DE812826C - Elektrisches Luftkonditionierungsverfahren zur Verminderung stoerender und schaedigender Auswirkungen durch der Luft beigemischte Stoffe, Gase oder Koerper - Google Patents
Elektrisches Luftkonditionierungsverfahren zur Verminderung stoerender und schaedigender Auswirkungen durch der Luft beigemischte Stoffe, Gase oder KoerperInfo
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Description
- Elektrisches Luftkonditionierungsverfahren zur Verminderung störender und schädigender Auswirkungen durch der Luft beigemischte Stoffe, Gase oder Körper Es ist bekannt, daß sich gewisse Stoffe, Gase oder Körper, wenn sie sich in bewegtem Zustand befinden, in einem bestimmten Sinn, negativ oder positiv, gegen Erde mehr oder weniger stark aufladen.
- Die Erfindung betrifft ein Luftkonditionierungsverfahren, das es ermöglicht, solche elektrische Ladungsvorgänge zu unterbinden oder möglichst auszugleichen, falls sie den Zwecken, denen die Luftkonditionierung dienen soll, schädlich oder hinderlich sind. Es kann auch vorkommen, daß Stoffe, Gase oder Körper sich in der Raumluft befinden, die sinngemäß im Überschuß ein elektrisches Potential gegen Erde hervorrufen, das dem Ladungssinn nach schädlich sein kann.
- Der beabsichtigte Zweck wird gemäß diesem Verfahren dadurch erreicht, daß der Raumluft Ladungsträger beigefügt werden, denen dem entstandenen Potential entgegengesetzte elektrische Energie aufgedrückt wird. Ist also das Raumluftgemisch im Überschuß oder vollkommen positiv elektrisch, so muß man dem Behandlungsmittel eine gegenpolige elektrische Ladung geben.
- Im allgemeinen dient hier die Erfahrung, daß, wenn höhere Lebewesen zu behandeln sind, eine Überlagerung an negativer Elektrizität im Raumluftgemisch (Behandlungsmittel) erwünscht ist.
- Diese Lebewesen sind erdgebunden. Die Erde ist im Überschuß an ihre Oberfläche und im Erdfeld in einer gewissen Höhe über dem Erdboden, wozu auch der Fußboden gehört, negativ geladen. Hier fühlt sich also der Organismus am besten. Bei sog. toter Materie kann dies verschieden sein. Es kann vorkommen, daß man dafür sorgen muß, an der Oberfläche des Materials aufgetretene überschüssige negative Ladung durch positive Elektrizitätsenergien zu entladen.
- Durch Versuche wurde festgestellt, daß z. B. der oft unangenehm wirkende Geruch eines schwefelwasserstoffhaltigen Mittels, beispielsweise gewisser Quellwässer, wenn sie in feinzerstäubtem Zustand der Raumluft beigemischt werden, wol)ei sie schlecht inhalierbar sind, diese unangenehme Eigenschaft verlieren, wenn man sie entweder beim Zerstäubungsvorgang unmittelbar oder durch Berührung mit anderen Ladungsträgern, die negativ elektrisch geladen wurden, gleichsinnig mit diesen elektrisch aufladet. Geschieht dies unmittelbar an der Zerstäubungsvorrichtung, so wird diese mit einem unipolaren Potential elektrisch geladen. Das schwefelwasserstoffhaltige Inhalat wird dann angenehm und gut inhalierbar.
- Die Alittel, die zur Elektrisierung dienen, können aus einem Transforniator bestehen, der vorhandenen Wechselstrom hochtransformiert, diesen beispielsweise durch ein Glühkathodenventil gleichrichtet, wobei der nicht gewünschte elektrische Pol abgeschirmt wird, während der andere, gewünschte Pol, als Ladungsquelle für einen Kondensator dient, von dem dann die Ladungsträger des Behandlungsmittels sinngemäß aufgeladen werden. Man kann auch eine Influenzmaschine benutzen, bei der man den nicht gewünschten Pol erdet. Man nimmt dann von dem Kondensator der Influenzmaschine, welcher die elektrische Energie des gewünschten Ladungssinnes trägt, die einpolige Elektrizität ab und benutzt sie zur Aufladung der Ladungsträger im Behandlungsmittel. hlan hat auch festgestellt, daß z. B. die Stalluft in einem Tierstall den für viele Lebewesen unangenehmen Geruch verliert, wenn man der Stalluft in diesem Fall negativ geladene elektrische Ladungsträger beifügt. Der Effekt ist desto stärker, je höher die Spannung ist, mit der diese Ladungsträger gegen Erde aufgeladen werden.
- Tabakrauch ladet sich in bewegtem Zustand so stark und wechselnd gegen Erde auf, wie es bei der Atmosphäre der Fall ist. Ist das Potentialgefälle in der Raumluft, der Tabakrauch beigemischt ist, im Überschuß positiv elektrisch, so ist der Aufenthalt in dem Raum besonders unangenehm. Wenn man in solchem Falle die in der Raumluft befindlichen Ladungsträger negativ elektrisch aufladet, so sind Schädigungen durch den Tabakrauch unmöglich gemacht. Man fühlt sich in dem mit Tabakrauch angefüllten Raum wohl.
- Der Föhn ist in seinen schädigenden Auswirkungen von Bedeutung. Föhnluft ist im Überschuß positiv geladen. Ladet man die Raumluft bei Auftreten des Föhns negativ gegen Erde auf, so sind die bekannten schädigenden und unangenehmen Wirkungen des Föhns nicht mehr vorhanden.
- Obiges sind nur einige Beispiele, sie erschöpfen das Anwendungsgebiet dieses Verfahrens keineswegs. Die Anwendung des Verfahrens bei z. B.
- Chlor-, Schwefel- usw. Gasen und ihrer ungünstigen Wirkung sei hier erwähnt. Auch hier werden Schädigungen vermieden, wenn die Luft, in der sich solche Gase befinden, sinngemäß elektrisch einpolig geladen wird.
- Es gibt Stoffe, die sich in bewegtem Zustand an ihrer Oberfläche elektrisch einpolig mehr oder weniger aufladen, es kann auch vorkommen, daß lagernde Stoffe durch über deren Oberfläche streichende Luftmengen elektrisch ungünstig beeinflußt werden. Hier kann das Verfahren sinngemäße Anwendung finden. Das Raum luftgemiscll, welches die Oberfläche solcher Stoffe berührt, wird gegenpolig der Polarität elektrisch aufgeladen, die an der Oberfläche des betreffenden ßehandlungsgutes festgestellt worden ist.
- Diese Feststellung ist verhältnismäßig einfach.
- Man kann dies unter Zuhilfenahme eines Aspirations-Ionenzählers erreichen. Die betreffenden Meßmethoden sind bekannt. Silan kann auch in vielen Fällen ein gewöhnliches statisches Elektrometer oder ein gewöhnliches sog. 131ãttchenelektrometer benutzen.
- Gemäß der Erfindung soll das Luftkonditionierungsverfahren derart durchgeführt werden, daß die obenerwähnten unangenehmen, schädigenden oder unerwünschten Reaktionen, die durch die elektrische Aufladung der Raumluft von in dynamischenm Zustand ihr beigemischten I(örpern, Gasen oder Stoffen verursacht werden, nach Feststellung des aufgetretenen Ladungssinnes durch ein der Raumluft aufgedrücktes elektrisches Potential, das dem bei der Entstehung aufgetretenen Potential entgegengesetzt ist, vermindert werden durch Einbringen sinngemäß unipolar aufgeladener Körper in dìe Raumluft.
Claims (3)
- PATENTANSPRUCHE 1. Luftkonditionierungsverfahren zur Verminderung störender und schädigender Auswirkungen durch der Luft beigemischte Stoffe, Gase oder Körper, dadurch gekennzeichnet, daß solche unangenehmen oder unerwünschten Reaktionen, die durch die elektrische Aufladung der Raumluft von in dynamischem Zustand ihr beigemischten Körpern, Gasen oder Stoffen verursacht werden, nach Feststellung des aufgetretenen Ladungssinnes durch ein der Raumluft aufgedrücktes elektrisches Potential, das dem bei der Entstehung aufgetretenen Potential entgegengesetzt ist, vermindert werden durch Einbringen sinngemäß unipolar aufgeladener Körper in die Raumluft.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß es auch auf die durch atmosphärische Erscheinungen, z. B. Föhn, bedingten Einflüsse auf die Raumluft Anwendung findet.
- 3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß es auch auf die durch einer Raumluft beigemischten gasförmigen Körper, die schädigende Einflüsse hervorrufen können, Anwendung findet.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE812826C true DE812826C (de) | 1951-09-06 |
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| DEP50764A Expired DE812826C (de) | 1949-08-02 | 1949-08-02 | Elektrisches Luftkonditionierungsverfahren zur Verminderung stoerender und schaedigender Auswirkungen durch der Luft beigemischte Stoffe, Gase oder Koerper |
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1949
- 1949-08-02 DE DEP50764A patent/DE812826C/de not_active Expired
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