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DE824802C - Regeleinrichtung fuer eine Kraftuebertragung, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Regeleinrichtung fuer eine Kraftuebertragung, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge

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Publication number
DE824802C
DE824802C DEP28808D DEP0028808D DE824802C DE 824802 C DE824802 C DE 824802C DE P28808 D DEP28808 D DE P28808D DE P0028808 D DEP0028808 D DE P0028808D DE 824802 C DE824802 C DE 824802C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switching speeds
power
lever
change
switching
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP28808D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing E H Karl Maybach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
E H KARL MAYBACH DR ING
Original Assignee
E H KARL MAYBACH DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by E H KARL MAYBACH DR ING filed Critical E H KARL MAYBACH DR ING
Priority to DEP28808D priority Critical patent/DE824802C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE824802C publication Critical patent/DE824802C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C9/00Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
    • B61C9/08Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
    • B61C9/10Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines mechanical

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Vehicle Engines Or Engines For Specific Uses (AREA)

Description

  • Regeleinrichtung für eine Kraftübertragung, insbesondere für Schienenfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Regeleinrichtung für eine Kraftübertragung mit einer Brennkraftmaschine und einem Wechselgetriebe, dessen Umschaltungen durch eine selbsttätige Vorrichtung durchgeführt werden. Dabei ist außerdem eine Einrichtung zur Veränderung der Umschaltdrehzahlen in gleichem Sinne wie die Leistung der Antriebsmaschine vorgesehen, wie sie neuerdings bei Kraftfahrzeugen zwecks Herabsetzung der auf die Fahrstrecke (Kilometer) bezogenen Anzahl Umdrehungen und damit Verringerung der Abnutzung und zur Erzielung niedrigeren Brennstoffverbrauchs bei Fahrt mit Teillast eingeführt wurde. Eine derartige Einrichtung und Betriebsweise hat sich als -sehr vorteilhaft gezeigt.
  • Die Erfindung ist insbesondere für solche Kraftfahrzeuge bestimmt, bei denen große Fahrzeuggewichte, hohe Antriebsleistungen und verhältnismäßig große umlaufende Massen vorhanden sind und bei denen vielfach der Fahrzeugführer -den Lauf der Antriebsmaschine nicht nach dem Gehör beurteilen kann oder bei denen, selbst wenn das letztere an sich möglich ist, dem Fahrzeugführer die dauernde Beobachtung des Gangs der Antriebsmaschine und die häufige Durchführung oder auch nur Einleitung der Umschaltungen nicht zugemutet werden kann. Es kommt hinzu, daß auch beim geschicktesten Fahrer und beim besten Willen die Umschaltungen nicht mit Sicherheit in dem für den Betrieb günstigsten Zeitpunkt erfolgen. Es handelt sich dabei um Lokomotiven, Eisenbahntriebwagen, Straßenbahnen, Großomnibusse usw. Bei solchen Fahrzeugen sind selbsttätige Schaltvorrichtungen eine Notwendigkeit, zumal da z. B. bei einem Großstadtomnibus täglich mehrere tausend Schaltungen erforderlich sind. Die selbsttätigen Schaltvorrichtungen konnten sich aber bei diesen Fahrzeugen bisher noch nicht in größerem Umfang einführen, u. a. vor allem deshalb nicht, weil ohne die erwähnte Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen entsprechend der Leistung die Antriebsmaschine bei Teillast mit unnötig hohen Drehzahlen lief.
  • Bei Straßenfahrzeugen kann dies im allgemeinen von dem Fahrzeugführer durch Umschalten behoben werden, da er durch das Maschinengeräusch darauf aufmerksam wird. Bei vielen Kraftfahrzeugen aber, vor allem bei Schienenfahrzeugen, ist dies nicht möglich. Durch Änderung der Umschaltdrehzahlen entsprechend der Antriebsleistung sind keinerlei zusätzliche Schaltungen durch den Fahrer zur Anpassung der Drehzahlen mehr erforderlich. Diese erfolgt vielmehr zwangsläufig und genau im richtigen Zeitpunkt, wie es durch den geübtesten Fahrer nicht geschehen könnte.
  • Wenn bei einem Fahrzeug mit einer Kraftübertragung mit einer Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen und selbsttätiger Schaltvorrichtung, die einerseits einen Fahrbetrieb mit vollselbsttätiger Schaltweise ergibt und dadurch den Fahrzeugführer außerordentlich entlastet und anderseits weitgehend Maschinenumdrehungen und Brennstoff spart und .die Abnutzung verringert, während der Fahrt im beispielsweise vierten Gang von sechs Gängen der Fahrzeugführer Gas wegnimmt und dadurch gleichzeitig die Umschaltdrehzahlen herabgesetzt werden, werden sofort durch die selbsttätige Schaltvorrichtung Aufwärtsschaltungen herbeigeführt zur Anpassung an die herabgesetzte Leistungsstufe bei der gerade vorhandenen Fahrgeschwindigkeit. Die Drehzahl der Antriebsmaschine wird entsprechend herabgesetzt. Wenn dann der Fahrzeugführer wieder Gas gibt, müssen erst wieder die gleichen Schaltungen nach unten durchlaufen werden, bis das Fahrzeug wieder im vorher benutzten Gang und mit der vorherigen Maschinenleistung fährt. Dies hätte zur Folge, daß z. B. bei Lokomotiven oder Schienentriebwagen beim raschen Durchfahren von Weichenstrecken in Bahnhöfen, bei Straßenfahrzeugen bei kurzen Gefällestrecken usw. durch die selbsttätige Schaltvorrichtung Aufwärtsschaltungen veranlaßt würden, die kurz nachhei wieder nach unten ablaufen müßten. Auch z. B. bei Omnibussen sind bei kurzem Herabsetzen der Leistung ' im Verkehr zwecks Überholens oder Abbremsens und unmittelbar darnach folgendem Wiedererhöhen der Leistung Aufwärtsschaltungen und kurz darauffolgende Abwärtsschaltungen nicht erwünscht.
  • Durch die Regeleinrichtung nach der Erfindung werden diese Nachteile vermieden und unter vollständiger Beibehaltung der selbsttätigen Fahrweise Umschaltungen verhindert, die nach dem Willen des Fahrzeugführers nicht notwendig sind, so daß wie bei einem Fahrzeug mit Handschaltung durch den Fahrer, beim Wiedergasgeben sofort wieder in der früheren Gangart und mit der vorher gefahrenen günstigsten Maschinendrehzahl und -leistung weitergefahren werden kann.
  • Nach der Erfindung wird eine durch den Fahrzeugführer ausgelöste Einrichtung vorgesehen, durch welche beim Herabsetzen der Antriebsleistung die Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen vorübergehend unwirksam gemacht wird.
  • Die Erfindung kann mit Vorteil in der Weise verwirklicht werden, daß in Verbindung mit der Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen eine Verzögerungsvorrichtung angeordnet ist, durch welche beim Zurücknehmen des Leistungsregelgestänges die Betätigung der Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen verzögert wird. In dieser Weise ist die Erfindung vor allem z. B. für Omnibusse bestimmt.
  • Für Schienenfahrzeuge und Straßenfahrzeuge mit ähnlichen Betriebsverhältnissen wird mit Vorteil außer einer Einrichtung zur gleichzeitigen Änderung der Leistung der Antriebsmaschine und der Umschaltdrehzahlen eine mit ihr zusammen arbeitende Einrichtung vorgesehen, die lediglich zur Änderung der Antriebsleistung ohne gleichzeitige Veränderung der Umschaltdrehzahlen dient. Diese letztere Einrichtung kann auch so ausgebildet sein, daß durch sie eine zeitweilige Sperre bzw. (in Verbindung mit einer Verzögerungseinrichtung) Verzögerung der Änderung der Umschaltdrehzahlen bewirkt wird. Dabei wird bei vorübergehend notwendigem, verhältnismäßig kurzem Abdrosseln der Antriebsleistung die erstere Einrichtung in der Betriebsstellung gelassen, was insbesondere bei Betätigungseinrichtungen mit größeren Wegen (mehrere Handradumdrehungen) zweckmäßig ist, und nur die zweite Einrichtung in die Nullstellung gebracht. Dadurch werden die Umschaltdrehzahlen nicht verlegt. Es tritt also auch keine Aufwärtsschaltung ein. Nach dem Wiedergasgeben steht dann ohne weiteres wieder die vorher gefahrene Gangart, Maschinendrehzahl und Antriebsleistung zur Verfügung.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer Regeleinrichtung nach der Erfindung schematisch, größtenteils im Schnitt gezeigt, und zwar in . Fig, i für ein Straßenfahrzeug mit Einwirkung auf die Verstelleinrichtung der Brennstoffpumpe des Dieselmotors dieses Fahrzeugs durch den Fuß des Fahrers und mit einer auf die Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen einwirkenden Verzögerungsvorrichtung.
  • In Fig. 2 ist eine Einrichtung nach der Erfindung für ein Schienenfahrzeug, Lokomotive oder Triebwagen, wiedergegeben mit Verstelleinrichtung für die Brennstoffpumpe und für die Beeinflussung der Umschaltdrehzahlen durch mehrfache Umdrehung eines Handrads und mit einer Einrichtung zur Leistungsänderung ohne Veränderung der Umschaltdrehzahlen.
  • In Fig. i bedeuten: i eine Dieselmaschine mit der Brennstoffpumpe 2. Von der Dieselmaschine i wird über die Welle 3 ein Wechselgetriebe 4 angetrieben, dessen Umschaltungen durch die Druckölzylinder 5 und 6 erfolgen und dessen Abtriebswelle 7 auf die Fahrzeugachsen treibt. 8, 9 und io sind Zahnräder, durch welche die Fliehkraftpendel i i und 12 für Aufwärts- und Abwärtsschaltungen angetrieben werden, die auf die in Gehäusen 15 und 16 verschiebbaren Steuerschieber 13 und 14 einwirken. Die Steuerschieber 13 und 14 sind durch Druckfedern 17 und 18 belastet und besitzen Eindrehungen i9 und 2o. Durch die Leitung 22 zugeleitetes Drucköl wird durch die Leitungen 23 und 24 den Gehäusen 15 und 16 zugeführt. Durch Leitungen 25 und 26 wird das durch die Schieber 13 und 14 gesteuerte Drucköl den Zylindern 27 und 28 zugeleitet, deren nicht gezeigte Kolben über Stangen und Klinken auf Klinkenräder 29 und 30 einwirken, die auf der Welle 31 einer in dem Gehäuse 32 angeordneten Steuerwalze sitzen. 33 ist eine Druckzuleitung zu dem Steuergehäuse 32, von dem aus Leitungen 35, 36, 37, 38 zu den Schaltzylindern 5 und 6 führen. 40 ist ein Fußhebel, der unter der Einwirkung einer Feder 39 sich in seiner Ruhestellung gegen den Anschlag 41 legt und auf dessen Achse eine Scheibe 42 angeordnet ist, die zwei Nockenbahnen 43 und 44 besitzt. 40' ist die gestrichelt angegebene innere Stellung (Ruhestellung) des Fußhebels 40, welcher die Stellungen 43' und 44 der beiden Nockenbahnen entsprechen. An den Nockenbahnen 43 und 44 liegen Rollen 45 und 46 an, die an Hebeln 47 und 48 sitzen, mit denen weitere Hebel 49 und 50 fest verbunden sind, die durch Zugfedern 51 und 52 gegen die Nockenbahnen 43 und 44 gezogen werden. 47', 48', 49', 50' sind die der Ruhestellung des Fußhebels 4ö entsprechenden Stellungen der Hebel 47, 48, 49, 50-53 ist eine Verbindungsstange zwischen dem Hebel 49 und einem auf der Regelwelle der Brennstoffpumpe 2 angeordneten Hebel 54, 55 ist eine an dem Hebel 5o angreifende Stange, die andererseits mit Hebeln 57 und 58 Verbindung hat, die wiederum über Finger 59 und 6o auf Kölbchen 61 und 62 einwirken, gegen deren andere Endflächen sich die Federn 17 und 18 abstützen. Der am Ende des Hebels 5o angeordnete Zapfen 63 ist in einer am Ende der Kolbenstange 65 angebrachten Querführung 64 verschiebbar.
  • 66 ist ein Ventilgehäuse, dessen Innenraum durch eine Öffnung 67 mit dem unteren Raum des Zylinders 70 in Verbindung steht und in dessen oberem Boden sich eine Bohrung 71 befindet, die durch ein unter dem Druck einer Feder 68 stehendes Ventil 69 abgeschlossen ist. Das Ventil 69 besitzt eine Drosselbohrung 69'. Über dem Ventilgehäuse 66 befindet sich ein Zylinder 72, der durch eine Öffnung 73 an seinem oberen Ende mit außerhalb verbunden ist.
  • In dem Zylinder 7o, der mit 0I gefüllt ist, ist ein Kolben 74 verschiebbar, der über seine Kolbenstange 65 mit dem Hebel 5o in Verbindung steht. In dem Kolben 74 ist eine Längsbohrung 75 und eine Querbohrung 75' angeordnet. Das obere Ende der Längsbohrung 75 wird als Sitz eines Plattenventils 76 ausgebildet. Das Ventil 76 liegt in einem Gehäuse 78. Sein Hub wird durch den Anschlag 79 begrenzt.
  • 8o ist ein kleines Gehäuse, in dem ein Schieber 81 unter dem Druck der Feder 82 verschiebbar ist. 83 ist eine Verbindungsöffnung nach außen, 84 eine Verbindungsöffnung zwischen dem Raum des Gehäuses 8o und einem darüber angeordneten Ventilgehäuse 85, an dessen oberem Ende ein Ventil 86 unter der Einwirkung einer Feder 87 anliegt. Das Ventil 86 besitzt ein Drosselloch 88 und dient zum Abschluß der Verbindungsöffnung 89, die in einen Querkanal go mündet, an den sich wiederum ein Längskanal 9i anschließt. Zwischen dem Raum des Zylinders 8o und dem Kanal 9i einerseits sowie dem Raum des Zylinders 7o anderseits sind Verbindungsöffnungen 92 und 93 vorgesehen.
  • Das Fahrzeug mit der in Fig. i gezeigten Einrichtung befindet sich in Fahrt, während der Fußhebel 40 in der ausgezogen gezeigten Stellung steht, die bei der angegebenen Stellung der Nockenbahn 43 und der Hebel 47 und 49 einer Einstellung der Brennstoffpumpe 2 auf etwa 9/a der größten Fördermenge entspricht. Der Dieselmotor i läuft mit einer etwas unter dem Höchstwert liegenden Drehzahl. Beim Gasgeben sind auch die Nockenbahn 44 aus der gestrichelten Lage 44 in die ausgezogene Stellung und die Hebel 48 und 5o aus ihrer gestrichelten in die ausgezogene Lage gekommen. Durch die Stange 55 wurden dabei über die Hebel 57 und 58 die Finger 59 und 6o in die ausgezogen gezeichnete Stellung gebracht und über die Kolben 61 und 62 die Spannung der Federn 17 und 18 erhöht. Die Drehzahlen, bei denen die selbsttätige Schaltvorrichtung in dem Gehäuse 32 beim Aufwärts- und beim Abwärtsschalten anspricht, wurden also entsprechend der eingestellten Leistung erhöht.
  • Der Zylinder 70 ist ober- und unterhalb des Kolbens 74 mit Öl gefüllt, ebenso die Kanäle 9o und 9i, die Ventilgehäuse 66 und 85 sowie der Zylinder 72 etwa bis zu der gezeigten Höhe.
  • Beim Bewegen des Hebels 5o und der Stange 55 nach unten wurde der in dem Zylinder 7o angeordnete Kolben 74 aus seiner oberen Endstellung heraus mitgenommen, wobei das Ventil 76 durch den unter demselben herrschenden geringen Ölüberdruck aufgedrückt wird und das unter dem Kolben 74 befindliche 01 nach oben entweicht. Das Ventil 86 bleibt geschlossen, weil die entsprechend stark bemessene Feder 85 ein Öffnen erst zuläßt, wenn über dem Kolben 74 ein gewisser Überdruck herrscht. Der Schieber 81 bleibt in der gezeigten Stellung stehen, da kein zur Überwindung der Kraft der Feder 82 genügender Druck gegen seine obere Endfläche wirkt.
  • Wenn nun der Fahrzeugführer durch Zurücknehmen des Fußhebels 40 in die Stellung 4o' Gas wegnimmt, gelangt die Nockenbahn 43 in die Stellung 43', der Hebel 47 in die Stellung 47'. Durch den in die Stellung 49' gelangenden Hebel 49 und die Stange 53 wird der Hebel 54 an der Brennstoffpumpe in die Stellung 54 gebracht. Die Brennstoffpumpe 2 wird auf kleinste Fördermenge eingestellt.
  • Die Nockenbahn 44 gelangt in die Stellung 44'. Dieser Bewegung folgen aber die Hebel 48 und 5o nicht, da der mit ihnen verbundene Kolben 74 in dem Zylinder 7o nicht nach oben zurückgehen kann, weil das Ventil 76 geschlossen bleibt und sich bei einer kleinsten beginnenden Bewegung des Kolbens 74 nach oben in dem Raum über dem Kolben außerordentlich hoher Druck bildet, der der Bewegung des Kolbens 74 entgegensteht. Dieser Druck setzt sich in die Kanäle 9o und 9i fort, öffnet das Ventil 86 und pflanzt sich in das Innere des Gehäuses 85 und durch die Öffnung 84 in den Raum des Gehäuses 8o über dem Schieber 81 weiter. Dadurch wird der Schieber 81 entsprechend der durch das Ventil 86 langsam zutretenden Flüssigkeitsmenge weiter und weiter nach unten gedrückt. Dabei wird der Kolben 74 entsprechend der aus dem Raum des Zylinders 70 in den Raum über dem Schieber 81 verdrängten Flüssigkeitsmenge ein wenig nach oben verschoben, wobei gleichzeitig durch die Saugwirkung unterhalb des Kolbens 74 das Ventil 69 sich öffnet und so viel öl aus dem Raum des Zylinders 72 zutreten läßt, als durch die Kolbenbewegung Raum freigegeben wird.
  • Wenn auf Grund der gerade vorliegenden Fahrverhältnisse längere Zeit mit gedrosselter Brennstoffzufuhr gefahren werden soll, der Fahrzeugführer also noch nicht wieder Gas gibt, wird nach einiger Zeit, beispielsweise nach io Sekunden, der Schieber 81 den Durchtritt des in dem Kanal 9i stehenden Öls durch die Öffnungen 92 und 93 freigeben. Dem Raum des Zylinders 70 unterhalb des Kolbens 74 wird dadurch Öl unter dem über dem Kolbens 74 herrschenden Überdruck zugeführt. Der Kolben 74 bewegt sich nun unter dem Druck der Feder 52 nach oben. Mit ihm gehen die Stangen 65 und 55, die Hebel So und 48, 57 und 58 und die Finger 59 und 6o. Den letzteren folgen die Kälbchen 61 und 62 unter Entspannung der Federn 17 und 18. Dadurch werden jetzt die Umschaltdrehzahlen entsprechend der Einstellung einer verminderten Maschinenleistung auf die dem Anliegen des Hebels 48 in der Stellung 48' an der Nockenbahn 44 entsprechenden Werte herabgesetzt. Nach entsprechender Verzögerung erfolgen jetzt Abwärtsschaltungen im Wechselgetriebe durch die selbsttätige Schaltvorrichtung.
  • Wenn der Fahrzeugführer wieder Gas gibt, folgen sowohl der Hebel 47 als auch der Hebel 48 der Einstellung der Nockenbahnen 43 und 44. Die Bewegung der Hebel 48 und So und der Stangen 55 und 65 sowie die Abwärtsbewegung des Kolbens 74 werden nicht gehemmt, da das Ventil 76 das 0I von der unteren nach der oberen Seite des Kolbens 74 ungehindert übertreten läßt. Gleichzeitig wird auch das öl aus dem Raum über dem unter der Kraft der Feder 82 nach oben zurückgehenden Schieber 81 durch die Drosselbohrung 88 zurückgedrängt, und das in dem System überschüssige Öl tritt durch die Drosselbohrung 69' in den Raum des Zylinders 72 zurück. Damit ist der ursprüngliche Zustand der Verzögerungsvorrichtung wieder hergestellt.
  • In Fig.2 bedeuten: 102 die Brennstoffpumpe eines Dieselmotors ioi, deren Verstellung durch einen Hebel 103 von einer Stange 104 aus geschieht. Die letztere ist mit dem Hebel io5 verbunden, der mit einem Hebel i o6 in 'fester Verbindung steht und durch eine Zugfeder io8 nach ober gezogen wird. Am Ende des Hebels io5 ist eine Platte 137 angeordnet. Das Ende des Hebels ioE trägt eine Rolle 1o7.
  • iog ist ein Handrad, das mit einem Griff i ic durch den Fahrzeugführer gedreht werden kann und auf dessen Achse ein kleines Kettenrad i i i angeordnet ist, von dem aus über eine Kette 112 ein größeres Kettenrad 113 angetrieben wird, das zusammen mit zwei Nocken 115 und 116 auf der Achse 114 sitzt. An der Nockenbahn 115 liegt die Rolle 107 des Hebels io6, an der Nockenbahn 116 eine an dem Hebel 117 angeordnete Rolle 118 an. Der Hebel 117 ist mit dem Hebel i i9 starr verbunden, an dem die Stange 55 angreift und wird durch eine Feder 121 nach oben gezogen, so daß unter dieser Kraft die Rolle i 18 an der Nockenbalin 116 dauernd anliegt. 115' und 116' sind die gestrichelt gezeichneten Stellungen der Nockenbahnen 115 und 116 beim Leerlauf bzw. der kleinsten Fördermenge der Brennstoffpumpe io2.
  • 130 ist ein Handhebel, der durch eine Feder 131 an dem Anschlag 132 angelegt gehalten wird. Der Hebel 130 besitzt einen Schlitz 133, in dem ein Endzapfen 134 einer Stange 135 sich führt. An dem anderen Ende der Stange ist ein Knopf 136 vorgesehen.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der Abb.2 sind von der gestrichelt gezeichneten Nullstellung des Handrads iog aus mehrere Umdrehungen im Uhrzeigersinn notwendig, bis die größte Fördermenge der Brennstoffpumpe io2 eingestellt ist, da durch die Kette 112 die Übertragung auf die Welle 114 entsprechend übersetzt ist. Das Handrad iog sei nun während der Fahrt über mehrere Umdrehungen aus der gestrichelt angedeuteten in die ausgezogen gezeichnete Stellung und die N ockenbahnen 115' und 116' in die ausgezogen gezeichneten Stellungen gedreht worden. Die Welle 114 wurde also um etwa 3/a Umdrehungen verdreht. Dabei wurde durch die Hebel io6 und 105, die Stange 104 und den Hebel 103 die erwünschte Fördermenge der Brennstoffpumpe eingestellt. (Ausgezogene Stellung dieser Teile.) Gleichzeitig mit der Einstellung der Brenstoffpumpe wurden durch die Nockenbahn 116 die Hebel 117 und i i9 aus der gestrichelten in die ausgezogene Stellung gebracht. Durch die Stange 55 werden in gleicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel der Abb. i die Umschaltdrehzahlen entsprechend der eingestellten Maschinenleistung erhöht.
  • Wenn nun der Fahrzeugführer die Maschinenleistung nur für bestimmte Zeit herabsetzen will und dabei Schaltungen nicht erwünscht sind, so drückt er lediglich den Hebel 13o herunter. Von dem Knopf 136 der Stange 135 wird dabei der Hebel io5 nach unten gedreht, infolgedessen wird der Hebel io6 von der Nockenbahn 115 abgehoben und die Hebel io6, 105 und 103 gelangen in die gestrichelt angegebenen Stellungen io6', 1o5', 1o3'. Die Brennstoffpumpe 102 wird auf Leerlauf eingestellt. bie Hebel 117 und i i9 und die Stange 55 bleiben dabei in ihrer Stellung in Anlage an der Nockenbahn 116 stehen, die Umschaltdrehzahlen bleiben also unbeeinflußt auf den ursprünglich eingestellten hohen Werten.
  • Sobald die Fahrstrecke dies zuläßt, kann der Fahrzeugführer durch einfaches Loslassen des Handhebels 130 wieder die vorher benutzte Einstellung der Brennstoffpumpe erhalten. Während der ganzen Zeit, während der mit herabgesetzter Maschinenleistung gefahren wurde, sind die Umschaltdrehzahlen unverändert auf den ursprünglich eingestellten Werten geblieben. Solange die Fahrgeschwindigkeit nicht wesentlich absinkt, erfolgen deshalb keine Umschaltungen im Wechselgetriebe.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Regeleinrichtung für eine Kraftübertragung mit einer Brennkraftmaschine und einem Wechselgetriebe mit selbsttätiger Schaltvorrichtung sowie mit einer Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen in gleichem Sinne wie die Leistung der Antriebsmaschine bei Kraftfahrzeugen, insbesondere Schienentriebfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch den Fahrzeugführer, z. B. durch Zurücknehmen eines Fußhebels (4o) oder durch Bewegen eines Handhebels (I30), ausgelöste Einrichtung (74 bis 78, 84) vorhanden ist, durch welche beim Herabsetzen der Antriebsleistung die Einrichtung (55, 57 bis 6o) zur Änderung der Umschaltdrehzahlen vorübergehend unwirksam gemacht wird.
  2. 2. Regeleinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellgestänge (4g, 5o) der Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen (55, 57 bis 6o) mit einer Verzögerungsvorrichtung (74 bis 78, 84) verbunden ist, durch welche beim Zurücknehmen des Leistungsregelgestänges (47, 49, 53, 54) die Betätigung der Einrichtung zur Änderung der Umschaltdrehzahlen verzögert wird.
  3. 3. Regeleinrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß außer, der Einrichtung (I15 und 116) zur gleichzeitigen Änderung der Leistung der Antriebsmaschine und der Umschaltdrehzahlen eine mit ihr zusammen arbeitende Einrichtung (13o bis 136) vorhanden ist, die die.Organe (I02 bis 104) zur Änderung der Antriebsleistung bewegt, ohne die Organe (117 bis i i9) zur Veränderung der Umschaltdrehzahlen zu beeinflussen.
DEP28808D 1948-12-31 1948-12-31 Regeleinrichtung fuer eine Kraftuebertragung, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge Expired DE824802C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1102570B (de) * 1953-08-28 1961-03-16 Eimco Corp Zahnraeder-Wechselgetriebe fuer Kraftfahrzeuge, insbesondere selbstfahrende Foerdermaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1102570B (de) * 1953-08-28 1961-03-16 Eimco Corp Zahnraeder-Wechselgetriebe fuer Kraftfahrzeuge, insbesondere selbstfahrende Foerdermaschinen

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