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Selbsttätige Wiegevorrichtung
I)ie vorliegellde Erfindung bezieht sich
auf das Getriebe für eine selbsttätige Wiegevorrichtung und insbesondere, jedoch
nicht ausschließlich, auf ein (,getriebe zum Wiegen von Lasten, welche durch einen
Kran angehoben werden, wobei das Taragewicht des Hebezeuges abgezogen wird und diese
Gewichte selbsttätig über eine Anzahl von Hüben mit großer Genauigkeit addiert werden,
z. B. mit lus oder minus '/-O/o des Nettogewichtes der Last.
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I)ie N7orrichtung besteht aus einer die Last ausbalanzierenden Einheit,
einer Wiegeeinheit, einem Ausgleichapparat und aus Slitteln, um das Taragewicht
von der Gesamtlast abzuziehen, und schließlich aus einem die Gewichte addierenden
Apparat.
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Insbesondere umfaßt das die Last ausbalanzierende Getriebe einen
Kolben, der durch eine Membran, die in Berührung mit dem Kolben steht, unterstützt
wird, wobei diese Membran einem Flüssigkeitsdruck unterworfen ist und der Ringraum
zwischen Kolben und Zylinderwand ausgefüllt ist durch eine Reihe von Scheiben, von
Ringsektorstücken oder von einem vollständigen Ring, der aber auf dem inneren oder
äußeren Durchmesser geschlitzt ist, um seine Biegsamkeit zu verbessern, wobei die
Membran von dem Ring unterstützt wird.
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Dabei wird der Kolben in seiner Stellung mittels eines Ventils gesteuert,
welches gestattet, 01 auf die Membran fließen zu lassen, je nach der Stellung des
Kolbens; das Ventil erhält seinen Zufluß von einer ständig laufenden Olpumpe, die
einen bestimmten Druck auf das Ventil ausübt, und zwar muß der Druck größer sein,
als notwendig ist, um die Maximallast des Kranes aufzunehmen.
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Weiter sind vorgesehen ein fester Kolben und ein beweglicher Zylinder,
der von einer Feder unterstützt wird, die der Bewegung des Zylinders entgegenwirkt,
wobei der Zylinder durch den Flüssigkeitsdruck, der von dem die Last ausgleichenden
Zylinder kommt, betätigt wird. Außerdem ist vorgesehen, daß der Kolben ständig in
Umdrehung versetzt wird, um die Reibung der Ruhe aufzuheben.
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Weiter ist eine Ausgleichvorrichtung vorgesehen, die aus einem Winkelhebel
besteht, dessen Drehpunkt mit dem Wiegezylinder verbunden ist, und zwar ist ein
Ende des Winkelhebels mit einem Paar Führungsrollen versehen, von denen je eine
auf jeder Seite einer Ausgleichstange liegt, während das andere Ende des Winkelhebels
mit einer Anzeigevorrichtung verbunden ist; die Ausgleichstange ist zur senkrechten
Richtung geneigt oder sonstwie in geeigneter Weise gestaltet, um mit dem Winkelhebel
in der Weise zusammenzuarbeiten, daß die Feder des Zylinders ausgeglichen wird.
Die Enden der Ausgleichstange sind mit Muttern versehen, in welche waagerechte Schrauben
eingreifen, die miteinander verbunden sind, sodaß sie synchron mit dem Anheben der
Last und, wenn nötig, auch mit dem Einziehen des Kranes laufen, um das Gewicht des
Seiles zwischen Last und Führungsrollen auszugleichen.
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Schließlich ist noch eine Einrichtung vorgesehen, um das Taragewicht
von der Gesamtlast abzuziehen, die in einer elektrisch beeinflußten Kupplung besteht,
um die das Gewicht aufzeichnenden Vorrichtungen mit der Vorrichtung zur Aufzeichnung
des Gesamtgewichtes zu verbinden bzw. von ihr zu trennen, wobei die Kupplung durch
einen Schalter gelöst wird, der durch den Wiegezylinder betätigt wird. Außerdem
ist vorgesehen, daß eine zweite Wiegung nicht stattfinden kann, bevor die Last abgeladen
ist.
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Eine beispielsweise Ausführungsform ist in den Zeichnungen dargestellt,
und zwar zeigt Fig. I die Anordnung des die Last aufnehmenden Wiegezylinders teilweise
im Schnitt, und Fig. 1 a zeigt das übrige Getriebe der Einrich tung; Fig. 2 ist
der Schaltplan der dazugehörigen elel;-trischen Einrichtung.
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Die in den Zeichnungen dargestellte beispielsweise Ausführungsform
der Erfindung umfaßt eine die Last ausbalanzierende Einheit A, eine Wiegeeinheit
B, eine Ausgleichvorrichtung C, eine Einrichtung D zum Abziehen des Taragewichtes
von der Gesamtlast, ein Zählwerk E und eine elektrische Regel- und Kontrollvorrichtung
F.
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Die Hebeseile I3 laufen über Rollen t5, und die Rückwirkung von diese
vird dul-cll ein BTinkelstück 48 aufgenommen, und die die Last ausgleichende Einheit
A sitzt auf der Krankonstruktion 49. Die die Last ausgleichende Einheit A gestellt
aus einem Kolhen I6, welcher auf dem Winkelstück 48 sitzt und am Aufsteigen gehindert
wird unter dem Einfluß der Kraft, die durch ein Diaphragma 17 ausgeübt wird, das
in Berührung mit dem Kolben I6 durch das Drucköl in steht. Der ringförmige Zwischenraum
zwischen dem Kolben I6 und der Wand des vom Krangeriist getragenen Zylinders 19
ist durch eine .»\nzahi von kleinen Scheiben ausgefüllt, die auch als einzelne Sektorstücke
ausgebildet sein können oder einen vollständigen Ring 20 darstellen, der am inneren
oder äußeren Durchmesser geschlitzt ist, um die Biegsamkeit zu erhöhen und das Diapbragma
17 über dem ringförmigen Zwischenraum zu halten.
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Die wirksame Fläche der Kombination von Kolbenz6 und ringförmigem
Träger 20 ändert sich etwas, wenn der Kolben I6 in den Zylinder 19 hinein oder aus
ihm heraus bewegt wird. Der genannte ringförmige Träger 20 ist daher so ausgebildet,
daß er auf den Anschlagfläcben 21 und 22 aufruht, die an dem Kolben I6 und an dem
Klemmring 50 vorgesehen sind, wodurch eine leichte Bewegung um die Stellung herum
möglich ist, wenn das Diaphragma eben ist, ohne merkbare Änderung seiner wirksamen
Fläche. Durch geeignete Aushildung der genannten Flächen kann eine Bewegung des
Kolbens entsprechend einem Kippen des ringförmigenTrägers 20 um einen NVinkel von
plus oder minus 5° ohne merkbare Änderung der wirksamen Fläche ermöglicht werden.
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Damit der ringförmige Träger 20 nicht eine seitliche Verschiebung
ausführen kann, wird der Kolben I6 an einer radialen Bewegung durch eine biegsame
Metallspinne 14 gehalten, welche eine freie axiale Bewegung gestattet.
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Zwei oder mehrere Federn 51 gleichen das Gewicht der Rollen 15 aus
so\vie das Gewicht des Wiegebalkens 6I, des ANTinkelstückes 48 und des Kolbens I6,
so daß die kleinste Last an den Kranseilen I3 ein entsprechendes Anwachsen in dem
auf das Ol I8 ausgeübten Druck bewirkt.
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Wenn eine Last von der Lastausgleichvorrichtung A getragen und vergrößert
wird, so fließt Ül über ein Rohr 25 zu dem XTvTiegezylinder P (Fig. 1 a), wodurch
der Kolhell I6 sich in dem Zylinder 19 nach oben bewegt. Ein Relaisventil 23 ist
an dem festen Bauwerk des Kranes befestigt und trägt einen beweglichen Kolln 52,
welcher die Öffnungen 24 und 24' öffnet bzw. schließt je nach der Stellung des Kolbens
I6 relativ zum Zylinder I9, wobei diese Bewegung durch einen Elel>el 53 oder
ein ähnliches Getriebe übertragen wird. \\7enll der Kolben I6 etwas von dem Öl aus
dem Zylinder 19 herausgedrückt hat, so hat das Koll>enventil 52 die oeffnung
24 freigegehell, durch die von einer ständig umlaufenden und nicht gezeichneten
l'umpe Ö1 eintritt, welches einen Überdruck über den notwendigen Druck aufrechterhält,
um die größte Last zu tragen. So wird das Öl durch die (fflllung 24 ill
dei,
Zylinder 19 gepuml)t, bis das Diaphragma 17 wieder annähernd flach liegt. Alsdann
schließt das Kolbenventil 52 den Ülzufluß von der Pumpe ab, indem wieder die öffnung
24 geschlossen wird.
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Wenn die Last vom Seil I3 abgenommen wird, so ist der öldruck in
dem System über dem, der erforderlich ist, die Last auszugleichen, und Ül fließt
zurück aus der Wiegeeinheit B in die die Last ausgleichende Einheit A, wobei der
Kolben I6 in dem Zylinder I9 nach unten gedrückt wird. Diese Bewegung wird auf den
Ventilkolben 52 übertragen, welcher jetzt die Öffnung 24' freigibt und gestattet,
daß das Ül dem nicht dargestellten Vorratsbehälter tier Speisepumpe zugeführt wird.
Nachdem geniigend Ül zu dem Behälter zurückgeführt ist, um das Diaphragma I7 annähernd
flach zu lassen, schließt der Kolben 52 die Öffnung 2ß' und unterbricht damit den
Austritt des Öles.
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Die Wiegezylindereinheit besteht aus einem in axialer Richtung fest
stehenden Kolben 26 und einem konzentrisch axial beweglichen Zylinder 3.
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Der Oldruck wird durch einen Längskanal 26' in dem Kolben 26 übertragen
und drückt den Zylinder 3 von dem fest stehenden Kolben 26 fort, wobei der Zylinder
unter der Wirkung einer Feder 8 steht.
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Die Bewegung des Zylinders 3 entspricht annähernd dem öldruck in der
die Last ausgleichenden Einheit.
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Um Reibungseinflüsse zu vermindern, wird der Kolben 26 mit gleichbleibender
Geschwindigkeit durch geeignete nicht dargestellte Mittel in Umdrehung versetzt,
und ein bei 27 vorgesehener Ülabschluß zwischen dem eintretenden t)lzuführungsrohr
25 und dem oberen Ende des umlaufenden Kolbens 26 ist noch vorgesehen. Die wirksame
Fläche des Kolbens 26, die Länge des Zylinderhubes und der öldruck werden in der
Praxis so bemessen, daß eine beträchtliche Kraft und Bewegung zur Verfügung besteht,
um die nachstehend beschriebene mechanische Einrichtung zu betätigen.
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Um den hohen Grad von Genauigkeit, der für ein automatisches Wiegegetriebe
gefordert wird, zu erhalten, ist es sehr zweckmäßig, eine Feder 8 zu benutzen, die
innerhalb der gewünschten Grenzen eine genaue Proportionalität besitzt. Wenn die
Feder 8 von einem bestimmten Verhältnis abweicht oder kein bestimmtes Verhältnis
zur Bewegung besitzt, so steht die Bewegung des Zylinders 3 nicht im genauen Verhältnis
zu der Bruttolast am Kran.
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Diese Bewegung wird gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeglichen
durch einen Winkelhebel 1, dessen Drehachse 2 an dem Zylinder 3 befestigt ist.
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Das eine Ende des Winkelhebels I trägt ein Paar Führungsrollen 5 und
7, die auf jeder Seite einer festen Ausgleichschiene 6 laufen, während das andere
Ende des Winkelhebels I Anzeige- und Zählvorrichtungen 28, 29, E, G, 34, 35 besitzt,
die an einer Stange 4 angreifen.
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Angenommen, die Achsen des Zylinders 3 und des Kolbens 26 stehen,
wie dargestellt, senkrecht, so steht der Winkelhebel I mit der Achse des die Führungsrollen
5 und 7 tragenden Armes annähernd senkrecht. Wenn die Ausgleichstange 6 gerade wäre
und senkrecht stünde, dann würde die Stange 4 des Winkelhebels I, die mit der Anzeigevorrichtung
verbunden ist, sich mit dem Zylinder 3 schrittweise bewegen, aber wenn die Stange
6 unter einem Winkel zur Senkrechten steht oder, wie dargestellt, in anderer Weise
gestaltet ist, so bewegt sich der Winkelhebel I um seine Achse 2, wenn er sich aufwärts
oder abwärts an der Ausgleichstange entlang bewegt. Diese Stange 6 ist in geeigneter
Weise gestaltet, um die Abweichung der Feder 8 von der Proportionalität auszugleichen.
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Die scheinbare Last an den Wiegerollen 15 ist beeinflußt durch das
Gewicht des Seiles zwischen diesen Rollen und der Last, wobei dieses Gewicht sich
ändert mit der Höhe der Last und dem Betrag, um welchen der Kranausleger ausgeschoben
ist. Um diese Wirkungen auszugleichen, sind die Enden der Ausgleichstange 6 mit
Schraubengewindemuttern 9 und 10 versehen, in welche waagerecht liegende Schraubenbolzen
11 und I2 eingreifen. Die beiden Schraubenbolzen sind miteinander verbunden, so
daß sie synchron mit dem Anheben umlaufen und, wenn notwendig, auch mit den Kranauslegerbewegungen,
wodurch die Ausgleichstange 6 als Ganzes mehr oder weniger geneigt wird, um diese
Änderung des Seilgewichtes zwischen Last und den Wiegerollen 15 zu berichtigen.
Um die beiden Bewegungen des Anhebens und des Auslegens auf das Schraubenpaar II,
I2 zu übertragen, dient ein nicht dargestelltes Differentialgetriebe.
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Um die Mittel zum Abziehen des Taragewichtes von der Brutolast und
die zugehörige Anzeigevorrichtung zu verstehen, ist es notwendig, die Wirkung der
gesamten Wiegeeinrichtung zu betrachten.
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Ein Zählwerk 3I (Fig. Ia) ist vorgesehen, welches aus einem Zyklometerzählwerk
besteht, das beispielsweise 10 t für jede Umdrehung der Welle 55 anzeigt.
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Angenommen, es werde eine Last von 5 t durch einen Bagger oder eine
andere Hebevorrichtung angehoben, die 3 t wiegt.
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Wenn die Anhebevorrichtung auf dem Boden ruht, so wirkt auf die die
Last ausgleichende Einheit nur das Seilgewicht, das mit der Anhebevorrichtung verbunden
ist, um einen Druck auf das Ül I8 hervorzurufen, und durch das Ausgleichgetriebe
C wird die Bewegung des Wiegezylinders 3, die durch den öldruck entsteht, selbsttätig
durch die entgegengesetzte Bewegung des Winkelhebels 1 abgezogen. Eine feste Stange
4 am Ende des Hebels I ist bei 4' mit einer Kette 5' verbunden, wodurch senkrechte
Bewegungen der Stange in Drehbewegungen einer Zeigerwelle 28 umgesetzt werden, die
mit einem Zifferblatt 29 zusammen arbeitet in der Weise, daß eine Umdrehung des
Zeigers 10 t entspricht. Unter diesen Bedingungen zeigt der Zeiger auf Null.
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Wenn die Last angehoben wird, so bewegt sich der Zeiger, bis er auf
dem Zifferblatt 5 + 3 = 8 t anzeigt.
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Mit Hilfe einer elektrischen Kupplung G wird jetzt die Welle 55 mit
der Welle 28' des Zeigers 28 verbunden, und diese Betätigung wird eingeleitet
durch
einen nicht dargestellten Druckknopf für den Arbeiter.
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Der Arbeiter setzt dann die Last nieder, und der Zeiger kehrt auf
Null zurück. Wenn der Zeiger das Taragewicht (3 t) erreicht, so wird die elektrische
Kupplung G selbsttätig gelöst und das Zählwerk 3I von der Zeigerspindel 28' abgekuppelt.
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Somit hat das Zählwerk die Differenz zwischen 8 t und 3 t = 5 t eingestellt,
die das Nettogewicht der Last darstellt. Dieses Verfahren wird wiederholt, und jedesmal,
wenn eine Last angehoben und niedergesetzt wird, bewegt sich das Zählwerk um einen
Betrag entsprechend der gehobenen Nettolast, und somit wird die totale Last angezeigt,
die von dem Augenblick an niedergesetzt wurde, als der Zeiger auf Null stand.
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Da der Zähler 3I mit der Zeigerwelle 28' nur auf dem Rückhub des
Wiegezylinders 3 verbunden ist, so beeinflußt die zusätzliche Reibung des Integrators
in keiner Weise die Genauigkeit des Wiegens.
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Zwei elektrische Verbindungen sind oben erwähnt, und zwar die eine
für die Verbindung des Zählwerkes 3I mit der Zeigerwelle 28' und die andere zum
Unterbrechen dieser Verbindung. Die erste Betätigung wird weiter unten noch auseinandergesetzt
werden, und die letztere benutzt die Vorrichtung zum Abziehen des Taragewichtes
von der Bruttolast.
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Um die Kupplung einerKupplungsbremsvorrichtung G im richtigen Augenblick
auszuschalten, ist es erforderlich, daß ein elektrischer Kontakt in Wirkung tritt,
wenn der Zug auf dieWiegerollen I5 lediglich dem Taragewicht entspricht. Diese Betätigung
des elektrischen Kontaktes wird durch Einstellung eines Taraschalters 32 (Fig. 1
a) in annähernd senkrechte Stellung relativ zu der Stange 4 erreicht, so daß der
Kopf 33" einer durch die Schwerkraft beeinflußten Stange 33, welche in einer festen
Führung 33' gleitet und für gewöhnlich auf dem Ende 32' des Schalters 32 ruht, durch
die Stange 4 genau in dem Augenblick von dem Schalter abgehoben wird, in dem der
Zylinder 3 infolge der Entfernung der Last von dem Kran und daher der Druckverminderung
des oeles I8 sich aufwärts bewegt. Die Stellung des Schalters 32 ist in senkrechter
Richtung einstellbar, und diese Stellung kann, wenn gewünscht, auf einem Hilfszifferblatt
angezeigt werden, das in Taragewichtsteile eingeteilt ist, und/oder der Schalter
kann so ausgeführt werden, daß er Signallampen betätigt.
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Das Gewicht der durch die Schwerkraft beeinflußten Stange 33 ruht
auf der Stange 4 nur, wenn keine zusätzliche Last an dem Seil hängt.
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Die elektrische Bremsvorrichtung G kann nach dem polarisierten System
arbeiten und ist so angeordnet, daß der Rahmen 54, der an der Zählerwelle 55 befestigt
ist, entweder durch ein Glied 56 auf der Welle 28' angezogen und angetrieben oder
von einem festen Glied 57 angezogen und festgehalten wird.
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Der Zähler 3I, welcher die Gewichte addiert und anzeigt, ist nach
dem Zyklometertypus gebaut und hat zweckmäßig zwei Sätze von Ziffern, nämlich einen
in erhabener Ausführung und einen mit normalen Ziffern. Die normalen Ziffern sind
um 1800 zu den Druckziffern gestellt. Vngenommen, das genaue Gesamtgewicht ist auf
den normalen Ziffern an der Vorderseite des Zählwerkes sichtbar, so zeigen die Druckziffern
auf der Rückseite des Zählwerke gleichfalls die Gesamtsumme an. Im geeigneten Augenblick
schlagen elektromagnetisch betätigte Hämmer das auf den Druckfiguren erscheinende
Gewicht auf einen nicht dargestellten Papierstreifen, und bei der Rückkehr der Hämmer
bewegt sich sowohl das Papier als auch das Kohleblatt weiter, um für die nächste
Aufzeichnung zu dienen.
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Die wirkliche Aufzeichnung erfolgt, wenn die Armatur 54 gegen das
feste Glied 57 angezogen wird, wodurch die Zählerxvelle j5 festgehalten wird. Ein
Zeiger 34, der auf Null zurückgeführt werden kann, ist mit der Zählerwelle verbunden
und zeigt auf einem Zifferblatt 35 das Gesamtgewicht an, welches ausgewogen wurde,
seitdem der Zeiger auf Null zurückgesetzt wurde. Der Zeiger 34 kann auch so eingerichtet
werden, daß er die Warnkontakte 36 bei einer vorbestimmten Tonnage schließt.
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Die elektrische Kontrollvorriclltung besteht gemäß dem Schaltplan
(Fig. 2) aus einem Druckknopf 37, einem Sperrelais 38 mit den zugehörigen Transformatoren
39, 39' und 40, einer Zeitverzogerungseinrichtung 41, einem Kransperrelais 42, einem
Taraschalter 32, einer Kupplung G und einem Hammer 43, zusammen mit den notwendigen
Kraftzuführungsleitungen und Signallampen 46,47.
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Wenn mehr als das Taragewicht an dem Kran hängt, so schließt der
Taraschalter 32 die Kontakte 32', 32", die die Wechselstromleitung 44 mit dem Gleichrichter
45 verbinden. Wenn der Kranführerknopf 37 heruntergedrückt wird, so hält ein damit
verbundener Elektromagnet 37' den Knopf in der Schlußstellung.
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Die Transformatoren 39 und 39' sind mit einer Wechselstromquelle
durch nicht dargestellte Schalter verbunden, die durch die TJCl)C- und Einziehmotoren
in solcher Weise geregelt werden, daß, wenn das Heben und I:insch\-ciiken vor sich
geht, die entsprechenden Transformatoren ausgeschaltet sind. Der Transformator 40
ist ständig eingeschaltet, und welln die Transformatoren 39 und 39' ausgeschaltet
sind. erheilt das Spannungsrelai 38 genügend Spannung, um seine Kontakte 38' zu
schließen. Die Sekundärwindungen der Transformatoren 39 und 39' sind entgegengesetzt
dem Transformator 40 verlunden wobei die Sekundärspannungen so genllhlt sind. daß
das Sperrelais 38 genügend Spannung erheilt, wenn nur der Transformator 40 erregt
ist. Sol)ald das Spannungssperrelais 38 seine Kontakte 38' geschlossen hat und der
Druckknopf 3s vorher niedergedrückt ist, sind die Zeitverzögerungseinrichtung 41,
das Kransperrrelais 42 und der Hammer 43 unter Strom.
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Die Erregung des Jransperrelais 42 unterbricht die normalerweise
heschlossenelll Kontakte 42', welche in den Kranstromkreisen das Wiegen l)ewirken,
und das Einschalten des Druckwerkes 43
hrillgt die Hämmer wieder
zurück und bewegt das Papier und das I(ohlepapier in die Bereitschaftsstellung zum
Drucken.
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Die Zeitverzögerungseinrichtung ist vom Typus der Widerstandskapazität,
obwohl irgendeine andere geeignete Ausführung eines Verzögerers Verwendung finden
kann. Die Hauptrelaisspule 58 wird durch den Widerstand 59 unter Strom gesetzt,
aber der Strom in 58 wird durch den Kondensator 6o von hoher Kapazität verzögert.
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Nachdem die vorbestimmte Zeitverzögerung verstrichen ist, arbeitet
das Relais 41 und überträgt die Zuführung von der Bremsspule 57' zu der Kupplungsspule
56' in der Vorrichtung G und schaltet das Kransperrelais 42 wieder aus, so daß die
Kranbewegungen wieder beginnen können. Zu gleicher Zeit schließt ein Schalter 4I'
in dem Zeitverzögerungsrelais 41 das Sperrelais 38' kurz, wodurch dieser Teil des
Stromlaufes bis zum nächsten Arbeitsgang unwirksam bleibt.
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Wenn die Last abgenommen ist, kehrt der Taraschalter 32 in seine
ursprüngliche Lage zurück, wodurch er die Kupplungsspule 56' ausschaltet und die
Bremsspule 57' der Kupplung G unter Strom setzt.
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Der Taraschalter 32 öffnet die Kontakte 32', 32", wodurch sowohl
die Zuführung 44 von dem Druckknopf 37 als auch die Zeitverzögerungsvorrichtung
41 und das Druckwerk 43 unterbrochen werden.
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I)er Druckknopf des Kranführers geht von selbst zurück, das Zeitverzögerungsrelais
kehrt in seine Ursprungsstellung zurück, und das Druckwerk l)edruckt das Papier,
indem es ausgeschaltet wird.
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Solange die Last entladen wird, wird der Kranführerdruckknopf durch
das Solenoid 37' in niedergedrückter Lage gehalten, so daß es unmöglich ist, daß
eille zweite Wiegung vorgenommen werden kann.
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Damit der Taraschalter 32 in seine genaue Lage kommt, sind zwei Taraanzeigesignallampen
46 und 47 vorgesehen. Nur mit dem Taragewicht am Kran regelt der Kranführer die
senkrechte Stellung des Taraschalters 32. bis eine leichte Bewegung des Schalters
entweder die Lampe 46 oder die Lampe 47 zum \ufleuchten bringt.
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P TTENTANSPRUCHE I. Sellsttätige Wiegevorrichtung, hestehend in Kombination
aus einer die Last ausbalanzierendell Einheit, von der hydraulischer Druck proportiollal
der zu liegenden Bruttolast auf eine Wiegeeinheit übertragen wird, die aus einer
Vorrichtung gestellt, welche einer Bewegung ulld Kraft annähernd proportional dem
genalllltell hydraulischen Druck unterworfen ist; weiter aus einer Ausgleichvorrichtung,
welche Bewegungen der Wiegeeinheit umwandelt in lJexvegungen, die genau der zu wiegenden
Bruttolast entsprechen und welche die entsprechend der jeweiligen liöhe der Last
entstehenden Gerviclltsdifferenzen des Seiles ausgleicht; und scbl ießl ich aus
einer Vorrichtung zum Alziehen des Taragewichtes von der Bruttolast in Verbindung
mit einem Zählwerk, daß das gehobene Nettogewicht anzeigt.