DE812948C - Einrichtung zur UEberwachung der Feuerfuehrung eines Dampfkessels - Google Patents
Einrichtung zur UEberwachung der Feuerfuehrung eines DampfkesselsInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N1/00—Regulating fuel supply
- F23N1/02—Regulating fuel supply conjointly with air supply
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 6. SEPTEMBER 1951
P 379°5 V/ 24 m D
Bei der Überwachung der Feuerführung eines Dampfkessels ist es wesentlich, daß der jeweilige
Feuerungszustand rasch und in genauen Größen ermittelt und festgehalten werden kann, und daß die
Möglichkeit besteht, jeden Feuerungszustand ebenso rasch und genau einzustellen. Nur unter solchen
Umständen' ist es möglich, den Kessel auf einem einmal ermittelten, günstigsten Feuerungszustand
zu halten bzw. auf einen günstigsten Feuerungszustand einzustellen.
Die Ermittlung eines Feuerungszustandes, für welche nur die tatsächlich durchgeführte Verbrennung
als Grundlage dienen kann, nicht die zugeführte Brennstoffmenge, von welcher ja ein Teil
unverbrannt verloren geht, ist bisher fast ausschließlich durch die laufende Kontrolle des CO2-Gehaltes
der Abgase durchgeführt worden. Der CO2-Gehalt der Abgase kann ein Anhaltspunkt für
eine gute Feuerführung sein, da seine Größe sowohl durch übertriebenen Luftüberschuß als auch durch
unvollkommene Verbrennung beeinflußt wird. Voraussetzung ist aber dabei, daß der festgestellte Wert
für den CO2-Gehalt auch tatsächlich dem jeweiligen
Durchschnittswert der gesamten Abgasmenge entspricht. Diese Voraussetzung ist praktisch aber
nicht, bzw. nicht zuverlässig, gegeben, weil bei der laufenden Ermittlung des CO2-Gehaltes jeweils
nur eine winzige Abgasprobe zur Messung herangezogen wird, so daß bei der praktisch immer ungleichförmigen
Zusammensetzung der Rauchgase kein zuverlässiges Bild des Feuerungszustandes erzielt
wird. Es kommt hinzu, daß die CO2-Prüfer ständig eine genaue und kostspielige Wartung
durch hochqualifizierte Spezialkräfte benötigen. Die
CO2-Überwachung als Mittel zur Kontrolle der
Feuerführung hat daher in der Praxis zu vielen und starken Beanstandungen Anlaß gegeben.
Die gleichen Nachteile und Mängel bestehen bei der Benutzung des O2-Gehalte's der Rauchgase als
Mittel zur Überwachung der Feuerführung.
Eine grundlegende Verbesserung der Überwachung einer Feuerung ist mit dem Vorschlag geschaffen
worden, den Wirkungsgrad μ oder den Abgasverlust Va als Leitgröße für die Regelung der
Brennstoff- oder Luftzufuhr einzusetzen. Das wurde ermöglicht durch die Darstellung des Wirkungsgrades
bzw. des Abgasverlustes in den Formeln
joo — α ioo — a
!5 μ = und Va =
!5 μ = und Va =
weil dabei eine laufende Ermittlung, Anzeige oder
ao Registrierung der Leitgröße möglich ist. In den angegebenen Formeln bezeichnet JS1 die Rauchgaswärme,
JS2 die Dampferzeugungswärme und α den als praktisch konstant anzusehenden prozentualen
Gesamtverlust an Brennstoffenergie.
«5 Die Erfindung geht von dieser Art der Feuerungsüberwachung aus und empfiehlt eine Anordnung,
welche unter Verzicht auf absolut genaue Ermittlungswerte dem praktischen Betrieb ein Hilfsmittel
an Hand gibt, welches die Beurteilung des jeweiligen Feuerungszustandes erlaubt.
Die gegenüber dem Verfahren mit laufender Ermittlung von μ oder Va wesentlich vereinfachte neue
Anordnung zur Überwachung der Feuerführung eines Dampfkessels besteht aus einem mit beliebiger,
ungeeichter Skala versehenen Quotientenmesser, der den Quotienten E1 : E2, bzw. E2 : E1, aus Rauchgaswärme
E1 und Dampferzeugungswärme E2 zur
Anzeige bringt.
Die Empfehlung dieser Anordnung beruht auf folgender Erwägung:
Bezeichnet man die im Feuerraum in Wärme umgesetzte Brennstoffenergie mit E, so verteilt sich
diese Energie im Feuerraum auf drei Teilenergien: In die Dampferzeugungswärme oder Nutzwärme E2,
in die Abgaswärme E1 und in die Wärmeverluste des Kessels durch Leitung und Strahlung E3. Da
die Wärmeverluste durch Leitung und Strahlung nur etwa 1 bis 2 °/o der gesamten entwickelten
Wärme betragen, so werden durch die Messung der NTutz- und Abgaswärme 98 bis 99 % der gesamten
im Feuerraum aus dem Brennstoff gewonnenen Wärme erfaßt. Bei 2 e/o Leitungs- und Strahlungsverlust besteht die Beziehung
0,98
Jede Änderung des Feuerungszustandes, z. B. durch Änderung der Luftmenge bei gleicher Brennstoffmenge,
macht sich sowohl durch eine Änderung der Abgaswärme als auch durch eine Änderung der
Nutzwärme erkennbar, da die Summe dieser beiden Energien bei Unterstellung vollkommener Verbrennung
konstant ist. Eine Erhöhung der Abgaswärme durch größere Luftzufuhr bedeutet dalier
eine gleich große Verringerung der Nutzwärme. Das Verhältnis der beiden bei der vollkommenen Verbrennung
entstehenden Teilenergien E1 und E2 gibt
daher ein genaues Bild für den Feuerungszustand.
Für die Beurteilung des Feuerungszustandes nach den Anzeigewerten des Quotientenmessers ist es
gleichgültig, ob sich die Quotientenbildung auf die Berücksichtigung der jeweiligen Werte von JE1 und
E2 beschränkt, oder ob das Meßgerät nach irgendeiner
Gesetzmäßigkeit geeicht ist. Die Skala des Meßgerätes kann daher eine ganz beliebige Teilung
erhalten; auf die Ermittlung bestimmter, gegebenenfalls für andere Zwecke verwendbarer Meßgrößen
kommt es im Sinne der Erfindung nicht an.
Selbstverständlich wird es sich empfehlen, versuchsweise für verschiedene Belastungen oder Belastungsbereiche
die optimalen Werte festzustellen, die der Quotientenmesser bei richtiger Feuerführung
anzeigen soll, und diese Werte in einem Diagramm oder in einer Tabelle festzuhalten.
Für die Messung der Dampferzeugungswärme E2 empfiehlt sich die Verwendung eines normalen
Differenzdruck-Dampfmengenmessers ohne Temperaturberichtigung, da dieser tatsächlich die Nutzwärme
genau zur Anzeige bringt. Die Energie* · messung ist dabei durch eine einfache Mengenmessung
ersetzt.
Für die Messung der Abgaswärme wird eine Rauchgasmeßdüse oder -meßblende mit Rauchgasmengenmesser
und außerdem ein Rauchgas- und ein Luftthermometer vorgesehen. Die Schaltung des
für die erfindungsgemäße Überwachung benötigten Quotientenmessers ist an sich bekannt.
Bei Kesseln mit stark schwankendem Dampfdruck kann es leicht vorkommen, daß der Dampfmengenmesser
die Dampf menge und damit'auch die Nutzwärme nur mit größeren Fehlern anzeigt. Um solche
Fehler bei der Messung der Nutzwärme berücksichtigen zu können, empfiehlt die Erfindung in
ihrer weiteren Ausbildung, in die Schaltung des Quotientenbildners einen regelbaren Widerstand
einzufügen. Dieser Widerstand bewirkt eine entsprechende Änderung des Meßspulenstroms. Die
Einfügung des Widerstandes kann von Hand erfolgen, wobei es sich empfiehlt, einen von Hand zu
betätigenden Drehwiderstand vorzusehen, bei dem der zum abgelesenen Dampfdruck zugehörige
Widerstandswert nach einer Skala eingestellt wird. Statt eines von Hand betätigten-Widerstandes
kann die erfindungsgemäße Anordnung auch durch ~ die Anbringung eines Manometers mit Widerstandsfernsender
ergänzt sein, welches den Druckschwankungseinfluß selbsttätig berücksichtigt.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Einrichtung zur Überwachung der Feuer- iao führung eines Dampfkessels durch Messung der. Rauchgaswärme (E1) und der Dampferzeugungs-1 wärme (E2), gekennzeichnet durch einen mti beliebiger, ungeeichter Skala versehenen; Qupj tientenmesser, der den Quotienten JS1 : JS2, bzw· 1*5 JS2 : JS1, anzeigt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Erfassung der Nutzwärme E2 in an sich bekannter Weise ein Differenzdruck-Dampfmengenmesser ohne Temperaturberichtigung vorgesehen ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Berücksichtigung der bei Dampfdruckschwankungen auftretenden Fehler bei der Messung der Nutzwärme E2 in die Schaltung des Quotientenmessers ein regelbarer Widerstand eingefügt ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Anbringung eines Manometers mit Widerstandsfernsender zur selbsttätigen Berücksichtigung des Druckschwankungseinflusses.1456 8.51
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0037905 DE812948C (de) | 1949-03-27 | 1949-03-27 | Einrichtung zur UEberwachung der Feuerfuehrung eines Dampfkessels |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1949P0037905 DE812948C (de) | 1949-03-27 | 1949-03-27 | Einrichtung zur UEberwachung der Feuerfuehrung eines Dampfkessels |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE812948C true DE812948C (de) | 1951-09-06 |
Family
ID=578552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1949P0037905 Expired DE812948C (de) | 1949-03-27 | 1949-03-27 | Einrichtung zur UEberwachung der Feuerfuehrung eines Dampfkessels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE812948C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1067961B (de) * | 1959-10-29 | Elfriede Adler, geb. Wilhelm, Dierk Adler, Tens Adler, Rolf Adler und Uwe Adler, Köln-Bickendorf | Kontrollverfahren zur Ermittlung, Darstellung und Registrierung im Betrieb auftretender Wirkungsgradabweichungen direkt beheizter Wärmeaustauscher, die in der Sorgfalt der Bedienung und Wartung begründet sind |
-
1949
- 1949-03-27 DE DE1949P0037905 patent/DE812948C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1067961B (de) * | 1959-10-29 | Elfriede Adler, geb. Wilhelm, Dierk Adler, Tens Adler, Rolf Adler und Uwe Adler, Köln-Bickendorf | Kontrollverfahren zur Ermittlung, Darstellung und Registrierung im Betrieb auftretender Wirkungsgradabweichungen direkt beheizter Wärmeaustauscher, die in der Sorgfalt der Bedienung und Wartung begründet sind |
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