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Bürotischgerät
| Bis heute ist es üblich, den Schreib- oder Büro- |
| tisch mit Tintenglashehälter, Federschale, Löscher, |
| Locher, Notizblock oder Kästchen mit losen Blät- |
| tern, Umschlagkalender oder Terminkalender oder |
| Stechkalender. Stempelständer und Stempelkissen |
| usw. zu belegen. |
| Das 1iiirotisclrgerät gemäß der Erfindung faßt |
| alle die vorgenannten Dinge zunächst einmal auf |
| errgstern Raum zusammen und sorgt dafür, daß |
| übersichtlicher Platz für die Schreibarbeiten ge- |
| schaffen und die Unordnung auf dem Schreibtisch |
| beseitigt wird. |
| Darüber hinaus ist die um .Io° geneigte Schreib- |
| platte i» DIN :1 3 (;riffle ideal für schnelle Notizen, |
| clie immer ari(#enf:illig bleiben. Die oberhalb und |
unterhalb der Schreibplatte: angebrachten, gefederten Papierhalteleisten gestatten
ein bequemes Auswechseln von DIN A 5 oder kleineren Notizblättern. Aufgeschnittene
Briefumschläge finden hier eine gute, sparsame Verwendung, bevor sie in den Papierkorb
wandern.
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Die Papierhalteleisten sind so geformt, daß sie als Ablage für Schreibzeuge
dienen und damit die Federschale überflüssig machen.
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Eine Ergänzung hierzu bildet der anschließende, senkrechte Mittelblock
mit den horizontalen Durchbohrungen zur Äufnahme weiterer Blei- und Buntstifte,
die sowohl von links als auch von rechts entnommen werden können.
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Die hinter dem Mittelblock eingeführten drei
Schubfächer
dienen zur Aufnahme der unentbehrlichsten Bürokleinutensilien wie Federn, Heftklammern,
Radiergummis, Minen, Heftzwecken usw. Auch diese Schubfächer können, wie alles andere
im Gerät, beidseitig herausgenommen werden.
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Über den Schubfächern ist als weiterer Bestandteil der Erfindung ein
Zwölf-Jahre-Steckkalender nebst der Alphabetkartei untergebracht. Die Monatskarten
enthalten jeweils die Wochentageeinteilung für ein Jahr nebst den beweglichen Feiertagen,
so daß der Kalender bis 1961 nicht erneuert zu werden braucht. Auch die Eintragungen
und Bemerkungen auf den einzelnen Karten, besonders auf den Alphabetkarten, und
die eingefügten Notizblätter bleiben für die ganze Zeitdauer von 12 Jahren erhalten.
Umschlagkalender, Terminkalender, Abreißkalender und die üblichen Steckkalender
weisen diese Vorteile nicht auf.
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Die aufgezeigten, wesentlichen Merkmale der vorstehenden Erfindung
bedeuten eine grundsätzliche Neuerung und Verbilligung und damit eine fortschrittliche
Entwicklung gegenüber dem Bekannten auf dem Bürobedärfsektor im Hinblick auf Raumersparnis,
Ordnung und Übersicht, gut sichtbare und neuartige, auswechselbare Notizmöglichkeit,
originelle Übereinanderordn.ung von Schreibstiften, Zwölf-Jahre-Steckkalender mit
Alphabetkartei und Sofortbereitschaft für alle Schreibarbeiten.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i eine Schrägansicht und Abb. 2 eine Seitenansicht des Bürotisehgeräts.
Das Gerät ist nach beiden Seiten offen, so daß Entnahme von Löscher und Stempeln
oder Herausnehme von Tintenfaß oder Schubfächern beidseitig erfolgen kann. Auf einer
Grundplatte 1o ist eine um 40° geneigte Schreibplatte i befestigt. Sie nimmt mehrere
DIN A 5 oder kleinere Blätter auf, die unter die obere und evtl. auch unter die
untere Papierhalteleiste 2 geklemmt werden, Die Papierhalteleisten sind an der Platte
mit gefederten Bolzen 3 angebracht, die ein bequemes Einklemmen und Lösen der Notizblätter
gestatten. Unter der Schreibplatte i befinden sich die Räume zur Aufnahme von Tintengläsern,
Löscher und Stempeln.
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Das Tintenfaß 4 kann mit einem dazu passenden Schieber ¢° leicht herausgezogen
werden, ohne daß es kippt; es ist so eingeordnet, daß das Tintenfaß beim Einschieben
fest verschlossen sein muß, da es sornst an die Schreibplatte i stößt. Damit wird
erreicht, daß die Tinte nicht unnötig verdunstet und durch Staub verkrustet.
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Der Platz für den aus Federstahl gespannten Löscher 5 ist so reichlich,
daß er bequem anzufassen ist. Der Raum 11 für Stempel und Stempelkissen ist außerdem
zur Aufnahme von Schere, Lineal, Zollstock, Rechenschieber und Brieföffner geeignet.
Auch herausragende Enden stören nicht, da sie ioo mm über der Schreibtischplatte
liegen.
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Der anschließende Mittelblock 6 weist übereinanderliegende Bohrungen
6° auf, die Blei- und Buntstifte aufnehmen. Wenn nur jeweils ein Stiftende von 20
bis 30 mm heraussieht, ist die Herausnehme einfach. Die Anordnung selbst
bietet einen geordneten Anblick. Der obere Abschluß des Mittelblocks ist als Halterablage
12 ausgerundet. Den rückwärtigen Abschluß des Geräts bilden übereinanderliegende
Schubfächer 7 und ein darüherliegendesFach für Kartei- und Kalenderkarten. Die Schubfächer
nehmen die Kleinutensilien auf, wie z. B. Federn. Die` eingewölbten Böden gestatten
ein angenehmes Herausnehmen der kleinen Büroklammern, Federn, Heftzwecken, Minen
und ähnlicher Gegenstände. Zwölf-Jahre-Steckkalender 8 und Alphabetkarte:i bilden
den Abschluß. Es können die Karten sowohl von oben als auch von den Seiten entnommen
werden, was für gute Griffbereitschaft wesentlich ist.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist der Zwölf-Jahre-Steckkalender
B. Seine für den bezeichneten Raum besonders zweckmäßige und gedrängte Anordnung
besteht darin, daß dessen 12 Monatskarten die Wochentageeinteilung für 12 Jahre
enthalten. So ist beispielsweise auf der Januarkarte die Wochentageeinteilung für
195o abzulesen; am Fuß der Karte stehen die beweglichen Feiertage. Die Februarkarte
enthält die Wochentageeinteilung für 1951, März für 1952 usw. Bei Kalendern ähnlicher
Art fehlt entweder die Wochentageeinteilung, oder sie ist nur für ein Jahr enthalten,
oder es fehlen die beweglichen Feiertage. Das hat zur Folge, daß neben einer kostspieligen
Neuanschaffung alle Notierungen abgeschrieben werden müssen oder daß der veraltete
und unvollständige Kalender weiterbenutzt wird. Bei terminmäßigen Abmachungen können
dabei unliebsame Störungen nicht ausbleiben.
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Auch die seitliche Herausnehme von Alphabetkarten (links A bis K und
rechts L bis Z) ist in dieser Zusammenstellung neu und praktischer als das bisher
Bekannte. Dem Kalender nebst der Alphabetkartei steht soviel Platz zur Verfügung,
daß eine Vielzahl von Zetteln mit Notizen in die Tages-, Monats- oder Alphabetkarten
eingeordnet werden können.
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So ist das Bürotischgerät gemäß der Erfindung eine zweckdienliche
Neuschöpfung, die die Büroarbeit wesentlich erleichtert. Das Gerät kann aus Holz,
Metall oder Kunststoffen hergestellt werden.