DE818085C - Zusatzgeraet fuer einen Gasstoffwechselapparat - Google Patents
Zusatzgeraet fuer einen GasstoffwechselapparatInfo
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Description
- Zusatzgerät für einen Gasstoffwechselapparat \orliegell(le Erfindung betrifft ein Zusatzgerät für einen Gasstoffwechselapparat, welcher bekanntlich aus einer Gesichtsmaske, die dem Patienten aufgesetzt wird, und einer an die Maske angeschlossenen Kreisleitung besteht, in welcher hintereinander ein Spirometer, eine Pumpe und eine Waschflasche angeordnet sind. Das Spirometer enthält einen abgemessenen Luftvorrat; die Pumpe sorgt für die Zirkulation der Luft in dem Apparat, und in der Waschflasche wird die von dem Patienten ausgeatmete Kohlensäure gebunden; der entsprechende Sauerstoffverlust wird durch ein mit dem Spirometer verbundenes Meßgerät selbstläufig registriert.
- Mit den bekannten Gasstoffwechselapparaten ist es nicht möglich, während der Untersuchung die Sauerstoffkonzentration der im Apparat zirkulierenden Luft auf der Höhe der Konzentration der Außenluft zu halten. Vorliegender Erfindung liegt die Lösung dieser Aufgabe zugrunde. Das erfindungsgemäße Gerät gestattet, die Sauerstoffspannung der im Apparat zirkulierenden Luft ohne jede Störung der Atemregistrierung konstant auf der Höhe der Sauerstoffspannung der Außenluft zu halten. Das Gerät besteht im wesentlichen aus einem Gefäß, das durch ein auf Gasdruck ansprechendes, hinsichtlich seiner Lage im Gefäß verschiebbares Glied in zwei Räume unterteilt ist, die, jeder für sich, mit der unter einem Druckgefälle stehenden Kreisleitung verbunden sind, so daß von der Druckseite aus der Kreisleitung regelbare Mengen Luft in einen Raum des Gefäßes eintreten und aus dem anderen, mit Sauerstoff gefüllten Raum Sauerstoff in die Kreis leitung einströmen kann.
- Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
- Es sind bezeichnet eine Gesichtsmaske mit I, ein Spirograph mit 2, eine Pumpe mit 3 und eine Waschflasche mit 4. Von der Gesichtsmaske I führt eine Leitung 5 zum Spirographen 2, von dort geht eine Leitung 6 zur Pumpe 3, eine Leitung 7 verbindet die Pumpe 3 mit der Waschflasche 4, und zwischen der Waschflasche 4 und der Gesichtsmaske I liegt eine Leitung 8. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, bilden die genannten Geräte und Leitungen einen in sich geschlossenen Kreislauf, in welchem die Luft durch die Pumpe 3 in Zirkulation gehalten wird, wie in der Zeichnung mit Pfeilen angedeutet ist.
- Das erfindungsgemäße Zusatzgerät besteht gemäß dem in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiel der Erfindung aus einem Zylinder 9, in welchem ein Stempel IO angeordnet ist, durch welchen der Zylinder g in zwei Räume 1 1 und I3 unterteilt ist. Der Raum II ist mittels einer Zweigleitung I2, der Raum I3 mittels einer Zweigleitung 14 mit der Leitung 8, welche von der 'aschflasche 4 zur Gesichtsmaske I führt, verbunde. Die Zweigleitung I2 liegt, wie die Zeichnung erkennen läßt, im System des Gasstoffwechselapparates an einer Stelle höheren Druckes als die Leitung 14. Auf der Druckseite ist ein Hahn 15 vorgesehen, um den Eintritt von Luft aus dem System in den Raum 1 1 des Zylinders g einstellen zu können. In der Leitung 14 ist eine einseitig wirkende Kapillarbremse I6 eingeschaltet, welche ein Eindiffundieren von Luft aus der Leitung 8 in den Raum I3 des Zylinders g verhindern soll.
- Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Gerätes ist folgende: Vor Beginn einer Untersuchung wird der Raum I3 des Zylinders g mittels bekannter, in der Zeichnung nicht dargestellter Einrichtungen mit Sauerstoff gefüllt. Der Stempel IO rückt beim Füllen mit Sauerstoff zur Leitung I2 hin. In dem Maße, wie der Patient Sauerstoff verbraucht, sinkt die Glocke des Spirometers 2, da die vom Patienten ausgeatmete Kohlensäure in der Waschflasche 4 absorbiert wird. Wird aber der Hahn 15 geöffnet, dann tritt ein Teil der im System umlaufenden Luft in den Raum II durch die Leitung 12 ein und drückt den Stempel IO zur Leitung I4 hin, so daß Sauerstoff in die Leitung 8 einströmen muß.
- Der Hahn 15 kann nun ohne Schwierigkeiten so eingestellt werden, daß die Geschwindigkeit des Einströmens von Sauerstoff in den Gasstoffwechselapparat so groß ist wie der Sauerstoffverbrauch des Patienten. Durch die zwangsläufige Kupplung der Zufuhr von Sauerstoff in das System des Gasstoffwechselapparates mit dem Verschwinden von Sauerstoff durch die Ausatmung von Kohlensäure und deren Bindung wird erreicht, daß trotz fortlaufender Sauerstoffnachfüllung der Gesamtraum des Gasstoffwechselapparates sich nicht ändert, was für den Betrieb des Gasstoffwechselapparates, insbesondere die Atemregistrierung, sehr wichtig ist.
- Der Hahn 15 kann von Hand eingestellt werden, wobei besonders darauf zu achten ist, daß der Stempel Io sich mit der gleichen Geschwindigkeit in dem Zylinder g bewegt, wie die Spirometerglocke den Sauerstoffverbrauch durch den Patienten anzeigt; zu diesem Zweck ist der Durchmesser des Zylinders g vorteilhafterweise so groß wie der Durchmesser der Spirometerglocke.
- Das Einstellen des Hahnes 15 kann nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung auch automatisch, z. B. lichtelektrisch, erfolgen. Der Erfinder schlägt vor, den Zylinder 9 so aufzuhängen, daß der Stempel IO in der Blickrichtung einer Marke liegt (in der Zeichnung nicht dargestellt), welche mit einer waagerecht geführten Schnur eines Spirometergegengewicbtes verbunden ist. Ein querer Lichtdurchfluß durch den Zylinder ergibt ein Optimum an Selenzellenimpulsen, wenn Stempel und Marke in Deckung sind. Bei Lichtoptimum öffnet sich der Hahn 15.
- Das erfindungsgemäße Zusatzgerät kann auch so ausgebildet sein, daß mit seiner Hilfe die Sauerstoffspannung im Gasstoffwechselapparat erhöht wird, ohne daß das Volumen des Gasstoffwechselapparates sich ändert, das ja durch die Atmung des Patienten kontinuierlich ahnimmt. Ein solches Gerät besteht aus einem Gefäß, in welchem eine lockere Gummimembran angeordnet ist, durch die das Gefäß ebenfalls in zwei Räume unterteilt ist, von denen einer mit Sauerstoff gefüllt ist. Strömt in den anderen Raum aus der Kreisleitung Luft ein, so wird die Membran in dem Gefäß verschoben und Sauerstoff in die Kreisleitung gedrückt.
- Das erfindungsgemäße Zusatzgerät kann auch mit einem Doppelmantel versehen sein, durch welchen Luft aus dem System strömt. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Temperatur im Gasstoffwechselapparat und im erfindungsgemäßen Gerät auf gleicher Höhe gehalten und Änderungen des Volumens des Gasstoffwechselapparates durch Temperatursprünge beim Spannungswechsel vermieden werden.
- Gleichheit der Wasserdampfspannung kann mit bekannten Mitteln auf bekannte Weise erreicht werden.
- Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung erhalten der Luftraum und der Sauerstoffraum des Gerätes ein U-Rohrsicherheitsventil, welches die Druckbewegungen anzeigt.
- Mit Hilfe von Manometern kann dafür Sorge getragen werden, daß nach der Einfüllung von Sauerstoff in das erfindungsgemäße Zusatzgerät der Innendruck des Sauerstoffraumes auf den Innendruck des Gasstoffwechselapparates reduziert wird. Wenn man eine Rohrbrücke zwischen dem Luft- und Sauerstoffraum des erfindungsgemäßen Gerätes anordnet und dieses in ein Wasserbad stellt, so kann das Gerät auch für die Vergrößerung des Volumens des Gasstoffwechselapparates dienen. Es können so beliebig viele Sauerstoffspannungsstufen im Gasstoffwechselapparat erreicht werden, je nach der Einstellung des Hahnes 15, ohne daß das Volumen des Gasstoffwechselapparates sich ändert.
- Völlige öffnung des Hahnes 15 hat reine Sauerstoffatmung des Patienten zur Folge. Es kann auf solche Weise leicht die Grenze der Sauerstoffspannung ermittelt werden, welche die Gaswechsel- werte des Patienten maximal beeinflußt bzw. nicht beeinflußt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Zusatzgerät für einen Gasstoffwechselapparat, der im wesentlichen aus durch eine Kreisleitung miteinander in Verbindung stehenden Gesichtsmaske, Spirographen, Pumpe und MTaschflasche besteht, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gefäß (g) durch ein auf Gasdruck ansprechendes, hinsichtlich seiner Lage im Gefäß verschiehliares Glied (Io) in zwei Räume (II und I3) unterteilt ist, die, jeder für sich, mit der unter einem Druckgefälle stehenden Kreisleitung verbunden sind, so daß von der Druckseite aus der Kreisleitung regelbare Mengen l uft in einen Raum (ihr) eintreten und aus dem anderen, mit Sauerstoff gefüllten Raum (13) Sauerstoff in die Kreisleitung einströmen kann.
- 2. Gerät nach Anspruch 1, bestehend aus einem Zylinder (9), welcher durch einen Stempel (1o) in zwei Räume (11 und 13) unterteilt ist. die mittels Zweigleitungen (12 bzw.14) mit der von der Waschflasche (4) zur Gesichtsmaske (I) führenden Leitung (8) verbunden sind wobei zur Regelung des Eintrittes von Luft in den Raum (11) in der Zweigleitung(I2) ein Hahn(15) vorgesehen ist.
- 3. Zusatzgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur lichtelektrischen Einstellung des Hahnes (15) der Stempel(Io) in der Blickrichtung einer Marke liegt, welche mit einer waagerecht geführten Schnur eines Spirometergegengewichtes verbunden ist, wobei ein querer Lichtdurchlaß durch den Zylinder (g) ein Optimum an Selenzellenimpulsen ergibt, wenn der Stempel (I0) und die Marke in Deckung sind.
- 4. Gerät nach Anspruch I, bestehend aus einem Kasten, welcher durch eine lockere Gummimembran in zwei Räume unterteilt ist.
- 5. Gerät nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es mit einem Doppelmantel umgeben ist, welcher von der im Gasstoffwechselapparat zirkulierenden Luft durchströmt wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP40603A DE818085C (de) | 1949-04-24 | 1949-04-24 | Zusatzgeraet fuer einen Gasstoffwechselapparat |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP40603A DE818085C (de) | 1949-04-24 | 1949-04-24 | Zusatzgeraet fuer einen Gasstoffwechselapparat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE818085C true DE818085C (de) | 1951-10-22 |
Family
ID=7377239
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP40603A Expired DE818085C (de) | 1949-04-24 | 1949-04-24 | Zusatzgeraet fuer einen Gasstoffwechselapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE818085C (de) |
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1949
- 1949-04-24 DE DEP40603A patent/DE818085C/de not_active Expired
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