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DE818961C - Trennung von Gemischen in Gasform - Google Patents

Trennung von Gemischen in Gasform

Info

Publication number
DE818961C
DE818961C DEB10534A DEB0010534A DE818961C DE 818961 C DE818961 C DE 818961C DE B10534 A DEB10534 A DE B10534A DE B0010534 A DEB0010534 A DE B0010534A DE 818961 C DE818961 C DE 818961C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boiling
regenerator
components
packing
mixtures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB10534A
Other languages
English (en)
Inventor
Neville Wyn Roberts
Paul Maurice Schuftan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BOC Group Ltd
Original Assignee
British Oxigen Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by British Oxigen Ltd filed Critical British Oxigen Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE818961C publication Critical patent/DE818961C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25JLIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
    • F25J5/00Arrangements of cold exchangers or cold accumulators in separation or liquefaction plants

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Trennung von Gemischen in Gasform Vorliegende Erfindung betrifft die Trennung von Gemischen in Gasform. Der Ausdruck Gemische in Gasform soll besagen: Gemische von Dämpfen oder von Gasen oder Gemische von Dämpfen und Gasen, wobei die Gemische aus gegenseitig löslichen Bestandteilen oder Gruppen von gegenseitig löslichen Bestandteilen mit verschiedenen Siedepunkten bestehen. Erfindungsgemäß wird die Trennung der wie vorher definierten Gemische in Gasform durch Rektifikation bewerkstelligt und geht folgendermaßen vor sich. Das Gemisch passiert einen vorgekühlten Regenerator, dessen Temperatur so gehalten ist, daß zu Beginn der Passage des Gemisches durch den Regenerator praktisch alle höher siedenden Bestandteile zusammen mit einem wesentlichen Teil der niedriger siedenden Bestandteile auf der Oberfläche des Füllkörpers kondensiert werden; das Durchleiten des gasförmigen Gemisches durch den Regenerator wird nun so lange fortgesetzt, bis die niedrig siedenden Bestandteile als Folge der Temperaturzunahme und des dadurch bedingten Rektifikationseffektes in der Hauptsache wieder verdampfen und den Regenerator verlassen, wonach die höher siedenden Bestandteile, die selektiv auf dem Füllkörper zurückgehalten worden sind, zur Verdampfung kommen.
  • Während des weiteren Durchleitens des Gemisches steigt die Temperatur des Füllkörpers stetig an, wodurch einige der bereits vorhandenen Kondensate wieder verdampfen, wobei die Kondensate angereichert und an höher siedenden Bestandteilen gesättigt werden. Wird dabei eine noch kältere Zone des Füllkörpers erreicht, in welcher der Anteil an Kondensat von niedriger siedenden Bestandteilen größer ist, so ist durch die weitere Kondensation von höher siedenden Bestandteilen des Gemisches eine entsprechende Verdampfung von niedriger siedenden Bestandteilen bedingt. Auf diese Weise werden aus dem Flüssigkeitsfilm des Füllkörpers während der Aufwärmperiode die niedriger siedenden Beständteile in steigendem Maße wiederverdampft und durch kondensierende Bestandteile von höherem Siedepunkt ersetzt. Das Ausmaß der Wiederverdampfung der niedriger siedenden Bestandteile ist durch die Gleichgewichtsbedingungen zwischen Dampf und Flüssigkeit in Abhängigkeit von Temperatur und Druck am Ende der Aufwärmperiode bestimmt.
  • Am Ende der Aufwärmperiode wird das Kondensat aus höher siedenden Bestandteilen in konzentrierter Form aus dem Regenerator entfernt und der Regenerator zur Aufnahme und Trennung eines weiteren Volumens des Gemisches vorgekühlt.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsart der Erfindung können die höher siedenden Bestandteile aus dem Regenorator auch durch Wiederverdampfung bei einem niedrigeren Partialdruck als demjenigen, unter welchem sie kondensiert worden sind, entfernt werden und die Bestandteile in konzentrierter Form erhalten werden. Hierzu wird kaltes Gas durch den Regenorator geleitet, wobei die Wiederverdampfung die Folge der partiellen Kühlung des Füllkörpers ist, welche zugleich das Maß der dem Füllkörper notwendigerweise zuzuführenden Kälte darstellt. Wenn die Gewinnung höher siedender Bestandteile in hochkonzentrierter Form nicht notwendig ist, können sie abwechslungsweise direkt in das Gas wieder verdampft werden, welches zur Wiederkühlung des Regenorators dient.
  • Die höher siedenden Bestandteile, wie sie im Regenorator anfallen, können also daraus entfernt werden, indem das Gasgemisch solange durchgeleitet wird, bis die höher siedenden Bestandteile in der Hauptsache wieder verdampft sind. In diesem Falle umfaßt die Fraktion, welche den Regenorator, nachdem die niedriger siedenden, Bestandteile wieder verdampft worden sind, verläßt, nicht nur die höher siedenden Bestandteile, sondern auch niedriger siedende Bestandteile, wie sie ständig durch das zugeführte Gas weiter ersetzt werden, während es im Anfang der Periode möglich ist, eine Fraktion von niedriger siedenden Bestandteilen zu erhalten, die praktisch nicht mit höher siedenden Bestandteilen vermischt ist. Es ist daher klar, daß auf diese Weise die höher siedenden Bestandteile nicht in der gleichen Konzentration und demselben Reinheitsgrad erhalten werden können, wie dies in der vorher beschriebenen Art der Verdampfung bei vermindertem Partialdruck möglich ist.
  • Das Verfahren kann also auch in solchen Fällen angewendet werden, in denen die zu trennenden höher und niedriger siedenden Bestandteile nicht in konzentrierter Form vorliegen, sondern nur in Verdünnung mit anderen niedriger siedenden Bestandteilen, von denen sie getrennt werden sollen. In solchen Fällen ist die übergeführte Masse, d. h. die Kondensation auf dem Füllkörper und die Wiederverdampfung, welche während der Rektifikation im Generator stattfindet, begleitet von einer wesentlichen Wärmeüberführung, welche die Vorkühlung und die Vorreinigung derjenigen Bestandteile bewirkt, welche auf Grund ihres niedrigen Siedepunktes an der Massenüberführung nicht teilnehmen.
  • Dies würde z. B. gelten im Falle der selektiven Gewinnung von Äthylen als niedriger siedender Bestandteil aus einer Gasmischung, die außerdem auch höher siedende Bestandteile, wie Propylen, Äthan und Kohlensäure, zusammen mit Wasserstoff, Methan usw., enthält entsprechend den Verhältnissen in Kokereigasen oder Ölraffinationsgasen. In diesem Falle sind die Regeneratoren erfindungsgemäß auf eine so tiefe Temperatur zu kühlen, daß Propylen zusammen mit einem wesentlichen Anteil von Äthan und Äthylen vollständig kondensiert wird, während praktisch keine Kondensation oder Massenüberführung der niedriger siedenden Bestandteile, wie Wasserstoff, Kohlenmonoxyd und Methan, stattfindet; diese Bestandteile beteiligen sich nur an der Wärmeüberführung. Die Aufwärmperiode wird unterbrochen, wenn die Temperatur am kalten Ende des Regenorators so weit gestiegen ist, daß Äthylen nennenswert aus dem Kondensat im Regenorator wieder verdampft und bevor nennenswerte Mengen von Propylen in dem Auslaß des Regenorators erscheinen.
  • Auf diese `''eise ist es möglich, im Regenorator 'selektiv Propylen und einen beträchtlichen Anteil Äthan zurückzubehalten und fast alles Äthylen abzutrennen, da entsprechend den Gleichgewichtsbedingungen und infolge des geringen Propylengehaltes des Rohgases nur eine kleine Äthylenmenge im Regenorator zurückbehalten wird. Zu gleicher Zeit ist die Hauptmenge des Gases so weit vorgekühlt, daß in der Hauptsache alle Verunreinigungen, wie z. B. Wasserdampf und Kohlensäure, im Generator zurückbehalten werden. Aus dem gekühlten, den Regenorator verlassenden Gas kann dasÄthylen durch aufeinanderfolgende Kühlung und Rektifikation in einem hohen Reinheitsgrad gewonnen werden, worauf das äthylenfreie Gas in den Regenorator zurückgeführt wird und dort zum Wiederherabkühlen desselben und Wiederverdampfen der Kondensate, wie z. B. von Propylen, Äthan, Wasserdampf und Kohlensäure benutzt werden kann. Soll das Propylen usw. in konzentrierter Form abgetrennt werden, so kann dies, bevor das Kühlgas in den Regenorator eingeleitet wird, dadurch bewerkstelligt werden, daß man dasselbe unter einem entsprechend reduzierten Druck wieder verdampft.
  • Die Temperatur, auf welche die Regenoratoren gekühlt werden, muß so gewählt sein, daß während des ganzen Betriebes der flüssige, am Füllkörper zurückgehaltene Kondensatanfall ausreicht, die höher siedenden Bestandteile aus der Gasmenge, welche den Regenorator während der Aufwärmperiode passiert, zu entfernen.
  • Es ist wünschenswert, daß in bezug auf die stattfindende Massenüberführung die Füllkörpermasse des Regenorators eine genügend große Wärmekapazität besitzt, um die Temperatur des Regenorators innerhalb der erforderlichen Grenzen über die ganze Zeit einer Periode zu halten.
  • Vorteilhafterweise besteht der Füllkörper in Anbetracht der sehr großen Oberfläche aus einer Reihe von hoch wirksamen Rektifizierschalen, in welchen der Druckverlust sehr niedrig ist.
  • Um die Wirksamkeit der Rektifikation zu erhöhen und um zu vermeiden, daß Reste von nicht verdampften Bestandteilen in den kälteren Zonen des Regenerators verbleiben, ist es vorteilhaft, die Gasgemische von unten nach oben durch den Regenerator strömen zu lassen.
  • Das Verfahren kann zur Trennung irgendwelcher Mischungen von Dämpfen oder Gasen oder von Dämpfen und Gasen zusammen, mit hohen und niedrigen Siedepunkten, soweit sie ineinander löslich sind, bei allen passenden Temperaturen und Drucken unter oder über Atmosphärendruck verwendet werden. So kann es zur Trennung von Wasser-Alkohol-Gemischen, soweit sie in Dampfform vorliegen, von Sauerstoff-Stickstoff-Gemischen, von Wasser-Ammoniak-Gemischen, mit oder ohne Beimengungen anderer Bestandteile usw., verwendet werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Trennung von Gemischen in Gasform, bestehend aus Gemischen von Dämpfen oder von Gasen allein oder von Dämpfen mit Gasen zusammen, aus gegenseitig löslichen Bestandteilen oder Gruppen von solchen mit unterschiedlichen Siedepunkten, durch Rektifikation, dadurch gekennzeichnet, daß die Gemische einen vorgekühlten Regenerator passieren, der so temperiert ist, daß im Anfangsstadium des Durchleitens des Gasgemisches durch den Regenerator praktisch alle höher siedenden Bestandteile zusammen mit einem beträchtlichen Teil der niedriger siedenden Bestandteile an der Oberfläche des Füllkörpers kondensiert werden und daß bei weiterem Durchleiten des Gasgemisches infolge der steigenden Temperatur des Füllkörpers und des dadurch bedingten Rektifikationseffektes die niedriger siedenden Bestandteile in der Hauptsache wieder verdampfen und den Regenerator verlassen und wonach die höher siedenden, selektiv auf dem Füllkörper zurückgehaltenen Bestandteile verdampft werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die höher siedenden, selektiv auf dem Füllkörper zurückgehaltenen Bestandteile aus dem Regenerator entfernt werden, indem ihre Wiederverdampfung bei einem Teildruck bewirkt wird, der niedriger ist als der, bei welchem sie kondensiert worden sind, wodurch sie gleichzeitig einen Teil der Kälte zum Wiederherabkühlen des Regenerators liefern.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die höher siedenden, selektiv auf dem Füllkörper zurückgehaltenen Bestandteile dadurch entfernt werden, dafl das Gemisch so lange weiter durchgeleitet wird, bis die höher siedenden Bestandteile in der Hauptsache verdampft sind, wobei die auf diese Weise erhaltene Gasfraktion von der, welche durch die Wiederverdampfung der niedriger siedenden Bestandteile erhalten wird, getrennt zu halten ist. q..
  4. Anwendung des Verfahrens nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche auf den Fall, daB die zu trennenden Mischbestandteile mit anderen Bestandteilen von niedrigerem Siedepunkt verdünnt sind.
  5. 5. Verfahren nach einem beliebigen der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zu trennende Gemisch den Regenerator von unten nach oben durchströmt.
DEB10534A 1939-03-24 1950-09-30 Trennung von Gemischen in Gasform Expired DE818961C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB818961X 1939-03-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE818961C true DE818961C (de) 1951-10-29

Family

ID=583514

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB10534A Expired DE818961C (de) 1939-03-24 1950-09-30 Trennung von Gemischen in Gasform

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DE (1) DE818961C (de)

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