DE8112568U1 - Solarstromversorgte Beleuchtungsvorrichtung - Google Patents
Solarstromversorgte BeleuchtungsvorrichtungInfo
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Classifications
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Description
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT Unser Zeichen Berlin und München VPA 81 P 10 5 b DE
Solarstromversorgte Beleuchtungsvorrichtung 5
Die Erfindung betrifft eine solarstromversorgte Beleuchtungsvorrichtung,
mit einer Solarzelleneinheit einschließlich eines Anschlußkastens und eines Anschlußkabels,
mit einer Leuchteneinheit und mit einer Halterung für die Leuchteneinheit.
Viele Dörfer der sogenannten "Dritten Welt" sind nicht
an ein Stromversorgungsnetz angeschlossen, so daß die
einzelnen Häuser nicht mit elektrischem Strom versorgbar sind. Der Aufbau eines landesweiten Stromversorgungsnetzes
scheidet auf absehbare Zeit in den meisten Fällen aus Kostengründen aus. Das gleiche gilt für die Möglichkeit,
in jedem Dorf Kleinkraftwerke aufzubauen.
Auch in industrialisierten Ländern besteht ein Bedarf an κ solarstromversorgten Beleuchtungsvorrichtungen, bei-
spielsweise für Wochenendhäuser, Jagdhütten, Boote usw., die über keine eigene Stromversorgung verfügen. Gerade
iji in diesen Fällen ist eine solarstromversorgte Beleuch-
/ 25 tungsvorrichtung vorteilhaft, da deren zu erwartende Benutzungsdauer
in den meisten Fällen klein gegenüber der Ladezeit ist.
,; Es gibt bisher keine solarstromversorgte Beleuchtungs-
> 30 vorrichtung, die als Einheit in integrierter Weise aufgebaut
ist. Bisher werden nämlich allenfalls Einzelkomponenten angeboten, wie beispielsweise Solarzelleneinheiten
bzw. -panels, Halterungen bzw. Befestigungen für die Solarzelleneinheiten, Laderegler usw., mit denen et-(
35 wa Camping- oder Reperaturleuchten betrieben werden kön-
nen.
£ Kot 1 Dx / 27.04.1981
£ Kot 1 Dx / 27.04.1981
- 2 - VPA 8t P 1059 DE
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine als Einheit
aufbaubare solarstromversorgte Beleuchtungsvorrichtung
zu schaffen, die einen Serienbetrieb über eine lange
Zeitdauer gewährleistet.
aufbaubare solarstromversorgte Beleuchtungsvorrichtung
zu schaffen, die einen Serienbetrieb über eine lange
Zeitdauer gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
in die Halterung eine Rückflußsperrdiode und ein Laderegler integriert sind, und daß die Leuchteneinheit mit
einem Ein-Aus-Schalter, einem Akkumulator, einem Tief-
in die Halterung eine Rückflußsperrdiode und ein Laderegler integriert sind, und daß die Leuchteneinheit mit
einem Ein-Aus-Schalter, einem Akkumulator, einem Tief-
entladungsschutz, einem Spannungskonverter und einer ,$
Starteinheit versehen ist.
Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung besteht aus ΐ
drei Untereinheiten, nämlich aus der Solarzelleneinheit i
mit Befestigung zur Neigungswinkelveränderung bei ver- j
schiedenen Dachneigungen mit einem Anschlußkasten und |
einem Anschlußkabel, aus einer Halterung für die Leuch- '\
teneinheit und aus der eigentlichen Leuchteneinheit. f
Die Halterung für die Leuchteneinheit kann als Wand- und i
als Deckenhalterung gestaltet sein. \
In der Halterung selbst ist der Laderegler zur Anpassung ?|
der Solarzelleneinheit an den Akkumulator untergebracht. )'
Außerdem ist die Halterung so gestaltet, daß die Leuchten- ■
einheit nur mit richtiger Polung eingeschoben werden i
kann. Dabei erfolgt die Kontaktierung der Leuchtenein- \.
heit mit dem Laderegler automatisch beim Einschieben in {
die Halterung, so daß keine besondere Erfahrung erfor- f
derlich ist, um die erfindungsgemäße Beleuchtungsvor- j
richtung zu betreiben. Auch wenn die Leuchteneinheit mit |
der Lampe nicht vollständig eingeschoben wird, ist eine f
Kontaktierung schon durch eine entsprechend lange Aus- |
führung der Kontaktbahnen in der Halterung gewährlei- I
stet. !
- 3 - VPA 81 P 10 59 DE
Schließlich ist in der Halterung noch die Rückflußsperrdiode
untergebracht. Diese verhindert nachts oder bei schwacher Sonneneinstrahlung einen Energierückfluß zur
Solarzelleneinheit, wodurch der Akkumulator entladen werden würde.
Die Leuchteneinheit besteht aus einem Gehäuse, dem Akkumulator,
dem Spannungskonverter, dem Tiefentladungsschutz, der Leuchtstoffröhre mit einer Leistung von beispielsweise
6 ¥, der elektronischen Starteinheit für die Leuchtstoffröhre und dem Ein-Aus-Schalter. Der Betrieb
der Leuchteneinheit ist sowohl stationär, also in einer in die Halterung eingeschobenen Lampe, als auch mittels
eines angebrachten Griffes möglich, so daß die Leuchteneinheit als Handlampe getragen werden kann. Ein in die
Leuchteneinheit eingebauter Reflektor sorgt für eine ausreichende Bündelung des Lichtes. Eine kratzfeste
Plexiglasabdeckqng verhindert ein vorzeitiges "Erblinden"
des die Leuchtstoffröhre abdeckenden Materials durch Verkratzen. Die Lichtdurchlässigkeit von Plexiglas
ist für den angestrebten Zweck besonders günstig. Diese Plexiglasabdeckung kann zum Auswechseln der
Leuchtstoffröhre mittels einer Einschubnut einfach entfernt werden. Das gleiche gilt für den eingebauten
Akkumulator, obwohl für diesen eine Lebensdauer von mehr
als 3 Jahren zu erwarten ist. Zum Auswechseln der |
Leuchtstoffröhre und des Akkumulators sind also keine Lötarbeiten erforderlich.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze zur Erläuterung des Betriebes
der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung, Fig. 2 ein Blockschaltbild für diese Beleuchtungsvorrichtung,
und
- 4 - VPA 8| ρ ! 0 5 9 DE
Fig. 3 die bei der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung verwendete Leuchteneinheit.
In Fig. 1 ist ein Haus 9 mit einem Dach 7 schematisch dargestellt, auf dem sich eine Panerbefestigung 2 befindet,
die einen veränderbaren Neigungswinkel eines Solarpanels 1 erlaubt. Mit dem Solarpanel 1 ist ein Anschlußkasten
3 verbunden, von dem ein Anschlußkabel 4 zu einer Halterung 5 für eine Leuchtaneiniieit β führt. Das
durch Pfeile 8 angedeutete einfallende Licht kann so zur Beleuchtung des Innenraumes des Hauses 9 verwendet
werden.
Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild für die elektrische Schaltung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung.
Das Solarpanel 1 wird auf dem Dach ? montiert. Eine Rückflußsperrdiode 10 und ein Laderegler 11 sind in die
Halterung 5 integriert. Der Laderegler 11 ist nach dem Serienreglerprinzip mit verlustleistungsarmen SIPMOS-Transistoren
aufgebaut. Bei Erreichen einer eingestellten Ladespannung bzw. LadeSchlußspannung erfolgt ein©
Rückregelung des Ladestromes. Die Akkumulatorspannung
wird durch den Laderegler 11 konstant gehalten. Im Ladebetrieb betragen die Durchlaßversuche allenfalls 0,4 ¥.
In die Leuchteneinheit 6 sind ein Akkumulator 13» ein Ein-Aus-Schalter 12, ein Tiefentladungsschutz 14, ein
Spannungskonverter 15, eine Leuchtstofflampe 17 und eine Starteinheit 16 integriert. Für den Akkumulator 13 können
Niekel-Cadmium-Sinterzellen verwendet werden, wodurch
eine Kapazität von etwa 4 Ah bei 12 V erzielt wird. Beispielsweise können so zehn Einzelzellen zu einem
Block zusammengefaßt werden, der zwei Anschlußfahnen besitzt. Die mit einem solchen Akkumulator erreichbare
Zyklenzahl liegt über 1000. Nach 1000 Zyklen ist dabei
- 5 - VPA 81 P ι ΰ 5 ^
die Kapazität auf 90 % der Nennkapazität abgefallen. Damit kann eine Lebensdauer des Akkumulators 13 erreicht
werden, die über 3 Jahren liegt.
Durch den Tiefentladungsschutz 14 wird bewirkt, daß bei
Erreichen einer unteren Akkumulator^pannungsgrenze (Tiefentladungsgrenze) ein als SIPMOS-Transistor ausgeführtes
Stellglied einsetzt und für einen hochohmigen LastStromkreis sorgt.
Der Spannungskonverter 15 formt die Akkumulatorspannung auf eine zur Versorgung der Leuchtstofflampe 17 notwendige
Brennspannung um. Versuche haben gezeigt, daß ein Frequenzoptimum der Ausgangsfrequenz des Spannungskonverters
15 bei ca. 20 kHz liegt. Dieser Wert ist sowohl für die Lichtausbeute als auch für das Leistungsgewicht
des Spannungskonverters 15 vorteilhaft. Außerdem besitzt der Spannungskonverter 15 eine ausreichende hohe Induktivität,
die in Verbindung mit der Starteinheit 16 die notwendige Zündspannung und -energie liefert.
Die Starteinheit 16 schaltet nach genügender Vorheizzeit
zur Vorionisierung der Leuchtstoffröhre 17 die Heizelektroden
ab. Durch die bei diesem Abschaltvorgang entsprechende Stromänderung wird mittels der Induktivität des
Spannungskonverters 15 eine Spannung induziert, die zum Zünden der Leuchtstoffröhre 17 ausreicht»
Fig. 3 zeigt die Halterung 5 mit der in diese eingeschobenen Leuchteneinheit 6. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die Halterung 5 selbst mit einem Tragegriff 20 ausgestattet. Ein Schalter 21 dient zum Ein- und Ausschalten
der in dieser Figur nicht dargestellten Leuchtstoffröhre.
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* ■
- 6 - VPA 81 P 10 5 a DE
Bei der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung sind
Akkumulatorgröße, Laderegler, Leuchtstofflampenleistung, Solarzellenfläche, Tiefentladungsschutz und Starteinheit
für die Leuchtstofflampe aneinander angepaßt.
3 Figuren
4 Patentansprüche
VPA 81 P ι ο 5 9 DE
Zusammenfassung
Die Erfindung "betrifft eine solarstromversorgte Beleuchtungsvorrichtung
mit einer Solarzelleneinheit (1), einer Leuchteneinheit (6) und einer Halterung (5) für
die. Leuchteneinheit (6). In die Halterung (5) sind eine Rückflußsperrdiode (10) und ein Laderegler (11) integriert.
Die Leuchteneinheit (6) ist mit einem Akkumulator (13), einem Tiefentladungsschutz (14), einem Spannungskonverter
(15) und einer Starteinheit (16) ausgestattet.
Claims (4)
1. Solarstromversorgte Beleuchtungsvorrichtung, mit einer
Solarzelleneinheit einschließlich eines Anschlußkastens und eines Anschlußkabels, mit einer Leuchteneinheit
und mit einer Halterung für die Leuchteneinheit, dadurch gekonnzeichnet, daß in
die Halteruns (5) eine Rückflußsperrdiode (10) und ein Laderegler (11) integriert sind, und daß die.Leuchteneinheit
mit einem Ein-Aus-Schalter (12), einem Akkumulator (13), einem Tiefentladungsschutz (14), einem Spannungskonverter
(15) und einer Starteinheit (16) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchteneinheit (6)
verpolungssicher in die Halterung (5) einschiebbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lampe eine
Leuchtstoffröhre von etwa 6 W verwendet wird.
25
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3> d a,-durch
gekennzeichnet, daß in die Leuchteneinheit (6) ein Reflektor eingebaut ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3116824 | 1981-04-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8112568U1 true DE8112568U1 (de) | 1982-10-14 |
Family
ID=1328332
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8112568U Expired DE8112568U1 (de) | 1981-04-28 | Solarstromversorgte Beleuchtungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8112568U1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3201758A1 (de) * | 1982-01-21 | 1983-09-08 | Varta Batterie Ag, 3000 Hannover | Elektrischer akkumulator mit einer schutzschaltung |
| DE3519370A1 (de) * | 1985-05-30 | 1986-12-18 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Vorrichtung zum aufrechterhalten der betriebsbereitschaft von galvanischen elementen bzw. eines mit derartigen elementen versehenen geraetes |
| DE3706186A1 (de) * | 1987-02-26 | 1988-09-08 | Hans Lobermeier | Vorrichtung zur gewinnung und speicherung elektrischer energie aus solarenergie |
| DE3804874A1 (de) * | 1988-02-17 | 1989-08-31 | Telefunken Electronic Gmbh | Stromversorgungsgenerator aus mehreren solarzellen |
| DE9108756U1 (de) * | 1991-07-16 | 1991-09-12 | Straaß, Harald, 82319 Starnberg | Solarmodul |
| DE29502093U1 (de) | 1995-02-09 | 1995-11-16 | Lehnert Elektronik Modellbau Solartechnik Versand, 74906 Bad Rappenau | Solarantrieb mit Energiespeicher (Goldkondensator) für Baukästen |
| DE29520064U1 (de) * | 1995-12-18 | 1996-02-01 | Marzahn, Paul Heinrich, 82031 Grünwald | Vorrichtung zur Erhöhung elektrischer Leistung |
-
0
- DE DE8112568U patent/DE8112568U1/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3201758A1 (de) * | 1982-01-21 | 1983-09-08 | Varta Batterie Ag, 3000 Hannover | Elektrischer akkumulator mit einer schutzschaltung |
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| DE29520064U1 (de) * | 1995-12-18 | 1996-02-01 | Marzahn, Paul Heinrich, 82031 Grünwald | Vorrichtung zur Erhöhung elektrischer Leistung |
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