DE8122900U1 - Elektrisches Bauteil - Google Patents
Elektrisches BauteilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Bauteil, bestehend aus einem in einem zur Aufnahme von Vergußmasse bestimmten
Kunststoffbecher angeordneten Bauelement mit radialen Anschlüssen.
Von elektrischen Bauteilen der angegebenen Art wird gefordert, -|
daß die Anschlußdrähte bezüglich der Becherkanten eine ganz | definierte Lage einnehmen, um sicherzustellen, daß beim Bestücken
von ein bestimmtes Rastermaß aufweisenden Platinen keine Schwierigkeiten entstehen.
Diese Forderung ist nicht einfach zu erfüllen, da beim Einbringen der beispielsweise als Rund- oder Flachwickel ausgebildeten
Bauelemente in den Becher sowie beim anschließenden ■;
Einbringen von Vergußmasse häufig ein Diagonalversatz, ein seitliches Verrutschen oder ein Kippen der Anschlußdrähte
auftritt. Eine Korrektur solcher Fehlausrichtungen zwischen Becher und Bauelement ist zumindest in wirtschaftlicher Weise
nicht möglich, da ein Halten der Anschlußdrähte während des zum Zwecke des Aushärtens der Vergußmasse erforderlichen
Durchlaufs durch einen Ofen zu hohen Aufwand erfordert.
Es ist bereits bekannt, in Kunststoffbechern Klemmbacken oder
Klemmlappen für die Bauelemente vorzusehen. Diese Klemmbacken .'
oder Klemmlappen drücken aber in unerwünschter Weise auf die stirnseitigen Kontaktierungen, was insbesondere im Falle von :
empfindlichen, auf die Stirnseiten von Kondensatorwickeln auf- ;
gebrachten Schoopierungsschichten zu elektrischen Ausfällen ; führen kann. Außerdem ist es schwierig, mittels derartiger
Klemmbacken oder Klemmlappen eine ausreichende zweidimensionale Zentrierung des Bauelements im Becher zu gewährleisten.
Ferner ist es bereits bekannt, in den Kunststoffbechern Seitenschlitze
zur Aufnahme der Anschlußdrähte vorzusehen und auf diese
Weise eine Wickelzentrierung zu erreichen. Nachteilig bei dieser Anordnung ist vor allem, daß sich dabei keine Verklenunung
zwischen Becher und Bauelement ergibt und damit die Bauteile auf einem Transportband durch den Aushärteofen
geführt werden müssen, wobei im Falle eventueller Becherundichtigkeiten oder im Falle eines Übervergusses Gießharzverbindungen zwischen Becher und Unterlage bzw. Becherhalterung
entstehen, die zu erheblichen Ablaufstörungen in der Fertigung führen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein elektrisches Bauteil der eingangs definierten Art mit geringstmöglichem
Aufwand so auszubilden, daß einerseits eine eindeutige und sichere gegenseitige Lagefixierung von Becher und Bauelement
und damit eine definierte Lage der Anschlußdrähte sichergestellt werden kann und andererseits diese gegenseitige Fixierung
von Becher und Bauelement die elektrische Kontaktierung des Bauelements nicht beeinträchtigt und dennoch derart fest ist,
daß das vergossene Bauteil hängend durch einen Aushärteofen geführt werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch, daß die aus Draht oder Stanzteilen bestehenden radialen Anschlüsse im
Becherbereich wenigstens eine axiale Ausbauchung aufweisen und daß an den den radialen Anschlüssen gegenüberliegenden Innenwänden
des Bechers Führungen für diese axialen Ausbauchungen vorgesehen sind.
Mittels der mit geringem Aufwand herzustellenden axialen Ausbauchungen
oder Kröpfungen der radialen Anschlußelemente ist es möglich, in Verbindung mit den an den Becherstirnwänden
vorgesehenen Führungen jeglichen Diagonalversatz, jegliches seitliche Verrutschen und Kippen der Anschlußdrähte auszuschalten
und außerdem durch eine zwischen den Kröpfungen und den Führungen erreichbare Klemmung eine mechanisch ausreichend
feste Verbindung zwischen Bauelement und Becher zu erzielen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Führungen an den Becherstirnwänden als Schnappaufnahmen
für die jeweils zugeordneten Axialkröpfungen ausgebildet.
Diese Schnappaufnahmen ermöglichen einen ganz definierten Einsatz der Bauelemente in die jeweiligen Becher bei Sichersteliung
einer zweidimensionalen Bauelement-Becherzentrierung ohne jegliche mechanische Belastung des elektrischen Bauelemts.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Schnappfixierung zwischen Bauelement
und Becher besteht darin, daß die Becher auf die Bauelemente aufgesteckt und nach erfolgtem Einbringen des Vergußmaterials
freitragend durch einen Aushärteofen geführt werden können. Dies ist vor allem dann von ganz besonderer Bedeutung,
wenn moderne Fertigungsstraßen bzw. Vergußautomaten Verwendung finden, durch die die radiale Anschlüsse aufweisenden Bauelemente
gegurtet, d.h. noch mit gegenseitiger Verbindung über die Anschlußelemente
durch die verschiedenen Stationen und auch durch den Aushärteofen geführt werden, da in diesem Falle die Becher
kontinuierlich auf die Bauelemente gesteckt, mit Gießharz gefüllt und durch den Ofen geführt werden können, wobei im Aushärteprozeß
bei eventuellen Becherundichtigkeiten oder im Falle eines Übervergusses keinerlei Gießharzverbindungen mit einer
Unterlage oder Becherhalterung entstehen können, da die Bauteile freitragend transportiert werden.
Wenn für bestimmte Bauelemente diesen angepaßte Becher Verwendung finden, so wird der Abstand der Schnappaufnahme vom Becherboden
zumindest geringfügig größer gewählt als der Abstand der Unterkante des innerhalb des Toleranzbereichs Größtmaß aufweisenden
Bauelementes von der Axialkröpfung. Auf diese Weise wird einerseits eine problemfreie und auch automatisch durchführbare
Positionierung der elektrischen Bauelemente in den Bechernge-
• · Il
währleistet und andererseits ein einwandfreier Verguß sichergestellt.
Eine weitere vorteilhafte Besonderheit der Erfindung besteht darin, daß die radialen Anschlüsse mit ihren Kröpfungen Ausgleichsorgane
zur Anpassung unterschiedlich großer Bauelemente an Becher vorgegebener Größe bilden. Dabei ist lediglich dafür
zu sorgen, daß der Abstand der Unterkante des jeweiligen Bauelementes bezüglich der Kröpfung in den Anschlußdrähten im
wesentlichen gleich gewählt wird, da dann sichergestellt ist, { daß durch das Zusammenwirken von Kröpfungen und Schnappaufnahmen
die geforderte exakte gegenseitige Ausrichtung von Bauelement und Becher und die sichere zweidimensionale Fixierung
erhalten wird.
Jeder in Form einer Vertiefung in der Becherwand ausgebildeten Schnappaufnahme ist zweckmäßigerweise eine Zentrierführung zugeordnet,
die das Aufstecken der Becher auf die Bauelemente bzw. das Einbringen der Bauelemente in die Becher erleichtert.
Bevorzugt handelt es sich bei den in die Kunststoffbecher eingebrachten
elektrischen Bauelementen um Kondensatoren in Form von Rund- oder Flachwickeln, deren Anschlußdrähte in stirnseitigen
Schoopierschichten fixiert sind. Die Kröpfungen werden dabei bevorzugt unmittelbar angrenzend an die fixierten Drahtbereiche
angebracht, da sich auf diese Weise besonders stabile /. Kröpfungen erzielen lassen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische, teilweise geschnitten dargestellte Ansicht eines elektrischen Bauteils in Form eines
in einem Becher fixierten Kondensatorwickels, und
I· III· »III
I t
■ ■
Fig. 2 eine perspektivische Detaildarstellung einer möglichen Ausführungsform einer Schnappaufnahme für die Axialkröpfungen
radialer Anschlußelemente.
Die Schnittansicht nach Fig. 1 zeigt einen Kunststoffbecher 1,
der zur Aufnahme eines elektrischen Bauelements in Form eines Wickelkondensators dient, der stirnseitig mit Anschlußdrähten 3
versehen ist.
Die Anschlußdrähte sind in stirnseitigen Schoopxerschichten fixiert, und zwar über ihre gesamte, sich über die Stirnseite
erstreckende Länge.
Die Anschlußdrähte 3 besitzen jeweils eine axiale Kröpfung 6, die in eine entsprechend geformte Schnappaufnahme 5 in der
stirnseitigen Becherwand 4 eingreift.
Anstelle eines gekröpften Drahtes 3 können als Anschlußelemente auch Stanzteile in entsprechender Form verwendet werden.
Durch das Einschnappen der Axialkröpfungen 6 in die Paßaufnahmen 5 wird das Bauelement 2 zum Becher in eindeutiger Weise zweidimensional
zentriert und durch die sich dabei ergebende Verrastung zwischen Anschlüssen 3 und Becherwandung 4 eine sichere
Fixierung zwischen Bauteil und Becher erhalten, die ausreichend fest ist, um auch nach dem Auffüllendes Bechers mit Vergußmaterial
einen hängenden Transport durch den Aushärteofen zu ermöglichen.
Fig. 1 läßt auch erkennen, daß im Becher 2 vorgegebener Größe auch unterschiedliche Abmessungen aufweisende elektrische Bauelemente
eingesetzt und mittels der Anschlußdrähte 3 zweidimensional zentriert befestigt werden können. Dazu ist lediglich erforderlich,
den Abstand zwischen Bauteilunterkante und Axialkröpfung im wesentlichen entsprechend dem Abstand zwischen
Schnappaufnahme 5 und Becherboden zu wählen. Fig. 1 zeigt einerseits die Fixierung eines eine Vertikalabmessung B besitzenden
elektrischen Bauteils 2 sowie die Fixierung eines eine geringere Vertikalabmessung B1 besitzenden Bauteils 21 im gleichen Kunststoffbecher
1, wobei der Abstand A zwischen der Unterkante der jeweiligen Bauteile 2, 2* von der Oberkante des Bechers 1 stets
gleich ist und der notwendige Befestigungsausgleich über die Anschlüsse 3 vorgenommen wird.
Fig. 2 zeigt eine Teilansicht eines Kunststoffbechers mit einer
speziellen Ausführungsform einer Schnappaufnahme für die Axialkröpfungen der Bauteilanschlüsse.
Die Stirnwand 4 des Bechers 1 ist in diesem Falle mit einem Ansatz 7 versehen, in dem eine nach oben offene Führung 8 ausgebildet
ist, an die sich ein Schnappaufnahmebereich 5 anschließt.
Wird ein derart ausgebildeter Becher auf ein elektrisches Bauelement
aufgesteckt, dessen Anschlußdrähte mit Axialkröpfungen der in Fig. 1 gezeigten Art versehen sind, so erbringt der Abschnitt
8 der Ausnehmung eine Einführzentrierung und der Schnappaufnahmebereich 5 die endgültige zentrierte Lagefixierung zwischen
Becher und Bauelement, wobei in gleicher Weise, wie dies in Fig. 1 zu sehen ist, jegliche mechanische Belastung der Kontaktierung
vermieden wird. Von Vorteil ist dabei auch, daß sich Wickeltoleranzen nicht störend auswirken.
Claims (9)
1. Elektrisches Bauteil, bestehend aus einem in einem zur Aufnahme
von Vergußmasse bestimmten Kunststoffbecher angeordneten Bauelement mit radialen Anschlüssen, dadurch gekennzeichnet , daß die aus Draht oder Stanzteilen
bestehenden radialen Anschlüsse (3) im Becherbereich wenigstens eine axiale Ausbauchung (6) aufweisen und
daß an den den radialen Anschlüssen gegenüberliegenden
Innenwänden (4) des Bechers (1) Führungen (5, 8) für diese axialen Ausbauchungen (6) vorgesehen sind.
Innenwänden (4) des Bechers (1) Führungen (5, 8) für diese axialen Ausbauchungen (6) vorgesehen sind.
2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausbauchungen (6) von Kröpfungen der Anschlußdrähte (3) gebildet sind.
MANlTZ FINSTERWALD HEYN MORGAN BOOO MÜNCHEN 22 ROBERTKOCHSTRASSE 1 TEL (089)224211 TELEX 05296Ϊ2 PATUF
GFUMKOW BOTERMUND 7000 STUTTGART 50 (BAD CANNSTATT) SE ELBE RGSTB 23/25 TEL (0711)567261
ZENTRALKASSE BAYER VOLKSBANKEN MÜNCHEN ■ KONTO-NUMMER 7270 · POSTSCHECK MÜNCHEN 77062-605
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f 2
r; — Δ —
3. Bauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß wenigstens eine der beiden Führungen
an den Becherwänden (4) als Schnappaufnähme (5) für die jeweils zugeordnete Axialkröpfung (6) ausgebildet ist.
4. Bauteil nach Anspruch· 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Schnappaufnähme (5) vom Becherboden
zumindest geringfügig größer ist als der Abstand der Unterkante des innerhalb des Toleranzbereichs Größtmaß aufweisenden
Bauelements (2) von der Axialkröpfung (6).
5. Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die radialen Anschlüsse
(3) mit ihren Kröpfungen (6) Ausgleichsorgane zur Anpassung unterschiedlich großer Bauelemente (2, 2') an Becher (1)
vorgegebener Größe bilden.
6. Bauteil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , daß jeder der in Form einer Vertiefung in der Becherwand (4) ausgebildeten
Schnappaufnahmen (5) eine Zentrierführung (8) zugeführt ist.
7. Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Axialkröpfungen (6)
der Anschlußdrähte (3) im Bereich der Oberkante des jeweiligen Bechers (1) vorgesehen sind.
8. Bauteil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauelement
(2) aus einem als Rund- oder Flachwickel ausgebildeten Kondensator besteht.
9. Bauteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß die Anschlußdrähte (3) in stirnseitigen Schoopierschichten
fixiert und die Axialkröpfungen (6) unmittelbar angrenzend an die fixierten Drahtbereiche vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3130837 | 1981-08-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8122900U1 true DE8122900U1 (de) | 1982-08-05 |
Family
ID=1328834
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8122900U Expired DE8122900U1 (de) | 1981-08-04 | Elektrisches Bauteil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8122900U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3332293A1 (de) * | 1983-09-07 | 1985-03-21 | Ernst Roederstein Spezialfabrik für Kondensatoren GmbH, 8300 Landshut | Elektronisches oder elektrisches bauelement |
-
0
- DE DE8122900U patent/DE8122900U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3332293A1 (de) * | 1983-09-07 | 1985-03-21 | Ernst Roederstein Spezialfabrik für Kondensatoren GmbH, 8300 Landshut | Elektronisches oder elektrisches bauelement |
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