DE813916C - Verfahren zur elektrolytischen Herstellung eines Schutzueberzuges auf Zink - Google Patents
Verfahren zur elektrolytischen Herstellung eines Schutzueberzuges auf ZinkInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Schutzüberzügen
auf Zink oder verzinkten Gegenständen. Verschiedene Verfahren dieser Art sind bereits bekanntgeworden,
die jedoch eine Reihe von Nachteilen ,haben; so ist insbesondere die Abriebfestigkeit
häufig sehr gering. Es ist daher bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, bei dem der Elektrolyt
aus einer Chromatlösung mit einem Säureradikal in einem bestimmten Verhältnis zueinander besteht.
Bei diesem Verfahren werden zwar gut haftende und auch abriebfeste Überzüge erhalten, jedoch sind
die Überzüge, z. B. bei Verwendung von Fluoridradikalen, von gelber Farbe, so daß das glänzende,
spezifische Aussehen des Zinks verlorengeht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen transparenten Überzug auf Zink herzustellen, so daß
das metallische Aussehen des Zinks erhalten bleibt. Das glänzende Aussehen des Zinks ist nach Fertigstellung
des Überzugs noch besser als vorher. . ao
Gemäß der Erfindung werden das Zink oder die verzinkten Gegenstände zunächst anodisch in einer
Chromat und Siliciumfluorid enthaltenden Lösung behandelt, wodurch sich der erwähnte gelbe Überzug
ergibt, und darauf erfolgt eine weitere Behänd- as lung in heißem Wasser so lange, bis der anodisch
entstandene Überzug transparent geworden ist. Statt des nachträglichen Eintauchens in heißes Wasser
kann auch eine entsprechende Behandlung in einer schwachen Alkalilösung vorgenommen werden. Der
zunächst erzeugte gelbe Überzug besteht hauptsächlich aus Zinkoxyden und Zinkchromaten mit
etwas aus der Lösung aufgenommenem Alkalimetallchromat. Nach der zusätzlichen Behandlung
in heißem Wasser ist der Überzug farblos oder transparent, ohne daß eine merkliche Veränderung
der Zusammensetzung desselben eintritt, abgesehen von der Entfernung der aufgenommenen löslichen
S Chromate.
Schweiß auf Zinkoberflächen verursacht Entfärbungen, und es sind auf glänzenden Zinkoberflächen,
wenn sie angefaßt werden, Fingerabdrücke deutlich sichtbar. Gegenstände, die gemäß der vorliegenden
Erfindung behandelt sind, können angefaßt werden, ohne daß Entfärbung eintritt.. Der
Überzug ist abriebfest, so daß solche Gegenstände den Vorteil haben, bei Reibung mit einem anderen
Gegenstand nicht verdorben zu werden, wie dies bei
»5 glänzenden Zin'kgegenständen ohne derartige
Schutzüberzüge der Fall sein würde. Die Gegenstände behalten daher das Aussehen von hellglänzendem
Zink. Die Festigkeit der Zinkoberflächen mit dem Überzug nach der Erfindung gegen atmosphä-
ao rische Korrosion ist ebenfalls ausgezeichnet.
Es folgt hier ein Ausführungsbeispiel eines Bades und einer Verfahrensweise nach der Erfindung.
»5 Herstellung eines gelben Schutzüberzuges auf Zink
(Zinkgegenstand als Anode)
Badlösung:
Na2Cr2O7-2 H2O 175 g/l
Na2Cr2O4 25 g/l
Na2SiF6 Löslichkeitsüberschuß
SrSO4 Löslichkeitsüberschuß
Ph 5,5 bis 6
Stromdichte .... 0,32 bis 3,2Amp./qdm
Temperatur .... 21 °
Entfernung der gelben Färbung
Entfernung der gelben Färbung
Bad heißes Wasser
Temperatur .... ioo°
Tauchdauer .... 5 bis 15 Minuten,
je nach der Dicke des Überzuges Das Heißwasserbad kann in seiner Wirksamkeit
durch den Zusatz eines leitenden Salzes beschleunigt werden, z. B. eines Carbonate, Silicats, Phosphats,
Borats und anderer.
Der gelbe Schutzüberzug kann gegebenenfalls auch durch andere entsprechende Verfahrensarten
hergestellt werden.
Das genannte Verfahren zur Bildung der gelben
Schutzüberzüge auf Zink kann wie folgt ausgeführt werden: Ein Zinkgegenstand oder verzinkter Gegenstand
wird als Anode in eine wäßrige Lösung eingetaucht, welche eine sechswertige Chromverbindung
und ein aktivierendes Säureradikal des Fluoridtyps enthält, derart, daß das Verhältnis von CrVI zu SiF8
innerhalb des Bereiches von 20 : 1 und 60 : 1 (Optimum
30 : ι bis 40 : 1) liegt und ein pn zwischen
3 und 7 (Optimum 5,5 : 6) hat, und es wird Strom zugeführt, um einen gelben Schutzüberzug auf dem
Zink zu entwickeln. Die sechswertige Chromverbindung kann im wesentlichen aus einem löslichen
Alkalimetallchromat oder -dichromat oder Chromsäure^ bestehen. Das Hilfssäureradikal des Fluoridtyps
kann auch ein Fluoridradikal sein, dessen Wirksamkeit etwa das Zweiundeinhalbfache derjenigen
des Si Fe-Radikals ist. Das Verhältnis von Cr^1 zu F, entsprechend dem Verhältnis CrVI zu
SiF6, ist 50:1 bis 150:1, und das entsprechende
Pn ist das gleiche wie für das SiF6-Radikal enthaltende
Bad.
Die Bäder werden bei Zimmertemperatur verwendet; die verwendeten Stromdichten belaufen sich
auf etwa 0,2 Amp. bis 5,4 Amp. je Ouadratdezimeter.
Claims (5)
1. Verfahren zur elektrolytischen Herstellung eines Schutzüberzuges auf Zink, dadurch gekennzeichnet,
daß Zink oder ein verzinkter Gegenstand zunächst anodisch in einer Ohromat und Siliciumfluorid enthaltenden Lösung und
darauf so lange in heißem Wasser behandelt werden, bis der anodisch entstandene Schutzüberzug
transparent geworden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Heißwasserbad leitende Salze, beispielsweise eines Carbonats, Silicats, Phosphats, Borats, zugeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Nachbehandlung statt des heißen Wassers eine schwache Alkalilösung verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lösung zur Herstellung des Überzuges Chromat und Siliciumfluorid im Verhältnis 20 : 1 bis 60 : 1 enthält und der
pH-Wert 3 bis 7 beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromdichte 0,2 bis
5,4 Amp./qdm beträgt.
1477 9.
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1949
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Also Published As
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