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DE819696C - Verfahren zur Herstellung kernsubstituierter Phenylessigsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kernsubstituierter Phenylessigsaeuren

Info

Publication number
DE819696C
DE819696C DEK3175D DEK0003175D DE819696C DE 819696 C DE819696 C DE 819696C DE K3175 D DEK3175 D DE K3175D DE K0003175 D DEK0003175 D DE K0003175D DE 819696 C DE819696 C DE 819696C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fluoro
acid
phenylacetic acids
production
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK3175D
Other languages
English (en)
Inventor
Ferdinand Dr Dengel
Kurt Dr Phil Habil Kraft
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Abbott GmbH and Co KG
Original Assignee
Knoll GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knoll GmbH filed Critical Knoll GmbH
Priority to DEK3175D priority Critical patent/DE819696C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE819696C publication Critical patent/DE819696C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C59/00Compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups
    • C07C59/40Unsaturated compounds
    • C07C59/42Unsaturated compounds containing hydroxy or O-metal groups
    • C07C59/56Unsaturated compounds containing hydroxy or O-metal groups containing halogen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C59/00Compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups
    • C07C59/40Unsaturated compounds
    • C07C59/58Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups
    • C07C59/64Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups containing six-membered aromatic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung kernsubstituierter Phenylessigsäuren 1?s wurde gefunden, daß die 3-Fluor-4-oxyphenylessigsäure und ihre O-Alkylderivate bzw. deren Salze die Erscheinungen der Schilddrüsenüberfunktion sehr günstig beeinflussen. Die Stoffe sind wegen ihrer Ungiftigkeit ausgezeichnet verträglich und wirken auf Grundumsatz und Pulsfrequenz in günstigster Weise ein.
  • Man gelangt zu den neuen Verbindungen, die zweckmäßig in der Therapie in Form ihrer Alkalisalze angewendet werden, auf verschiedenen Wegen. So läßt sich das 3-Fluor-4-alkoxybenzylcyanid mit Schwefelsäure zur Fluoralkoxyphenylessigsäure verseifen, und in einer zweiten Stufe kann gegebenenfalls die Alkoxygruppe durch Behandlung mit Bromwasserstoffsäure aufgespalten werden. Verwendet man von vornherein zu der Verseifung z. B. 13romwasserstoffsäureeisessig, dann erhält man die 3-Fluor-4-oxyl>heuvlessigsäure in einem Arbeitsgang. Man kann weiterhin von den entsprechenden, an der alkoholischen Hydroxylgruppe unsubstituierten oder substituierten 3-Fluor-4-oxy- bzw. -alkoxymandelsäuren bzw. -mandelsäurecyaniden ausgehen, die nach bekannten Methoden, z. B. mit jodwasserstoffsäure, in einer Stufe reduziert und zur 3-Fluor-4-oxyphenylessigsÄure verseift werden. Die Reduktion kann auch an einem O-acylierten :@landelsäurecyanid durchgeführt werden, z. B. durch katalytische Hydrierung.
  • Ein weiterer Weg zur Herstellung der neuen Verbindungen geht von den 3-Fluor-4-oxy- bzw. -alkoxy-a-halogenphenylessigsäuren aus, die leicht zu den halogenfreien substituierten Phenylessigsäuren reduziert und verseift werden können.
  • Dabei kann die Reihenfolge der einzelnen Maßnahmen verschieden sein; man kann zunächst unter Erhaltung der C N-Gruppe die Reduktion an dem der C N-Gruppe benachbarten Kohlenstoffatom einsetzen lassen (z. B. Ersatz von Cl, O H oder O-Acyl durch H), worauf dann Verseifung der C N-Gruppe zu CO OH erfolgt; oder die oben erwähnten Reduktionen werden ausgeführt, wenn die Carboxylgruppe bereits ausgebildet ist.
  • Eine weitere Möglichkeit zur Darstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen besteht in der Behandlung der aus 3-Fluor-4-oxv- bzw. -alkoxybenzaldehyden mit Hippursäuren erhaltenen :\zlactone mit Alkalilauge und Wasserstoffsuperoxyd. Diese Reaktion verläuft nach folgendem Formelschema Beispiele 1. 50 g 3-Fluor-4-methoxybenzylcyanid werden mit einem Gemisch von 36 ccm konzentrierter Schwefelsäure, 36 ccm Wasser und 36 ccm Eisessig etwa 45 Minuten unter Rückfluß gekocht. Dabei löst sich das Nitril mit orangeroter Farbe. Die Mischung wird dann abkühlen gelassen und in etwa 200 ccm Eiswassergegossen. Dabei scheidet sich die3-Fluor-4-methoxyphenylessigsäure in gelblichweißen Kristallen ab, die nach dem Umlösen aus Wasser, gegebenenfalls unter Behandlung mit Tierkohle, bei 115"' schmelzen; Ausbeute: 850% der Theorie.
  • 2. 35,5 g 3 - Fluor - 4 - methoxyphenylessigsäure werden mit 200 ccm 48%iger Bromwasserstoffsäure 4 Stunden unter Rückfluß gekocht. Hierauf wird die Bromwasserstoffsäure bis auf etwa 25 ccm eingedampft, dann der Kolben bis zur Hälfte mit Wasser nachgefüllt und abermals abdestilliert. Der aus braunen Kristallen von 3-Fluor-4-oxyphenylegsigsäure bestehende Rückstand wird in wenig heißem Wasser gelöst, mit Tierkohle behandelt und im Eisschrank auskristallisieren gelassen. Die Kristalle werden abgesaugt, mit wenig Eiswasser nachgewaschen und aus Wasser nochmals umgelöst. F. 132°, Ausbeute 30,5 g = 93 % der Theorie.
  • 3. 200 g 3-Fluor-4-methoxybenzylcyanid werden mit 6oo ccm Bromwasserstoffsäure (48%ig) und 400 ccm Eisessig 1:1 Stunden unter Rückfluß gekocht. Hierauf wird die Mischung auf etwa 1/s des Volumens eingedampft und mehrere Stunden in Eis stehengelassen. Die abgeschiedenen Kristalle von 3-Fluor-4-oxy-phenylessigsäure werden abgesaugt, mit wenig Eiswasser nachgewaschen und aus wenig heißem Wasser nochmals umkristallisiert; F. 129 bis 131°. Die Mutterlaugen werden eingedampft und die erhaltenen Kristalle mehrmals umkristallisiert, bis der F. 132° erreicht ist. Ausbeute: 8o 0/0 der Theorie.
    4. Herstellung des Azlactons: 20-1 3-Fluor-4-
    methoxybenzaldehvd, 28 g Hippursäure, 1o g frisch
    entwässertes Natriu.macetat und 5o ccm Essigsäure-
    anhydrid werden gut gemischt und am Rückfluß-
    kühler etwa 1 Stunde auf dem Wasserbad erwärmt.
    Das anfangs dünnflüssige Gemisch färbt sich nach
    wenigen Minuten gelb und wird dann steif. Nach
    dem Erkalten wird abgesaugt, die dunkelgefärbte
    Mutterlauge mit Aceton herausgewaschen, (las Az-
    lacton mit Wasser erwärmt, abgesaugt und ge-
    trocknet. Das AzIacton bildet gelbe Nadeln vom
    F. 2o8° und ist sehr schwer löslich in allen gebräuch-
    lichen Lösungsmitteln. Ausbeute: 28,3 g = 73,40/0
    der Theorie.
    15 g Azlacton werden mit 15o ccm io%iger
    Natronlauge 6 Stunden unter Rückfluß gekocht. Die
    Lösung wird darauf mit Eis gekühlt und langsam
    unter Umschütteln mit 9 ccm 30%igem Wasser-
    stoffsuperoxyd versetzt, das mit (1(#rsell)en Menge
    Wasser verdünnt worden ist. Die Temperatur soll
    dabei 1o° nicht überschreiten. Man läßt die Oxy-
    dation durch Stehen bei Raumtemperatur zu Ende
    gehen, säuert mit konzentrierter Salzsäure an und
    äthert die Säure aus. Die Ätherlösung wird über Na-
    triumsulfat getrocknet, abdestilliert und der Rück-
    standverestert, indem man ihn 3Stundenmit7occm
    absolutem Methanol und 1,5 ccm konzentrierter
    Schwefelsäure unter Rückfluß zum Sieden erhitzt.
    Das :Methanol wird darauf abdestilliert, der Rück-
    stand in Äther aufgenommen, die Ätherlösung mit
    Soda ausgeschüttelt, über Natriumsulfat getrocknet,
    abdestilliert und der Rückstand fraktioniert destil-
    liert. Hierbei geht bei Kp,= 75° der Benzoesäure-
    methylester in einer Menge von 5,_3 g über. Darauf
    steigt die Temperatur auf 15o° und es destilliert der
    3-Fluor-4-methoxyphenylessigsäuremethylester ab.
    Ausbeute: 8,og = 8o% der Theorie (berechnet auf
    das Azlacton).
    8,0 g 3-FluOr-4-methoxyphenylessigsäuremethylester werden mit 54 ccm 66o/oiger Bromwasserstoffsäure und 36 ccm Eisessig 9 Stunden unter Rückfluß gekocht. Hierauf wird im Vakuum abdestilliert, der Rückstand mit Äther aufgenommen und mit wenig Wasser ausgeschüttelt. Die Ätherlösung wird mit Natriumsulfat getrocknet, abdestilliert und der Rückstand aus Wasser umkristallisiert. Ausbeute an 3-Fluor-4-oxyphenylessigsäure: 6,o g = 87,5 0l0 der Theorie. Nach nochmaligem Umlösen aus Wasser zeigt das Produkt den richtigen Schmelzpunkt von F. tat bis t32°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung kernsubstituierter Phenylessigsäuren der allgemeinen Formel worin R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der Formel wobei R Wasserstoff, eine Alkyl- oder Acylgruppe, R' Wasserstoff, Hydroxyl, O-Acyl oder Halogen und Y C N oder C O O H bedeuten kann, verseift bzw. einer Reduktion bei beliebiger Reihenfolge der beiden Operationen unterwirft oder daß man die aus 3=Fluor-4-oxy- bzw. -alkoxybenzaldehyden erhältlichen Azlactone durch gleichzeitige Einwirkung von Alkalilauge und Oxydationsmitteln zu den entsprechenden Phenylessigsäuren aufspaltet.
DEK3175D 1943-02-03 1943-02-03 Verfahren zur Herstellung kernsubstituierter Phenylessigsaeuren Expired DE819696C (de)

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DE819696C true DE819696C (de) 1951-11-05

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