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Halter für Schreibmittel, insbesondere Kugelschreiberpatronen Auf
dem Markt herrscht hinsichtlich des Ersatzes von Schreibmitteln für vorhandene Schreibmittelhalter
ein völliges Durcheinander. Diies gilt insbesondere auf dem Gebiet der Kugelschreiber.
Es trifft selten zu, daß mehrere Fabriken ihre Kugelschreiber mit Farbstoffpatronen
ausrüsten, welche die gleichen Abmessungen in Länge und Dicke aufweisen, ganz abgesehen
von den Ab-
weichungen in der Konstruktion der Haltemittel, welche die verschiedenen
Fiabrikate zeigen. Unter diesem Mißstand hat insbesondere der Einzelhandel in Schreibwaren
zu leiden, der für Dutzende von Fabrikaten Ersatzpatronen bereithalten soll, um
jeden Kunden, der einen solchen Ersatz benötigt, befriedigen zu können. In den meisten
Fällen paßt jedoch das Vorrätige nicht in den Halter, für den der Kunde Ersatz sucht,
der nun von Geschäft zu Geschäft wandert, um- unter Umständen überhaupt keine geeignete
Ersatzpatrone mehr für seine Halterkonstruktion zu erhalten.
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Die bekannten Bauarten von Haltern für Kugelschreiberpatronen besitzen
im Innern der Mantelhülse entweder eine Einsteckhülse, in welcher die Farbstoffpatrone
durch Reibung festgehalten wird, oder ein Muttergewinde, in welches die Patrone
auswechselbar eingeschraubt ist. Die Einsteckhülse ist zu diesem Zweck oftmals mit
einem oder mehreren Federschlitzen versehen, was sie aber keinesfalls dafür geeignet
macht, Patronen von verschiedener Dicke aufzunehmen. Vielmehr ist die Einsteckhülse
nur zum Halten eines ganz bestimmten Patronendurchmessers bestimmt, den eben nur
der Hersteller des betreffenden Halters bei seiner individuellenFarbstoffpatroneverwendet.
Dasselbe
gilt hinsichtlich eines im Halter angebrachten Muttergewindes, zu dem eben nur ein
ganz bestimmtes Fabrikat von Ersatzpatrone paßt, die ein genau passendes Außengewindehaben
muß. Diese Außengewinde befinden sich bei manchen Patronen am hinteren Ende, bei
anderen in der Mitte und wieder bei anderen vorn kurz hinter der Patronenspitze,
in der die Schreibkugel gefaßt ist. Also herrscht auch noch hinsichtlich der Lage
der die Patrone im Halter festlegenden Mittel die denkbar größte Verschiedenheit
unter den einzelnen Kugelschreibersystemen.
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Durch die Erfindung soll dieser Mangel, von dessen Beseitigung geradezu
die weitere Verwendung und Einbürgerung dieses sonst vorteilhaften Schreibgerätes
abhängt, beseitigt werden.
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Das Neue besteht darin, daß das mit seinem kegelförmigen Schreibende
(Kugelspitze) am Lochrand der Mantelhülsenaustrittsöffn-ung anstehende und daher
gegen völliges Austreten aus der letzteren gehinderte Schreibmittel (Farbstoffpatrone)
im Innern der Mantelhülse allein mit Hilfe eines lediglich -auf das hintere Ende
des Schreibmittels drückenden, in der Mantelhülse verstellbaren Schiebers zwischen
dem Lochrand der Mantelhülsenau-strittsöffnung und dem Schieber eingespannt ist,
wobei das Schreibende (Kugelspitze) zur Benutzung freiliegt.
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Der am hinteren Ende der Farbstoffpatrone anstehende Teil des Schiebeins
-besitzt gemäß der Erfindung Kegel- oder Glockenform, wodurch die Patrone nach der-
Längsachse des Halters beim Einspannen selbsttätig zentriert wird, gleichgültig
was für eine Form und welches Durchmesserrnaß das hintere Ende der im Handel vorkommenden
üblichen Patronen aufweist.
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Da der Schieber in jedem beliebigen Abstand von der Austrittsöffnung
der Mantelhülse eingestellt werden kann, -ist es auch möglich, Farbstoffpatronen
von jeder beliebigen Länge in den Patronenhalter einzuspannen. Es spielt somit gar
keine Rolle mehr, was für ein Fabrikat von Far-bstoffpatrone im Schreibwarengeschäft
gerade vorrätig ist, denn es läßt sich jede Patrone in den Halter schreibfertig
und ohne -zu wackeln, rasch und auch ohne Zuhilfenahme irgendeines Werkzeuges einspannen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. i den Mittellängsschnitt des neuen Halt-ers mit eingesetzter
Kugelschreiberpatrone, Fig. 2 den Querschnitt nach Linie 11-II der Fig. I, Fig.
3 die Ansicht in hälftigem Längsschnitt und Fig. 4 die Draufsicht in hälftigem
Querschnitt eines Schiebers mit glockenförmigem, hinteren Ende, Fig. 5 den
Mittellängsschnitt der beiden Patroneneinspannstellen mit einer Patrone, die im
Durchmes,ser und in der Länge von der in Fig. 1
dargestellten Patrone abweicht.
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Die in bekannter Weise am vorderen En-de kegelförmig zulaufende Mantelhülse
i weist eine Attstrittsöffnung 2 von solchem Ausmaß auf, daß jedes keglige Ende
der üblichen Farbstoffpatronen zur Benutzung der Schreibkugel austreten kann, ohne
daß ein völliges Herausschlüpfen des Kegels aus der Austrittsöffnung der Mantelhülse
möglich ist. Im Innern der Mantelhülse i -ist eine Gewindehül#se 3 befestigt,
in welche vom hinteren Ende der Mantelhülse i her ein mit zwei diametral gelegenen
Längsschlitzen 4 versehenes Führungsrohr 5 eingeschoben werden kann. Die
beiden Längsschlitze 4 sind nicht bis zum vorderen Ende des Führungsrohres
5 durchgeführt. Da sie, 4, aber bis zum hinteren Ende dieses Rohres
5 reic,hen, kann von diesem Ende her ein mit zwei Zahnstangen 6 ausgestatteter
Schieber 7 SO eingeführt werden, daß die Zahnstangen 6 unter Hervorstehen
ihrer Zähne 8 -in den Längsschlitzen 4 geführt sind. Nach dem Einsetzen des
Schiebers 7 in das Führungsrohr 5 werden die Schlitze 4 auch an ihren
hinteren Enden durch Aufschrauben Oder Auflöten einer zugleich als Drehgriff dienenden
Kappe 9 auf das Führungsrohr 5 geschlossen. Die Zahnteilung der beiden
Zahnstangen 6 stimmt mit der Ganghöhe der Gewindehülse 3 überein.
Infolgedessen kann der Schitber 7 in die Gewindehülse 3 eingeschraubt
werden, was unter Drehen des Führungsrohres 5 geschieht. Während letzteres
in der Gewindehülse 3 gedreht wird, wandert der Schieber 7 nach vorn.
Die Kappe 9 steht mit ihrem vorderen Rand am hinteren Ende der Gewindehülse
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an, so daß das Führungsrohr 5, nicht tiefer als in Rig. i dargestellt,
-in die Gewindehülse 3 eindringen kann. Hingegen kann durch Drehen der Kappe
9 der Schieber 7 an jede gewünschte Stelle der Gewindehülse
3 geschraubt, also auch in jedem beliebigen Abstand von der AustrittsöffnUng
2 der Mantelhülse i eingestellt werden. Der hintere Teil io des hohlen Schiebers
ist beim gezeichneten Ausfü,hrungsbeispiel glockenförmig gestaltet, besitzt also
überhaupt Lkeine Festschraubemittel, welche die im Halter untergebrachte Kugelschreiberpatrone
i i festlegt. Auch ist keine Einsteckhülse im Halter vorgesehen, in welcher das
hintere Ende der Patrone i i durch Reibung festgehalten wird. Vielmehr nimmt die
Glockenform io, wie Fig. i und 5 zeigen, jedes beliebig gestaltete Ende von
Kugelschreiberpetronen i i oder 12 auf. 17 ist ein Außengewinde an der Patrone
i i, das zum Festlegen dieser ;in einem Halter der früheren Art vorgesehen war,
beim neuen Halter aber nicht benötigt wird.
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13 ist eine mit einer Tasche«klammer 14 ausgestattete Schutzhülle,
welche auf die Spitze der Mantelhülse i zur Schonung der Schreibkugel 15 bei Nichtgebrauch
gesteckt wird. Während des Schreibens wird die Schutzhülle 13 in der üblichen Weise
auf das hintere Ende der Mantelhülse i geschoben, wie Fig. i zeigt.
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Das Einbringen einer allgemein käuflichen Ersatzpatrone ii oder 12
von beliebiger Form und Länge geschieht einfach dadurch, daß man nach dem Herausschrauben
des Schiebers 7 aus der Gewin
#dehülse 3 und dem Herausziehen
des Führungsrohres 5 aus dem hinteren Ende der Mantelhülse i von diesem Ende
her die Ersatzpatrone i i oder 12 in die Mantelhülse i einfallen läßt, wobei die
Kugelspitze 15 aus der Austr-ittsöffnurig 2 heraustritt. Alsdann werden der
Schieber 7 und das Führungsrohr 5 wieder in die M,antelliülse i von
hinten eingeschoben, bis die Zähne 8 des Schiebers 7 mit der Gewindehülse
3 -in Eingriff gelangen, wonach durch Drehen an der Kappe 9 und damit
des Führungsrohres 5, der Schieber 7 nach vorn wandert und schließlich
das hintere Ende der Patrone ii oder 12 überfaßt, bis dieses Ende unter selbsttätigem
Zentrieren der Patrone hinten im Glockentel 1 1 o ansteht. Nun ist die Patrone
i i oder 12 zwischen Austrittsöffnung 2 und Glockenteil io schreibfertig eingespannt.
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Beim gezeichneten Ausführungsbeilspiel ist der Schieber
7 in einer besonders vorteilhaft und billig lierzustellenden Ausführungsform
dargestellt. In dieser Form wird er aus einer Blechhülse gewonnen, deren eines Ende
durch Drücken oder Schlagen konisch oder glockenförmig ganz oder nahezu bis zum
Schließen gestaltet ist. Die beiden Zahnstangen 6 werden durch Falten der
Hülse an zwei gegenüberliegenden Stellen hergestellt. Aus diesen beiden Längsfalten
6 erhält man die Zähne 8 durch Anbringen kleiner Ausnehmungen 16.
Die beiden die Zahnstange bildenden Faltenhälften bleiben je-
doch an den
Zahnköpfen miteinander verbunden.
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Der Schieber kann anstatt aus einer Blechhülse wie vorbeschrieben,
auch aus vollem Material hergestellt werden. Außerdem ist es denkbar, ihn in derStellung,
in welcher dieErsatzpatrone zwischen Austritt-söffnung 2 Und dem Schieber
eingespannt ist, auch in anderer Weise als mit Hilfe von -in eine Gewindehülse eingreifenden
Zahnstangen in einem Führungsrohr o. dgl. festzustellen. Zum Beispiel könnte der
in einem Führungsrohr längs verschiebbar gelagerte Schieber anstatt mit zwei Zahnstangen
mit dem Kopfe einer oder zweier kleiner Klemrnschrauben, aus den Schlitzen des Führungsrohres
hervorsehen, welche, wenn sich der Schieber in der Spannstellung befindet, angezogen
"%-erden und so den letzteren unverrückbar festhalten. Auf diese Weise würde zwar
die Ge-N%,indehülse in Wegfall kommen. Dafür aber wären andere Festl--gemittel zum
Sichern de,s Führungsrohres gegen Längsverschiebung in der Spannlage erforderlich.
Außerdem wäre das genaue Einstellen des Schiebers in die Spannlage umständlich.