DE817992C - Verfahren zur wahlweisen Verstaerkung oder Abschwaechung der Lautstaerkewiedergabe von Saiten bei Musikinstrumenten, welche in Verbindung mit elektromagnetischen Tonabnehmern gespielt werden - Google Patents
Verfahren zur wahlweisen Verstaerkung oder Abschwaechung der Lautstaerkewiedergabe von Saiten bei Musikinstrumenten, welche in Verbindung mit elektromagnetischen Tonabnehmern gespielt werdenInfo
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- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10H—ELECTROPHONIC MUSICAL INSTRUMENTS; INSTRUMENTS IN WHICH THE TONES ARE GENERATED BY ELECTROMECHANICAL MEANS OR ELECTRONIC GENERATORS, OR IN WHICH THE TONES ARE SYNTHESISED FROM A DATA STORE
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- G10H3/14—Instruments in which the tones are generated by electromechanical means using mechanical resonant generators, e.g. strings or percussive instruments, the tones of which are picked up by electromechanical transducers, the electrical signals being further manipulated or amplified and subsequently converted to sound by a loudspeaker or equivalent instrument using mechanically actuated vibrators with pick-up means
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Description
- Verfahren zur wahlweisen Verstärkung oder Abschwächung der Lautstärkewiedergabe von Saiten bei Musikinstrumenten, welche in Verbindung mit elektromagnetischen Tonabnehmern gespielt werden Bekannt ist auf dem Gebiet der Elektroakustik die Tonbildung bei Zupf, oder Streichinstrumenten mit blanken Stahl- oder umsponnenen Stahlsaiten dergestalt, daß solche Instrumente dicht unter den Saiten an geeigneter Stelle einen elektromagnetischen Tonabnehmer tragen, welcher die infolge der Saitenschwingungen beim Spiel entstehenden Spannungsschwankungen über Kabel in eine Verstärkeranlage leitet und über Lautsprecher hörbar macht.
- Hierbei hat sich gezeigt, daß die Tonbildung auf dem geschilderten elektromagnetischen Wege verschiedentlich mit dem Ergebnis beeinflußt wird, daß die erzeugte .Lautstärke nicht gleichmäßig für alle Saiten ausfällt.
- Einmal wird beispielsweise bei messing- oder kupferumsponnenen Saiten durch diese Umspinnung eine Dämpfung und Abschirmwirkung auf das Kraftlinienfeld und dadurch eine Lautstärkeverminderung bewirkt, zum anderen ist dann, wenn die Saiten nicht in gleichem Höhenabstand zu den Magnetpolen des Tonabnehmers verlaufen, beispielsweise bei Plektrum- (Schlag- oder Gibson-) Gitarren, deren Griffbrett und Saitenlage im Querschnitt leicht bogenförmig verläuft, das Ergebnis eine geringere Lautstärke derjenigen Saiten, die höher als andere über den in der Regel waagerecht verlaufenden Magnetpolen des Tonabnehmers liegen. Drittens entstehen Unterschiede in der Lautstärke einzelner Saiten bei ein -und demselben Musikinstrument dadurch, daß die strukturelle Beschaffenheit von Saiten, die nicht aus der gleichen Fertigungsmasse stammen, unterschiedliche magnetische Leitfähigkeit ergibt, so daß es vorkommt, daß die Saiten im Verhältnis ihrer magnetischen Widerstände eine verschiedene Lautstärke erzeugen.
- Versuche eine. Angleichung der Lautstärke dadurch zu erzielen, daß man unter je zwei Seiten einen Magnet gesondert anordnet, dergestalt, daß der Abstand der umsponnenen Baßsaiten von den Magnetpolen kleiner ist als der Abstand der nichtumsponnenen Diskantsaiten, können nicht generell befriedigen und vor allem nicht die Wirkung der vorstehend an zweiter und dritter Stelle dargelegten Umstände beeinflussen.
- Vorliegende Erfindung beseitigt alle aufgezeichneten Schwierigkeiten dadurch, daß mit Hilfe eines zweckmäßig geformten Magneten eine Polarisation der Saiten über den Magnetpölen des Tonabnehmers vorgenommen wird.
- Die Wirkung dieser Polarisation besteht darin, daß der durch diese polarisierten Stahlsaiten zu dem :Magnetsystem des Tonabnehmers gebildete magnetische Nebenanschluß je nach der Polarisationsrichtung vergrößert oder verkleinert wird. Diese Wirkung ist naturgemäß dann am größten, wenn die durch die Polarisation gebildeten Pole in der Saite den gleichen oder annähernd gleichen Abstand voneinander haben wie die Magnetpole des Tonabnehmers und diesen gegenüberliegen. Dabei wird der magnetische Nebenanschluß vergrößert, wenn in der Saite die zum Tonabnehmer entgegengesetzten Pole erzeugt werden. Bei gleichnamiger Polarisation findet eine entsprechende Verkleinerung des magnetischen Nebenanschlusses statt. Im ersteren Fall wird der magnetische Widerstand des ganzen Kreises verkleinert, damit die Lautstärke vergrößert; im zweiten Fall ist es umgekehrt.
- Diese Verstärkung oder Abschwächung wird verschieden groß, je nach der Größe der in den Saiten erzeugten magnetischen Polstärke. Infolgedessen kann die beabsichtigte Wirkung weitgehend beeinflußt werden, indem der Polarisationsmagnet entweder die Saite berührt oder aus mehr oder weniger großem Abstand einwirkt. Weiterhin läßt sich der gewünschte Effekt beeinflussen, indem der Polarisationsmagnet mit einer wiederholten seitlichen, geringen Verschiebung über die Stelle bewegt wird, wo die Polarisation beabsichtigt ist (Vibration).
- Die Wirkung der Polarisation hält infolge der hohen Remanenz des für die Stahlsaiten verwendeten Materials längere Zeit vor. Dadurch hat es jeder Musikausübende in der Hand, leicht und schnell vor dem Spiel die Saiten seines Instrumentes, z. B. bei Gitarre, Mandoline oder Zither, im Klangbild so harmonisch aufeinander abzustimmen, wie es dem Charakter des Instrumentes, den akustischen Raumverhältnissen und dem angenehmsten Verhältnis zwischen Diskant- und Baßsaiten entspricht, ein in jeder Hinsicht ausgeglichenes Klangbild zu schaffen.
- Damit verbunden ist ein weiterer, grundsätzlicher Vorteil des Gegenstandes der Erfindung: Die im Tonabnehmer induzierte EMK hängt wesentlich von dem magnetischen Widerstand der schwingenden Saiten ab. Durch Änderung der magnetischen Induktion in der Saite durch den Gegenstand der Erfindung hat man es in der Hand, die vom Tonabnehmer an den Eingang des Verstärkers gelieferte Spannung in gewissen Grenzen zu vergrößern oder zu verkleinern und damit die Lautstärke in der einen oder anderen Richtung zu beeinflussen. Das bedeutet hinsichtlich der Lautverstärkung eine Leistungssteigerung so daß in vielen Fällen die Verwendung besonderer teurer Verstärker- und Lautsprecheranlagen sich erübrigt, indem es genügt, z. B. für Hausmusik oder andere kleinere Vortragsräume, ein vom Tonabnehmer ausgehendes Kabel an die Phonobuchse eines Rundfunkgerätes anzuschließen.
- Der Erfindungsgegenstand ist in beispielsweisen Ausführungsformen in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i im Querschnitt die Saitenlage einer Plektrumgitarre über dem waagerecht verlaufenden Nordpol eines im Tonabnehmer eingebauten Magneten, ohne die an sich dazugehörige Spule.
- Fig. 2 dasselbe mit dem die Polarisation der G3-Saite bewirkenden Polende des Polarisationsmagneten, in diesem Beispiel mit dessen Nordpolende, Fig. 3 dasselbe wie Fig. 2, wobei jedoch die H2-Saite mit dem Südpolende des Polarisationsmagneten in Berührung steht Fig.4 eine perspektive Ansicht der zweckmäßigen Formung des Polarisationsmagneten und seiner günstigsten Stellung zum Tonabnehmermagneten, ohne die an sich dazugehörigen Spulen, bei Vornahme der Polarisation.
- Gemäß Fig. i ist der Abstand zwischen den Saiten und dem Tonabnehmermagneten verschieden, wie es bei Plektrumgitarren der Fall ist, deren leicht gebogenes Griffbrett mit entsprechender Saitenlage diese Verschiedenheit zum waagerecht verlaufenden Tonabnehmermagneten bewirkt. Infolgedessen, da der Luftspalt beispielsweise zwischen der G3-Saite und den Magnetpolenden größer ist als zwischen diesen und der Ei-Saite wird die erstere eine relativ geringere Lautstärke ergeben als letztere, wodurch das Klangbild der elektrischen Spielweise ungünstig beeinflußt wird.
- Wird, wie Fig. 2 zeigt, die G3-Stahlsaite durch Aufsetzen des Nordpols eines Polarisationsmagneten i oberhalb des Nordpols des Tonabnehmermagneten 2 mehr oder weniger in der vorher beschriebenen Weise polarisiert, d. h. an dieser Stelle ein Südpol induziert, 3, so wird infolge des verringerten magnetischen Widerstandes in der Magnetspule eine höhere Spannung induziert und somit eine größere Lautstärke erzielt.
- Das Entgegengesetzte tritt ein, wenn, wie in Fig.3 dargestellt, oberhalb des Nordpolendes des Tonabnehmermagneten 2 beispielsweise die H2-Saite mit dem Südpolende des Polarisationsmagneten i behandelt wird, also ein Nordpol 3 induziert wird. Beispielsweise bei der H2-Saite der Gitarre ist letzteres erwünscht, weil sie infolge größten Stahlquerschnitts aller sechs Gitarrensaiten bei elektrischem Spiel ohne die vorerwähnte. Behandlung relativ am lautesten hervorklingt, also ein unausgeglichenes Klangbild erzeugt.
- Fig.4 zeigt ein Beispiel für zweckmäßige Formung des Polarisationsmagneten. Im Beispiel ist der Tonabnehmermagnet 2 U-förmig ausgebildet (Doppelwinkelmagnet), der Polarisationsmagnet i in gleicher Weise. Beide haben dieselbe Entfernung zwischen den Polenden, so daß Gewähr dafür besteht, daß bei richtigem Aufsatz auf den Saiten, wofür die TonabnehmerflächeMerkmale aufweisen kann, die Polenden des Polarisationsmagneten i genau oder annähernd genau über denjenigen des Tonabnehmermagneten 2 zu stehen kommen.
- Notwendig ist diese Anordnung, um zu vermeiden, daß die zu induzierenden Pole während der Polarisation der Saiten an anderen Stellen entstehen als dort, «-o sie den wirksamsten beabsichtigten Effekt der Kraftlinienführung erzeugen. Fig: 4 zeigt die richtige Stellung der Magnete zueinander beim Vorgang der Polarisation im Sinne einer Lautverstärkung.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur wahlweisen Verstärkung oder Abschwächung der Lautstärkewiedergabe von Saiten bei Musikinstrumenten, welche in Verbindung mit elektromagnetischen Tonabnehmern gespielt werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Polarisationsmagnet, dessen Pole den gleichen oder annähernd gleichen Abstand voneinander haben wie die Pole des Tonabnehmers, wahlweise mit einzelnen oder allen Saiten vorübergehend so in Berührung gebracht wird daß die in den Saiten induzierten gleichnamigen oder ungleichnamigen Pole denen des Tonabnehmers genau oder annähernd gegenüberliegen.
- 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Polarisationsmagnet als Elektromagnet ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP4322A DE817992C (de) | 1949-09-27 | 1949-09-27 | Verfahren zur wahlweisen Verstaerkung oder Abschwaechung der Lautstaerkewiedergabe von Saiten bei Musikinstrumenten, welche in Verbindung mit elektromagnetischen Tonabnehmern gespielt werden |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP4322A DE817992C (de) | 1949-09-27 | 1949-09-27 | Verfahren zur wahlweisen Verstaerkung oder Abschwaechung der Lautstaerkewiedergabe von Saiten bei Musikinstrumenten, welche in Verbindung mit elektromagnetischen Tonabnehmern gespielt werden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE817992C true DE817992C (de) | 1951-10-22 |
Family
ID=7359409
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP4322A Expired DE817992C (de) | 1949-09-27 | 1949-09-27 | Verfahren zur wahlweisen Verstaerkung oder Abschwaechung der Lautstaerkewiedergabe von Saiten bei Musikinstrumenten, welche in Verbindung mit elektromagnetischen Tonabnehmern gespielt werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE817992C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2896491A (en) * | 1955-06-22 | 1959-07-28 | Gibson Inc | Magnetic pickup for stringed musical instrument |
-
1949
- 1949-09-27 DE DEP4322A patent/DE817992C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
| US2896491A (en) * | 1955-06-22 | 1959-07-28 | Gibson Inc | Magnetic pickup for stringed musical instrument |
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