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DE811656C - Verfahren und Vorrichtung zum Kaltaufziehen von Radreifen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Kaltaufziehen von Radreifen

Info

Publication number
DE811656C
DE811656C DE1948811656D DE811656DA DE811656C DE 811656 C DE811656 C DE 811656C DE 1948811656 D DE1948811656 D DE 1948811656D DE 811656D A DE811656D A DE 811656DA DE 811656 C DE811656 C DE 811656C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wheel
wooden
ejector
tire
press cone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1948811656D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
C Behrens AG
Original Assignee
C Behrens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by C Behrens AG filed Critical C Behrens AG
Application granted granted Critical
Publication of DE811656C publication Critical patent/DE811656C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60BVEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
    • B60B31/00Apparatus or tools for assembling or disassembling wheels
    • B60B31/005Apparatus or tools for assembling or disassembling wheels especially for spoked wheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automobile Manufacture Line, Endless Track Vehicle, Trailer (AREA)
  • Tires In General (AREA)
  • Automatic Assembly (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Kaltaufziehen von Radreifen Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren und eine Vorrichtung zur Anwendung dieses Verfahrens, wodurch ein Kaltaufziehen von Radreifen auf Holzräder ermöglicht wird.
  • Bekannt ist das Verfahren, bei welchem die Radreifen iin althergebrachter Weise warm .gemacht und in diesem Zustand auf Holzräder aufgezogen werden. Der nach dem Aufziehen kaltwerdende Reifen erzeugt sodann beim Schrumpfen. in den Holzteilen die erforderliche Spannung. Dieses Verfahren hat jedoch erhebliche Nachteile. Es ist fast unvermeidlich, daß hierbei die Holzfelgen durch den warmen Reifen teilweise stark verbrannt werden, iso daß die erzielte Vorspannung in dem Holzrad entweder ungleichmäßig oder nicht ,ausreichend ist und somit der feste Sitz der Reifen überhaupt in Frage gestellt ist. Ist der Radreifen vor dem Aufziehen nicht genau rund, so wird an den Stellen, an denen das erforderliche Maß für den Durchmesser unterschritten wird, das Holz der Felgen ganz besonders verbrannt, so daß unrunde und damit schlagende Reifen entstehen. Derartige Reifen werden stets nach kurzer Zeit abgenutzt sein. Da es sich bei dem bekannten Verfahren um eine handwerkliche Arbeit mit allen Nachteilen handelt, die durch den Zufall entstehen, sind die Herstellungskosten gemessen an einer industriellen Serienfertigung sehr hoch. Das Verfahren ist also sehr unwirtschaftlich.
  • Bekannt ist außerdem ein Verfahren, bei dem der Radreifen auch kalt 'aufgezogen wird. Hierbei wird der Radreifen durch Vorrichtungen, die laufend an dem Rade angeordnet sind, mittels St auchung, also durch Längenänderung, auf .die Radfelgen aufgepreßt. Der Nachteil dieses Verfahrens gegenüber dem Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß auch bei diesem Verfahren eine Gewähr für die absolut runde Form des Radreifens nicht gegeben ist, da eine zwangsweise Rundhaltung des Radreifens bei gleichzeitiger Planhaltung des Holzrades während des Aufziehens nicht möglich ist. Außerdem dauert der Vorgang des Aufziehens bei diesem Verfahren länger als bei dem Verfahren gemäß der Erfindung.
  • Die Merkmale des neuen Verfahrens bestehen darin, daß bei diesem das zusammengesteckte Holzrad einem auf die Radachse zentrisch gerichteten gleichmäßigen Druck auf die Felgen .unter zwangsmäßiger Planhaltung des Holzrades unterworfen wird und daß das unter dieser Vorspannung stehende Holzrad in den zwangsmäßig rund gehaltenen kalten Radreifen zentrisch eingeführt wird. Bei .diesem Verfahren dürfen theoretisch nur Druckkräfte in den Speichen bzw. der Scheibe des Holzrades auftreten. Vorzugsweise wird .bei diesem Verfahren ein sogenannter Preßkonus angewendet. Dieser Preßkonus besteht aus einem Ring, der eine konusförmige Ausbohrung aufweist. Durch diesen Konus wird das zusammengesteckte Rad unter Planhaltung hindurchgepreßt und erhält hierbei die erforderliche Vorspannung. Der Preßkonus ist Bestandteil einer Vorrichtung, die zur Ausführung des Verfahrens einem von einer Presse erzeugten Druck ausgesetzt wird. Die Übertragung dieses Druckes erfolgt durch einen Druckstempel, der das Holzrad durch einen Preßkonu.s gegen einen federnd gelagerten Auswerfer des Unterteils der Vorrichtung preßt. In diesem Unterteil befindet sich in einer Ausbohrung der vorher eingelegte Radreifen, der von dem niedergehenden Auswerfer zunächst gerundet wird und sodann das unter Vorspannung befindliche Holzrad über dem Auswerfer aufnimmt. Am Schluß des Arbeitsganges wird sodann das Holzrad mit dem Radreifen aus der Bohrung ausgestoßen, die zunächst zur Aufnahme des Radreifens diente.
  • Durch das Verfahren nach der Erfindung werden genaulaufende Holzräder ohne Umfangsschlag und ohne seitlichen Schlag erzeugt, da der Radreifen durch den Auswerfer vor denn Einziehen genau gerundet wird und das Holzrad während des Einziehens zentriert und plangehalten ist. Da sich bei diesem Verfahren die erforderliche Vorspannung des Holzrades genau berechnen läßt und diese auch sehr genau erzeugt werden kann, können die aufgezogenen Radreifen infolge der natürlichen Nachtrocknung des Holzes nicht locker werden. Außerdem läßt sich bei diesem Verfahren eine weit über den üblichen Rahmen hinausgehende Leistung erzielen. Das Verfahren ist daher außerordentlich wirtschaftlich.
  • In der Zeichnung ist als Beispiel eine Vorrichtung gezeigt, mit der das neue Verfahren durchgeführt werden kann.
  • Abb. i zeigt die Vorrichtung im auseinandergefahrenen Zustand; Abb.2 zeigt die Vorrichtung im zusammengefahrenen Zustand.
  • Die Vorrichtung besteht aus dem Preßkonus 5, der in Säulen 4 senkrecht verschieblich gelagert ist und sich mittels Federn 7 gegen den Vorricht-ungsunterteil 2 abstützt. In dem Preßkonus 5 ;befindet sich eine konische Ausbohrung 9, die unten in eine kürzere zylindrischeAusbohrung ioübergeht. Indem Vorrichtungsunterteil2 befindet sich der federnd gelagerte Auswerfer 3. Die Federung erfolgt mittels der angedeuteten Feder 8, an deren Stelle jedoch hydraulischer oder pneumatischer Druck treten kann. Unter der oberen Platte des Auswerfers befindet sich eine Ausbohnung i i, die zur Aufnahme des Radreifens 16 dient. Unter dieser Ausbohrung befindet sich die Kammer 17 zur Aufnahme des Auswerfers 3 in seiner tiefsten Stellung. Über dem Preßkonus 5 befindet sich noch der Druckstempel i mit dem Einspannzapfen 6. Die Abb. i zeigt, wie oben bereits erwähnt, die Vorrichtung im auseinandergefahrenen Zustande, d. h. vor Beginn des Arbeitsprozesses. Man sieht deshalb das Holzrad 14 mit der Nabe 15 in eingelegtem Zustand :im oberen Teil des Preßkonus 5. Zur Führung und Aufnahme der Nabe 15 befindet sich in dem Druckstempel i eine Ausbohrung 13 und in dem Auswerfer 3 eine Ausbohrung 12.
  • Das Arbeitsverfahren ist also der Reihenfolge nach folgendes: Der in der üblichen Weise gefertigte Reifen 16 wird bei der auseinandergefahrerlen Vorrichtung über den Auswerfer 3 in eine entsprechende Ausdrehung i i im Vorrichtungsunterteil 2 zentrisch eingelegt.
  • Das zusammengesteckte Rad 14 ohne Reifen wird entweder vorher oder nachher in -den Preßkonus 5 eingelegt. Der Preßkonu.s wird, durch Federn 7 gegen den Säulenbund der Führungssäule 4 in .seiner oberen Stellung gehalten.
  • Das im Stößel einer geeigneten Presse in obiger Weise, z. B. mit Einspannzapfen 6 befestigte Vorrichtungsoberteil i trifft beim Niedergang auf das zusammengefügte Rad 14 und preßt dieses so weit in den Preßkonus 5, bis der Federdruck der Hochhaltefedern 7 überwunden wird und der Preßkonus 5 auf den oberen Flächen des Vorrichtungsunterteils 2 zur Auflage kommt. Vorher kommt der Auswerfer 3 in dem Rad 14 zur Anlage. Der Auswerfer 3 steht unter hydraulischem, pneumatischem oder Federdruck der betreffenden Presse. Im weiteren Verlauf des Preßvorganges wird also das Rad 14 durch den Preßkonus 5 zusammengepreßt und dann unmittelbar in den Reifen x6, der vorher durch den niedergehenden Auswerfer 3 genau gerundet ist, eingeschoben.
  • Nach erfolgtem Preßvorgang steht die Vorrichtung wieder in der Stellung gemäß Abb. i. Das fertiggepreßte Rad mit Reifen liegt dann auf dem Auswerfer 3 und kann von hier abgenommen werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Kaltaufziehen von Radreifen auf Holzräder, insbesondere Speichenräder, dadurch gekennzeichnet, daß das zusammengesteckte Rad einem auf die Radachse zentrisch gerichteten, gleichmäßigen Druck auf den Felgenumfang unter zwangsmäßiger Planhaltung des Holzrades unterworfen wird, wobei in den Speichen bzw. der Scheibe theoretisch nur Druckkräfte auftreten, und das unter dieser Vorspannung stehende Rad in den zwangsmäßig rund gehaltenen kalten Radreifen zentrisch eingeführt wird.
  2. 2. Verfahren mach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zusammengesteckte Rad infolge Durchpressens durch einen Konus die erforderliche Vorspannung erhält, wobei die Planhaltung des Holzrades von @beiden Seiten durch entsprechend geformte Druckplatten erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen in Säulen (4) geführten und mittels Federn (7) .elastisch gegen den Vorrichtungsunterteil (2) abgestützten Preßkonus (5), einen über dem Preßkonus (5) angeordneten und zur Übertragung des erforderlichen Druckes auf das in den Preßkonus (5) einzulegende Rad (14) dienenden Druckstempel (i) und den Vorrichtungsunterteil (2) mit einer zur Aufnahme de,s Reifens (16) dienenden Ausbohrung (i i) und unter dieser Ausbohrung (i i) vorgesehenen Aussparung (17), die zur Aufnahme des iin dem Vorrichtungsunterteil (2) federnd gelagerten Auswerfers (3) in seiner tiefsten Stellung dient. .
  4. 4. Verfahren zum Aufziehen von Radreifen auf Holzräder mittels der im Anspruch 3 beanspruchten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß nach Einsetzen des Reifens (16) in die Ausbohrung (ii) und des Holzrades (14) in den Preßkon-us (5) der Stempel (i) unter Druck gesetzt wird, von diesem Stempel (i) das Rad (14) in die Ausbohrung gepreßt wird bis zur Überwindung des Federdruckes der Federn (7), sodann der Auswerfer (3) an dem ,mit dem Preßkonus (5) niedergehenden Rad (14) zur Anlage kommt und der Preßkonus (5) auf dem Vorrichtungsunterteil (2) aufliegt, worauf das Rad (14) durch den Preßkonus (5) hindurchgepreßt und in den vorher durch den niedergehenden Auswerfer (3) gerundeten Reifen (16) gestoßen wird und schließlich die Vorrichtung einschließlich des Auswerfers (3) in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
DE1948811656D 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren und Vorrichtung zum Kaltaufziehen von Radreifen Expired DE811656C (de)

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DE1948811656D Expired DE811656C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren und Vorrichtung zum Kaltaufziehen von Radreifen

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