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DE811465C - Verfahren zum Einbinden von Buechern - Google Patents

Verfahren zum Einbinden von Buechern

Info

Publication number
DE811465C
DE811465C DE1948P0020870 DEP0020870D DE811465C DE 811465 C DE811465 C DE 811465C DE 1948P0020870 DE1948P0020870 DE 1948P0020870 DE P0020870 D DEP0020870 D DE P0020870D DE 811465 C DE811465 C DE 811465C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
books
glue
book
depressions
back surface
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1948P0020870
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Massonne
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS MASSONNE OBERHAUSEN (RHLD)
Original Assignee
HANS MASSONNE OBERHAUSEN (RHLD)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HANS MASSONNE OBERHAUSEN (RHLD) filed Critical HANS MASSONNE OBERHAUSEN (RHLD)
Priority to DE1948P0020870 priority Critical patent/DE811465C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE811465C publication Critical patent/DE811465C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42DBOOKS; BOOK COVERS; LOOSE LEAVES; PRINTED MATTER CHARACTERISED BY IDENTIFICATION OR SECURITY FEATURES; PRINTED MATTER OF SPECIAL FORMAT OR STYLE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DEVICES FOR USE THEREWITH AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; MOVABLE-STRIP WRITING OR READING APPARATUS
    • B42D1/00Books or other bound products
    • B42D1/002Back of leaves or signatures prepared for binding
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C5/00Preparing the edges or backs of leaves or signatures for binding
    • B42C5/04Preparing the edges or backs of leaves or signatures for binding by notching or roughening

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Verfahren zum Einbinden von Büchern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einlinden von Büchern. Die Heftung von Büchern erfolgte bisher durch Handheftung unter Verwendung von Heftzwirn oder durch Maschinenheftung mittels Heftzwirn oder Heftdraht. Das geheftete Buch wird nach diesem Arbeitsvorgang geleimt, geschnitten und alsdann weiterverarbeitet. Die Handheftung ist überaus langwierig. Die Maschinenlieftung arbeitet tun ein Vielfaches schneller, benötigt aber auch noch erhebliche Zeit.
  • Es ist bereits ein Verfahren bekannt, wonach die Bücher weitaus schneller zum festen Buchblock gebraclit werden, als hei beiden obengenannten Heftmethoden. Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein Klebeverfahren, das die einzelnen Blätter zu einen Buchblock zusammenklebt. Dabei wird jedes Buch, nachdem sein Rücken beschnitten ist, einzeln in eine Presse gespannt und einzeln nach leiden Seiten ausgefächert, damit jedes einzelne Blatt mindestens i mm Kleber erhält. Durch diese etwa i nun breite Klebezone auf jeder Seite des Blattes wird der Zusammenhalt der Blätter zu einem Buchblock bewirkt. Gerade dieser Arbeitsvorgang erfordert verhältnismäßig viel Zeit, obschon er in jüngster Zeit durch Herstellung einer Ausfächermaschine vereinfacht worden ist. Hinzu kommt, daß dieses Verfahren nach dem Hinterkleben des Buchrückens eine Bearbeitung des Rückens mit einem gewissen Wärmegrad verlangt. Die Erwärmung wird durch ein heißes Eisen bzw. durch eine besondere Vorrichtung bewirkt.
  • Im Gegensatz zum Verfahren nach der Erfindung benötigt man für das bekannte Verfahren noch verhältnismäßig viel Zeit.
  • Ein Zweck der Erfindung ist es, das Buchbinden wesentlich zu beschleunigen. Ein weiterer Zweck der Erfindung ist ein Herstellungsverfahren, das auch die Verwendung billigen Werkstoffs ermöglicht. Ein weiterer Zweck ist die Herstellung eines Buches, dessen Bindung außerordentlich widerstandsfähig ist.
  • Gemäß der Erfindung werden die zum Buchblock zusammengelegten Blätter auf der Buchrückenseite in der Weise bearbeitet, daß die Rückenfläche aller Blätter über ihre ganze Länge beschnitten wird und Vertiefungen erhält, die sich über die ganze Breite des Buchblocks erstrecken und daß auf diese Rückenfläche ein zu einem elastischen Stoffschnell trocknender Klebstoff aufgetragen wird. Dadurch erhält man ein Buch, dessen Blätter fest zusammengehalten werden und das man doch sehr leicht aufschlagen kann. Es empfiehlt sich, den Rücken in üblicher Weise durch Aufkleben von Gaze zu verstärken. Das so geklebte Buch wird dann in üblicher Weise beschnitten, rundgeklopft und weiter behandelt.
  • Von Bedeutung ist dabei der geeignete Klebstoff. Der Klebstoff muß nach dem Trocknen fest und elastisch sein. Es gibt verschiedene Leime, die dieser Forderung genügen und die überdies schnell an der Luft zu einer rohgummiartigen Masse trocknen.
  • Die Erfindung betrifft auch das nach diesem Verfahren hergestellte Buch. Von Bedeutung für die Güte des Einbandes ist die Art der Behandlung der Rückenseiten der aufeinandergelegten Blätter. Sie werden mit über eine Reihe von Blättern reichenden Vertiefungen versehen, in denen der Leim sich anhäuft. Diese Vertiefungen können z. B. hergestellt werden durch ein entsprechend profiliertes Messer, welches die Rückenseiten der Blätter abschneidet.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung. Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen zur Leimung vorbereiteten Buchblock gemäß der Erfindung; Fig. 2 zeigt den gleichen Buchblock, nachdem er fertig verleimt und rundgeklopft ist; Fig.3 zeigt ein Messer zum Abschneiden der Rückenseiten; Fig. .4 zeigt eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäß der Erfindung.
  • Die Blätter des herzustellenden Buches sind, wie Fig. i zeigt, umgekehrt ausgeschossen, d. h. die Blätter sind so gedruckt, daß die Falze a nicht auf der Rückenseite des Buches liegen, sondern auf der Vorderseite. Auf der Rückenseite b des Buches werden die Blätter mit einem Messer, wie es Fig. 3 zeigt, abgeschnitten. Das Messer besitzt schwalbenschwanzförmige Nuten und entsprechende schwalbenschwanzförmige Stege c. Die Bewegung des Messers erfolgt in der Richtung der Nuten und Stege, so daß der Rücken entsprechende schwalbenschwanzförmige Vertiefungen d erhält. Die Stege c des Messers haben eine Höhe von o,8 mm, so daß auch die Vertiefungen d eine entsprechende Tiefe besitzen.
  • Auf den so vorbereiteten Rücken wird eine dünne Lösung schnell trocknender Klebstoff aufgetragen. Nach dem Trocknen wird erneut die gleiche Lösung aufgetragen und dann noch einfinal eine Lösung größerer Viskosität. Dieser Leim trocknet in wenigen Stunden an der Luft. Der hierdurch gebundene Buchblock kann schon nach i bis 2 Stunden geschnitten und rundgeklopft werden. Nach dem Rundklopfen wird Gaze e oder dergleichen aufgelegt und mit dem gleichen Leim bestrichen. In Fig.2 ist die Gaze e nur teilweise dargestellt, sie geht in Wirklichkeit über die ganze Länge des Rückens.
  • Das nach dem Verfahren hergestellte Buch ist allen Ansprüchen gewachsen und läßt sich sehr leicht aufschlagen.
  • Ein großer Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß man die Leimung der Buchblöcke im Stapel vornehmen kann. Der Buchblock erhält vor dem ersten und letzten Blatt einen Makulaturvorsatz, der später beim Auseinanderschneiden der einzelnen Buchblöcke abgerissen wird und durch das richtige Vorsatzblatt ersetzt wird. Das Makulaturvorsatzblatt dient zum Schutze des ersten und letzten Blattes. In Fig. 4 sind 5o oder 6o Buchblöcke in zwei Stapeln von je 25 oder 3o aufgestapelt, und zwar absatzweise in Stößen zu 5 bis io Stück verschränkt. Diese Stöße von 5 bis io Buchblöcken werden mit dem gleichen Pinselstrich geleimt. Damit die Buchblöcke gut zusammenliegen, sind sie auf einer Grundplatte f aufgestapelt und mit einer Deckplatte g belastet, die über Ketten lc an Ösen i der Grundplatte befestigt ist. Man kann auf diese Weise dem Bücherstapel sehr leicht die gewünschte Spannung geben und den ganzen Bücherstapel mittels des an der Deckplatte g angebrachten Handgriffes k leicht transportieren. Die Grundplatte f ist größer als die Breite der Buchblöcke, während die Deckplatte g schmaler ist. Die große Grundplatte f gibt den Bücherstapeln einen gleichmäßigen Halt; die Deckplatte ist schmaler gewählt, damit sie beim Auftragen des Leimes nicht stört.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRCCHE: i. Verfahren zum Einbinden von Büchern, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Buchblock zusammengelegten Blätter auf der Buchrückenseite in der Weise bearbeitet werden, daß die Rückenfläche aller Blätter über ihre ganze Länge beschnitten wird und Vertiefungen erhält, die sich über die ganze Breite des Buchblocks erstrecken und daß auf diese Rückenfläche ein zu einem elastischen Stoff schnell trocknender Klebstoff aufgetragen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen auf der Rückenfläche durch ein entsprechend profiliertes Messer eingeschnitten sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen in der Größenordnung von o,5 bis i mm liegen.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen in Form von vorzugsweise schräg verlaufender Nuten eingeschnitten sind, die schwalbenschwanzförmigen Querschnitt haben können.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Leim ein ohne Wärmezufuhr an der Luft schnell zu einem elastischen rohgummiartigen Stoff trocknender Leim benutzt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche t bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem getrockneten Rücken Gaze o. dgl. aufgeklebt wird, vorzugsweise mit dem gleichen Klebstoff.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Leim dreimal nacheinander aufgetragen wird, wobei der Auftrag der letzten Schicht mit einem Leim größerer Viskosität erfolgt. B.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verleimung der Bücher in der `'eise erfolgt, daß die Bücher aufeinandergestapelt sind.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbogen umgekehrt ausgeschossen werden. io. Vorrichtung zurAusübung desVerfahrens nach einem der Ansprüche i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Tragplatte für aufzustapelnde Bücher durch Ketten o. dgl: mit einer auf die Bücherstapel aufzulegenden Deckplatte verbindbar ist, die ihrerseits einen Handgriff besitzt. i i. Vorrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte eine größere Breite und die Deckplatte eine kleinere Breite besitzt als der Bücherstapel.
DE1948P0020870 1948-11-05 1948-11-05 Verfahren zum Einbinden von Buechern Expired DE811465C (de)

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DE1948P0020870 DE811465C (de) 1948-11-05 1948-11-05 Verfahren zum Einbinden von Buechern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE811465C true DE811465C (de) 1951-09-17

Family

ID=578474

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DE1948P0020870 Expired DE811465C (de) 1948-11-05 1948-11-05 Verfahren zum Einbinden von Buechern

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DE (1) DE811465C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1113441B (de) * 1959-08-05 1961-09-07 Karl Willand Verfahren zum Herstellen von Buechern
DE2719402A1 (de) * 1977-04-30 1978-11-02 Rahdener Maschf August Verfahren zum binden von buechern o.dgl. nach der klebebindetechnik und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE3536058A1 (de) * 1985-10-09 1987-04-09 Herbert Utner Verfahren und vorrichtung zum trennkerben von buchruecken
DE19639574A1 (de) * 1996-09-26 1998-04-02 Buchbinderei Stiens & Hischer Verfahren und Einrichtung zur Rückenbearbeitung beim Klebebinden

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DE2719402A1 (de) * 1977-04-30 1978-11-02 Rahdener Maschf August Verfahren zum binden von buechern o.dgl. nach der klebebindetechnik und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE3536058A1 (de) * 1985-10-09 1987-04-09 Herbert Utner Verfahren und vorrichtung zum trennkerben von buchruecken
DE19639574A1 (de) * 1996-09-26 1998-04-02 Buchbinderei Stiens & Hischer Verfahren und Einrichtung zur Rückenbearbeitung beim Klebebinden

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