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Verteileranordnung, insbesondere für Rundfunkprogramme Die Erfindung
betrifft eine Verteileranordnung, in welcher ankommende Leitungen bzw. Programme
über auswählbare Verstärker in variierbarer Weise an abgehende Leitungen anschaltbar
sind, mit einem Verteiler für den ankommenden und einem weiteren Verteiler für den
abgehenden Verkehr. Eine derartige Verteileranordnung für Rundfunkprogramme ist
beispielsweise in der Fig. i dargestellt.
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Bei dem Beispiel der Fig. i ist angenommen, daß vierundzwanzig Fern-
bzw. Ortsleitungen i bis 24 an die Verteileranordnung anschaltbar sind, welche zwölf
Übertragungsverstärker 1l1 bis hlq enthält, die paarweise in sechs verschiedenen
Gestellen I bis VI angeordnet sind. Der besseren Übersicht wegen ist eine einpolige
Darstellung gewählt. Es sind lediglich die Gestelle I und VI und die zugehörige
Leitungsführung sowie die jeweils benötigten Elemente dargestellt. Die Leitungen
i bis 24 können sowohl als ankommende als auch als, abgehende Leitungen benutzt
werden und sind dementsprechend sowohl an den Verteiler Ehert für den ankommenden,
als auch an den VerteilerAhert für den abgehenden Verkehr geführt. Im ankommenden
Zweig können Leitungsentzerrer LE und gegebenenfalls Temperaturdämpfungsausgleichsmittel
TVA und im abgehenden Zweig Verteilerverstärker herth angeordnet sein. Außerdem
sind für die Anschaltung der einzelnen Elemente Trennstellen SF, z. B. Buchsen mit
Schaltsteckern o. dgl., vorgesehen.
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Die Verteiler sind vorzugsweise als Kreuzverteiler ausgebildet und
enthalten der Leitungszahl entsprechende Längs- und der Anzahl der Übertragungsverstärker
entsprechende Querreihen, im Beispiel also -vierundzwanzig Längs- und zwölf
Querreihen.
Durch Stecken von Schaltsteckern o. dgl. können jeweils' die gewünschten Verbindungen
hergestellt werden. Verriegelungseinrichtungen sorgen dafür, daß keine unerlaubten
Mehrfachschaltungen möglich sind. Durch das Stecken der Schaltstecker kann gleichzeitig
über zugehörige Relais die Anschaltung der Leitungen an den Verteiler für den ankommenden
oder abgehenden Verkehr über die Kontakte q gesteuert werden.
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Bei einer derartigen Verteileranordnung ist es wichtig, durch Schirmung
der einzelnen Verbindungen äußere Störungen. und gegenseitige Beeinflussungen auszuschalten.
Die Schirmungen dürfen jeweils nur an einem Punkt "geerdet sein, um eine Schleifenbildung
und damit das Fließen von Ausgleichsströmen auf der Schirmwandung zu vermeiden.
Die Erfindung gibt einen Weg an, der in jedem Fall die vollständige Schirmung aller
jeweils hergestellten Verbindungen und immer eine richtige Einpunkterdung gewährleistet.
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Gemäß der Erfindung weisen die Schaltstellen der Eingangsverteiler
und ebenso die Schaltstellen der Ausgangsverteiler mit der Schirmung des jeweils
zugeordneten Verstärkers verbundene Kontakte auf, wobei die Erdung der Schirmleitung
der jeweiligen Schaltstellen des Eingangsverteilers zugeordnet ist. Beim Stecken
des Schaltsteckers wird dann zwangsläufig die vollständige Schirmung der jeweiligen
Verbindung der Verteileranordnung einschließlich der im Leitungszug liegenden Geräte
und die jeweils richtige Schirmerdung hergestellt. Insbesondere sind auch die innerhalb
des Schaltfeldes vorgesehenen Trennbuchsen o. dgl. so ausgebildet, daß bei Herstellung
der Verbindung zwangsläufig die Schirmung durchgeschaltet wird.
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Die Erfindung sieht weiter vor, zwischen jedem Verstärker und der
die Erdung aufweisenden Schirmleitung der zugeordneten Schaltstellen des Eingangsverteilers
eine Trennbuchse anzuordnen, um auch bei Einschaltung des Verstärkers in Meßkreise
nur jeweils eine Erde, nämlich die Erde des Meßkreises, zu erhalten. .
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Fig. 2 erläutert.
In der Fig. a ist die in Fig. i behandelte Ausführungsform einer Verteileranordnung
unter besonderer Hervorhebung der Erfindungsmerlanale ausführlicher dargestellt.
Um dabei jedoch eine bessere Übersicht zu gewinnen, sind die auf verschiedenen Gestellen
angeordneten Verstärker übereinanderliegend und die Verteiler für den ankommenden
Verkehr und ebenso die Verteiler für den abgehenden Verkehr für nur vier Leitungen
gezeichnet. Lediglich die ankommende Fernleitung Ltgl ist im einzelnen dargestellt.
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Die Fernleitung Ltgl ist beispielsweise an die erste senkrechte Reihe
des Verteilers Ehert für den ankommenden Verkehr geführt, die nicht dargestellten
Leitungen Ltg, bis Ltg" entsprechend an die zweite, dritte und vierte senkrechte
Schaltreihe. Die erste waagerechte Schaltreihe ist dem Übertragungsverstärker V1,
die zweite dem Verstärker Y, usf. und die zwölfte dem Verstärker V" zugeordnet.
In gleicher Weise sind die senkrechten Schaltreihen des Verteilers Ahert für den
abgehenden Verkehr den abgehenden Leitungen und die waagerechten den Übertragungsverstärkern
zugeordnet.
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Die Verbindungen an den Schaltstellen werden durch Schaltstecker hergestellt.
Insbesondere wird eine vielpolige, mit einer zentralen Führung versehene Röhrenfassung
als Buchse und ein mit einem zentralen Führungsstift versehener Röhrensockel als
Schaltstecker verwendet. Besonders vorteilhaft erweist sich die Verwendung einer
neunpoligen Röhrenfassung und eines nachgebildeten neunpoligen Röhrensockels, da
damit alle vorkommenden Schaltverbindungen (Sprechader, Signalader, Schirmung bzw.
Erdung) hergestellt werden können. Die Anschlußösen der Buchse sind durch eine Schirmwand
AS in gegeneinander geschirmte Anschlußteile aufgeteilt, so daß die Anschlußösen
6 bis 9 der Sprechadern gegen die Anschlußösen i bis 5, die für Signalzwecke und
die Schirmung benutzt sind, abgeschirmt sind. Die an den Buchsen vorgesehenen Abschirmungen
sind untereinander und mit Erde über die Schirmleitung Stiert verbunden.
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Jede Verteilerbuchse weist einen Kontakt, z. B. Kontakt i, auf, der
mit der Schirmung des jeweils zugeordneten Verstärkers verbunden ist. So sind z.
B. die entsprechenden Kontakte der ersten waagerechten Schaltreihe des Eingangsverteilers
Ehert mit der Schirmleitung S1, die der zweiten waagerechten Reihe mit der Schirmleitung
S2 usf. verbunden. Die einzelnen Schirmleitungen sind gesondert bei BEl,
BE, . . . BE" geerdet. Die Erdungsstellen befinden sich dabei vor den Trennbuchsen
SFE der Übertragungsverstärker, so daß beim Abtrennen des Verstärkers durch Auftrennung
von SFE und SFA der Verstärker ohne eigene Erde über die Prüfklemmen P in einem
Meßkreis einschaltbar ist.
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Die Schaltstellen des Ausgangsverteilers AYert sind in der gleichen
Weise aufgebaut wie die Schaltstellen des Eingangsverteilers, nur weisen die Schirmleitungen
Si bis S12' keine besondere Erde auf; sie erhalten die Erde erst über die Verstärkerschirmung
und die Trennbuchsen SFE und SFA von der entsprechenden Schirmleitung des Eingangsverteilers.
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Durch Stecken eines Schaltsteckers im Eingangsverteiler und eines
entsprechenden Schaltsteckers im Ausgangsverteiler läßt sich jede gewünschte Verbindung
herstellen. Es sei beispielsweise angenommen, daß ein auf der Leitung Ltgl von einem
Aufnahmeraum herkommendes Programm auf den örtlichen Sender geschaltet werden soll.
In diesem Fall ist im Eingangsverteiler der Schaltstecker in die erste Buchse irgendeiner
waagerechten Reihe zu stecken und entsprechend im Ausgangsverteiler. Durch das Stecken
der Schaltstecker wird ein nicht dargestelltes Relais erregt. Die Kontakte q1 und
q2 werden dabei so gesteuert, daß bei Benutzung der Leitung Ltgl als Empfangsleitung
ein Leitungsanpassungsnetzwerk ZN eingeschaltet ist, durch welches die Reflexionen
auf einen Kleinstwert herabgesetzt werden. Bei einer zur Sendung benutzten Leitung
wird das Leitungsnetzwerk kurzgeschlossen,
um die konstante Spannung
am Ausgang des Verstärkers nicht dadurch frequenzabhängig zu machen. Für den angenommenen
Fall des Ortsleitungsbetriebes fällt die durch x gekennzeichnete Verbindung zwischen
dem qi Kontakt und der abgehenden Leitung fort. Die Kontakte q1 und q2 haben die
in der Figur dargestellte Lage. Das vom Aufnahmeraum kommende Programm gelangt über
den Leitungsentzerrer LE und gegebenenfalls über Temperaturdämpfungsausgleichsmittel
TDA auf den Eingangsverteiler und über diesen zum Verstärker hl und den Ausgangsverteiler
Ahert auf die abgehende Leitung Ltgi, die zum Ortssender führt. Die so hergestellte
Verbindung ist vollständig geschirmt (Schirmung S, S1, Si , S). Die Schirmung wird
dabei gleichzeitig mit der Herstellung der Verbindung durch die Schaltstecker der
Verteileranordnung und der Trennbuchsenstecker durchgeschaltet und gleichzeitig
die richtige Schirmerdung bei BE, hergestellt.