DE8122325U1 - Spannfutter, insbesondere gewindeschneidfutter - Google Patents
Spannfutter, insbesondere gewindeschneidfutterInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B31/00—Chucks; Expansion mandrels; Adaptations thereof for remote control
- B23B31/02—Chucks
- B23B31/10—Chucks characterised by the retaining or gripping devices or their immediate operating means
- B23B31/12—Chucks with simultaneously-acting jaws, whether or not also individually adjustable
- B23B31/16—Chucks with simultaneously-acting jaws, whether or not also individually adjustable moving radially
- B23B31/16158—Jaws movement actuated by coaxial conical surfaces
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Description
PATENTANWALT DIPUPHYS. BR. HETMANN PAY
Günter Horst Röhm
Heinrich-Röhm-Straße 50
7927 Sontheim -
Heinrich-Röhm-Straße 50
7927 Sontheim -
7900 Ulm, 23.07.1981 Akte G/5543 th
Spannfutter, insbesondere Gewindeschneidfutter
Die Erfindung betrifft ein Spannfutter, insbesondere Gewindeschneidfutter, mit einem an eine Antriebswelle
einer Antriebsmaschine anschließbaren Futterkörper und mit Spannbacken, die im Futterkörper radial verstellbar
geführt und gegen Axialverschiebungen gesichert sowie außerdem an zur Futterachse konvergierenden
Spannflächen einer außen auf dem Futterkörper vorgesehenen Spannhülse in einem axialen Druck und Zug
übertragenden Formschluß geführt sind.
Bei einem aus der US-PS 1 509 O61 bekannten Spannfutter
dieser Art ist die Spannhülse drehbar und axial unverschiebbar am Futterkörper geführt. Zwischen den
Spannbacken und dem Futterkörper ist eine Spannscheibe angeordnet, an der in Schwalbenschwanzführungen
die Spannbacken radial verstellbar geführt sind. Die Spannbacken sind außerdem an der Spannhülse über an
deren Spannflächen längs verlaufende Schwalbenschwanz-
führung gehalten, so daß im Ergebnis die Spannhülse, die Spannbacken und die Spannscheibe drehfest miteinander
verbunden sind, die Spannscheibe und die Spannbacken aber Axialverstellungen gegenüber der
Spannhülse erfahren können. Die Spannscheibe ist gegen den Futterkörper über Schrägflächen abgestützt,
die zu Axialverstellungen der Spannscheibe gegenüber dem Futterkörper führen, wenn die Spannscheibe und
der Futterkörper gegeneinander verdreht werden. Der Zweck der beschriebenen Anordnung besteht darin,
beim drehenden Bohren den Spannvorgang automatisch durch das im Betrieb entstehende Drehmoment auszuüben,
das den Futterkörper gegenüber der Spannscheibe verdreht. Die damit verbundene Axialverschiebung der
£ Spannscheibe führt zum Spannen des Werkzeugs.
Nachteilig bei diesem bekannten Spannfutter ist der mit der Spannscheibe verbundene konstruktive und
funktionsmäßige Aufwand sowie die Tatsache, daß der von der Spannscheibe bewirkte Spannvorgang für schlagend
belastete Spannfutter, wie an Schlagbohrmaschinen oder Bohrhämmern, wegen des dann entweder überhaupt
nicht oder nur unzureichend auftretenden Drehmomentes nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spannfutter der eingangs genannten Art so auszubilden,daß
unter Verzicht auf eine Spannscheib? der Spannvorgang
in einfacher Weise erfolgen kann, und zwar unabhängig davon, ob das Spannfutter zum drehenden
oder schlagenden Bohren benutzt wird, daß ferner das Spannfutter einfach und betriebssicher aufgebaut und
schließlich eine automatische Nachspannung möglich ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Spannhülse axial verschiebbar am Futterkörper
geführt und zwischen dem Futterkörper und der Spannhülse eine axial wirkende Spannfeder vorgesehen
ist, welche die Spannhülse in der dem Spannvorgang der Spannbacken entsprechenden Verschiebungsrichtung beaufschlagt.
Der durch die Erfindung erreichte Fortschritt besteht im wesentlichen darin, daß zum Spannen und Lösen des
Werkzeuges nur das axiale Verschieben der Spannhülse erforderlich ist, wobei die Spannkraft durch die
Spannfeder erzeugt wird, die jederzeit eine Nachspannung bewirkt. Zwar darf die Kraft der Spannfeder nur
so groß sein, daß von Hand ein Verschieben der Spannhülse gegen die Spannfeder möglich ist, um ein eingespanntes
Werkzeug lösen zu können; jedoch bedarf es jedenfalls dann keiner hohen Federkraft, wenn eine
drehfeste Einspannung des Werkzeuges im Spannfutter
nicht erforderlich ist oder durch einen Formschluß zwischen Werkzeug und Spannbacken in Drehrichtung,
beispielsweise durch Mitnehmerflächen oder dergl. wie etwa bei Gewindebohrern, bewirkt wird. Für derartige
Einsatzzwecke ist das erfindungsgemäße Spannfutter besonders geeignet.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbacken zu zweit
in sich diametral zur Futterachse gegenüberstehender Anordnung vorgesehen sind, daß der Futterkörper aus
einem die Spannbacken in parallelwandigen Führungsschlitzen aufnehmenden Führungsstück und einem Dekkelstück
besteht, das die am vorderen Ende offenen Führungsschlitze abschließt und mit einem Kragen
die Spannhülse außen übergreift, und daß die Spannbacken einerseits am Boden der Führungsschlitze und
andererseits am Deckelstück anliegen. Die Spannbakken können gemeinsam eine im Querschnitt quadratische
Einspannöffnung für ein Bohrwerkzeug mit einem Vierkantschaft bilden. Zur Herstellung des zug- und
druckübertragenden Formschlusses sind zweckmäßig die konvergierenden Spannflächen der Spannhülse mit
Längsnuten schwalbenschwanzförmigen Querschnittes versehen, in die die Spannbacken mit entsprechend
schwalbenschwanzförmigen Führungsleisten eingreifen. Weiter empfiehlt es sich, daß zwischen dem Futter-
(•••••••ti
II·· ··· li
körper und der Spannhülse ein Ringraum ausgespart ist, in dem die Spannfeder als schraubenförmige
Druckfeder angeordnet und axial an einer Ringschulter des Futterkörpers einerseits und an einer Ringschulter
der Spannhülse andererseits abgestützt ist.
Im folgenden wird die- Erfindung an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher
erläutert; es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch ein Spannfutter nach der Erfindung,
Fig. 2 den Schnitt in Richtung II - II in Fig. 1.
In der Zeichnung ist der Futterkörper allgemein mit 1 bezeichnet. Der Futterkörper 1 besitzt in üblicher
Weise eine Aufnahme 2 für eine nicht dargestellte Antriebswelle einer ebenfalls nicht dargestellten
Antriebsmaschine. Die Spannbacken 3 sind im Futterkörper 1 radial verstellbar geführt und gegen Axialverschiebungen
gesichert. Im einzelnen sind die Spannbacken 3 zu zweit in sich diametral zur Futterachse
4 gegenüber stehender Anordnung vorgesehen. Sie bilden gemeinsam eine Einspannöffnung 5 etwa
quadratischen Querschnittes zur Aufnahme eines entsprechend vierkantigen Werkzeugschaftes 6. Der Futterkörper
1 besteht aus einem die Spannbacken 3 in pa-
rallelwandigen Pührungsschlitzen 7 aufnehmenden Führungsstück
1.1 und aus einem Deckelstück 1.2, das die am werkzeugseitigen vorderen Ende offenen Führungsschlitze
7 abschließt. Die Spannbacken 3 liegen einerseits am Boden 7.1 der Führungsschlitze 7
und andererseits am Deckelstück 1.2 an und sind dadurch
axial unverschiebbar gehalten. Das Deckelstück
1.2 ist mit dem Führungsstück 1.1 durch Schrauben
1.3 verbunden. Die Spannbacken 3 sind außerdem an
Spannflächen 8 geführt, die vom Deckelstück 1.2 aus in Richtung gegen das Führungsstück 1.1 zur Futterachse
4 hin konvergieren und sich an einer außen auf dem Futterkörper 1 vorgesehenen Spannhülse 9 befinden.
Die Führung der Spannbacken 3 an diesen Spannflächen 8 erfolgt in einem axialen Druck und Zug
übertragenden Formschluß, wozu die Spannflächen 8 mit Längsnuten 8.1 schwalbenschwanzförmigen Querschnittes
versehen sind, in die die Spannbacken 3 mit entsprechend schwalbenschwanzförmigen Führungsleisten
3.1 eingreifen. Über diesen Formschluß ist die Spannhülse 9 außerdem gegen Verdrehungen gesichert.
Im Ergebnis ist die Spannhülse 9 lediglich axial verschiebbar am Futterkörper 1 geführt. Das
Deckelstück 1.2 übergreift mit einem Kragen 1.4 die
Spannhülse 9 an deren Außenseite. Zwischen dem Futterkörper 1 und der Spannhülse 9 ist eine axial wirkende
Spannfeder 10 vorgesehen, welche die Spannhül-
se 9 in der dem Spannvorgang der Spannbacken 3 entsprechenden, in der Zeichnung also nach unten gerichteten
Verschiebungsrichtung beaufschlagt. Diese Spannfeder 10 ist als schraubenförmige Druckfeder
in einem Ringraum 11 angeordnet, der zwischen dem Futterkörper 1 und der Spannhülse 9 ausgespart ist.
Die Feder 10 ist axial an einer Ringschulter 12 des Futterkörpers 1 einerseits und an einer Ringschulter
13 der Spannhülse 9 andererseits abgestützt. Unter dem Druck der Spannfeder 10 verschiebt sich die Spannhülse
9 in Fig. 1 nach unten, was zu einer radialen Einwärtsstellung der Spannbacken 3 gegeneinander
führt. Wird die Spannhülse 9 gegen die Kraft der Spannfeder 10 axial nach oben verschoben, verstellen
sich die Spannbacken 3 radial nach außen.
Claims (4)
1. Spannfutter, insbesondere Gewindeschneifutter, mit einem an eine Antriebswelle einer Antriebsmaschine
anschließbaren Futterkörper und mit Spannbacken, die im Futterkörper radial verstellbar
geführt und gegen Axialverschiebungen gesichert sowie außerdem an zur Futterachse konvergierenden
Spannflächen einer außen auf dem Fut-
J terkörper vorgesehenen Spannhülse in einem axia
len Druck und Zug übertragenden Formschluß geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannhülse
(9) axial verschiebbar am Futterkörper (1) geführt und zwischen dem Futterkörper (1) und der
Spannhülse (9) eine axial wirkende Spannfeder (10) vorgesehen ist, welche die Spannhülse (9) in der
dem Spannvorgang der Spannbacken (3) entsprechenden Verschiebungsrichtung beaufschlagt.
— 2 —
2. Spannfutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbacken (3) zu zweit in sich
diametral zur Futterachse (4) gegenüber stehender Anordnung vorgesehen sind, daß der Futterkörper
(1) aus einem die Spannbacken (3) in parallelwandigen Führungsschlitzen (7) aufnehmenden Führungsstück (1.1) und einem Deckelstück (1.2) besteht,
das die am vorderen Ende offenen Führungsschlitze (7) abschließt und mit einem Kragen (1.4) die
Spannhülse (9) übergreift, und daß die Spannbacken (3) einerseits am Boden (7.1) der Führungsschlitze
(7) und andererseits am Deckel stück (1.2) anliegen.
3. Spannfutter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung des axialen
Zug und Druck übertragenden Formschlusses die konvergierenden Spannflächen (θ) der Spannhülse
(9) mit Längsnuten (8.1) schwalbenschwanzförmigen Querschnittes versehen sind, in die die Spannbacken
(3) mit entsprechend schwalbensohwanzförmigen Führungsleisten (3.1) eingreifen.
4. Spannfutter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Futterkörper (1)
und der Spannhülse (9) ein Ringraum (11) ausgespart ist, in dem die Spannfeder (10) als schrau-
"benförmige Druckfeder angeordnet und axial an
einer Ringschulter (12 ) des Futterkörpers (1) einerseits und an einer Ringschulter (13) der
Spannhülse (9) andererseits abgestützt ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE19818122325U DE8122325U1 (de) | 1981-07-30 | 1981-07-30 | Spannfutter, insbesondere gewindeschneidfutter |
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Publications (1)
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|---|---|
| DE8122325U1 true DE8122325U1 (de) | 1981-10-22 |
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ID=6729940
Family Applications (1)
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