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DE819421C - Frequenzmesser nach dem Kondensatorladeverfahren - Google Patents

Frequenzmesser nach dem Kondensatorladeverfahren

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Publication number
DE819421C
DE819421C DEP3837A DEP0003837A DE819421C DE 819421 C DE819421 C DE 819421C DE P3837 A DEP3837 A DE P3837A DE P0003837 A DEP0003837 A DE P0003837A DE 819421 C DE819421 C DE 819421C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
meter according
frequency meter
current
compensation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP3837A
Other languages
English (en)
Inventor
Rolf Dipl-Ing Buckel
Reinhold Dipl-Ing Putz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Bundesbank
Original Assignee
Deutsche Bundesbank
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Bundesbank filed Critical Deutsche Bundesbank
Priority to DEP3837A priority Critical patent/DE819421C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE819421C publication Critical patent/DE819421C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R23/00Arrangements for measuring frequencies; Arrangements for analysing frequency spectra
    • G01R23/02Arrangements for measuring frequency, e.g. pulse repetition rate; Arrangements for measuring period of current or voltage
    • G01R23/06Arrangements for measuring frequency, e.g. pulse repetition rate; Arrangements for measuring period of current or voltage by converting frequency into an amplitude of current or voltage
    • G01R23/09Arrangements for measuring frequency, e.g. pulse repetition rate; Arrangements for measuring period of current or voltage by converting frequency into an amplitude of current or voltage using analogue integrators, e.g. capacitors establishing a mean value by balance of input signals and defined discharge signals or leakage

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Frequenzmesser nach dem Kondensatorladeverfahren Für Labor-, Prüf und Eichzwecke sowie für den Betrieb moderner Verbundnetze besteht das Bedürfnis nach einem Frequenzmesser hoher Genauigkeit, der den in der Starkstromtechnik vorherrschenden Frequenzbereich von etwa 13 bis 60 Hz umfaßt.
  • Außerdem ist es erforderlich, die Abweichung der gemessenen Frequenz von einer bestimmten wählbaren Mittelfrequenz (z. B. 50 oder 25 oder 162/3 hz) in weiteren oder engeren Grenzen (z. B. # 5% oder t O, I Hz) genau feststellen zu können.
  • Die bisher bekannten Präzisionsfrequenzmesser, die die Messung geringer Abweichungen von einem festen Mittelwert (Sollwert) mit hoher Anzeigegenauigkeit gestatten und vorweiegend zur Netzüberwachung dienen, beruhen auf elektrischen Reso-, nanz- oder Brückenschaltungen und enthalten zumeist ein Sondermeßwerk. Wollte man sie für den vorgenannten breiten Bereich einrichten, so müßten zahlreiche enge Frequenzbereiche aneinandergereiht werden, was nur mit verwickelten Umschalteinrichtungen und einem erheblichen Aufwand an Schaltelementen möglich wäre und ein sehr teures Gerät ergäbe. Diese Art von Frequenzmessern ist daher zur gleichzeitigen Erfüllung der oben aufgestellten beiden Forderungen ungeeignet.
  • Die Erfassung nahezu beliebig weiter Frequenzbereiche mit hoher Meßgenauigkeit ermöglicht dagegen der Frequenzmesser nach dem Kondensatorladeverfahren. Dieses Meßprinzip erfordert bekanntlich periodische Umschaltungen im Takt der zu messenden Frequenz, wodurch ein Kondensator ge- und entladen bzw. auf umgekehrtes Potential umgeladen wird. Die einzige bisher bekannt gewordene Ausführung umfaßt den sehr weiten Bereich von 10 Hz bis 60 kHz, die mit der Meßfrequenz svnchronen Umschaltungen erfolgen daher durch Elektronenröhren. Da deren Innenwiderstand hoch und veränderlich ist, sind eine Reihe schaltungstechnischer Kunstgriffe nötig, um die Kondensatorentladungen in der gewünschten Weise zu erhalten.
  • Das Gerät benötigt daher vier gittergesteuerte Elektronenröhren. Dabei fließt jedoch nur jeder zweite Stromstoß durch das Anzeigeinstrument, weil sonst der Aufwand an Röhren noch größer ware. Die zweite Forderung, geringe Abweichungen von einer wählbaren Mittelfrequenz mit hoher Anzeigegenauigkeit anzuzeigen, erfüllt dieses Gerät nicht.
  • Die nachstehend beschriebene Erfindung ist eine Weiterentwicklung des Frequenzmessers nach dem Kondensatorladeverfahren. Sie erfüllt für Frequenzen des technischen Wechselstroms mit nur wenigen, einfachen Schaltelementen und ohne teures Sondermeßwerk beide der oben aufgestellten Meßbedingungen. Das Gerät läßt sich auch ohne besondere Fabrikationseinrichtungen aus Einzelteilen, die in bester Qualität und Eignung auf dem Markt sind, zusammenbauen. Es ist damit zum Selbstbau in Laboratorien u. dgl. ganz besonders geeignet.
  • Bei so niedrigen Frequenzen ist die Umschaltung durch Elektronenröhren nicht erforderlich. Erfindungsgemäß werden für die periodischen Umschaltungen Relais verwendet, deren Anker synchron mit der zu messenden Frequenz schwingen. Derartige Relais stehen aus der Schwachstrom technik mit ausreichender Arbeitsgeschwindigkeit zur Verfügung. Die Vermeidung der Elektronenröhren vereinfacht und verbilligt den Aufbau des Frequenzmessers ganz bedeutend.
  • Verwendet man nichtpolarisierte Relais mit Ruhe- und Arheitskontakt, so ist die Schaltfrequenz doppelt so groß wie die der Relaiswicklung zugeführte Meßfrequenz. Diese Impulsverdopplung kann insbesondere bei sehr niedrigen Meßfrequenzen erwünscht sein, weil dann der Zeiger des Anzeigeinstruments weniger zittert. (Nichtpolarisierte Relais, die bis zu 60 Hz hinreichend prellungsfrei arbeiten, sind derzeit in Deutschland noch nicht auf dem Markt.) Bei Verwendung polarisierter Relais, insbesondere moderner Telegraphenrelais, die sich elektrisch und mechanisch für den vorliegenden Zweck sehr gut eignen, ist es möglich, zwei Relais im Gegentakt zu steuern und dadurch zu einer besonders wirtschaftlichen Schaltung zu gelangen. Schaltet man nämlich nach Abb. I zwei polarisierte Relais I und 2 im Gegentakt, so wird der Kondensator 3 während jeder Halbperiode der Meßfrequenz, die an den Klemmen 4 den Wicklungen beider. Relais zugeführt wird, umgeladen. Während im Kondensator 3 die Stromrichtung wechselt, bleibt sie im Anzeigeinstrument, dem Strommesser 5, und im Widerstand 6 gleich, so daß alle Stromstöße für die Messung ausgenutzt werden, was grtjßere M ßströme I und ein robusteres Anzeigeinstrument 5 ermöglicht. Die Gleichstromquelle muß bei Frequenzmessern dieses Prinzips bekanntlich besonders gute Spannungskonstanz haben, weil die Anzeige der Spannung proportional ist und Spannungsschwankungen daher eine Änderung der Frequenz vortäuschen würden. Die Konstanthaltung der Spannung kann z. B. in bekannter Weise durch einen Glimmstreckenstabilisator 7 in A7erbindung mit einem Eisenwasserstoffn-iderstand s erfolgen.
  • Wird ein Kondensator nur über einen Ohmaschen Widerstand umgeladen, so springt der Strom bei Beginn momentan auf seinen Höchstwert (Scheitelwert). Die Relaiskontakte hätten also gerade im Augenblick der ersten Reriihrung diese Stromspitze auszuhalten. Erfindungsgemäß erfolgt die Umladung über eine Induktivität g und einen Widerstand 6 in Reihe, wobei Kondensator 3, Induktivität g und Widerstand 6 so bemessen sind, daß die Umladung im aperiodischen Grenzfall erfolgt (allmählicher Stromanstieg von Null aus) und der Stromstoß praktisch abgeklungen ist, bevor die Relaiskontakte öffnen. Die Relaiskontakte schließen und öffnen also stromlos, was sehr zur Konstanthaltung der Kontaktgüte und damit zur Verlängerung ihrer Lebensdauer beiträgt Außerdem ist jetzt, bei gleichem zeitlichem AlittelX-ert. der Scheiteilwert des Stromes bedeutend kleiner, rund 360/ des Wertes ohne Induktivität. Der Glimmstreckenstabilisator 7, der ja nach dem Scheitelwert bemessen werden muß, fällt also ebenfalls kleiner aus, wogegen der Strommittelwert im Anzeigeinstrument 5 derselbe bleibt.
  • Eine andere Schaltung. bei der ebenfalls zwei Stromstöße je Periode durch das Anzeigeinstrument fließen, zeigt Abb. 2, deren Bezifferung sinngemäß aus Abb. 1 übernommen ist. Hier werden durch das Relais I, das grundsätzlich sowohl polarisiert wie nichtpolarisiert sein kann, zwei gleiche Kondensatoren 3 abwechselnd ge- und entladen; über den Strommesser 5 fließen jedoch nur die Ladeströme. Die Induktivität 9 und ein zweiter, hier nehen den vom Meßstrom 1 durchflossene Widerstand 6 noch vorhandener widerstand 10 werden gleichzeitig vom Ladestrom des einen und vom Entladestrom des anderen Kondensators durch flossen. Durch passende Wahl der beiden Widerstände 6 und 10, der Induktivität 9 und der beiden Kapazitäten 3 kann man auch hier einen aperiodischen Stromverlauf über die Relaiskontakte und damit ein praktisch stromloses Schalten erreichen. Die Schaltung gewährt in der Wahl und gegenseitigen Abstimmung dieser Elemente mehr Freiheiten als die nach Abb. 1. Die Verwendung von nur einem Relais ist ein weiterer Vorzug, weil dadurch die teuersten und zudem geräusehbildenden und der Abnutzung unterworfenen Teile der Schaltung auf das Mindestmaß beschränkt sind. Dem steht der Mehraufwand von einem Kondensator und einem Widerstand gegenüber. sowie die Nichtausnutzung der Entladeströme im Meßinstrument 5. Für die . Meßgenauigkeit ist es belanglos, ob die beiden Kapazitätswerte besonders gut übereinstimmen oder nicht, weil im Anzeigeinstrument der Mittelwert aus beiden Ladungen gebildet wird.
  • In den Schaltungen nach Abb. I und 2 ist der Ausschlag des Strommessers 5 proportional der an den Klemmen 4 herrschenden Frequenz. Wenn nur gewisse Frequenzbereiche angezeigt werden sollen, so kann in an sich bekannter Weise der Anfangsbereich durch mechanische Vorspannung des Zeigers mehr oder weniger unterdrückt werden. Damit ist jedoch die eineitend geforderte Anzeige sehr geringer Abweichungen von einer Mittelfrquenz noch nicht zu erreichen : das Instrument 5 gibt winter diesem Gesichtspunkt immer nur eine Grobanzeige. Erst durch Einführung der Gleichspannungskompensation kann beim Frequenzmesser nach dem Kondensatorladerverfahren der Anfangsbereich nahezu beliebig weit unterdrückt werden. Dieses Prinzip läßt sich auf beide beschriebenen Schaltungen in gleicher Weise anwenden.
  • Die am Weiderstand 6 (in Abb. 1 oder 2) auftretende Spannung enthält eine dem Strommittelwert und damit der Frequenz proportonale Gleichkomponente. Diese am Weiderstand 6 oder auch einem Teil davon abgegriffene Gleichspannung kann durch eine Gegenspannung, die ean dem stabilsierten Spannungsteiler 11 abgegriffen wird, kompeninert werden. Bei einer ganz bestimmten Mittelfrequenz. die sich durch die Abgriffe an 6 und 11 bestimmt. fließt dann kein Kompensationsgleichs trom durch das Gleichstrominstrument 12, wohl aber, sowie die gemessene Frequenz von der eingestellten Mittelfrequenz abweicht, wobei die Stromrichtung i von der Richtung der Abweichung abhängt. Der-Strommesser 12 erhält daher zweckmäßig den Nullpunkt, d. Il. die Ruhelage des Zeigers, nicht am stande der Skala, sondern entweder in der Skalenmitte oder. wenn die Frequenzabweichungen nicht symmetrisch zur Mittelfrequenz angezeigt werden sollen. wie dies z. B. im Netzbetrieb häufig gewünscht wird. an einer anderen Stelle der Skala.
  • Der Bereich, in dem diese Abweichungen angezeigt werden. hängt ab von der Stromempfindlichkeit des Instruments 12. von Widerstand des Kompensationskreises und von der Höhe der an 6 und 11 abgegriffenen. gegeneinander wirkenden Gleichspannungen.
  • Mit Hilfe des Umschalters 13 kann der Abgriff am Weiderstand 6 beliebig verändert werden. Einer höheren Frequenz entspricht eine höhere Gleichstromkomponente in Weiderstand 6, d. h., bei unveränderter Kompensationsspannung ein kleinerer Abgriff. Mit dem Umschalter 13 wird also die Mittelfrequenz eingestellt. auf die sich die Abweichungsanzeige des Instruments 12 jeweils besieht. Der Umschalter ist in den Abb. 1 und 2 mit nur 4 bzw.
  • 3 Stellungen dargestellt. er kann natürlich beliebig viele Stellungen haben.
  • Die Wahl der Mittelfrequenz kann ebensogut auch durch Verändern des Abgriffs am Spannungsteiler 11, also der Höhe der Kompensationsspannung, erfolgen, wenn dabei der Abgriff am Widerstand 6 unverändert bleibt.
  • Ein dem Strommesser 12 parallel geschalteter Kondensator 14 verhindert in bekannter Weise das störende Zittern des Zeigers, indem er die auch in der Nullstellung vorhandene Wechselstromkomponente vom Instrument fernhält. (Beim Instrument 5 ist ein Parallelkondensator praktisch nicht nötig, weil sich dort der Zeiger bei der Messung nie in der Nullage befindet.) Der Meßbereich des Instruments 12, das also nach vorstehendem der Feinanzeige dient, kann durch einen regelbaren Vorwiderstand 15 eingestellt werden. Das Instrument erhält dann zweckmäßig menrere Skalen. Eskann die Abweichung von der eingestellten Mittelfrequenz in Prozent anzeigen ; der durch den Weiderstand 15 eingestellte Meßbereich gilt dann bei jeder einstellbaren Mittelfrequenz, da gleichen prozentualen Abweichungen stets auch gleiche Spannungsunterschiede und damit gleiche Kompensationsströme i entsprechen. Das Instrument kann aber auch in Hertz geeicht sein. Damit auch dann der eingestellte Meßbereich für jede einstellbare Mittelfrequenz gilt, muß zugleich mit dem Umschalten der Mittelfrequenz auch der Vorwiderstand 15 in richtiger Weise nachgestellt werden, was am besten zwangsläufig geschieht. Denn dieselbe Abweeichung in Hertz bedeutet ja bei verschiedenen Mittelfrequenzen nicht auch dieselbe prozentuale Abweichung.
  • Durch das Kompensationsprinzip läßt sich also innerhalb der eingangs gesteckten Frequenzgrenzen ein beliebiger Bereich entweder durch lückenlos aneinandergereihte oder durch sich überdeckende, an sich beliebig enge Teilbereiche erfassen.
  • Die Anzeige des Instruments 12 ist, solange der Zeiger auf Null steht, unabhängig von der Höhe der Gleichspannung. Die Mittelfrequenzen können also mit noch höherer Genauigkeit als die dazwischen liegenden Bereiche gemessen werden, weil auch diejenigen minimalen Spannungsschwankungen, die der Stabilisator vielleicht noch durchläßt, hier keinen Einfluß haben. Damit ist das Gerät für die Eichung von weniger genauen Frequenzmessern, z. B. von Zungenfrequenzmessern, verwendbar.
  • Der den Frequenzschwankungen proportionale Kompensationsstrom i kann durch einen Stromschreiber mit selbstkompensierendem Verstärker fortlaufend aufgezeichnet werden, wobei der Frequenzmesser durch den Vorweiderstand 15 an den Meßbereich des Stromschreibers angepaßt wird.
  • Der Verstärker ist erforderlich, weil der Kompensationsstrom i in der sich praktisch ergebenden Auslegung des Gerätes nicht ausreicht, um einen Tintenschreiber zu betätigen.
  • Dasselbe kann auch durch einen Spannungsschreiber mit selbstkompensierendem Verstärker geschchen. der entweder in Reihe mit dem Strommesser 12 oder, besser, über eine regelbaren A5-griff parallel zu einem Teil des Weiserstandes 15 (in den Abbildungen nicht dargestellt) zu legen ist.
  • Im ersten Fall kompensiert der Verstärker so, daß kein Kompensationsstrom fließt. Die anpassung des Frequenzmessers an den Meßbereich des Spannungsschreibers geschieht im ersten Fall durch Ein- stellen der Höhe der Kompensationsspannung am Widerstand 6 und am Potentiometer I I, im zweiten Fall am bequemsten durch Verstellen des abgriffe am Widerstand I5.
  • Auch die Schreiber sollten zweckmäßig, so wie Instrument I2, den Nullpunkt in der Skalenmitte haben, Es sind jedoch grundsätzlich auch Geräte mit seitlichem Nullpunkt verwendbar, sofern dann die Mittelfrequenz entsprechend verschoben wird.
  • Die schreibenden Instrumente brauchen aJso an die Frequenzaufzeichnung in keiner anderen ÄVeise als durch passende Wahl des Meßbereichs angepaßt zu werden. Sie bleiben damit jederzeit für anderweitige Messungen verfügbar, was besonders für Laboratorien u. dgl. wertvoll ist.
  • Es ist natürlich auch möglich, den Gleichstrommittelwert des Stromes I aufzuschreiben, und zwar mit links liegendem Skalennullpunkt, wenn z. B. bei Versuchen sich eine Frequenz in besonders weiten Grenzen ändert. Der Mittelwert von I, der ein Vielfaches des Kompensationsstromes ist, reicht auch chne Verstärker zum Betrieb eines Stromschreibers aus. Ebensogut kann auch die am Widerstand 6 oder einem Teil davon auftretende Gleichspannung aufgezeichnet werden.
  • In Fällen, wo nur ein einfacheres Gerät, etwa ein Schalttafelfrequenzmesser für Prüffelder, gewünscht und auf die Feinanzeige durch Kompensation von vornherein verzichtet wird, ist die Schaltung nach Abb. 3 vorteilhaft, weil sie mit dem denkbar geringsten Aufwand an Schaltelementen auskommt. Auch hier wird der Kondensator 3 durch nur ein Relais I, das wiederum polarisiert oder unpolarisiert sein kann, umgeladen, wobei der Strom i wiederum aperiodisch über die Induktivität 9 und den Ohmschen Widerstand 6 fließt, dabei jedoch seine Richtung bei jeder Umschaltung wechselt. Zur Anzeige dient hier entweder ein Wechselstrommesser in Reihe mit dem Widerstand 6 (nicht dargestellt) oder ein Wechselspannungsmesser 5 parallel zu diesem. Durch Andern des Spannungsabgriff mit dem Umschalter 13 kann im zweiten Fall der Meßbereich eingestellt werden, wogegen dies beim Strommesser durch Nehenwiderstände zu geschehen hätte.
  • In Durchführung des Erfindungsgedankens kann ;n beiden Fällen ein Drehspulinstrument mit vorgeschaltetem Trockengleichrichter verwendet werden. Die einzelnen Stromstöße haben ja immer denselben zeitlichen Verlauf, die Frequenz wird nur durch deren Anzahl in der Zeiteinheit bzw. den sich daraus ergebenden Gleichstrommittelwert angezeigt.
  • Der Gleichrichter verändert zwar den Stromstoßverlauf in der Drehspule, er beeinflußt jedoch nicht, wie immer seine Charakteristik auch sei, die Linearität der Frequenzänzeige.
  • Eine zweite Möglichkeit, mit Wechselstrominstrumenten eine lineare Frequenzskala zu erhalten, besteht darin, daß man ein Meßwerk mit genau quadratischer Charakteristik verwendet. Solche Instrumente zeigen zunächst den Effektivwert des durchfließenden Stromes (Ieff) an, wobei die Skala, wenn in Einheiten des Stromes oder der Spannung geeicht, quadratischen Charakter hat. Bezeichnet a den Zeigerausschlag, 1 imom den MOmentanwert des Stromes, T die Periodendauer, f die Meßfrequenz und Ka, K2. .Konstanten, so gilt: Beim Frequenzmesser nach dem Kondensatorladeverfahren hat das obige Integral einen von der Frequellz unalhängigen, konstanten Wert; es ist also Ielf2 = K2 # f = k1 # a bzw. a = K3 # d. h. die Skala wird linear für die Anzeige der Frequenz.
  • PATENTANSPP\I F: I. Frequenzmesser nach dem Kondensatorladeverfahren für techni schen Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, daß die für das Meßprinzip erforderlichen periodischen Umschaltungen durch ein oder mehrere Relais erfolgeii, deren Anker synchron mit der zu messenden Frequenz schwingt.

Claims (1)

  1. 2. Frequenzmesser nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladung bzw. Umladung des Kondensators über eine Induktivität und einen Ohmscllen Widerstand in Reihenschaltung erfolgt.
    3. Frequenzmesser nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Kapazität, Induktivität und Widerstand so bemessen sind, daß die Entladung im aperiodischen Grenzfall erfolgt und der Strom praktisch abgeklungen ist, bevor die Relaiskontakte öffnen.
    4. Frequenzmesser nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch zwei von der Frequenz im Gegentakt gesteuerte polarisierte Relais (I u. 2 in Al)l). I) sowohl die periodische Umladung des Kondensators als auch die Gleichrichtung der Stromstöße erfolgt.
    5. Frequenzmesser nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein Relais (I in Abb.2) zwei zweckmäßig gleiche Kondensatoren abwechselnd ge- und entladen werden, wobei die Ladeströme durch das Anzeigeinstrument fließen.
    6. Frequenzmesser anch Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem schwingenden Relaiskontakt eine Induktivität und ein Ohmscher Widerstand und in Reihe mit dem Anzeigeinstrument ein zweiter Ohmscher Widerstand liegt.
    7. Frequenzmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazitäten, die Induktivität und die Widerstände so bemessen sind, daß der Strom über die Relaiskontakte beim Schließen und ÖfFnen Null bzw. praktisch gleich Null ist.
    8. Frequenzmesser nach Anspruch I bis 7, dadurch gekennzeichnet. daß die Gleichkomponente der am vnm hreßstrom durchflossenen Wider- stand oder einem Teil desselben auftretenden Spannung durch eine der Gleichstromquelle (7) entnommene Gegen spannung ganz oder teilweise kompensiert wird, wobei Größe und Richtung des Kompensationsstromes ein Maß für die Abweichung von einer bestimmten Mittelfrequenz sind.
    1). Frequenzmesser nach Anspruch 8, dadurch aekennieichnet, daß die Kompensation bei unv eränderlicher Kompensationsspannung an einem in seiner Größe veränderbaren Teil des Ohmschein Widerstandes (6) erfolgt, wodurch die Alittelfreqtlenz beliebig eingestellt werden kann.
    IO. Frequenzmesser nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Mittelfrequenz bei unveränderlichem Widerstandsabgriff (6) durch Verändern der Kompensationsspannung (11) erfolgt. z r. Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis IO, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kompensationsstrommesser ein veränderbarer Widerstand (15) vorgeschaltet ist, durch den der Bereich der meßbaren Frequenzabweichung beliebig eingestellt werden kann.
    12. Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis II, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationsstrommesser (I2) in Prozent geeicht ist und daß diese Eichung für jede einstellbare iittelfrequenz gilt.
    13. Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis II, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationsstrommesser in Hertz geeicht ist und daß zugleich mit der Mittelfrequenzeinstellung zwangsläufig auch eine Verstellung des Vorwiderstandes (15) erfolgt, derart, daß die Eichung in Hertz für jede einstellbare Mittelfrequenz gilt.
    14. Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis I3, dadurch gekennzeichnet, daß durch passend gewählte Lage des Skalennullpunktes des Kompensationsstrommessers die Erstreckung des Meßbereichs für Abweichungen ober- und unterhalb der Mittelfrequenz den Meßbedürfnissen angepaßt, also auch unsymmetrisch gemacht werden kann.
    15. Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis I4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompensationsstrom durch einen mit demKompensationsstrommesser in Reihe liegenden, an sich bekannten Stromschreiber mit selbstkompensierendem Verstärker fortlaufend aufgezeichnet wird.
    I6. Frequenzmesser nach Anspruch 8 bis I4, dadurch gekennzeichnet, daß eine dem Kompensationsstrom proportionale Gleichspannung durch ei neu in Reihe mit dem Kompensationsstrommesser oder parallel zum Vorwiderstand (I5) oder einem Teil davon liegenden, an sich bekannten Spannungsschreiber mit selbstkompensierendem Verstärker fortlaufend aufgezeichnet wird.
    17. Frequenzmesser nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Relais (I in All). 3) und zwei in Reihe liegende Gleichstromquellen (7) von zweckmäßig gleicher Spannung verwendet werden, so daß periodische Umladung des Kondensators, jedoch keine Gleichrichtung der durch einen in Hertz geeichten Wechsebtrommesser angezeigten Stromstöße erfolgt.
    I8. Frequenzmesser nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbereich des Wechsel strommessers durch Nebenwiderstände verändert werden kann.
    19. Abänderung des Frequenzmessers nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die am Widerstand (6) oder einem Teil desselben abgegriffene Wechselspannung mit einem in Hertz geeichten Wechselspannungsmesser gemessen wird.
    20. Frequenzmesser nach Anspruch I9, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßbereich des Wechselspannungsmessers durch Wahl des Abgriffs (I3) am Widerstand (6) geändert werden kann.
    21. Frequenzmesser nach Anspruch I7 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß als Wechselstrominstrument ein Drehspulinstrument mit vor geschaltetem Trockengleichrichter dient.
    22. Frequenzmesser nach Anspruch I7 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselstrominstrument ein Meßwerk mit genau quadratischer Charakteristik hat.
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