DE817588C - Vorrichtung zum Trocknen von waermeempfindlichen Gewebebahnen bei niedrigen Verdampfungstemperaturen - Google Patents
Vorrichtung zum Trocknen von waermeempfindlichen Gewebebahnen bei niedrigen VerdampfungstemperaturenInfo
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- DE817588C DE817588C DEK569A DEK0000569A DE817588C DE 817588 C DE817588 C DE 817588C DE K569 A DEK569 A DE K569A DE K0000569 A DEK0000569 A DE K0000569A DE 817588 C DE817588 C DE 817588C
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- F26B13/10—Arrangements for feeding, heating or supporting materials; Controlling movement, tension or position of materials
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Description
- Vorrichtung zum Trocknen von wärmeempfindlichen Gewebebahnen bei niedrigen Verdampfungstemperaturen Die Erfindung bezieht sich auf eine Trockeneinrichtung, welche ein schnelles Trocknen von wärmeempfindlichen Gewebebahnen gestattet und eine Kontrolle sowie eine hohe Anpassungsfähigkeit der einzelnen Trockenvorgänge möglich macht.
- Es ist bekannt, daß eine Reihe von textilen Stoffen beim Trockenvorgang nur verhältnismäßig niedrige Temperaturen vertragen. In der Regel liegen die erlaubten Höchsttemperaturen bei diesen Stoffen in der Höhe von 70 bis 80°. Im allgemeinen werden diese Trockenvorgänge durch Aufblasen von entsprechend angewärmter Luft durchgeführt.
- 1's sind auch schon Vakuum-Trockner vorgeschlagen worden, bei denen die Verdampfungstemperatur des Wassers unter die erlaubte Höchsttemperatur von 70 bis 8o° abgesenkt wird. Diese Vorschläge hatten jedoch den Nachteil, daß die von außen in die Vakuum-Kammer einlaufende Gewebebahn Undichtigkeits- und Spaltverluste mit sich brachte. Diese Undichtigkeit'en zwingen nicht nur zu einer Überdimensionierung der Vakuumleistung, sondern haben auch Beschädigungen der einlaufenden Gewebebahn zur Folge. Bei der Betrachtung der äußerst hohen Luftgeschwindigkeit, mit welcher Luft unter normalem atmosphärischem Druck in das Vakuum strömt, wird diese Tatsache auch verständlich.
- Gemäß der Erfindung wird darum vorgeschlagen, die auf- und abzuwickelnde oder auch aufzutafelnde Warenbahn in ein luftdicht geschlossenes Gehäuse zu verlegen, welches gleichzeitig die Einrichtung zum Beheizen der Warenbahn trägt. Die zu trocknende Gewebebahn wird demnach in einen Raum eingebracht, welcher unter Unterdruck gesetzt werden kann. Das Aufwickeln der getrockneten Bahn vollzieht sich zur gleichen Zeit und in demselben Raum. Die- Verluste,.. welche hierbei durch das wiederholte Leerpumpen des Gehäuses entstehen, betragen nur einen Bruchteil der Verluste, welche trotz äller Dichtungsversuche bei von außen einlaufender Gewebebahn entstehen werden. Gegenüber den heute allgemein üblichen Trockenverfahren durch Verdunsten- bei Atmosphärendruck, also durch Aufblasen von Warmluft mit mäßiger Temperatur, ergibt sich beim Vakuumtrocknen eine fast fünffache höhere Trockenleistung.
- Bei der Vakuumtrocknung besteht die Schwierigkeit darin, dem Gewebe eine genügend große Wärmemenge zuzuführen. Zweckmäßigerweise wird die Kontaktheizung und die Strahlungsheizung angesetzt. Eine äußerst einfache Anordnung für glatte und dünnfadige Gewebe ergibt sich bei der Verwendung eines beheizten Körpers aus gut leitendem Material, um welchen das Gewebe in glattem gespanntem Zustand gezogen wird. Durch besondere Einrichtungen muß dabei dafür gesorgt werden, daß die Gewebebahn faltenfrei ein- und abläuft. Der oder die Heizkörper sind weiterhin möglichst nahe an die Aufwickelorgane zu bringen, damit auch der Anfang der Gewebebahn getrocknet wird. Aus Raumersparnisgründen wird ein solcher Heizkörper zweckmäßigerweise in eine längliche elipsenförmige Form gebracht. Dies zwingt auf der anderen Seite dazu, die Einfädelung des Gewebeeinlaufes durch eine Hilfseinrichtung zu unterstützen.
- Für stärkere Gewebe, wie auch für Gewebe mit gaufrierter Oberfläche, wie z. B. Seidenkrepp usw., genügt diese Anordnung nicht. Bei stärkeren Geweben muß die Kontaktheizung noch durch eine Strahlungsheizung unterstützt werden. Die geringe Wärmeleitfähigkeit dieser Gewebe macht sonst eine schnelle Wärmeaufnahme unmöglich. Um eine solche Anordnung bedienungssicher zu machen, müssen die Strahler bei Stillstand oder zu langsamem Lauf der Einrichtung sich automatisch abschalten. Gaufrierte Gewebe hingegen vertragen im feuchten Zustand und unter Wärme nicht die hohe Zugspannung, welche bei einem einfachen Heizkörper zur satten Kontaktanlage erforderlich wäre. Es wird darum vorgeschlagen, für fiese Gewebe, wie auch für stärkere Gewebe, eine umlaufende Heiztrommel aus gut leitendem Material zu verwenden. Diese Heiztrommel ist mit einem umlaufenden endlosen Mitläufer versehen. Dieser endlose Mitläufer muß aus einem dünnfadigen und elastischen Gewebe bestehen, welches dazu noch wasserabstoßende und gut wärmeleitende Eigenschaften hat. Zweckmäßigerweise wird dieser Mitläufer in der Art der bekannten Metallgewebe ausgeführt. Die Gewebebahn läuft breitgespannt zwischen Heiztrommel und Mitläufer ein und wird in dieser Lage im breitgespannten Zustand gehalten, wobei eine gute Kontaktwirkung erreicht wird. Um den einlaufenden Mitläufer vorzuwärmen und auch, um die Aufnahme der Verdampfungswärme zu unterstützen, sind darum hinter dem Einlauf der Gewebebahn, und zwar radial zur Heiztrommel gerichtet, Strahlungskörper angesetzt. Solange die Gewebebahn noch Feuchtigkeit enthält, ist der Betrieb der Strahler auch mit höheren Tem-
peraturen als für den jeweilig zu trocknenden Stoff höchst zulässigen noch möglich. Bei trockenem Ge- webe würden diese Strahlertemperaturen jedoch die Gefahr der Überhitzung mit sich bringen. Es ist darum dafür Sorge getragen, daß die Strahler, vom Einlauf der Ware anfangend, nur so weit am Um- fang der Heiztrommel angeordnet werden, als mit Sicherheit noch keine endgültige Trocknung der Gewebebahn angenommen werden kann. Bei Still- stand oder zu langsamem Lauf der Trommel schalten die Strahlen sich automatisch ab. Die Zeichnung veranschaulicht schematisch meh- rere Ausführungsbeispiele der Vorrichtung nach der Erfindung. Fig. i zeigt eine Ansicht der `'orrichtung im Schnitt; Fig. z läßt die Seitenansicht im Längsschnitt er- kennen; Fig.3 gibt eine Ansicht des Heizkörpers und Breithaltevorrichtung wieder; Fig.4 zeigt die Hilfseinrichtung für (las Ein- fädeln der Gewebebahn: Fig. 5 zeigt schematisch eine umlaufende lleiz- trommel mit Mitläufer und den dazugehörigen Spannwalzen sowie die im @N'irkungsschema an- gedeuteten Strahlern. Bei der Trockeneinrichtung in Fig. i ist das Vakuumgehäuse durch i bezeichnet. An dem Heiz- körper 2 ist die Heizplatte 3 (Fig. 2) beweglich an- gelenkt. Vor dem Heizkörper befindet sich die Breithaltevorrichtung .l mit zwei Schrägwalzen. Die Aufwicklung für die Gewebebahn ist mit 5, und die Abwicklung mit 6 bezeichnet. An den beiden Enden des Heizkörpers 2 ist drehbar die Hilfsein- richtung 7 (Fig. 3) angeordnet. Die endlosen Gurte der Hilfseinrichtung tragen den auf den Gurten be- festigten Nadelstab 1a, welcher zum Anhängen der Gewebe dient. Die Vakuumpumpe 8 und das stufen- lose Getriebe g sind von außen am Gehäuse i be- festigt. Zum Einbringen der zu trocknenden Gewebe dient die luftdicht verschließbare Tür io. Die zu trocknenden, Gewebebahnen werden vor dem Trockenprozeß in (las Gehäuse r eingebracht. Zur Aufnahme gewickelter Bahnen dient die Ab- wicklungsvorrichtung 6, welche mit einer ent- sprechenden Bremse versehen ist. Bei getafelter Ware wird das Gewebe in einer unteren Mulde abgelegt oder komplett cnit Transportwagen ein- gefahren. Sodann wird das Gewebe durch die Breithaltevorrichtung 4 eingezogen und an die Nadelstange der Hilfseinrichtung; angehängt. Nach Umdrehung der Hilfseinrichtung wird die Ware im oberen Teil des Heizkörpers abgenommen und auf die Aufwicklung 5 befestigt. Die bewegliche Heizplatte 3 ist in ihrem Gewicht durch Feder- oder Gegengewicht so ausgekontert, daß sie mit leichtem Druck auf der gespannten Warenbahn lastet. Die Heizkörper sind zweckmäßigerweise mit Wasser gefüllt und werden durch entsprechende Heizaggregate, wie z.13. Dampf oder elektrische Heizkörper, beheizt und durch Thermostaten ge- regelt. Nach dem Auflegen der Gewebebahn wird die Tür io verschlossen und die Vakuumpumpe passiert ebenfalls Strahlerreihen, wärmt sich hierbei vor und gilt anschließend seine Wärme an das Gewebe ab. Die Anordnung eines umlaufenden Heizkörpers mit endlosem Mitläufer ist für das Trocknen von spanuungsempfindlichen Geweben unerläßlich.angestellt. Wenn der benötigte Unterdruck erreicht ist, wird nach einer weiteren Dauer von etwa 12 Se- kunden (las Getriebe 9 angetrieben. Der Zeitraum von 12 Sekunden muß zwischen die beiden Arbeits- prozesse gelegt werden, um den Anfang der Bahn mit Sicherheit zu trocknen. An der ablaufenden \Varenbahn sind geeignete Feuchtigkeitsmeßgeräte angeordnet, welche von außen allesbar sind. Gemäß der jeweils gemessenen Werte kann die Geschwin- digkeit der Aufwicklung stufenlos beschleunigt oder verlangsamt werden. Die Regelung erfolgt über das Getriebe 9. Statt der Aufwicklung kann in dem Ge- häuse 1 auch eine Taflervorrichtung angeordnet sein. In (fiesem 1#a11 wird die Heizplatte 3 ganz hoch- geklappt, und es werden oberhalb der Breitlaufvor- richtung zwei getriebene und aufeinandergepreßte Gummiwalzen angeordnet. Um eine gute Kontakt- wirkung zu erzielen, ist die Bremse an der Abwickel- seite entsprechend einstellbar gehalten und beim Tafterprozeß eine Voreilgeschwindigkeit mit Rutsch- kupplung eingebaut. I',ci <lein umlaufenden Heizkörper 2 nach Fig. 5 wird die Gewebebahn von der Breithaltevorrich- tung d aus zwischen die Heiztrommel 2 und dem endlosen Mitläufer 12 geschoben. Die Spannwalzen i i halten den Mitläufer bei einer bestimmten Vor- spannung. Die Gewebebahn läuft also auf den Heiz- körper 2 auf und passiert im weiteren Durchgang die unteren Strahler 13. Der einlaufende Mitläufer
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Trocknen von wärmeempfindlichen Geweben bei niedrigen Verdampfungsteinperaturen, gekennzeichnet durch ein durch Vakuumpumpe unter Unterdruck gehaltenes geschlossenes Gehäuse mit innenliegenden Heizkörpern, in welchem die zu trocknenden Gewebebahnen vollständig von der .Außenluft abgeschlossen geführt sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Übertragung der benötigten Verdampfungswärme feststehende oder umlaufende Kontaktheizkörper sowie Strahlkörper angeordnet sind, wobei die Temperaturen dieser Körper regelbar sind und die Strahlkörper in ihrer Anordnung gegenüber dem Umfang der Kontaktheizkörper zur Auslaufseite der Gewebebahn beschränkt sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Kontaktheizkörper mit einem elastischen, wasserabstoßenden und gut wärmeleitenden endlosen Mitläufer versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK569A DE817588C (de) | 1949-11-15 | 1949-11-15 | Vorrichtung zum Trocknen von waermeempfindlichen Gewebebahnen bei niedrigen Verdampfungstemperaturen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK569A DE817588C (de) | 1949-11-15 | 1949-11-15 | Vorrichtung zum Trocknen von waermeempfindlichen Gewebebahnen bei niedrigen Verdampfungstemperaturen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE817588C true DE817588C (de) | 1951-10-18 |
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ID=7208528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK569A Expired DE817588C (de) | 1949-11-15 | 1949-11-15 | Vorrichtung zum Trocknen von waermeempfindlichen Gewebebahnen bei niedrigen Verdampfungstemperaturen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE817588C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE954866C (de) * | 1954-07-31 | 1956-12-27 | Erwin Kolaczek | Verfahren zum Trocknen hohler Wickelkoerper aus natuerlichen oder kuenstlichen Spinnstoffen durch strahlende Waerme im Vakuum |
| DE971397C (de) * | 1952-03-14 | 1959-01-22 | Secoterm S A De C V | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Leder |
| WO2025233034A1 (de) * | 2024-05-10 | 2025-11-13 | Excelitas Noblelight Gmbh | Vorrichtung und verfahren zur wärmebehandlung einer folie sowie wärmebehandlungssystem |
-
1949
- 1949-11-15 DE DEK569A patent/DE817588C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971397C (de) * | 1952-03-14 | 1959-01-22 | Secoterm S A De C V | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Leder |
| DE954866C (de) * | 1954-07-31 | 1956-12-27 | Erwin Kolaczek | Verfahren zum Trocknen hohler Wickelkoerper aus natuerlichen oder kuenstlichen Spinnstoffen durch strahlende Waerme im Vakuum |
| WO2025233034A1 (de) * | 2024-05-10 | 2025-11-13 | Excelitas Noblelight Gmbh | Vorrichtung und verfahren zur wärmebehandlung einer folie sowie wärmebehandlungssystem |
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