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Klein-Elektroherd Die Erfindung betrifft einen Klein-Elektroherd,
der aus einem auf kurze Füße gestellten Backrohr und zwei auf diesen angeordneten
Kochplatten besteht.
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Die bekannten Klein-Elektroherde dieser Bauart haben verschiedene
Nachteile. So ist unter anderem ein besonderer Schalterkasten an der Seitenwand
des Herdes aufgesetzt. Bei dieser Anordnung ist die Bedienung der Schalterhebel
unbequem und unsicher, da diese von vorn in ihrer Stellung schlecht zu erkennen
sind, also häufig Fehlschaltungen vorkommen.
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Durch den seitlich vorstehenden Schalterkasten nimmt der Herd unnötigen
Raum in Anspruch, so daß beispielsweise der Kleinherd mit dieser Seite nicht unmittelbar
an den Kohlenherd, eine Wand o. dgl. gestellt werden kann. Bei den bekannten Klein-Elektroherden
sind ferner nur drei Schalter, d. h. nur ein Schalter für das Backrohr, vorgesehen,
so daß Ober- und Unterhitze nicht in Stufen regulierbar sind.
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Im Gegensatz zu den vorgenannten Ausführungen ist bei dem Klein-Elektroherd
nach der Erfindung die Vorderwand des Herdes nach unten bis zu den Fußenden verlängert,
und es sind an dieser Verlängerung unterhalb des Backrohres die Schalter angeordnet.
Ferner sind insgesamt vier Schalter, d. h. zwei Schalter für Ober- und Unterhitze,
vorgesehen, wobei diese Schalter in besonderer Weise gegeneinander verriegelt sind.
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Die Schalter dieses Klein-Elektroherdes können also bequem von vorn
bedient werden und sind in ihrer Schalthebelstellung gut sichtbar. Ein zusätzlicher,
weiteren Raum einnehmender Schalterkasten
ist vermieden, so daß
sich eine einfachere und auch leichter sauber zu haltende Bauart ergibt. Die Schalter
sind bei Reparaturen von hinten ohne weiteres zugänglich. Schließlich sind auch
die Schalter bei der neuen Ausführung ganz unten, d. h. an kühlster Stelle, angeordnet,
so daß sie keinen schädlichen Wärmebeeinflussungen ausgesetzt sind.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. i einen Klein-Elektrolierd nach der Erfindung in schaubildlicher Ansicht,
Fig. 2 eine Rückansicht in Richtung A auf die Schalter, Fig. 3 einen Schnitt nach
Linie 111-11I der Fig. 2, Fig. 4 eine Schalterverriegelung für die Schalter der
Fig. 2, Fig. 5 dieselbe Verriegelung in anderer Stellung, Fig.6 und 7 weitere Ausführungsbeispiele
der Verriegelung.
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Nach Fig. i besteht der Klein-Elektroherd aus einem Backrohr 21, das
mit kurzen Füßen 22 versehen ist. Auf dem Backrohr sind zwei"Kochplatten 23 angeordnet.
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Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Vorderwand 24 des Herdes
nach unten bis zu den Fußenden verlängert, und es sind an dieser Verlängerung 25
unterhalb des Backrohres i die Schalter 26 bis 29 angeordnet, deren Schalthebel
2 bis 5 in Fig. i sichtbar sind.
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Bei der gezeigten vorteilhaften Ausführung ist die Vorderwand bei
34 seitlich nach hinten umgebogen, desgleichen auch bei 34" die Verlängerung 25,
wobei ferner auch noch (s. Fig.3) die Vorderwandverlängerung 25 unten bei 35 nach
hinten umgebogen ist. Auf diese Weise wird eine sehr gute Versteifung der Vorderwand
geschaffen, ferner auch nach Fig. 3 ein Raum zur Aufnahme der Schalter 26 bis 29.
Bei dieser Ausführung bildet die bis zum Boden geführte und nach hinten umgebogene
Vorderwandverlängerung 25 zugleich auch den vorderen Fußteil des Herdes.
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Aus Fig. i und 3 ist weiterhin zu entnehmen, daß der die Schalter
enthaltende Fußteil 25,34a, 35 hinten mit einer Abdeckkappe 36 abgeschlossen ist.
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Nach Abnehmen dieser Kappe sind die Schalter von hinten frei zugänglich.
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Die Schalter selbst sind an einer Schiene i befestigt, die ihrerseits
bei 38 und 39 mit der Vorderwand 25 verbunden ist.
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Um eine Überbelastung des Netzes zu vermeiden und um den Kleinherd
an die Zuleitung anschließen zu können, ist eine besondere Schalterverriegelung
vorgesehen, die in Fig. 4 und 5 gezeigt ist.
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Die außenliegenden Schalter 2 und 5 regeln Oberhitze und Unterhitze
für den Backofen, während die beiden innenliegenden Schalter 3 und 4 für die große
Kochplatte und die kleine Kochplatte bestimmt sind.
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Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Schalter 4 der kleinen
Kochplatte frei schaltbar, während die übrigen Schalter gegenseitig verriegelt sind.
Zu diesem Zweck sind auf den Achsen 6 der zu verriegelnden Schalter kreisförmige
Sperrscheiben 7 befestigt, die Ausschnitte 8 am Umfang aufweisen. Zwischen den beiden
Sperrscheiben 7 der Schalter 2 und 3 ist ein Sperrhebel 9 bei io schwenkbar gelagert,
der mit seinen Flanken i i in die Ausschnitte 8 der beiden Sperrscheiben 7 eingreifen
kann, und zwar jeweils nur in der 0-Stellung des Schalters 2 bzw. 3. Der Sperrhebel
9 ist durch einen Lenker 12 mit einem Sperrhebel 13 verbunden, der mit seiner Flanke
14 in den entsprechenden Ausschnitt der Sperrscheibe 7 eingreifen kann.
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Bei der Stellung nach Fig. 4 sind die beiden Backofenschalter 2 und
5 durch die Sperrhebel 9 und 14 verriegelt, während die Schalter 3 der großen Kochplatte
sowie auch der Schalter .4 für die kleine Kochplatte frei schaltbar sind.
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Bei der Schalterstellung nach Fig. 5 ist der Schalter 3 der großen
Kochplatte verriegelt, während die beiden Backofenschalter 2 und 5 sowie der Schalter
4 der kleinen Kochplatte frei schaltbar sind.
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Ein gleichzeitiges Einschalten von großer Kochplatte und einem Backofenschalter
ist also bei dieser Schalterverriegelung nicht möglich, um eine Überbelastung des
Netzes bzw. der Zuleitung zu verhindern.
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Wie aus der Zeichnung Hervorgeht, sind bei der Ausführung nach Fig.
4 und 5 die Flanken i i und 14 der Sperrhebel kreisbogenförmig gestaltet, desgleichen
auch die Ausschnitte 8 der Sperrscheiben.
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Vorteilhaft ist hierbei der Kriimmlingsradius R der Ausschnitte wesentlich
größer als der Krümmungsradius r der Flanke.
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Mit dieser Ausführung wird einerseits eine zuverlässige und sichere
Verriegelung der Schalter erzielt, andererseits aber beim Schalten die Betätigung
der Sperrhebel erleichtert, so daß beim Schalten die Sperrhebel leicht um ihre Achsen
io und 15 verschwenkt werden, ohne auf den Schalter einen unangenehmen Widerstand
auszuüben.
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Erfindungsgemäß sind noch andere Ausführungen möglich. So kann nach
Fig. 7 der Widerstand eines Sperrhebels 9 beim Schalten noch dadurch wesentlich
vermindert werden, daß auf diesem eine Rolle 16 drehbar gelagert ist, die in die
Ausschnitte 8 benachbarter Sperrscheiben 7 eingreift.
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In Fig. 6 ist ein Sperrhebel 17 mit geradlinigen Flanken 18 gezeigt,
die mit entsprechenden geradlinigen Ausschnitten 9 der Sperrscheiben zusammenarbeiten.
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Gegebenenfalls kann auch ein Sperrhebel 9 für einen Lenker 12 nicht
nur mit einem Sperrhebel 13, sondern gegebenenfalls auch mit zwei oder mehreren
Sperrhebeln verbunden sein, um eine gleichzeitige gegenseitige Verriegelung mehrerer
Schalter zu erzielen.