DE812877C - Handbediente Kupplungs-, Brems- und Gasregelvorrichtung fuer Motorfahrzeuge - Google Patents
Handbediente Kupplungs-, Brems- und Gasregelvorrichtung fuer MotorfahrzeugeInfo
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- DE812877C DE812877C DER434A DER0000434A DE812877C DE 812877 C DE812877 C DE 812877C DE R434 A DER434 A DE R434A DE R0000434 A DER0000434 A DE R0000434A DE 812877 C DE812877 C DE 812877C
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Description
- Handbediente Kupplungs-, Brems- und Gasregelvorrichtung für Motorfahrzeuge hie Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bedienung der Kupplungs-, Brems- und Gasregelorgane eines auf drei oder mehr Rädern laufenden NTotorfahrzeugs mittels der Hände, insbesondere für ltl\'alidetl, z. l',. Kriegsbeschädigte.
- Die Erfindung bezweckt, mit einfachen Mitteln eine Lösung dies,(;s Problems zu schaffen, ohne dabei die Bedienung des Motorfahrzeuges auch mittels normaler Fußhebel auszuschließen.
- Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, 1°i den°n ein Hebel in zwei aufeinander senkrecht stehenden 1?benen bewegbar ist. 1Viihrend der einen Bewegung wird die Kraft mittels einer Druckstange auf den Bremstrittliebel übertragen; wird dagegen der Hebel um eine Achse nahe der Lenksäule in die andere Ebene gedreht, so wird die Bewegung mittels Zahnr:idern auf (las Kupplungspedal gebracht.
- :\m Ende des Bedienungshebels sitzt senkrecht zu ihm ein um eine Achse drehbarer Knopf. Mittels dieses Knopfes ist die Gaszufuhr regelbar.
- Diese bekannten Vorrichtungen haben verschiedene Nachteile. Die zusammengesetzte Bewegung in zwei Ebenen erfordert nicht nur die besondere Aufmerksamkeit des Fahrers, der alle Bewegungen mit derselben Hand ausführen muB,- sondern in der Ebene senkrecht zur Lenksäule ist zum Auf- und Zurückschalten immer eine Schwenkbewegung nötig, wobei dieselbe Hand oft auch den Schalthebel bedienen muB. Das letztere ist aber nur möglich, wenn in der völlig entkuppelten Stellung zwei Hebelteile in einer gradenLiniegegenseitigblocki:ert werden., so daß man diesen Komplex für kurze Zeit zum Einstellen des Schalthebels freigeben kann. Das Schalten erfordert dadurch zu viel Zeit.
- Aber auch zum Anhalten des Fahrzeuges wird mit den bekannten Vorrichtungen viel Zeit benötigt. Die bekannten Vorrichtungen können schließlich auch nicht bei Motorfahrzeugen mit Lenkschalthebel benutzt werden.
- Eine weitere bekannte Vorrichtung besteht aus zwei einzelnen Hebeln, die auf beidem Seiten des Lenkrades vorgesehen sind und in parallelen Ebenen um Achsen drehbar sind, die in einer Geraden liegen.
- An einem dieser Hebel befindet sich ein Gashebel, der aber während des Fahrens immer eingedrückt gehalten werden muß, was bei längeren Strecken kaum durchführbar ist.
- Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es logischer ist, einen kombinierten Bedienungshebel in nur einer Ebene zu bewegen, so daß mit der einen Hand alle drei Handlungen, nämlich Bedienung der Kupplung, Bedienung der Bremsen und die.Gasregelung, ausführbar sind, während die andere Hand, die normalerweise das Lenkrad festhält, auch selbständig die Kupplung bedienen kann, ohne das Lenkrad längere Zeit loszulassen, so daß die erstgenannte Hand auch das Umschalten, sei es mittels des Schalthebels, sei es mittels des Lenkradschalthebels vornehmen kann.
- Gemäß der Erfindung ist dieser kombinierte' Bedienungshebel zweiarmig und von Hand um eine Achse schwenkbar, die in der Lenksäulenebene oder parallel dazu liegt. Der eine Arm dieses Hebels ist als im wesentlichen gerade Stange mit Handgriff, der andere Arm als kurzes gekrümmtes Teil ausgebildet, das sowohl die Kupplungs- als auch die Bremsorgane betätigt.
- Während des ersten Teiles der Hebelbewegung von einer festen Anfangsstellung aus mit Hilfe eines Handgriffes, der um die Hebelarmachse zur Regelung der Gaszufuhr drehbar ist, bewegt sein gekrümmter Teil ein Kupplungssegment, das um eine feste Achse drehbar ist und die Entkupplung betätigt.
- Der Bedienungshebel wird auf diese Weise in den Griffbereich des Fahrers gebracht, wodurch die Bedienung schnell und betriebssicher in kurzer Zeit ausgeführt werden kann.
- Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung endet der gekrümmte Hebelarm in einer Kugel, die dem Kupplungssegmentteil aufliegt, das seinerseits normalerweise mit der anderen Hand bewegbar ist. Der gekrümmte Hebelarm trägt weiter auch einen Nocken, der verhindert, daß bei einer zu tief gehenden Bewegung des Hebels der gekrümmte Teil über das Segment hinausgleitet und dieses sperrt. Diese Gefahr kann auftreten, wenn z. B eine Bremsleitung leck wird und man den Bremstritthebel wegen des fehlenden Gegendrucks zu tief hineindrückt.
- An Hand der Zeichnung, die beispielsweise schematisch .eine Ausführungsform der Erfindung darstellt, soll der Gedanke der Erfindung noch näher erläutert werden.
- In der Zeichnung ist Fig. i eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Ansicht gegen die linke Seite und das Kupplungssegment der Erfindung und Fig. 3 ein perspektivisches Bild der rechten Seite. In der Zeichnung steht das Kupplungssegment in der emporgezogenen Stellung, während die Anfangsstellung gestrichelt angedeutet ist.
- Die Lenksäule ist in der Zeichnung mit i, das Lenkrad mit 2 bezeichnet. Der Bedienungshebel 3 umgreift die Lenksäule mit einer Gabel 4. Dir Hebel 3 wird mit einem, z. B. aus Gummi bestehenden Handgriff 5 betätigt, der um die Achse des Hebelarms 3 drehbar ist. Er regelt mittels eines Gaskabels 6 die Brennstoffzufuhr. In bekannter Weise bleibt dieser Handgriff in einer einmal eingestellten Stellung stehen.
- Zwischen dem Drehpunkt des Hebels 3 und dem Bedienungsende greift die Stange 7 mittels einer Kupplung 8 an den Bremstritthebel an. Die Kuppung ist als Kreuzkupplung dargestellt, sie kann aber ebensogut auch ein Kugelgelenk sein.
- Der andere Arm des Hebels 3 wird durch einen nach oben gekrümmten Teil 9 dargestellt, in dem eine Kugel io sitzt. Er läuft in einen Nocken i i aus.
- Die den Kupplungshebel bedienenden Organe werden von einem Segmenthebel 12 gebildet, der von einer festen Anfangsstellung parallel oder praktisch parallel zum Lenkrad beim Herunterdrücken des Hebels 3 emporbewegt wird. Das Segment des Hebels 12 .entspricht etwa einem Drittel des Lenkradumfanges, so daß in jeder Stellung des Lenkrades der segmentförmige Hebel immer im Bereich der Hand ist und leicht von dieser heraufgezogen werden kann.
- Die Kugel io rollt an der Unterseite eines Versteifungsteiles des Segmentteiles ab, wobei seine 'Bewegung mittels der Hebel 14 und 15 auf die Druckstange 16, die zum Kupplungstritthebel führt, übertragen wird. Der Hebel 15 dreht sich dabei um eine feste Achse 17. Die verschiedenen Hebelteile sind miteinander durch Kupplungen verbunden. Hier sind sie als Kreuzkupplung gezeichnet, sie können aber auch Kugelgelenke sein.
- Da die Stangen 7 und 16 nur eine Druckkraft nach unten zu übertragen brauchen und andererseits die Forderung gestellt ist, daß man das Fahrzeug auch mit den Tritthebeln bedienen kann, enden diese Stangen 7 und 16 vorzugsweise in teleskopartig gestalteten Organen, die einerseits die abwärtsgerichtete Druckkraft zu übertragen vermögen, bei Bedienung der Tritthebel mittels der Füße jedoch frei über die Enden der Stangen 7 und 16 gleiten und die darüber gelegenen Teile in Ruhe belassen.
- In Fig. i ist der Hebel 3 in niedergedrückter Stellung gezeichnet, ebenso auch das entsprechend emporbewegte Kupplungssegment 12. Die Nutzlänge der Bremsdruckstange 7 ist mittels der Schraubenmutter 18 einstellbar, so daß damit der Augenblick festgelegt werden kann, in dem beim H.erunterbewegen des Hebels 3 die Bremswirkung beginnt.
- Auch die Nutzlänge des Hebels 14 ist in ähnlicher Weise einstellbar.
- Meist wird man beide Organe so einstellen, daß beim Niederdrücken des Hebels 3 zuerst der Motor völlig entkuppelt wird und nach einem geringen freien Weg die Bremswirkung einsetzt. Dies ergibt den Vorteil, daß man mittels des Hebels 3 auch allein entkuppeln kann, ohne daß zugleich gebremst wird. Da beim Herunterdrücken, des Hebels 3 das Segment 12 emporbewegt wird, kann diese Anfangsbewegung des Hebels 3 auch zum Umschalten benutzt werden.
- Wie oben bereits erwähnt, dient der Sicherungsnocken i i dazu, zu verhindern, daß das gekrümmte Hebelende 9 über das Segment hinweggleitet und dadurch dieses sperrt. Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß die Bremsstange 7 zu tief herunterbewegt wird, z. B. wenn bei einer Öldruckbremse ein Leck auftritt und der Gegendruck fehlt.
- Es hat sich gezeigt, daß mit dieser Konstruktion schnell und sicher umgeschaltet und gebremst werden kann und beide Hände des Fahrers die verschiedenen Handlungen vornehmen können, was weniger mühsam ist, als wenn alle Handlungen nur mit einer Hand vorgenommen werden.
- Die Erfindung ist auf die dargestellte Konstruktion nicht beschränkt. So kann z. B. in Fällen, in denen der Fahrer nur ein Bein benutzen kann, die Konstruktion auch nur teilweise angewendet werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Handbediente Kupplungs-, Brems- und Gasregelvorrichtung für Motorfahrzeuge mit drei oder mehr Rädern, in der ein gegabelter, uineine lenksäulenna'he Achse drehbarer Hebel die Bremsen und die Kupplung bedienen kann, während eine um das Hebelende drehbare Vorrichtung die Gaszufuhr regelt, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Arm des zweiarmig ausgebildeten Hebels, der in einer durch die I.,,enksäule oder parallel zur ihr verlaufenden Ebene von Hand schwenkbar ist, aus einer im wesentlichen geraden Stange besteht, während der andere Arm durch ein kurzes gekrümmtes.Teil dargestellt wird, das während des ersten Teiles der Hebelbewegung einen segmentförmigen, um eine feste Achse drehbaren Kupplungshebel emporstößt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff des geraden Hebelarms um die Hebelachse drehbar ist und dadurch in bekannter Weise die Gaszufuhr regelt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der krumme Hebelarm mit einer Kugel gegen einen segmentförmigen Kupplungshebel anliegt, der normalerweise mit der anderen Hand zum Auf- und Zurückschalten bewegbar ist, und in einem Nocken endet, der bei einer zu weit abwärts gehenden Bewegung des Bedienungshebels das Überschreiten des krummen Hebelteils durch den. segmentförmigen Kupplungshebel und die dadurch erzeugte Sperrung des letzteren. hindert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL812877X | 1948-11-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE812877C true DE812877C (de) | 1951-09-06 |
Family
ID=19838760
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER434A Expired DE812877C (de) | 1948-11-26 | 1949-11-25 | Handbediente Kupplungs-, Brems- und Gasregelvorrichtung fuer Motorfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE812877C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946411C (de) * | 1953-03-03 | 1956-08-02 | Ulrich Specht | Kombinierter, unter dem Lenkrad angeordneter Bedienungsgriff fuer Motorfahrzeuge zumgemeinsamen Bedienen von Kupplung, Bremse und Gasregelung |
| DE947355C (de) * | 1954-12-09 | 1956-08-16 | Daimler Benz Ag | Auswechselbare Handkupplung in Kraftfahrzeugen, insbesondere fuer Beinversehrte |
| DE959438C (de) * | 1953-10-23 | 1957-03-07 | Walter Guenther Manhardt | Kombinierte Lenkung fuer Einachsschlepper |
| DE1094115B (de) * | 1959-03-25 | 1960-12-01 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Vorrichtung zum Regeln eines hydro-statischen Getriebes fuer Fahrzeuge, insbesondere Raupenkettenfahrzeuge |
| DE19538152A1 (de) * | 1995-10-13 | 1997-04-17 | Alexander Stuermer | Einhand-Fahrvorrichtung für Kraftfahrzeuge |
-
1949
- 1949-11-25 DE DER434A patent/DE812877C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946411C (de) * | 1953-03-03 | 1956-08-02 | Ulrich Specht | Kombinierter, unter dem Lenkrad angeordneter Bedienungsgriff fuer Motorfahrzeuge zumgemeinsamen Bedienen von Kupplung, Bremse und Gasregelung |
| DE959438C (de) * | 1953-10-23 | 1957-03-07 | Walter Guenther Manhardt | Kombinierte Lenkung fuer Einachsschlepper |
| DE947355C (de) * | 1954-12-09 | 1956-08-16 | Daimler Benz Ag | Auswechselbare Handkupplung in Kraftfahrzeugen, insbesondere fuer Beinversehrte |
| DE1094115B (de) * | 1959-03-25 | 1960-12-01 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Vorrichtung zum Regeln eines hydro-statischen Getriebes fuer Fahrzeuge, insbesondere Raupenkettenfahrzeuge |
| DE19538152A1 (de) * | 1995-10-13 | 1997-04-17 | Alexander Stuermer | Einhand-Fahrvorrichtung für Kraftfahrzeuge |
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