DE8128083U1 - Schleifscheibe - Google Patents
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Classifications
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- B24—GRINDING; POLISHING
- B24D—TOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
- B24D7/00—Bonded abrasive wheels, or wheels with inserted abrasive blocks, designed for acting otherwise than only by their periphery, e.g. by the front face; Bushings or mountings therefor
- B24D7/02—Wheels in one piece
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Description
Guilleaume-¥erk W. u. Dr. Ing. A. Guilleaume
Gartenstr. 7-17, 5300 Bonn 3
Die Erfindung betrifft eine Schleifscheibe, insbesondere zum
Einstechschleifen schmaler tiefer Schlitze, Nuten oder dgl., deren Schleifkörper auf das Bearbeitungsmaß abgerichtet ist.
Es ist ein bekanntes Problem, daß Schleifscheiben beim Einstechschleifen
schmaler tiefer Schlitze oder Nuten an Führungen oder Verzahnungen verlaufen oder zerbrechen können. Dieser Gefahr
wird entgegengewirkt, indem die Schleifscheiben sehr genau ausgewuchtet
werden und bei der Herstellung eine hohe Rundlaufgenauigkeit angestrebt wird. Die Erfüllung solcher Forderungen ist
aufwendig und bereitet insbesondere bei schmalen und tiefen Einstichen Schwierigkeiten, da zur Durchführung solcher Bearbeitungen
vielfach heißgepreßte Schleifscheibenqualitäten verwendet werden müssen, die sich beim Nachhärten leicht verziehen. Aus Sicherheitsgründen
ist deshalb vorgeschrieben, daß der Quotient Schleifscheibenbreite
zu Außendurchmesser größer/gleich 0,02 sein muß. |
Nachteilig ist ferner bei derartigen Schleifscheiben, daß der not- |
wendige Abrichtvorgang auf die für die Bearbeitung gewünschte |
Stärke der Schleifscheibe teuer und aufwendig ist. So entsteht |
beim Abrichten ein Verschleiß des Schleifkörpers (Abrichtverschleiß)|
der meistens erheblich größer ist als der Arbeitsverschleiß. § Ferner müssen zum Abrichten sehr teure Diamantwerkzeuge verwendet
werden, bei denen Diamant Schädigungen auftreten, wenn nicht
hohe Abrichtzeiten in Kauf gex>mmen werden sollen. \
- 2 ■
— P —
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schleifscheibe
zu schaffen, die in vergleichsweise einfacher Weise auf das gewünschte Bearbeitungsmaß abgerichtet werden kann, wobei die
Gefahr einer Diamant Schädigung des Abrichtwerkzeugs vermindert ist und eine Reduzierung der Abrichtzeit erzielt wird.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß parallel zum
Schleifkörper eine mit diesem verbundene inaktive, den Umlauf und die Festigkeit gegen Sprengung stabilisierende Stützschicht
angeordnet ist, die zum Abrichten wenigstens teilweise abarbeitbar f\ ist. Vorzugsweise ist der Schleifkörper beidseitig mit je einer
"~ Stützschicht versehen. Diese kann aus organischem oder keramischem
Binder bestehen.
Kerngedanke der Erfindung ist dabei, nur die mittlere Schicht bei der bevorzugten Dreischichtscheibe als aktiven Schleifkörper, also
als Arbeitsschicht, auszubilden, während die beiden äußeren Schichten insbesondere aus Binder der Stabilisierung dienen. Diese können
dann mit einem Diamantwerkzeug bis zu einer der Schlitz- oder Nutentiefen entsprechenden Höhe abgearbeitet werden. Dieser Abrichtvorgang
ist im Vergleich zum Stand der Technik in einfacher Weise durchzuführen und nicht diamant schädigend, so daß bei gleichbleibenden
Diamantverschleiß eine wesentliche Verringerung der Abricht-(^)
zeiten erreicht wird. Die Abrichtkräfte werden reduziert.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, |
die Stützschicht mit Füllstoffen, insbesondere Glasfritte, Kork oder Gesteinsmehl zu versetzen, um unter Beibehaltung der stabilisierenden
Wirkung weiter die Abrichtzeiten zu verkürzen und insgesamt die Schleifscheibe zu verbilligen. Eine weitere Erhöhung
der Stabilität ist möglich, indem man den die Arbeitsschicht darstellenden Schleifkörper mit Glasgewebe verstärkt.
Generell kann die Schleifscheibe der Erfindung heißgepreßt werden
oder auch kaltgepreßt sein, wenn die Leistung nicht zu hoch sein muß. Dabei ist beim Pressen Wert daraufzulegen, den als Arbeitsschicht wirkenden Schleifkörper so genau wie möglich einzustellen,
um die vom Diamanten im Wege des Abrichtens vorzunehmende Korrektur des aktiven Teils der Schleifscheibe so gering wie möglich
zu halten. Dies kann in einfacher Weise in zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht werden, daß die Verbindung
der Stützschichten zum Schleifkörper während der Herstellung mit einer Papierlage abdeckt, die beim Preßvorgang zerstört wird. Mit
dieser Maßnahme ist es möglich, eine außerordentlich gleichmäßig ausgebildete Arbeitsschicht insbesondere bei der Dreischicht scheibe
zu erhalten.
Vorzugsweise besteht der Schleifkörper aus einem Phenolharzversatz
mit 50 bis 20 Gew. % Schleifmittel und 80 bis 50 Gew. % Binder und besteht jede Stützschicht aus 100 bis 10 Gew. % Binder, Rest
Glasfritte, Kork und/oder Gesteinsmehl.
S Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in der Zeichnung dargestellt
sind. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine nicht abgerichtete Dreischichtschleifscheibe,
schematisch,
Fig. 2 eine nicht abgerichtete Zweischichtschleifscheibe,
schematisch und
Fig. 3 eine abgerichtete Dreischicht scheibe mit Werkstück,
schematisch.
Grundsätzlich besitzen die drei dargestellten Schleifscheiben
einen Schleifkörper 1, der aus einem Phenolharzversatz mit 50 bis 20 % Schleifmaterial und 80 bis 50 % Binder besteht. Auf diesem
Schleifkörper 1 ist entweder einseitig oder zu beiden Seiten eine Stützscheibe 2, 3 fest angeordnet, die jeweils aus 100 bis 10 Gew. %
I Binder und einem Rest aus Quarz (weiche Glasfritte) oder Kork oder
I einem weichen Gesteinsmehl bestehen, das nicht diamant schädigend ist,
;ί Als Binder können die üblichen anorganischen Bindemittel, bei-I
spielsweise keramischer oder mineralischer Art sowie organische I Bindemittel, wie Kunstharze, Verwendung finden. Durch den Versatz
1 mit Füllstoffen wird eine wesentliche Verbilligung erreicht.
(j Zum Abrichten der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Schleifscheiben
auf das beim Einstechschleifen gewünschte Arbeitsmaß schmaler tiefer Schlitze oder Nuten, werden die Stützscheiben 2, 3 abgetragen,
wie Fig. 3 der Zeichnung entnehmbar ist. Dabei wird der aktive Schleifkörper 1 nur sehr wenig vom Diamanten korrigiert,
insbesondere wenn im Wege der Herstellung die Verbindung von der Stützscheibe zum Schleifkörper mit einer Papierlage aus Filterpapier
oder Vlies abgedeckt war, welches beim Preßvorgang durch I die Temperatureinwirkung zerstört worden ist. Beim Abrichten wird
* nur der jeweils notwendige Teil der Stützscheiben 2, 3 entfernt.
;; Der verbleibende Rest der Stützscheiben stellt die gewünschte
' t'\ Stabilität beim Bearbeitungsvorgang des Werkstücks 4 sicher.
Zusammenfassung: Schleifscheibe, insbesondere zum Einstechschleifen
Bei dieser Schleifscheibe ist zwecks einfacherer Abrichtung auf
das gewünschte Bearbeitungsmaß vorgeschlagen, einen Mehrschichtaufbau, insbesondere Dreischichtaufbau vorzusehen, bei dem parallel
zu dem aktiven Schleifkörper (1) einseitig oder beidseitig eine mit dem Schleifkörper (1) verbundene inaktive, den Umlauf und die
Festigkeit gegen Sprengung stabilisierende Stützschicht (2, 3) angeordnet ist, die zum Abrichten wenigstens teilweise leicht abarbeitbar
ist. Die Stützschicht besteht aus einem Binder, insbesondere PhenolharZj der ggf. mit Füllmaterial versetzt sein kann.
Fig. 3
e zugszeichenliste :
1 Schleifkörper
2 Stützscheibe
3 Stützscheibe
4 Werkstück
• t t ICi I I I
Claims (7)
1. Schleifscheibe, insbesondere zum Einstechschleifen schmaler,
tiefer Schlitze, Nuten oder dgl., deren Schleifkörper auf das Bearbeitungsmaß abrichtbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Schleifkörper (1) eine mit diesem verbundene
inaktive, den Umlauf und die Festigkeit gegen Sprengungen stabilisierende Stützschicht (2 oder 3) angeordnet ist, die zum Abrichten
wenigstens teilweise abarbeitbar ist.
2. Schleifscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schleifkörper (1) beidseitig mit je einer Stützschicht (2, 3) versehen ist.
3. Schleifscheibe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützschicht (2 oder 3) aus organischem oder keramischem
Binder besteht.
4. Schleifscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis"3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützschicht (2 oder 3) mit Füllstoffen, insbesondere
Glasfritte, Kork oder Gesteinsmehl versetzt ist.
5. Schleifscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Schleifkörper (1) und der Stützschicht (2 oder 3) im Rohzustand eine beim Preßvorgang zerstörbare Papier
lage angeordnet ist.
6. Schleifscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schleifkörper (1) durch Glasgewebeeinlagen verstärkt ist.
• · * I ■ »
7. Schleifscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schleifkörper (1) aus einem Phenolharzversatz mit 50 bis 20 Gew. % Schleifmittel und 80 bis 50 Gew. % Binder
und jede Stützschicht (2 oder 3) aus 100 bis 10 Gew. % Binder, Rest Glasfritte, Kork und/oder Gesteinsmehl bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19818128083U DE8128083U1 (de) | 1981-09-25 | 1981-09-25 | Schleifscheibe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19818128083U DE8128083U1 (de) | 1981-09-25 | 1981-09-25 | Schleifscheibe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8128083U1 true DE8128083U1 (de) | 1982-03-25 |
Family
ID=6731550
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19818128083U Expired DE8128083U1 (de) | 1981-09-25 | 1981-09-25 | Schleifscheibe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8128083U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018212668A1 (de) * | 2018-07-30 | 2020-01-30 | Robert Bosch Gmbh | Schleifartikel |
-
1981
- 1981-09-25 DE DE19818128083U patent/DE8128083U1/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102018212668A1 (de) * | 2018-07-30 | 2020-01-30 | Robert Bosch Gmbh | Schleifartikel |
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