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Zeichenkopf Die Erfindung betrifft eine an einem Parallelogrammgestänge
angebrachte Zeichenplatte mit feststellbarem Griffkopf.
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Zeichenmaschinen mit Zeichenkopf nach Fig. t, bei welchem die Lineale
oder Maßstäbe a und b zum Zeichnen unter einem Winkel von. 9o° zueinander
am Zeichenkopf abnehmbar oder auswechselbar angebracht sind und an einer am Zeichenkopf
befestigten Gradskala c mit Hilfe einer Einstellmarke cl in verschiedene Winkellagen
eingestellt werden können, sind bekannt. Diese Bauart bedingt eine sehr präzise
Arbeit der Einzelteile und eine noch feinere Arbeit beim Zusammenbau und beim Einjustieren,
was die Bauart wesentlich verteuert. Auch müssen die zusätzlichen Reduktionsmaßstäbe
gesondert aufbewahrt werden, und die im Gebrauch befindlichen Maßstäbe müssen von
Zeit zu Zeit nachgestellt werden. Die Erfindung betrifft eine Parallelogra.mmzeicheneinrichtung,
an welcher am Verbindungsteil des Parallelogrammgestänges statt dem bisher bekannten
Zeichenkopf mit .den Zeichenmaßstäben eine Zeichenplatte an einem Zapfen mit Griffkopf
drehbar angebracht ist, auf der die Gradteilung für die Winkeleinstellung und die
unter 9o°' zueinander angebrachten Lineale oder Zeichenmaßstäbe vereinigt sind,
wodurch ein Nachstellen oder Nachjustieren der Zeichenmaßstäbe überflüssig wird
(Fig.2). Die Zeichenplatte kann so ausgebildet sein, daß um den Drehpunkt als Mittelpunkt
die Gradeinteilung viertel-, halb- oder vollkreisförmig von o° bis 9o°, o° bis 18o°,
o° bis. 36o° oder statt o° bis 18o° zweimal o° bis 9o°, zweimal o° bis 18o° oder
viermal o° bis 9o° aufgetragen wird und die hierzu winkelrecht angebrachten Zeichenmaßstabteitungen
auf einem rechtwinklig zueinander
stehenden Kantenpaar bei Dreieckanordnung
(Fig. 2) oder auf mehreren Fanten, beispielsweise i : i und 1 : 2,5, bei Rechteckanordnung
(Fig. 3) und bei einer noch größeren Anzahl Kanten, z. B. 1 : 1, 1 : 2,5, 1 : 5,
1 : 20 u. dgl., bei entsprechender Ausbildung der Zeichenplatte angeordnet sind
(Fig.4). Hierdurch kommt das Auswechseln und Aufbewahren der Maßstäbe in Wegfall.
Bei Verwendung eines transparenten Materials für die Zeichenplatte wird die Zeichnung
nur durch den Griffkopf verdeckt, wodurch ein übersichtliches Arbeiten stattfinden
kann. In der Zeichenplatte können auch Schlitze und Ausfräsungen für besondere Winkel,
Schriftzeichen, Figuren, Kurven o. dgl. angebracht werden (Fig.3). Die Verbindungsbrücke
e (Fig. 6) am Parallelogrammgestänge kann so ausgebildet werden, daß sie gleichzeitig
Träger und Lagerung für ,die um 36o° drehbare Zeichenplatte mittels Griffkopf f
(Fig. 5) ist. Die übliche, außerhalb der Gradskala in der Nähe des Griffkopfes angebrachte
Klemmeinrichtung g zum Festhalten des Zeichenkopfes kann bei dieser Anordnung direkt
in den. Griffkopf verlegt werden (Fig. 5) und kann so ausgebildet sein, daß ein
senkrecht zur Mittelachse verschiebbarer zylindrischer und entsprechend ausgebildeter
Bolzen g mit zwei Schrägflächen, die auch als Konusse ausgebildet sein können, auf
zwei senkrecht zur Bolzenachse in Bohrungen verschiebbare Druckbolzen h aufdrückt
und die mit dem Griffkopf f verbundene Zeichenplatte d an die Verbindungsplatte
e festklemmt oder löst und so eine Momentklemmvorrichtung bildet. Der Klemmbolzen
g kann auch in der Mittelachse des Griffkopfes f und die Druckbolzen h waagerecht
dazu angebracht werden, so daß diese an die Innenwandung der Lagerung e andrücken
und die Klemmung bewerkstelligen. In den um die Lagerung der Verbindungsbrücke e
gelegten Rand können Vertiefungen als Nuten o. dgl. angebracht werden, -die ei gewissen
Winkelstellungen, z. B. von 15 zu 15°, die Zeichenplatte d mittels im Griffkopf
f in Bohrungen und durch Federn k nach außen gedrückter Kugeln
i
arretieren und leicht festhalten (Fig. 6). Die Arretierung kann auch mittels
am Außenrand des Griffkopfes angebrachten federnden oder als Feder ausgebildeten
Hebels bewerkstelligt werden. Die Vertiefungen oder Nuten können auch auf dem oberen
Rand der Lagerung der Verbindungsbrücke e oder in der Grundfläche der Lagerung bei
entsprechend ausgebildeter Arretierung angebracht sein. Durch diese Anordnung vereinfacht
und verbilligt sich die Bauweise weitgehend, und die Betätigung kann auf die einfachste
Weise mit einer Hand bewerkstelligt werden.
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Der Erfindungsgegenstand ist in Fig. 2 bis 6 dargestellt. Es zeigt
Fig. i Zeichenmaschine mit üblichem Zeichenkopf, Fig. 2 eine dreieckige Zeichenplatte
für Parallelogrammgestänge, Fig.3 eine rechteckige Zeichenplatte mit mehreren Teilungen
und Ausfräsungen, Fig. 4 eine kreuzförmige Zeichenplatte mit mehren Teilungen, Fig.5
Griffkopf mit Klemmeinrichtung für die Zeichenplatte und Fig. 6 Arretiervorrichtungen
für bestimmte Winkeleinstellungen.
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In Fig. 2 ist eine am Ende des Parallelogrammgestänges angebrachte
dreieckige Zeichenplatte d dargestellt. Auf der Oberseite der Zeichenplatte ist
eine Gradteilung angebracht, in deren Mittel-' punkt der Griffkopf f befestigt ist.
Der an den Griffkopf angedrehte Ansatz dient als Lagerzapfen der in der Verbindungsbrücke
e gelagerten und drehbaren Zeichenplatte d. Die Katheten des Zeichendreiecks (Zeichenplatte)
sind in Überein-' stimmung mit der Gradteilung genau winkelrecht justiert und mit
gebräuchlichen Maßstabteilungen versehen. Werden mehrere Zeichenmaßstabpaare z.B.
mit den Teilungen M = i : 1, 1 : 2,5 usw. benötigt, so kann statt einer dreieckigen
Zeichenplatte eine solche in rechteckiger Form (Fig. 3) oder bei einer noch größeren
Anzahl von Teilungen eine kreuzförmige oder ähnliche Form (Fig. 4) gewählt werden.
Auch können Schlitze für gebräuchliche Winkel, Ausfräsungen für Schriftzeichen,
für Figuren, z. B. Sechskantmuttern, Nietköpfe o. dgl., oder auch Kurven in der
Zeichenplatte angebracht werden. Die Zeichenplatte kann aus durchsichtigem Material
hergestellt sein, wobei die Maßstabteilungen auf der Unterseite der Zeichenplatte
angebracht werden und ein genaues Ablesen stattfinden kann. Auch ist die Übersicht
beim Zeichnen größer. Soll nun die Zeichenplatte in eine andere Winkellage gebracht
werden, so ist mittels Verschiebung des Bolzens g (Fig. 5) die Klemmeinrichtung
zu lösen und nach Einstellen, des neuen Winkels auf der Gradskala der Bolzen g wieder
in der entgegengesetzten Richtung zu verschieben, bis mit dem Druckbölzchen h die
Zeichenplatte d an der Verbindungsbrücke e
festgeklemmt ist. Gangbare
Winkelstellungen, z. B. von 15 zu 15', werden durch Arretierung mittels in
Bohrungen des Griffkopfes f eingelegter und durch Federn k in die Vertiefungen,
Rillen oder Nuten der Verbindungsbrücke e gepreßter oder gedrücker Kugeln i eingestellt,
so daß diese Winkelstellungen ohne Ablesemarke getätigt werden können.
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Diese Erfindung bedeutet für die Konstruktion der Zeichenmaschine
eine große Vereinfachung und für den Benutzer eine einfache Handhabung, wodurch
besonders für Schüler und Studenten, aber auch für die übrigen Berufstätigen ein
geeignetes und billiges Parallelogrammzeichengerät hergestellt werden kann.