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Behälter für Lippen-, Augenbrauen- oder sonstige kosmetische Stifte
Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälter für Lippen-, Augenbrauen- und sonstige
kosmetische Stifte.
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In der Regel sind solche Stifte mittels eines Schiebers in einer Halterhülse
verschiebbar, so daB sie entsprechend dem Grad ihrer Abnutzung aus dem Halter herausgeschoben
werden können. Der Halter ist üblicherweise in einen Behälter einsteckbar, so diaB
der Stift während des Nichtgebrauchs gegen Verschmutzen usw. geschützt ist.
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Es ist umständlich, daB zum Gebrauch eines Lippen- oder Augenbrauenstiftes
nicht nur der Halter aus dem Deckbehälter herausgezogen und der Stift im Halter
in Gebrauchslage geschoben werden muB, daß vielmehr auch aus der Handtasche o. dgl.
ein Spiegel entnommen werden muB. Es ist also eine Mehrzahl von Handgriffen notwendig.
Auch ist die Ingebrauchnahme mehrerer Utensilien nötig. Das Nachziehen der Lippen
und Augenbrauen soll jedoch namentlich unterwegs, z. B. im Theater o. dgl., möglichst
rasch und unauffällig geschehen können.
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Diesem Übelstand dadurch abzuhelfen, daß an den Lippen- bzw. Augenbrauenstiftbehälter
ein Spiegel angelenkt wird, der durch Aufklappen in Gebrauchslage gebracht werden
kann, führt nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Es besteht die Gefahr, daB der
Spiegel ,sich ungewollt hochklappt und dann zu Beschädigungen der Handtasche bzw.
deren Inhalt führt. Es kann sich auch ereignen, daß man bei eiliger Handhabung mit
dem klappbaren Spiegel irgendwo hängenbleibt und dann Verbiegungen des Scharniers
eintreten, mithin nicht nur der Spiegel, sondern der ganze Lippen-bzw.
Augenbrauenstiftbehälter
unbrauchbar wird. Auch ist die Anlenkung eines Spiegels aus fertigungstechnischen
Gründen unerwünscht.
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Hier schafft die Erfindung in ebenso einfacher wie vorteilhafter Weise
Abhilfe durch einen bei Nichtgebrauch im Behältergehäuse unterbringbaren, zum Gebrauch
aus dem Gehäuse herausschiebbaren Spiegel, der zweckvoll in derGebrauchslage seinen
Halt in einer Führung des Gehäuses findet.
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Die Ausbildung ist vorzugsweise derart getroffen, daß der Spiegel
bei Nichtgebrauch entlang einer Wand des Gehäuses in diesem angeordnet und zum Gebrauch
durch eine schlitzartige Ausnehmung der zugehörigen Querwand herausschiebbar ist.
Es empfiehlt sich, den Spiegel in der Nichtgebrauchslage festzulegen, z. B. durch
den in das Gehäuse eingebrachten Halter des Lippen- bzw. Augenbrauenstiftes. Dieser
Halter kann zu diesem Zweck abstehende Lappen des Spiegels bzw. dessen Rahmen übergreifen.
Ebenso ist es tunlich, den Spie-' gel in der Gebrauchslage gegen völliges Verlassen
des Gehäuses zu sichern, z. B. indem sich die Haltelappen an die Innenseite der
Gehäusequerwand anlegen. Auf diese Weise findet der Spiegel einen zuverlässigen
Gebrauchshalt. Es braucht auch während der Benutzung eines Lippen- .bzw. Augenbrauenstiftes
kein Bedacht darauf genommen zu werden, daß der Spiegel nicht herausfällt.
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Vorzugsweise wird der Erfindungsgedanke derart verwirklicht, daß der
Spiegel selbsttätig unter Federwirkung aus dem Gehäuse in d.ie Gebrauchslage schnellt,
wenn der Halter des Lippen- bzw. Augenbrauenstiftes aus dem Gehäuse herausgezogen
wird. Deshalb wirkt auf den Spiegel von unten her eine Z-förmige Spreizfeder, die
den freigegebenen Spiegel so weit nach oben führt, daß er weit genug aus dem Gehäuse
herausragt, um bequem eingesehen werden zu können, jedoch noch so weit im Gehäuse
steckt, .daß er gegen Herausfallen gesichert ist und die notwendige Anfangsführung
für das Zurückschieben in die Ruhelage hat.
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Bei einem gemäß der Erfindung ausgebildeten Behälter für kosmetische
Stifte steht, sobald der Stifthalter aus dem Deckgehäuse herausgezogen und also
benutzungsbereit ist, ein Spiegel in fester Gebrauchslage einsehbar zur Verfügung.
Es bedarf keiner zusätzlichen Handhabung. Andererseits wird der eingeschobene Spiegel
mit dem Einschieben des benutzten Stifthalters in dem Deckgehäuse festgelegt und
zuverlässig dagegen gesichert, daß der Spiegel ungewollt in die Gebrauchslage gelangen
kann. Diese Lage vermag er nur einzunehmen, wenn der Lippen- bzw. Augenbrauenstift
mit .seinem Halter aus dem Deckgehäuse herausgenommen ist. Dabei ist von besonderem
Vorteil, daß der Spiegel bei Nichtgebrauch völlig verschwunden ist, also nirgends
außen am Behälter in Erscheinung tritt. Er ist somit einerseits gegen Zerstörung
geschützt und kann andererseits nicht Anlaß für sonstige Beschädigungen geben. Es
kommt der fertigungstechnische Vorteil hinzu, daß keinerlei Drehteile notwendig
sind. Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es ist Fig. i eine
schaubildliche Darstellung eines Behälters für einen Lippen- und einen Augenbrauenstift,
Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung dieses Behälters mit in Gebrauchslage befindlichem
Spiegel bei entnommenen Stifthaltern, Fig. 3 ein Längsschnitt durch den Behälter
ohne Stifthalter nach der Linie A-A der Fig. 4 und Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie
B-B der Fig. 3, die letzteren beiden in vergrößerter Darstellung. Beim gezeichneten
Ausführungsbeispiel nimmt der Behälter i eine Hülse 2 mit einem Lippenstift 3 und
eine Hülse 4 mit einem Augenbrauenstift auf. Es können aber auch zwei Lippenstifte
bzw. zwei Augenbrauenstifte unterschiedlicher Tönung vorgesehen sein. Die Stifte
sind in den Halterhülsen mittels der Schieber 6 in Achsrichtung beweglich. Die Schieber
sind mit den zur Betätigung dienenden Knöpfen 7 versehen, welche sich mit einer
gewissen federnden Klemmung in der Verschlußstellung in die Ausnehmungen 8 des Behältergehäuses
einlegen.
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In einer Kammer entlang der Rückwand 9 des Gehäuises i ist der Spiegel
io untergebracht, welcher durch die schlitzartige Öffnung i i der oberen Querwand
12 des Gehäuses aus- und einschiebbar ist.
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Der Spielgel io ist so angeordnet, daß er in der Nichtgebrauchslage
mit seiner Oberkante in der Fläche der Querwand 12 liegt, also bereits in den Schlitz
i i hineinragt. Er wird in dieser Lage gesichert durch die Haltelappen 13, welche
nach vorn an seinen Rahmen angebogen sind und welche die Haltehülse 2 Untergreifen.
Diese Haltelappen legen sich in geeignete Ausnehmungen 14 der Trennwand 15 ein,
so daß die Haltehülse 2 bei eingeschobenem Spiegel über sie hinweggleiten kann,
wenn sie in das Gehäuse eingesteckt wird. Bei seiner Bewegung ist der Spiegel io
geführt, daß er nicht kanten kann. Zu diesem Zweck ist die Zwischenwand 16 mit Nuten
oder Ausnehinungen 17 versehen, in welchen die Haltelappen 13 auf und ab gleiten.
Gegelbenenfalls können solche Führungsmittel auch in der Rückwand 9 des Gehäuses
vorgesehen sein.
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Damit der Spiegel in der Gebrauchslage nicht aus dem Behältergehäuse
herausfällt, ist er in seiner oberen Endstellung gesichert. Beim ;gezeichneten Ausführungsbeispiel
geschieht dies dadurch, daß die Haltelappen 13 sich an die Innenseite der oberen
Gehäusewand 12 abstützen. Um zu ermöglichen, daß die Halterhülse 2 auch dann in
das Gehäuse eingesteckt werden kann, wenn der Spiegel während der Benutzung des
unteren Stiftes 5 in der Gebrauchslage sich befindet, ist es zweckvoll, unterhalb
der Querwand 12 eine Einlage 18 vorzusehen, welche mit Ausschnitten i9 versehen
ist, in welche sich die Haltelappen 13 einlegen können.
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An sich könnte die Bewegung des Spiegels in die Gebrauchslage bzw.
in die Ruhelage von Hand mittels eines geeigneten Schubknopfes erfolgen. Es
ist
jedoch vorteilhafter, dem Spiegel, wie heim gezeichneten Ausführungsbeispiel, eine
Feder 2o zuzuordnen, welche zweckvoll als Z-förmige Spreizfeder gestaltet, unter
ihm angeordnet ist und ihn selbsttätig in die Gebrauchslage drückt, sobald der Halter
2 herausgenommen ist, die Haltelappen 13 mithin frei sind. Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel
ist die Feder 20 in dem Raum hinter dem unteren Stift 5 untergebracht. Dadurch ist
der Vorzug erreichbar, daß der Spiegel entlang seiner ganzen Unterkante von dem
wirksamen Federschenkel beeinflußt wird.