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DE819274C - Loeschkammer fuer Hochleistungsschalter - Google Patents

Loeschkammer fuer Hochleistungsschalter

Info

Publication number
DE819274C
DE819274C DEP18307A DEP0018307A DE819274C DE 819274 C DE819274 C DE 819274C DE P18307 A DEP18307 A DE P18307A DE P0018307 A DEP0018307 A DE P0018307A DE 819274 C DE819274 C DE 819274C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
chamber
space
pressure
arc
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP18307A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Wilhelm Pape
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP18307A priority Critical patent/DE819274C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE819274C publication Critical patent/DE819274C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/88Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts
    • H01H33/94Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected solely due to the pressure caused by the arc itself or by an auxiliary arc
    • H01H33/96Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being produced or increased by movement of pistons or other pressure-producing parts this movement being effected solely due to the pressure caused by the arc itself or by an auxiliary arc the arc-extinguishing fluid being liquid, e.g. oil

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Circuit Breakers (AREA)

Description

  • Löschkammer für Hochleistungsschalter Es ist bekannt, in eine Löschkammer einen federbelasteten Kolben als Begrenzungswand der Löschkammer einzubauen, der beim Auftreten eines übergroßen Druckes sich in Bewegung setzt und damit den Inhalt der Löschkammer vergrößert. Durch die Vergrößerung des Löschkammervolumens wird ein übermäßiges Ansteigen des Gasdruckes verhindert. Um auf diese Weise hohe Druckstöße wirkungsvoll herabzumindern, muß man dem Kolben die Möglichkeit geben, einen großen Weg zurücklegen zu können. Das bedeutet aber, daß der Kammeraufbau zu einer unwirtschaftlichen Größe des Schalters führt. Auch ist die Gegenfeder des Kolbens, die ihn in seine Anfangslage zurückführen muß, ein schwer zu beherrschendes Glied. Sie muß entsprechend den in der Kammer auftretenden Drücken sehr kräftig und in Anpassung an den großen Kolbenweg weit durchfedernd sein. Um praktisch verwertbare Abmessungen für die Löschkammer zu erhalten, wurde empfohlen, die Löschkammerausführung derart abzuändern, daß der druckgesteuerte Kolben bei seiner Bewegung die Freigabezusätzlicher AuslaBöffnungen bewirkt. Es braucht hierbei der Kolben nur einen kleinen Weg zurückzulegen. Er öffnet dafür aber zusätzliche Austrittsöffnungen der Löschkammer, die einen Druckausgleich zwischen dem Innenraum und dem Außenraum der Löschkammer erlauben. Der Kolben ist ein einfacher Scheibenkolben, der durch eine Gegenfeder in seiner Anfangslage festgehalten wird. Um die Feder bei den in der Kammer auftretenden Schaltdruckstößen zu entlasten, ist der Kolben als das bewegliche Glied einer Flüssigkeitsförderpumpe ausgebildet. Als solches hat der Kolben die auf seiner Gegenseite befindliche Flüssigkeit durch entsprechend enghemessene Löcher nach einem Raum niederen Druckes zu pressen. Der Kolben ist auf diese Weise in seiner Bewegung gedämpft, er kann daher auch nicht schlag- oder ruckartig arbeiten. Die Feder .kann. klein gehalten werden, da sie keine Kraft in der Größenordnung des in der Kammer auftretenden Druckes aufzubringen hat.
  • Eine Weiterentwicklung dieser Löschkammer führte zu zwei neuen, bekannten Schaltern. Bei dem einen Schalter mit einer Flüssigkeitspumpeinrichtung sind in einer Löschkammer zwei Unterbrechungsstellen untergebracht. Der Gasdruck der einen Unterbrechungsstelle treibt den in seiner Bewegung gedämpften Pumpkolben an, der Flüssigkeit über die zweite, im Auslaßkanal der Löschkammer sitzende Unterbrechungsstelle treibt.
  • Bei dem zweiten Schalter dieser Gattung wird, um die zweite Unterbrechungsstelle in der Löschkammer zu sparen, der Pumpkolben als Differentialkolben ausgebildet, der auf der größeren Kolbenseite durch den Lichtbogengasdruck der Unterbrechungsstelle angetrieben wird, und der mit seiner kleineren Kolbenseite Flüssigkeit höheren Druckes in denselben einzigen Lichtbogen spritzt. Bei a11 diesen Ausführungen erfolgt die Bewegung des Kol= bens stetig und nicht schlagartig, da der Kolben als Bremse wirkt. Die Rückstellfeder des Kolbens kann klein und schwach ausgebildet sein.
  • Diese Ausführungen haben aber den großen Nachteil, daß der in einer mit Flüssigkeit gefüllten Löschkammer bei der Einleitung der Kontakttrennung entstehende hohe Druckstoß von der Kammerwandung zunächst einmal aufgefangen werden muß. Der Druckstoß bei der Kontakttrennung entsteht so plötzlich und steil ansteigend, daß der Kolben nicht Zeit findet, sich genügend frühzeitig in Bewegung zu setzen, um die Kammerauslaßöffnungen freizulegen. Die Kammerwandung muß dem hohen Druckstoß gewachsen sein, und die Materialbeanspruchung ist bereits aufgetreten; bevor der Kolben seine Hubbewegung antreten kann.
  • Um den beim Schaltvorgang entstehenden Druckstoß zu vermeiden, wurde ein Schalteraufbau vorgeschlagen, bei dem der feste Kontakt sich in einem mit dem Raum außerhalb der Löschkammer in freier Verbindung -stehenden Raum befindet, der von den von dem Differentialkolben begrenzten Räumen durch eine isolierende, den Löschkanal enthaltende Zwischenwand abgetrennt ist. Bei diesem bekannten Schalter befindet sich die Kontaktstelle außerhalb der beiden Pumpenräume der Löschkammer und der durch den Lichtbogen hervorgerufene Druck kann sich zum großen Teil hemmungslos nach dem druckfreien Außenraum ausgleichen. Dies ist insbesondere bei hoher Betriebsspannung nachteilig, wo der feste Kontakt weit von der Isoliertrennwand entfernt liegen muß. Hierbei geht ein großer Teil der Lichtbogenenergie praktisch unaus= genutzt für den Löschvorgang verloren und es wird die Löschung unerwünscht verzögert.
  • Durch die Erfindung wird die durch den Schältdruckstoß in der Pumpkammer hervorgerufene hohe Beanspruchung der Kammerwandung bei einem Schalteraufbau vermieden, bei dem die Kontaktstelle in der üblichen Weise im Innern der Pumpenräume der Löschkammer eingebaut ist. Sofort bei Auftreten eines Überdruckes in der Kammer soll ein Teil des Flüssigkeitsinhaltes, ohne daß ein Kammerglied in Bewegung gebracht werden muß, ungehindert und damit auch unverzögert und gut geführt die '#Kammer verlassen können. Damit wird das Entstehen einer hohen Druckspitze verhindert. Erst nachdem Austritt eines Teiles des Kammerinhaltes setzt sich der mit Dämpfung arbeitende Kolben bei einem mäßig hohen Kammerdruck in Bewegung. Um aber ein unnötig tiefes Absinken des Kammerdruckes und damit ein Nachlassen der Lichtbogenbespülung zu verhindern, verschließt der Kolben erfindungsgemäß kurz nach dem Verlassen seiner Ruhelage die in der Löschkammerwand vorgesehenen Auslaßöffnungen und hält sie bis zur Beendigung des Löschvorganges verschlossen. Die Antriebskraft des Kolbens bleibt auf einem gewünschten Druckniveau erhalten, bis schließlich die endgültige Löschung des Lichtbogens erreicht ist. Erst dann kehrt der Kolben in seine Anfangslage zurück und legt die Auslaßöffnungen der Löschkammer wieder frei.
  • In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In der Löschkammer i des Bildes i, die durch einen Boden 2 und durch einen Deckel 3 verschlossen ist, befindet sich eine durch den ruhenden Kontakt 4 und den beweglichen Kontaktstift 5 gebildete Unterbrechungsstelle. Weiterhin ist in der Löschkammer ein Kolben 6 untergebracht, der die Kontaktstelle umschließt und durch eine Druckfeder 7 belastet ist. Wird die Kontaktstelle 4, 5 getrennt, so entsteht zwischen den beiden Kontakten ein Lichtbogen, dessen Wärme einen Teil des Flüssigkeitsinhaltes der Kammer verdampft. Die Dampfbildung ruft in einer verschlossenen Löschkammer trotz der Anwesenheit eines beweglichen Kolbens einen augenblicklich auftretenden und sehr hohen Druckstoß hervor, der die Löschkammerwandung hoch beansprucht. Diese hohe Wandungsbeanspruchung tritt auf, da der Kolben nicht so plötzlich seine Hubbewegung antreten kann. Er muß zunächst ebenfalls den Druckstoß aufnehmen und erst darauffolgend vermag er seine Ruhelage zu verlassen. Um die hohe Druckstoßspitze zu beseitigen und den Kolbenantriebsdruck kräftig herabzumindern, sind zusätzliche Auslaßöffnungen 8 in der Kammerwandung vorgesehen, denen Öffnungen 9 in der Gleitwand des Kolbens gegenüberstehen. Setzt bei dem Entstehen des Lichtbogens die Dampfbildung ein, so wird ein Teil des Kammerinhaltes durch die Öffnungen 9 Und 8 hinausgeschleudert. Die entstehende Dampfblase findet Raum in der Kammer, und der Druckanstieg bleibt in zulässigen Grenzen. Nachdem der Kolben seine Ruhelage verlassen hat, «erden die Auslaßöffnungen 8 in der Kammerwandung durch die zylindrische Gleitfläche des Kolbens verschlossen, um ein unerwünschtes Absinken des Kammerdruckes zu verhindern. Dieser bleibt vielmehr bis zur Freigabe der Löschöffnung im Kammerboden 2 in annehmbarer Höhe, da infolge der Kolbenbewegung die Löschkammer fortlaufend vergrößert wird. Die Fortbewegung des Kolbens ist dabei eine stetige und gleichmäßige und keinesfalls eine ruckartige, da der Raum auf der Gegenseite des Kolbens entsprechend enge Austrittsöffnungen besitzt, durch die Flüssigkeit herausgepreßt wird. Der Kolben übt also eine regelrechte Pumpwirkung aus. Infolge der gebremsten und zügigen Bewegung des Kolbens hat die Gegenfeder 7 des Kolbens keine Kraft in der Größenordnung des Kammerdruckes aufzunehmen. Sie ist entlastet und dient lediglich zur Zurückführung des Kolbens. Sobald der Kolben nach dem Ausschalten seine Anfangslage wieder erreicht hat, ist die Löschkammer oben und unten offen, so daß Gas aus der Kammer nach oben entweichen und Flüssigkeit von unten die Kammer schnell füllen kann.
  • In dem Bild 2 ist ein Löschkammerschalter mit einer Differentialpumpeinrichtung dargestellt. In einer Löschkammer i ist ein Differentialpumpkolben 6 eingebaut, der die Kontaktstelle umschließt. Diese besteht aus dem ruhenden Kontakt 4 und dem beweglichen Kontaktstift 5. Der Raum io ist der Kolbenantriebsraum und der Raum i i der Flüssigkeitsförderraum. Von diesem Raum führt ein Kanal 12 zu dem Ringkanal 13 im Löschkammerdeckel, von wo aus die Löschflüssigkeit über den Lichtbogen zum Kolbenantriebsraum io strömt, sobald der Kontaktstift 5 den Ringkanal 13 freigelegt hat. Der Kolbenantriebsraum io, der zugleich der Lichtbogenraum ist, steht über die Kanäle 9 in der Gleitwand des Kolbens und über die Kanäle 8 in der Löschkammerwand mit dem Außenraum der Löschkammer während der Ruhelage des Kolbens in freier Verbindung. Die Löschkammer i ist von einem Schaltergehäuse 14 umgeben, das zum Teil mit Flüssigkeit angefüllt ist. Die Druckfeder 7 dient zum Zurückführen des Kolbens 6 in seine Anfangslage, nachdem der Abschaltvorgang beendet ist.
  • Die Arbeitsweise des Schalters ist die folgende: Wird die Kontaktstelle unterbrochen, verläßt also der Kontaktstift 5 seinen Gegenkontakt 4, so entsteht zwischen den beiden Kontakten ein Lichtbogen, dessen Wärme einen Teil des Flüssigkeitsinhaltes des Kolbenantriebsraumes io verdampft und vergast. Die in der Umgebung des Lichtbogens entstehende Gasblase kann sich unter einer annehmbaren Drucksteigerung ausbilden, da Flüssigkeit unter der Wirkung des entstehenden Kammerdrukkes durch die Öffnungen 9 und 8 unverzögert austreten kann. Es sind Führungswände 19, 20 im Kolbenantriebsraum io vorgesehen, um die Verschic= bung des Kammerinhaltes zu den Ausströmöffnungen möglichst ungehemmt und gut geführt verlaufen zu lassen. Diese Führungswände können, wenn der Raum io in üblicher Weise ein weiter Raum ist, besondere eingebaute Wände sein. Es kann aber auch nur die eine Führungswand i9 eine ortsfeste Kammerwand, die zweite Führungswand hingegen die den Kolbenantriebsraum begrenzende Kolbenfläche 20, wie die Bilder 2, 3 und 4 zeigen, sein. Wichtig ist dabei, daß für den ersten Augenblick der Lichtbogenbildung die um den Lichtbogen entstehenden Gase und Dämpfe sich leicht zu einer Gasblase ausbilden können. Dies ist der Fall, wenn der Inhalt des Raumes io widerstandslos und wirbelfrei zu einem Raum niederen Druckes gut geführt abgleiten kann. Auf seinem weiteren Ausschaltweg legt der Kontaktstift 5 den Ringkanal 13 im Kammerhals frei. Unter der Einwirkung des Gasdruckes in dem Kolbenantriebsraum io verläßt nunmehr der Kolben 6 seine Ruhelage und verschließt auf seinem Hubweg die Ausströmöffnungen 8 in der Löschkammerwand. Dadurch wird ein unerwünschtes Absinken des Kolbenantriebsdruckes in dem sich stetig erweiternden Raum io verhindert.. Der Druck bleibt in zulässigen Grenzen während des ganzen Löschvorganges erhalten. Die aus dem Raum i i verdrängte Flüssigkeit fließt durch den Kanal 12 und durch den Ringkanal 13 über den Lichtbogen hinweg zum Kolbenantriebsraum io. Der Lichtbogen wird durch die Löschströmung kräftig gekühlt und in dem folgenden Stromnulldurchgang zum endgültigen Erlöschen gebracht.
  • Die neue Einrichtung ist vielleicht noch wertvoller für den Einschaltvorgang als für den Ausschaltvorgang, da durch sie die gefürchteten außerordentlich hohen Einschaltdruckstöße vermieden werden. Wird der Kontaktstift 5 in Einschaltrichtung bewegt, so wird je nach der Größe der Betriebsspannung schon recht frühzeitig ein Überschlag zwischen dem Kontaktstift 5 und dem ruhenden Kontakt 4 erfolgen, also zu einer Zeit, wo die Kontaktentfernung-noch verhältnismäßig groß ist. Bei dem entstehenden langen Einschaltlichtbogen ist die frei werdende Lichtbogenenergie beträchtlich und dementsprechend auch die Flüssigkeitsverdampfung in der Umgebung des Lichtbogens eine sehr große. Dieser großen und plötzlichen Dampfentwicklung entspricht ein sehr hoher Druckstoß in einer geschlossenen Kammer, der eine Zertrümmerung der Kammerwandung herbeiführen kann.
  • Durch den Erfindungsgegenstand wird die Gefahr des Auftretens einer unzulässigen Wandungsbeanspruchung auch beim Einschalten vermieden. Selbst für den Fall, daß der Kontaktstift beim Entstehen des Einschaltlichtbogens bereits die Öffnung in dem oberen Löschkammerdeckelverschlossen hat, können die entstehenden Gase und Dämpfe ohne Hemmung durch den ringkanalartigen Kolbenantriebsraum io und durch die Öffnungen 9 und 8 leicht abgleitend die Kammer verlassen. Sie verdrängen den geringen Flüssigkeitsinhalt aus dem Raum io und es brennt der Einschaltlichtbogen nur noch in Gas, ohne fortlaufend neue Dämpfe erzeugen zu können.
  • Die Anordnung nach Bild 3 weicht insofern von der Schalterausführung nach Bild 2 ab, als der Differentialpumpkolben 6 bei diesem Schalter in Ausschaltrichtung des Kontaktstiftes 5 seinen Pumpweg zurücklegt. Bei diesem Schalteraufbau liegt der Flüssigkeitsförderraum i i innerhalb des Druckausgleichsraumes 1s, während der Kolbenantriebsraum io wiederum, wie bei der Ausführung nach Bild 2, dicht oberhalb des ruhenden Kontaktes 4 angeordnet ist. Dieser Aufbau bietet den Vorteil, daß die Löschkammerwand i als einfache Zylinderwand ausgeführt werden kann, bei der .der Wandkanal 12 (Bild 2) in Fortfall kommt. Im übrigen ist die Wirkungsweise die gleiche wie bei dem Schalteraufbau nach Bild 2.
  • Die Schalterkonstruktion nach Bild 4 stellt eine weitere Vereinfachung in dem Aufbau des Erfindungsgegenstandes dar. Im Gegensatz zu den bisherigen Darstellungen erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel die Beblasung des Lichtbogens mit Löschflüssigkeit mit Hilfe eines im Kolben 6 angeordneten Ringkanals 13. Der Kolbenantriebsraum io liegt an der- gleichen Stelle wie bei dem Schalter nach Bild 3. Der Raum i i ist in diesem Falle der Flüssigkeitsförderraum, während die Rückstellfeder diesmal unmittelbar im druckfreien Schalterraum 15 untergebracht ist. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel bleibt die Wirkungsweise des Schalters unverändert wie bei dem Schalter nach Bild 2 oder 3. Wird in bekannter Weise der Rückseite des ortsfesten Kontaktes 4 ein kleiner Pumpkolben 16 vorgelagert, der durch die Einschaltbewegung des Kontaktstiftes $ gegen eine Druckfeder 17 verstellt wird, so hat man die Gewähr, daß der I-iohlkontakt 4 bei der Ausschaltbewegung des Kontaktstiftes durch den Kolben 16 schlüssig mit Flüssigkeit angefüllt wird, wodurch die Ausbildung eines Unterdruckes iui Hohlkontakt 4 vermieden ist. Hat der Kontaktstift den Hohlkontakt 4 verlassen, so wird der in der Umgebung des Lichtbogens im offenen Raum io entstehende geringe Überdruck nicht in der Lage sein, den Lichtbogenfußpunkt am Kontakt 4 in die mit Flüssigkeit angefüllte Bohrung des Kontaktes hineinzutreiben. Die Bohrungswandung im Kontakt 4 bleibt frei vom Lichtbogen und damit auch frei von Abbrandstellen, so daß im eingeschalteten Zustand ein guter Stromübergang im Hohlkontakt 4 gewährleistet ist. 18 ist ein Rückschlagventil im Kolben 16, das einen Flüssigkeitsübertritt von der Unterseite des Kolbens zur oberen Seite des Kolbens gestattet, sobald der Kolben 16 durch den Kontaktstift nach unten bewegt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Löschkammer für Hochleistungsschalter mit einem durch den bei der Kontakttrennung entstehenden Gasdruck bewegten Kolben, der die Löschkammer bei seiner Bewegung in einen sich erweiternden und in einen sich verengenden Pumpenraum unterteilt, dadurch gekennzeichnet, daß der sich erweiternde Pumpenraum (io) zusätzliche Auslaßöffnungen (9, 8) besitzt, die erst durch die Bewegung des Kolbens (6) aus seiner Ruhelage verschlossen werden.
  2. 2. Löschkammer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem sich erweiternden Pumpenraum (io) Führungswände (i9, 2o) vorgesehen sind, die bei Beginn der Kontakttrennung wie auch während des Einschaltens es den Lichtbogengasen ermöglichen, ein störungsfreies Abgleiten des aus der Pumpenkammer verdrängten Inhaltes herbeizuführen.
  3. 3. Löschkammer nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Kolbenantriebsraum begrenzende Kolbenfläche (2o) selbst die eine Führungswand für die aus dem Raum (io) zu verdrängende Gas- und Flüssigkeitsmenge bildet.
DEP18307A 1948-10-15 1948-10-15 Loeschkammer fuer Hochleistungsschalter Expired DE819274C (de)

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DE (1) DE819274C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE956245C (de) * 1953-09-12 1957-01-17 Sachsenwerk Licht & Kraft Ag Loeschkammer mit eingebautem Differentialkolben
DE1188163B (de) * 1958-01-28 1965-03-04 Ckd Praha Narodni Podnik Elektrischer Fluessigkeitsschalter, insbesondere fuer Kurzunterbrechung, mit Differentialkolben
DE1298600B (de) * 1962-01-17 1969-07-03 Sachsenwerk Licht & Kraft Ag Fluessigkeitsarmer elektrischer Leistungsschalter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE956245C (de) * 1953-09-12 1957-01-17 Sachsenwerk Licht & Kraft Ag Loeschkammer mit eingebautem Differentialkolben
DE1188163B (de) * 1958-01-28 1965-03-04 Ckd Praha Narodni Podnik Elektrischer Fluessigkeitsschalter, insbesondere fuer Kurzunterbrechung, mit Differentialkolben
DE1298600B (de) * 1962-01-17 1969-07-03 Sachsenwerk Licht & Kraft Ag Fluessigkeitsarmer elektrischer Leistungsschalter

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