DE812811C - Sarg - Google Patents
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- A61G17/007—Coffins; Funeral wrappings; Funeral urns characterised by the construction material used, e.g. biodegradable material; Use of several materials
-
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Description
-
- Die Erfindung betrifft einen vollgültigen Ersatz für den in bekannter Weise aus Holz bestehenden Sarg. Särge dieser bekannten Art sind in Zeiten der Holzarmut so gut wie nicht zu haben, so daß zur Bestattung der menschlichen Leichname auf die primitivsten Mittel, wie z. B. Packpapier, Kartonpapier usw., zurückgegriffen werden mußte. Diese Mittel konnten aber auch aus dem Grunde den an einen Sarg bei einer Erdbestattung zu stellenden Anforderungen nicht genügen, da sie schon beim Aufwerfen der ersten Erdcchollen, spätestens jedoch beim Zuschütten des Grabes infolge ihrer schwachen Stabilität zerstör.t wurden und damit die vorzeitige Verletzung des Leichnams nicht verhindern konnten. Diese Tatsache könnte z. B. für eine evtl. Exhumierung nachteilig sein.
- Der die Erfindung bildende Sarg ist dadurch gekenrLzeichnet, daß er aus einem mehr oder weniger brennbarem Kunststeingemisch besteht.
- Särge dieser Art zeichnen sich insbesondere dadurch aus, daß sie bei großer Stabilität ein verhältnismäßig leichtes Gewicht besitzen. Sie eignen sich sowohl für die Erdbestattung als auch für die Verbrennung, indem die Mischung des Materials dem jeweiligen Zweck ohne weiteres angepaßt werden kann. Särge dieser Art lassen sich auch beliebig in Profilen und mit dekorativer Ausschmükkung herstellen. Ferner zeichnen sie sich durch eine glatte Oberfläche aus, welche wie Holz lackiert, profiliert usw. werden kann, und außerdem ist das Material nagelbar. Im übrigen kann die Zusammensetzung der Kunststeinmasse eine verschiedene serin. So z. B. kann dieselbe aus Gips mit bindenden und dabei eine Leichtstruktur ergebenden Beimischungen, wie Sägespäne, Torfmull, Häcksel, Textilabfall o. dgl., bestehen.
- Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Abb. I einen Sarg nach der Erfindung im Schaubild und Abb. 2 einen Teil desselben Sarges im Querschnitt und größer dargestellt.
- Der Grundstoff der einen in bekannter Weise aus einem Deckel a und einem Unterteil b bestehenden Sarg bildenden Platten ist ein Drahtgewebe I,welches allseitig mit einem Gipsbewurf (Gipsschicht) 2 versehen ist. Dieser Schicht 2 sind Sägespäne, Torfmull, Häcksel, Textilabfälle o. dgl. spätestens vor der Verarbeitung der mit Wasser angerührten Gipsschicht beigemischt worden. Derartige Beimischungen machen die Gipsschicht leicht, holzähnlich und nagelbar und binden sie gegen ein Reißen derselben.
- Zur Erhöhung dieser Bindung kann in die Gipsschicht zusätzlich eine Einlage aus einem Schilfrohrgewebe 3 eingelegt werden. Ferner ist es zweckmäßig, die Innen- und Außenflächen derartiger Platten mit einem wetterfesten Anstrich zu bedecken, so daß ein aus solchen Platten bestehender Sarg auch im Erdreich auf lange Zeit erhalten bleibt.
- Bei der Verwendung eines solchen Sarges für Verbrennungszwecke empfiehlt es sich, dem Mischgefüge etwas Chlormagnesium beizufügen, um die Brennbarkeit desselben zu erhöhen. Für derartige Zwecke kann unter Umständen das Drahtgewebe 1 ganz oder teilweise in Wegfall kommen, ohne daß dadurch die Stabilität des Sarges wesentlich verringert wird. Für Zwecke der Erdbestattung empfiehlt sich als Bestandteil einer Sargwand etwa 3 Teile Gips und I Teil von den Beimischungen.
- Die Herstellung solcher Wände erfolgt in bekannter, einfacher Weise in hierfür geeigneten Formen.
- PATENTANSPROCHE: I. Sarg, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem mehr oder weniger brennbarem Kunststeingemisch besteht.
Claims (1)
- 2. Sarg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe aus Gips mit bindenden und dabei eine Leichtstruktur ergebenden Beimischungen, wie z. B. Sägespäne, Torfmull, Häcksel, Textilabfall o. dgl., besteht.3. Sarg nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gips nur leicht verbrennbare Beimischungen bzw. in einem größeren Verhältnis als sonstiges Mischgut und evtl. etwas Chlormagnesium oder ein sonstiger leicht brennbarer Stoff beigemischt ist.4. Sarg nach Anspruch I, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gips eine Einlage aus Schilfrohr o. dgl. beigemischt ist.5. Sarg nach Anspruch I, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gipsschicht ein Gewebe aus Draht o. dgl. vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEU91A DE812811C (de) | 1950-01-03 | 1950-01-03 | Sarg |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE812811C true DE812811C (de) | 1951-09-06 |
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ID=7564740
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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1950
- 1950-01-03 DE DEU91A patent/DE812811C/de not_active Expired
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