DE8116638U1 - "trenn- und reinigungseinrichtung fuer ein fluessigkeitsgemisch, das auch feststoffe enthalten kann" - Google Patents
"trenn- und reinigungseinrichtung fuer ein fluessigkeitsgemisch, das auch feststoffe enthalten kann"Info
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Description
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Trenn- und Reinigungseinrichtung für ein Flüssigkeitsgemisch, das auch Feststoffe enthalten kann.
Die Verschmutzung von Wasser durch Kohlenwasserstoffe wie Lösungsmittel,
Mineralöle oder Treibstoffe tritt verhältnismässig häufig auf. Diese Gefahr ist z.B. bei Garagen, öllagern,
Umschlag- und Flugplätzen besonders gross, von denen Kraftoder Brennstoff nicht nur in das Grundwasser, sondern auch in
vorbeifliessende Gewässer gelangen kann. Ähnliche Probleme treten in der chemischen Industrie auf, wo naturgemäss auch
andere Stoffe vorkommen und die Abscheidung einzelner Komponenten aus einem Flüssigkeitsgemisch erwünscht oder erforderlich
ist. Es sind dafür verschiedenartige Filter bekannt.
Diese Abscheidung wird noch um einen Grad schwieriger, wenn auch Feststoffe im Flüssigkeitsgemisch enthalten sind, weil
dadurch die flüssigkeitsdurchlässigen Poren im Filtermaterial rasch verlegt werden. Die Behandlung eines solchen verunreinigten
Gemisches wird daher meistens in zwei Geräten bzw. Stufen vorgenommen: erst Reinigung des Gemisches von den Feststoffen,
dann Abscheidung der einen Gemischkomponente.
Es ist auch eine Trenn- und Reinigungseinrichtung für Feststoffe enthaltende Flüssigkeitsgemische bekannt (Schweiz.Patent
Nr. 475169), in welcher die gröberen Feststoffe absinken
können und gesammelt werden, während die im Flüssigkeitsge-
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It I "—
aiisch schwebenden Feststoffe zusammen mit den kleinen Tröpfchen
des leichteren, abzuscheidenden Gemischanteils sich in einem Koagulationseinsatz ablagern, welcher einen Wirkstoff mit
grosser Oberfläche enthält, der zum leichteren Gemischanteil eine grössere Affinität als zum schwereren Gemischanteil auf-,
weist. Falls eine noch grössere Reinheit des verbleibenden Gemischanteils notwendig ist, wird ein weiteres Filter nachgeschaltet,
um auch den fein dispergierten, leichteren Gemischanteil abzuscheiden.
Diese Einrichtung erfüllt ihre Aufgabe, doch ist eine individuelle
Anpassung an den jeweiligen Betriebsfall nur in engen Grenzen möglich. Durch die konstruktive, etwas aufwendige und
entsprechend teure Gestaltung der Einrichtung ist der Strömungsquerschnitt des Koagulationseinsatzes und des Filters und
damit die Strömungsgeschwindigkeit durch diese beiden Bauteile festgelegt und es ist nicht einfach, den grobkörnigen Wirkstoff
des Einsatzes zu reinigen, was ausserdem eine längere Stillstandszeit verursacht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trenn- und Reinigungseinrichtung
zur Ausscheidung einer Flüssigkeit aus einem Flüssigkeitsgemisch, das auch Feststoffe enthalten kann,
zu schaffen, die trotz einfachem Aufbau weitgehend an die betrieblichen Erfordernisse angepasst werden kann und die leicht
zu reinigen ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Einrichtung gelöst, wie sie im Kennzeichen des Anspruchs 1 charakterisiert ist.
Bei einer solchen Einrichtung ist der Filterkörper rasch austauschbar
und kann in jedem Einzelfall durch entsprechende Formgebung und Wahl der Materialdicke den Betriebsbedingungen
bestens angepasst werden. Der Filtereinsatz ist leicht zu reinigen, was durch eine einfache Vorrichtung auch innerhalb der
Einrichtung, ohne ihn ausbauen zu müssen, erfolgen kann. Die
rasche Austausch- bzw. Reinigungsmöglichkeit der Filter setzt die notwendigen Stillstandszeiten der Einrichtung herab, die
gute Anpassungsmöglichkeit erhöht ihre Standzeit. Durch ihren konstruktiv einfachen und übersichtlichen Aufbau ist sie billiger
als vergleichbare Aggregate für den gleichen Zweck.
In der beigefügten Zeichnung sind ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und Einzelheiten dazu schematisch dargestellt, die
nachstehend näher beschrieben werden. Es zeigen:
Fig.1 einen Vertikalschnitt durch eine Einrichtung, wobei in
der linken und rechten Hälfte je eine Variante für den einen Bauteil dargestellt ist;
Fig.2 bis 4 verschiedene Ausführungen des Filterkörpers und
des Filtereinsatzes in Draufsicht.
Nach Fig.1 weist die Einrichtung den Betonbehälter 1 auf, der aufgestellt, aber auch ganz oder teilweise in den Erdboden
versenkt sein kann. Das Zulaufrohr 2, durch welches das Flüssigkeit sgemisch eintritt, mündet in die Blechwanne 3, deren
geneigter Boden 4- in eine entsprechende Vertiefung im Boden des Behälters 1 passt. Aus dem Innenrauin 5 des Behälters 1
führt das Ablaufrohr 6 nach aussen.
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In der Mitte der Blechwanne 3 ist das Zentralrohr 7 angeordnet. Es ist mit der Stützplatte' 8 starr verbunden, z.B. verschweisst,
über die es sich an der Wanne 3 dichtend abstützt. Die Deckplatte 9 ist entlang dem Zentralrohr 7 dichtend verschiebbar.
Der Filterkörper 10 ist zwischen der Stützplatte 8 und der Deckplatte 9 eingeklemmt, von deren Umbördelungen er
an seinem Platze fixiert ist.
Unterhalb der Stützplatte 8 ist das Zentralrohr 7 mit den Eintritts
öffnungen 11 versehen, zwischen der Stützplatte 8 und der Deckplatte 9 mit den Durchtrittsöffnungen 12. Noch höher
oben weist das Zentralrohr 7 die Austrittsöffnungen 13 auf, die derart angeordnet sind, dass sie oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 14- im Behälter 1 ausmünden. In der rechten Hälfte der
Fig.1 ist der Flüssigkeitsspiegel bei Stillstand der Einrichtung
dargestellt; er befindet sich ungefähr auf der Höhe des inneren Scheitelpunktes des Ablaufrohres 6.
Innerhalb des Zentralrohres 7 - und dieses ganz ausfüllend ist der Filtereinsatz 15 vorgesehen, für den vorzugsweise ein
Seil-Mop benützt wird, doch können auch deren mehrere für einen Filtereinsatz vorgesehen werden, wie weiter unten noch beschrieben
wird. Der Filtereinsatz 15 ist am Deckel 16 aufgehängt und durch das Gewicht 17 gespannt. Oberhalb des Filtereinsatzes,
aber noch im Zentralrohr 7, ist die Quetschvorrichtung 18 angebracht.
Zum Betrieb der Einrichtung wird das Flüssigkeitsgemisch, das aus mindestens zwei Flüssigkeiten unterschiedlichen spezifischen
Gewichts besteht, durch das Zulaufrohr 2 der Blechwanne
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zugeführt. Es ist dazu keine Pumpe nötig, denn die Praxis hat
gezeigt, dass eine Zulaufhöhe von ca. 100 mm WS für eine genügende Durchsatzmenge ausreicht. Das gesamte zugeführte Gemisch
fliesst aus der Blechwanne 3 von unten und durch die Eintrittsöffnungen 11 in das Zentralrohr 7 und muss somit zumindest einen
Teil des Filtereinsatzes 15 axial zum Zentralrohr durchströmen. Damit das Gemisch nicht zu rasch wieder das Zentralrohr
und somit auch den Filtereinasatz verlassen kann, beginnen die Durchtrittsöffnungen 12 erst ein Stück oberhalb der
Stützplatte 8.
Der Filtereinsatz 15 besteht aus einem Wirkstoff, der zur leichteren, auszuscheidenden Flüssigkeit eine grössere Affinität
als zur schwereren Flüssigkeit aufweist. Geht es darum, aus einem Wasser - Kohlenwasserstoffe - Gemisch die Kohlenwasserstoffe
auszuscheiden, so haben sich Polypropylen und PoIytetrafluoräthylen
(Teflon) als Filtereinsatz bestens bewährt.
Im Filtereinsatz 15 scheiden sich grössere Tropfen sowie Anhäufungen
der leichteren Flüssigkeit ab. Diese Abscheidungen wandern im Filtereinsatz oder, wenn sie sich ablösen, entlang der
Wand des Zentralrohres 7 nach oben und treten durch die Austritts
öffnungen 13 aus.
Das verbleibende, bereits weitgehend gereinigte Flüssigkeitsgemisch
fliesst aus dem Zentralrohr 7 durch die Durchtrittsöffnungen
12 zur Innenseite des Filterkörpers 10. Bei dessen Durchströmung erfolgt eine weitere Abtrennung noch vorhandener
leichterer Flüssigkeit, während die schwerere Flüssigkeit in den freien Raum 5 des Behälters 1 austritt und unter Kommuni-
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kationswirkung durch das Ablaufrohr 6 abfliesst, z.B. in einen
Sammelbehälter oder in eine Kanalisationsanlage.
Der das Zentralrohr 7 umgebende Filterkörper 10 ist aus einer Matte gebildet und besteht ebenfalls aus einem Wirkstoff, welcher
zur auszuscheidenden, leichteren Flüssigkeit eine grössere Affinität als zur schwereren Flüssigkeit besitzt. Es kann
jeweils der gleiche Wirkstoff wie für den Filtereinsatz 15 verwendet werden. Beim Anströmen des Filterkörpers 10 mit dem
aus dem Zentralrohr 7 austretenden, verbliebenen Flüssigkeitsgemisch lagern sich noch mitgeführte kleine Tröpfchen der
leichteren Flüssigkeit sowie in der schwereren Flüssigkeit fein dispergierte leichtere Flüssigkeit vor allem an der inneren
Wandung, aber auch innerhalb des Wirkstoffes ab, während die nun gereinigte, schwerere Flüssigkeit, wie schon erwähnt,
durch die Filtermatte hindurchtritt. Durch Koalision bilden sich immer grosser werdende Tropfen der leichteren Flüssigkeit,
die, sobald ihre Auftriebskraft gross genug ist, sich ablösen oder im Wirkstoff nach oben wandern. Sie werden von
der Deckplatte 9 aufgefangen, gelangen bei einer Ausführung gemäss der rechten Hälfte der Fig.1 durch die obersten Durchtrittsöffnungen
12 wieder in den Filtereinsatz 15 und von da, zusammen mit den im Filtereinsatz abgeschiedenen Gemischanteilen,
durch die Austrittsöffnungen 13 nach aussen. Die an der
Oberfläche des Behälterinhalts sich bildende schwimmende Schicht ausgeschiedener Flüssigkeit wird von Zeit zu Zeit abgeschöpft.
Die Austrittsgeschwindigkeit der gereinigten Flüssigkeit aus
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dem Filterkörper 10 und ihre Strömungsgeschwindigkeit im Behälter
1 ist nur gering. Die Oberfläche mit der darauf schwimmenden
abgeschiedenen Flüssigkeit ist daher frei von Durchwirbelungen, wozu auch die tiefliegende Eintrittsöffnung des Ablaufrohres
6 beiträgt. Eine neuerliche Vermischung der beiden Flüssigkeiten
findet somit nicht mehr statt. Für den Fall jedoch, dass trotzdem ein Auffangen der abgeschiedenen Flüssigkeit
schon innerhalb der Einrichtung erwünscht ist, hat sich eine einfache konstruktive Massnahme bewährt, die in der linken
Hälfte der Fig.1 dargestellt ist.
Die Deckplatte 9 ist mit einer hochgezogenen Seitenwand versehen, wodurch sie zum Flüssigkeitssammler 19 wird. Ferner ist
sie von den Durchströmöffnungen 20 durchbrochen. Zu Beginn des Betriebes füllt sich der Flüssigkeitssammler 19 entweder mit
dem aus dem Filtereinsatz 15 austretenden, vorgereinigten Flüssigkeitsgemisch oder mit der schwereren Flüssigkeit, die bereits
den Filterkörper 10 durchströmt hat, je nachdem, ob die
Durchströmöffnungen 20 mit dem Räume innerhalb oder ausserhalb
des Filterkörpers 10 in Verbindung stehen, was jedoch auf die Wirkungsweise ohne Einfluss ist. Die in der vorbeschriebenen
Weise abgeschiedene leichtere Flüssigkeit strömt nun entweder direkt durch die öffnungen 20 oder durch die Austrittsöffnungen
13 in den Flüssigkeitssammler 19» wo sie, schwimmend auf der darin enthaltenen Flüssigkeit, das Polster 21 bildet. Je
dicker dieses Polster wird, desto mehr der anderen, im Flüssigkeitssammler vorhandenen Flüssigkeit drückt es durch sein zunehmendes
Gewicht durch die öffnungen 20 nach unten heraus. Wird die leichtere Flüssigkeit abgeschöpft, so strömt die an-
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dere Flüssigkeit nach und füllt den Flüssigkeitssammler wieder
auf. :
Bei der Demontage wird zuerst die leichtere Flüssigkeit weitgehend
entfernt und dann zur Gewichtsverringerung der Flüssigkeitssammler angehoben, damit die andere Flüssigkeit teilweise
ablaufen kann, doch nicht so weit, dass das noch verbliebene Polster der leichteren Flüssigkeit auch nach unten ausfliessen
könnte.Dann werden die Durchströmöffnungen 20 mit Stopfen oder mit Rohren, die von oben in die Öffnungen 20 eingeschraubt
werden und so einen Ausfluss verhindern, verschlossen. Die Montage erfolgt sinngemäss in der umgekehrten Reihenfolge.
Diese Ausführung hat ausserdem den Vorteil, dass die Wandung des Behälters 1 nicht mit der ausgeschiedenen Flüssigkeit in
Berührung kommt, ein sonst gegebenenfalls notwendiger, besonderer Oberflächenschutz der Wandung ist daher nicht notwendig.
Verschiedene Ausführungsformen des Filterkörpers 10 sind in
den Fig.2 bis 4- dargestellt. Er ist jeweils durch eine Filtermatte
aus einem Wirkstoff mit den schon genannten Eigenschaften gebildet. Gemäss Fig.2 ist er sternförmig, was zu einer grossen
Durchtrittsfläche und somit zu einer kleinen Durchströmgeschwindigkeit des zu filternden Flüssigkeitsgemisches führt.
Nach Fig.3 ist die Filtermatte als einfache Spirale den Umfang entlang geführt. Durch entsprechende Wahl der Windungsanzahl
kann ein beinahe beliebiger Reinheitsgrad der hindurchtretenden Flüssigkeit erreicht werden. Die Fig.4 zeigt eine andere Spiralenform;
durch Verteilung über den ganzen zur Verfügung stehenden Querschnitt wird auch hier eine grössere Durchtrittsfläche
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erzielt. Selbstverständlich kann bei allen drei Ausführungen auch die Mattendicke variiert werden, wodurch der Ausscheidungsgrad,
allerdings auch der Durchflusswiderstand beeinflusst werden.
Wie aus Fig.2 hervorgeht, ist das Zentralrohr 7 vom Filtereinsatz
15» der z.B. ein einzelner Seil-Mop sein kann, ganz ausgefüllt. Nach Fig.3 sind als Filtereinsatz mehrere Seil-Mops
22 parallel zueinander im Zentralrohr 7 angeordnet. In Fig,4
ist ein Filtereinsatz gezeigt, wie er vor allem in grossen Geräten
zur Anwendung kommt. Es sind auch hier mehrere Seil-Mops 22 parallel zueinander vorgesehen, doch sind sie ringförmig
entlang der Wandung des Zentralrohres 7 angeordnet und lassen den Raum 23 in der Mitte frei. Diese Ausführung hat den Vorteil,
dass nicht das ganze Flüssigkeitsgemisch durch den untersten Teil des Filtereinsatzes strömen muss und diesen Teil
durch die Ablagerungen verhältnismässig rasch verlegen könnte,
sondern das Gemisch kann im zentralen freien Raum 23 innerhalb der Seil-Mops hochsteigen und sich von hier aus über die ganze
Höhe des Filterkörpers 10 verteilen. Verständlicherweise muss der obere Teil des freien Raumes 23 durch weiteres Filtermaterial
ausgefüllt sein, damit nicht unfiltriertes Flüssigkeitsgemisch bis zu den AustrittsÖffnungen 13 gelangen kann.
Ein Austausch des Filterkörpers 10 zwecks Anpassung an die betreffenden
Betriebsbedingungen ist einfach durchführbar. Der Deckel 16 wird entfernt, die Deckplatte 9 oder, bei einer anderen
Ausführung, der ganze Flüssigkeitssammler 19 werden abgezogen und der Filterkörper kann herausgenommen werden. Er ist so
steif, dass er nicht nur selbsttragend, sondern auch einem
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grösseren Anpressdruck der Deckplatte 9 standhält. Auf diese Weise ist eine Anpassung der Einrichtung an wechselnde Be-
triebsbedingungen leicht und rasch möglich.
Sind in dem zu "behandelnden Flüssigkeitsgemisch auch Feststoffe
enthalten, so werden die gröberen Anteile bereits vor dem Zulauf zur Einrichtung in einem Sand- oder in einem Schlammfang
abgetrennt. Die von der Strömung noch mitgeführten oder im Flüssigkeitsgemisch schwebenden, fein verteilten Feststoffe
gelangen in den Filtereinsatz 15 und werden dort zusammen mit dem auszuscheidenden Gemischanteil festgehalten. Diese schlammartigen
Rückstände sind zu schwer, um nach oben zu wandern, sie
_ bleiben im Einsatz haften. Dieser muss daher in Zeitabständen,
z.B. alle Monate, gereinigt werden. Dies kann durch Ausbau des Filtereinsatzes ausserhalb des Behälters 1 geschehen, doch ist
es betrieblich einfacher und rationeller, die Reinigung innerhalb desselben vorzunehmen.
Für diesen Zweck ist die Quetschvorrichtung 18 vorgesehen. Sie kann beispielsweise aus einer Engstelle, einem kreuzgeschlitzten
Abstreifer oder aus zwei Presswalzen bestehen. Wird der Filtereinsatz hindurchgezogen, so werden die angesammelten
Rückstände ausgequetscht, fliessen nach unten ab, wie durch den Pfeil 24 angedeutet ist, und sammeln sich am Boden 4 der Blechwanne
3, von wo sie gelegentlich entfernt werden. Das Gewicht 17 zieht den Filtereinsatz wieder nach unten in seine Betriebslage.
Die Quetschvorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass sie beweglich und von aussen betätigbar ist. Der Filtereinsatz
bleibt dann an Ort und Stelle und die Vorrichtung wird pressend
über ihn geführt. Die Wirkung ist die gleiche wie vorher. In beiden Fällen soll jedoch die Quetschvorrichtung leicht demontierbar
sein, um bei Bedarf den Filtereinsatz rasch auswechseln zu können.
Besteht der Filtereinsatz aus ringförmig angeordneten Seil-Mops 22 gemäss Fig.4, so genügt bereits ein Schütteln des Einsatzes,
um eine weitgehende Reinigung desselben zu erreichen.
Zur Reinigung des Filtereinsatzes kann auch eine Spülvorrichtung verwendet werden, deren Spülwirkung durch Beimischung von
Detergentien oder anderen Additiven zur Spülflüssigkeit noch erhöht wird. Die Spülvorrichtung kann auch mit der Quetschvorrichtung
18 kombiniert sein, was einen besonders hohen Reinigungsgrad ergibt. - Selbstverständlich können alle genannten
Reinigungsvorrichtungen auch ausserhalb des Behälters 1 angeordnet sein.
Die beschriebene Einrichtung wird üblicherweise zylindrisch gestaltet
sein, doch kann sie auch andere Formen aufweisen, wenn dies aus den Erfordernissen heraus zweckmässig ist, Sie kann
praktisch für alle Flüssigkeitsgemische verwendet werden, wenn sich ein brauchbares Filtermaterial mit den notwendigen Eigenschaften
dafür finden lässt. Ferner ist sie auch zur Ausscheidung eines schwereren Gemischanteils verwendbar (z.B. von Kohlenwasserstoffen,
die schwerer als Wasser sind), doch ist dann eine zweckentsprechende Anpassung der in Fig.1 dargestellten
Ausführung notwendig.
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Zusammenfassung |
Die Einrichtung weist die im Behälter (1) angeordnete und mit i
dem Zulaufrohr (2) für das rohe Flüssigkeitsgemisch versehene f
Blechwanne (3) auf, in der sich das Zentralrohr (7) abstützt. ;
In diesem "befindet sich der Filtereinsatz (15)» um dieses her- 'f
um ist der Filterkörper (10) angeordnet.
Das Flüssigkeitsgemisch tritt aus der Blechwanne unten in das Zentralrohr ein, durchströmt den Filtereinsatz, wobei grössere
Tropfen und Anhäufungen der auszuscheidenden Flüssigkeit, auch gegebenenfalls vorhandene Feststoffe abgesondert werden. Das
solcherart weitgehend gereinigte Flüssigkeitsgemisch tritt weiter oben radial aus dem Zentralrohr aus und durchströmt den
Filterkörper (10), in welchem die in der restlichen Flüssigkeit noch dispergiert vorhandene, auszuscheidende Flüssigkeit
aufgefangen wird. Die ausgeschiedene Flüssigkeit wird gesammelt und abgeführt, die restliche Flüssigkeit wird durch das Ablaufrohr
(6) abgeleitet.
Der Filtereinsatz (15) wird zwecks Entfernung der Rückstände in einer Quetschvorrichtung ausgepresst. Der Filterkörper (10)
kann zur Anpassung an unterschiedliche Betriebsbedingungen einfach ausgetauscht werden.
Claims (12)
1. Trenn- und Reinigungseinrichtung zur Ausscheidung einer
Flüssigkeit aus einem aus mindestens zwei Flüssigkeiten unterschiedlichen spezifischen Gewichts bestehenden, gegebenenfalls
auch Feststoffe enthaltenden Flüssigkeitsgemisch, insbesondere aus einem Wasser - Kohlenwasserstoffe - Gemisch, unter Verwendung
von Filtermaterial, das zur auszuscheidenden Flüssigkeit eine grössere Affinität als zur restlichen Flüssigkeit auf-
C\ weist, gekennzeichnet durch ein vom Gemisch
vorwiegend axial durchströmtes Zentralrohr (7), welches einen Filtereinsatz (15) enthält, an welchem sich im Gemisch vorhandene
Feststoffe sowie grössere Tropfen und Anhäufungen der auszuscheidenden Flüssigkeit aus dem durchströmenden Gemisch
anlagern, durch einen das Zentralrohr umgebenden, einfach auswechselbaren Filterkörper (10), durch welchen das verbliebene
Gemisch hindurchtritt, wobei noch mitgeführte Tröpfchen der auszuscheidenden Flüssigkeit und in der restlichen Flüssigkeit
dispergiert enthaltene auszuscheidende Flüssigkeit sich abscheiden, während die restliche Flüssigkeit nach dem Durchtritt
durch den Filterkörper (10) abströmt, und durch Mittel zur Reinigung des Filtereinsatzes (15).
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtereinsatz (15) im Zentralrohr (7) aus mindestens einem
Seil-Mop (22) besteht.
3. Einrichtung nach Anspruch 2 mit mehreren Seil-Mops als Filtereinsatz,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seil-Mops (22) im Zentralrohr (7) :ringf öbrflig: und'rparallel zueinander angeordnet
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Filtereinsatz (15) durch ein Gewicht (17) gespannt ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterkörper (10) sternförmig um das Zentralrohr (7) angeordnet
ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterkörper (10) spiralförmig um das Zentralrohr (7) angeordnet
ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtereinsatz (15) und der Filterkörper (10) aus dem gleichen
Material "bestehen.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Filtermaterialien aus Polypropylen oder
aus Polyt etraf luoräthylen (Teflon) "besteht.
9. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel zur Reinigung des Filtereinsatzes (15) innerhalb der Einrichtung.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine im Zentralrohr (7) angeordnete, relativ zum Filtereinsatz (15)
verschiebbare Quetschvorrichtung (18).
11. Einrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine im Zentralrohr (7) angeordnete Spülvorrichtung.
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12. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Deckplatte (9) zur Abdeckung des Filterkörpers (10), die als
Flüssigkeitssammler (19) ausgebildet ist.
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1981
- 1981-06-04 DE DE19818116638U patent/DE8116638U1/de not_active Expired
- 1981-06-04 DE DE19813122289 patent/DE3122289A1/de not_active Withdrawn
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