichtige Kabelmäntel dar. Während in Fig. 3 die beiden Innenschichten 24 und 25 aus dem gleichen Werkstoff aufgebaut sind, besteht die äußere Schicht 26 aus einem von der inneren Doppelschicht verschiedenen Stoff. Bei diesem Kabelmantel handelt es sich beispielsweise um den Mantel eines wichtigen Seekabels, weshalb die die Hauptmenge des Mantelwerkstoffes enthaltende, etwa doppelt starke Innenschicht aus Gründen einer erhöhten Sicherheit gegen Schadhaftwerden des Kabels infolge verborgener Lufteinschlüsse noch einmal unterteilt ist.
  • Die Fig. 4 veranschaulicht ebenfalls einen dreigeschichteten gepreßten Kabelmantel, bei dem alle drei Schichten 27, 28 und 29 aus dem gleichen Werkstoff bestehen. Die Dreischichtigkeit ist lediglich aus Sicherheitsgründen vorgesehen, weil besonderer Wert darauf gelegt wird, das Kabel, z. B. ein Ölkabel,, wegen der Wichtigkeit des Betriebes dauernd dicht zu halten, um Betriebsausfälle infolge etwaiger Kabelmantelschäden zu vermeiden.
  • An Hand der Fig. 5 bis 8, die verschiedene Preßgutaufnehmer von oben gesehen darstellen, sollen die in vielen Abwandlungen möglichen Beschickungsarten der Pressen erläutert werden. Die kreisrunde Aufnehmerkammer nach Fig. 5 ist so gestaltet, daß sie einen massiven zylindrischen Preßgutbolzen aufnehmen kann., Die Aufnehmerkammern nach den Fig.6 bis 8 besitzen einen zentral angeordneten, in der Kammer fest verankerten domartigen Dorn, wodurch die Aufnehmerkammer ringförmige Gestalt erhält, in die das Preßgut in Ringform eingesetzt wird.
  • Obwohl es genügen mag, zur Erzeugung geschichteter Kabelmäntel und anderer Rohrerzeugnisse lediglich feste, die ganze Aufnehmerkammer ausfüllende Einsatzbolzen zu verwenden, die entsprechend dem gewünschten Rohr bzw. Kabel schon mehrschichtig gegossen oder in anderer Weise, z. B. durch mechanisch zusammengefügte Mantelteile, mehrschichtig hergestellt sind, ist es doch vorzuziehen, eine zusammengesetzte Beschickungsmethode anzuwenden, nach der die Aufnehmerkammer sowohl mit festem Bolzeneinsatz als auch gleichzeitig mit flüssigem Preßgut beschickt wird, weil dadurch, wie eingangs schon ausgeführt, auf einfache und bequeme Weise die in der Aufnehmerkammer eingeschlossene Luft sicher und restlos ausgetrieben wird.
  • In den Fig. 5 bis 8 sind die Aufnehmer durchweg mit 30 und der in der Aufnehmerkammer vorgesehene Dorn mit 31 bezeichnet. In der Fig. 5 ist in den Aufnehmer 3o ein massiver zylindrischer, vorzugsweise erwärmter fester, die Kammer nicht ganz ausfüllender Preßgutbolzeil 32 einsgesetzt. Der zwischen der Außenwandung des Einsatzbolzens und der Innenwand des Aufnehmers 30 verbleibende freie ringförmige Raum 33 ist mit flüssigem Preßgut ausgegossen, derart, daß der Einsatzbolzen 32 möglichst allseitig, also auch an seiner unteren und gegebenenfalls auch an seiner oberen Stirnfläche mit flüssig heißem Preßgut umspült wird. Nach Abkühlung und Erstarrung des flüssigen Preßgutes wird der gesamte Beschickungseinsatz ausgepreßt. In (lern in dieser Weise erzeugten Kabelmantel entsteht eine durch Schliffbilder nachweisbare Schichtenbildung, wie sie mengen- und werkstoffmäßig lxi der Beschickung der Aufnehmerkaminer geplant war. Der geschichtete Kabelmantel stellt gewissermaßen das naturgetreue Spiegelbild der erfindungsgemäß angewandten Beschickungsart dar. Der auf diese Weise erzeugte Mantel entspricht dein in Fig. i der Zeichnung dargestellten zweischichtigen Kabelmantel.
  • In Fig. 6 ist eine ringförmige Aufnelimerkammer dargestellt, in die entsprechend ringförmige Pre'ßguteinsätze eingebracht werden. Zur Erzeugung eines zweischichtigen Kabelmantels nach der Fi.g. i würde die Beschickung der ringförmigen Aufnehmerkammer nach Fig.6 beispielsweise folgendermaßen vor sich gehen: In die Kammer des. Aufnelilners 30 wird ein fester, vorzugsweise erwärmter ringförmiger, die Aufnehmei4kammer nicht ganz füllender, am Dorn 31 satt anliegender Preßguteinsatz 34 eingebracht. Der zwischen der Außenwand des Preßguteinsatzes 34 und der Innenwand der Aufnehmerkammer 30 verbleibende freie ringförmige Raum 35 wird mit flüssigem Preßgut ausgegossen, in gleicher Weise, wie an Hand der Fig. 5 bereits erläutert. Die Verwendung von ringförmigen Einsätzen bringt den Vorteil mit sich, daß sie in ihrer Masse gleichmäßiger durchwärmt sowie lunker- und blasenfreier als Massivbolzen gegossen werden können.
  • In Fig. 7 ist der mit seiner Außenwand an der Innenwand der Ringkammer satt anliegende feste Ringeinsatz mit 36 und der frei gebliebene, mit flüssigem Preßgut ausgegossene Ringspalt mit 37 bezeichnet. DieAnordnung der Preßguteinsätze, ihr Mengenverhältnis und die dabei verwendeten Preßstoffe entsprechen dem Aufbau des zweischichtig damit erzeugten Rohres nach Fig. z. Bei diesem Rohr, das beispielsweise zur Fortleitung von säurehaltigen Flüssigkeiten bestimmt ist und einen äußeren Panzer ähnlich einem armierten Kabel erhalten kann, liegt die das Rohr schifitzende korrosionsfeste Schutzschicht innen, während die aus weniger edlem Metall bestehende, etwa doppelt so starke Schicht außen liegt. In der Fig. 8 bedeutet 38 einen festen Einsatzring, 39 einen äußeren und 40 einen inneren freien Ringspalt, die beide mit flüssigem Preßgut ausgegossen werden. Die Beschickung nach Anordnung, Menge und Material entspricht dem damit erzeugten Kabelmantel nach Fig. 3. Nach der gleichen Beschickungsart kann auch verfahren werden, wenn der dreischichtige Kabelmantel nach Fig. 4 gepreßt werden soll. In diesem Falle sollen alle drei Schichten aus dem gleichen Werkstoff bestehen, was durch einheitliche Schraffur der Fig. 4 zum Ausdruck gebracht ist. Lediglich wegen der geforderten erhöhten Sicherheit gegen Undichtwerden des Kabelmantels ist diese Dreischichtigkeit gewählt.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Beispiele beschränkt. Die Kombination der einzelnen Schichten in bezug auf Wahl des Werkstoffes ebenso wie in Hinsicht auf die Art des Einsatzes kann je nach Bedarf abgewandelt werden. Auch die Schichtstärke der einzelnen Schichten und ihr Verhältnis untereinander kann von den dargestellten je nach Bedarf abweichen. Wie eingangs bereits erwähnt, ist das Verfahren gemäß der Erfindung nicht nur für Metalle, sondern für alle anderen Preßstoffe anwendbar, bei denen sich eine gute Verbindung der einzelnen Schichten während des Preßvorganges ergibt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mehrschichtiges nahtlos gepreßtes Rohr, insbesondere Mantel für elektrische Kabel oder Leitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die aus gleichem oder unterschiedlichem Werkstoff bestehenden Schichten in einem Arbeitsgang erzeugt und miteinander verschweißt bzw. verbunden sind.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Rohren nach Anspruch i, dadurch ,gekennzeichnet, daß sie auf Strangpressen mit festem Einsatzbolzen aus.gepreßt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Bolzen zum Einsatzkommen, die aus mehreren konzentrische,, Schichten zusammengesetzt sind.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Aufnehmer feste zylindrische oder hohlzylindrische Einsatzbolzen eingebracht und zusätzlich mit flüssigem Preßgut umgossen werden.,
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß feste .zylindrische oder hohlzylindrische Einsatzbolzen in den vorher mit flüssigem Preßgut teilweise gefüllten Aufnehmer eingesetzt werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Einsatzbolzen wenigstens an einer Stirnfläche radiale Rillen besitzen. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Einsatzbolzen an ihrer Außen- und/oder Innenwandung achsparallele oder annähernd achsparallele Rillen besitzen.
DE1948P0000475 1948-11-13 1948-11-13 Mehrschichtiges nahtlos gepresstes Rohr, insbesondere Mantel fuer elektrische Kabel oder Leitungen Expired DE826763C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1155837B (de) * 1960-10-12 1963-10-17 Degussa Elektrisches Kabel
EP4002394A1 (de) 2020-11-12 2022-05-25 Nexans Baugruppe zum blockieren von wasser
CN120158658A (zh) * 2025-05-16 2025-06-17 内蒙古千隆电力有限责任公司 稀土铝合金电缆材料、制备方法及其在输电线上的应用

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