DE824106C - In Laengsrichtung zusammengesetzter Durchlauftraeger, vorzugsweise aus Holz - Google Patents
In Laengsrichtung zusammengesetzter Durchlauftraeger, vorzugsweise aus HolzInfo
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Description
- In Längsrichtung zusammengesetzter Durchlaufträger, vorzugsweise aus Holz Die Erfindung bezieht sich auf zusammengesetzte Träger, vorzugsweise aus Holz, die auf drei oder mehr Stützen aufliegen, und bezweckt, sicherere Rechnungsgrundlagen zu schaffen als sie bei den bisher verwendeten fortlaufenden Trägern gegeben sind und durch bessere Materialausnutzung an Material zu sparen. Bei Holzträgern ist es außerdem von Bedeutung, daß es nach der Erfindung möglich ist, mit kürzeren Balkenlängen auszukommeii als bisher. Dies ist deshalb wichtig, weil der Preis je Meter hei kürzeren Balken geringer ist als bei langen.
- Die Erfindung besteht nun darin, daß die Zwischenauflageflächen des Trägers, dessen Querschnitt im Bereich der Zwischenstützen verstärkt, beispielsweise verdoppelt ist, im spannungslosen Zustand des Trägers tiefer liegen als die Endauflageflächen, wobei der Höhenunterschied der Auflageflächen im spannungslosen Zustand zweckmäßig so bemessen ist, daß der Träger die Strecklage unter seinem Eigengewicht mit oder ohne zusätzliche Belastung erreicht.
- Die Verstärkung des Querschnittes über den Zwischenstützen kann in verschiedener Weise erreicht werden, z. B. dadurch, daß sich die Enden der Einzelteile des Trägers im Bereich der Zwischenstützen überdecken oder daß die Enden der Einzelträger, die im Bereich der Zwischenstützen stirnseitig gestoßen sind, durch seitliche Verhindungsteile miteinander verbunden werden, deren Gesamtdurchmesser stärker als der Trägerdurchmesser, zweckmäßig doppelt so groß als dieser ist.
- In besonderen Fällen, in denen diesseits und jenseits der Zwischenstütze verschiedene Belastungsverhältnisse vorliegen, ist es auch möglich, die Trägerteile diesseits und jenseits der Stütze verschiedenartig auszubilden, wodurch sich dann auch diesen angepaßte Möglichkeiten zur Verstärkung des Trägerquerschnittes über der Zwischenstütze ergeben.
- Ein besonderer Vorteil des Trägers nach der Erfindung besteht darin, daß die Einzelteile an sich spannungslos sind und erst während des Einbaues die gewünschte Vorspannung erhalten. Zweckmäßig erfolgt dies in der Weise, daß die spannungslosen Einzelteile des Trägers auf teilweise provisorisch erhöhten Endstützen aufgelegt und in dieser Lage biegungsfest miteinander verbunden werden, worauf die Stützenerhöhung beseitigt wird, so daß der Gesamtträger bei Erreichung der Strecklage unter Wirkung seiner Eigenlast und gegebenenfalls einer zusätzlichen Last vorgespannt wird. Die hierbei entstehende Vorspannung über den Zwischenstützen kann von dem verstärkten Querschnitt voll aufgenommen werden. Hierdurch ist es ohne weiteres möglich, den Momentenverlauf und somit die Beanspruchung den vorhandenen Querschnitten anzupassen.
- Während bei normalen Durchlaufträgern die Stützmomente im allgemeinen kaum kontrollierbar sind, da es in den seltensten Fällen möglich ist, die Auflagehöhen derart genau zu regeln, daß die in der Rechnung gemachten Voraussetzungen erfüllt sind, entfällt diese Unsicherheit bei dem Gegenstand der Erfindung.
- Durch die hiegungsfeste Verbindung der Einzelträger ist der Querschnitt dem hlomentenverlauf angepaßt. Beispielsweise betragen bei einem Träger auf drei Stützen mit gleichen Feldweiten und gleichmäßiger Belastung die Feldmomente 9 : 128 q12 und das Stützmoment 16 : 128 q12. Bei gleichem Querschnitt der Normalbalken ergibt sich, wenn die größte Spannung im Feld mit i bezeichnet wird, die Spannung über der Mittelstütze zu 8/e. Nachdem gerade bei größeren Stützweiten die einseitige Nutzlast und damit die Durchbiegung für die Balkenbemessung maßgebend ist, ist der vorhandene Querschnitt über der Mittelstütze fast nie voll ausgenutzt. Die Erhöhung des Stützenmomentes bis zur Grenze der zulässigen Tragfähigkeit durch die Vorspannung mindert die Feldmomente und damit vor allem die Durchbiegung beträchtlich herab.
- Bei der Verwendung von Holzbalken kann die Verbindung durch Nägel, Stahlstifte, Bolzen oder auch durch Verleimung erfolgen. Jedenfalls ist auf die Ausbildung des biegungsfesten Stoßes besonderer Wert zu legen.
- Selbstverständlich ist es auch möglich, die Erfindung bei Balken auf vier oder mehr Stützen anzuwenden, wobei dann entsprechende Verbindungen jeweils über den Zwischenstützen vorzusehen sind.
- Die Zeichnung erläutert den Erfindungsgedanken, und zwar zeigt Fig. i bis 6 schematische Darstellungen, während Fig. 7 bis 12 besonders geeignete Mittel der Verbindung der Einzelteile von Holzträgern darstellen. In Fig. i sind die beiden Endstützen mit i und 2 und die :Mittelstütze mit 3 bezeichnet. Der über diese Stützen durchlaufende Balken ist aus den beiden Einzelteilen 4 und 5 zusammengesetzt. Die Stütze 2 ist beim Verlegen der Einzelteile .4 und provisorisch um die Größe 2 f erhöht, so daß die Endauflagefläche des Einzelteiles ; im spannungslosen Zustand höher liegt als die Zwischenauflagefläche über der Stütze 3. Die beiden Einzelteile 4 und 5 werden in der dargestellten Lage biegungsfest miteinander verbunden. Nach Fortnahme der provisorischen Erhöhung der Stütze 2 erhält der Balken .4, 5 über der Zwischenstütze 3 die gewünschte Vorspannung. Falls das Eigengewicht des Einzelteiles 5 hierzu nicht ausreicht, wird es zusätzlich belastet.
- Fig. 2 zeigt eine andersartige Verlegung der spannungslosen Einzelteile 4 und 5, und zwar sind in diesem Falle die Stützen i und 2 provisorisch um den Betrag f erhöht, so daß beide Endauflageflächen der Einzelteile 4 und 5 höher liegen als die Auflagefläche über der Zwischenstiitze 3. Nach Herstellung der biegungssteifen Verbindung im Bereich der Zwischenstütze 3 (Fig. 3), wird die Erhöhung der beiden Endstützen i und 2 entfernt, so daß der Gesamtträger 4. 5 nach Erreichung der Strecklage (Fig. ,4) die gleiche Vorspannung im Bereich der Zwischenstütze 3 besitzt wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2.
- Fig. 5 zeigt den Verlauf des `'orspannungsmornentes nach Erreichung der Strecklage des Balkens, während Fig.6 die Biegelinie des vorgespannten unbelasteten Trägers veranschaulicht.
- Die Fig. 7 und 8 zeigen eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf die Enden der beiden Einzelteile 4 und 5 eines Holzträgers, die beispielsweise durch Nägel an den durch Kreuze 6 bezeichneten Stellen miteinander verbunden sind. Zur Verbesserung der Anschaulichkeit ist der Winkel, den die beiden Einzelteile,, 5 miteinander bilden, etwas vergrößert dargestellt. Die Vergrößerung des Querschnittes des Gesamtträgers erfolgt also auf der mit e bezeichneten Länge. Der Abstand der Nägel untereinander beträgt jeweils e/8.
- Die Fig. 9 und io zeigen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, bei dem zwei Einzelteile 7 und 8 des Trägers bei 9 stirnseitig gestoßen sind. Sie sind durch zwei seitliche Laschen io miteinander verbunden, deren Gesamtquerschnitt größer als der Querschnitt der Einzelteile 7 bzw. 8 ist. Im vorliegenden Falle ist der Gesamtquerschnitt der beiden Laschen io doppelt so groß wie der jedes Einzelteiles 7 bzw. B.
- Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. i I und 12 wird die eine Seite des Trägers durch Einzelteile i i gebildet, während die andere Seite des Trägers aus zwei zueinander parallelen Balken 12 besteht, deren Gesamtquerschnitt ebenso groß ist wie der Querschnitt des Einzelteiles i i. Im Bereich der Stütze 3 überdecken sich die Einzelteile i i bzw. 12, so daß der Gesamtquerschnitt des durchlaufenden Trägers über der Zwischenstütze 3 verdoppelt ist. Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen können die Balken auch durch Verleimung miteinander verbunden werden. Es ist möglich, gleichzeitig eine Verbindung durch Nägel, Stahlstifte, Bolzen u. dgl. sowie eine Verleimung vorzusehen. Dabei kann es zweckmäßig sein, so vorzugehen, daß die Balken in spannungsloser Lage zunächst mit Leim bestrichen, darauf vernagelt und anschließend sofort ganz oder zum Teil vorgespannt werden.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. In Längsrichtung zusammengesetzter 1)urchlaufträger, vorzugsweise aus Holz, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Endauflagefläche des Trägers (4, 5), dessen Querschnitt zwecks Erzielung eines größeren Widerstandsmomentes im Bereich der Zwischenstütze (3) oder der Zwischenstützen verstärkt, beispielsweise verdoppelt ist, im spannungslosen Zustand des Trägers höher liegt als die Zwischenauflagefläche bzw. die Zwischenauflageflächen, wobei der Höhenunterschied der Auflageflächen im spannungslosen Zustand zweckmäßig so bemessen ist, daß der Träger die Strecklage unter seinem Eigengewicht mit oder ohne zusätzliche Belastung erreicht.
- 2. Träger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Einzelteile (4, 5 bzw. i i, 12) des Trägers im Bereich der Zwischenstütze (3) oder der Zwischenstützen überlappen.
- 3. Träger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerteile (7, 8) im Bereich der Zwischenstütze (3) oder der Zwischenstützen stirnseitig gestoßen und durch seitliche Laschen (i0) verbunden sind, deren Gesamtquerschnitt größer als der Trägerquerschnitt, zweckmäßig doppelt so groß als dieser ist.
- 4. Träger nach -Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß- ein Einzelteil zwischen zwei Stützen (2, 3) aus zwei parallelen Trägern (i2), vorzugsweise geringen Querschnittes, besteht, zwischen die der benachbarte Einzelteil (i i) im Bereich der Zwischenstütze (3) zur Verbindung eingeschoben ist. . Träger aus Holz nach einem der Ansprüche 2 bis ,4, dadurch gekennzeichnet, daß die sich überlappenden Enden der Einzelteile (4,5 bzw. 11, 12) des Trägers bzw. die sich stoßenden Enden der Einzelteile (7, 8) und die Verbindungslasc'hen (io) durch Nägel (6), Stahlstifte, Bolzen oder andere Verbindungsmittel, wie z. B. Leim, unmittelbar miteinander verbunden sind. 6. Verfahren zur Herstellung von Trägern nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die spannungslosen Einzelteile (4, 5) des Trägers auf teilweise provisorisch erhöhten Stützen (2 bzw. i und 2) aufgelegt und in dieser Lage biegungsfest miteinander verbunden werden, worauf die Stützenerhöhung beseitigt wird, so daß der Gesamtträger bei Erreichung der Strecklage unter Wirkung der Eigenlast und gegebenenfalls zusätzlicher Last vorgespannt ist.
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| DE824106C true DE824106C (de) | 1951-12-10 |
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