DE816427C - Hochbelastbares eisenloses Variometer - Google Patents
Hochbelastbares eisenloses VariometerInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
- H01F21/00—Variable inductances or transformers of the signal type
- H01F21/005—Inductances without magnetic core
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Description
- Hochbelastbares eisenloses Variometer Es sind durch die Patentschrift 279302 bereits Variometer bekanntgeworden, bei denen die Selbstinduktion dadurch stetig verändert wird, daß in allernächster Nähe der Induktionsspule Kurzschlußleiter bewegt werden. Der geringe :1listand zwischen Wicklung und Kurzschlußleitern ist dadurch elektrisch zu beherrschen, daß das Potential zwischen beiden im Verhältnis zum Gesamtpotential der Anordnung möglichst klein gehalten wird. Dabei werden die Kurzschlußleiter dauernd auf demselben oder nahezu gleichen Potential gehalten, (las die Windungen haben, denen sie gen:ihert werden. Spannungsüberschläge werden dadurch vermieden.
- Günstig erscheint die bekannte Ausführungsform, bei (der die Varionieterspule aus einer flach gewickelten Spirale besteht, und der Kurzschlußleiter als einstellbare Irisblende, die ganz nahe an der Flachspule und parallel zu ihr liegt, ausgebildet ist.
- Bei höheren Spannungen von z. B. mehreren iooo Volt an der Variometerspule genügt je=doch die bekannte Anordnung den Anforderungen deshalb nicht, weil der Isoliertragkörper für die Induktionswicklung durch die an den Rändern der Kurzschlußspule auftretende starke Feldzusammendrängutig und das dadurch bedingte Sprühen schnell zerstört wird. Die Variometeranordnung nach der Erfindung vermeidet diesen Übelstand dadurch, daß durch besondere Formgebung des zuerst in die Variometerspule eintauchenden Kurzschlußwicklungsteiles das elektrische Feld zwischen beiden Wicklungen weitgehend egalisiert wird. Auch durch sehr große Unterteilung der Varionieterspulenwicklung, die aus mehreren parallel geschalteten Hochfrequenzlitzen besteht, ist ein günstige Potentialverteilung über die Länge der Spule erreicht und eine stellenweise besonders starke Z_usammendrängung des elektrischen Feldes zwischen Innen- und Außenwicklung vermieden.
- Demnach ist ein hochbelastbares eisenloses Variometer, das z. B. als Abstimmittel für Hochfrequenzsender dient, nach der Erfindung derart aufgebaut, daß die Induktionsspule in Gestalt einer größeren Zahl parallel geschalteter Hochfrequenzlitzen auf einem Isolierrohr in Schraubenwindungen unmittelbar nebeneinander aufgewickelt, die Anfänge der einzelnen Hochfrequenzlitzen auf dem Umfang eines am einen Ende des Isolierrohres angebrachten elektrisch leitenden Ringes, der sowohl dem Litzenanschluß als auch der Zuführung und Verteilung der Hochfrequenzhochspannung dient, gleichmäßig verteilt angeschlossen und am anderen Ende des Isolierrohres gewissermaßen in Form einer Kappe über der Öffnung des Isolierrohres elektrisch wieder vereinigt sind, daß ferner im Innern des Isolierrohres mit möglichst geringem Abstand ein zweites Isolierrohr mit darauf aufgebrachten Kurzschlußwindungsgruppen aus Hochfrequenzlitzen, die über die Rohrlänge verteilt sind, in der Rohrachsrichtung beweglich und genau geführt angeordnet ist, daß die nach dem Kappenende des äußeren Isolierrohres zu liegenden Kurzschlußwindungsgruppen des inneren Isolierrohres an Durchmesser abnehmen und derart ineinander geschachtelt sind, daß die äußeren Kanten dieser Wicklungsgruppen sich etwa einer Korbbogenrotationsfläche anschmiegen und so gleichsam eine Kappe über dem inneren Rohr bilden.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen die Abb. i bis 4. Abb. i stellt die Induktionsspule dar; es bedeuten i den Isolierkörper, 2 die aufgeteilte Hochfrequenzlitzenwicklung, 3 die auf dem Umfang des Anschlußringkörpers 4 verteilten Anfänge der Wicklung 2 und 5 das aus den Einzellitzen zusammengefaßte Ende der Wicklung. Abb. 2 zeigt den in der Spule nach Abb. i bewegbaren Tauchkörper des Variometers. Es bedeuten darin 6 den Isolierkörper, 7 die Kurzschlußwicklungsgruppen mit nach dem Kappenende zu allmählich abnehmendem Durchmesser, deren äußere Kanten sich etwa einer Korbbogenrotationsfläche anschmiegen. Die mechanische Führung und Bewegungsart des Tauchkörpers nach Abb. 2 im Innern der Induktionsspule nach Abb. i kann beliebig ausgeführt sein und ist deshalb zeichnerisch nicht dargestellt.
- Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erzielt: Durch die Unterteilung der Wicklung der Induktionsspule in viele parallel geschaltete Hochfrequenzeinzellitzen ist einmal die Strombelastbarkeit wegen der günstigen Wärmeabfuhr höher als hei konzentrierter Wicklung und dazu gleichmäßiger, zum anderen ist die Verteilung des Gesamtpotentials über die Spulenlänge sehr gleichmäßig.
- Das beschriebene eisenlose Variometer nach der Erfindung ist besonders als Anodenvariometer in größeren Sendern voll ausgenutzt und vorzüglich verwendbar. Ebensogut eignet es sich als Gittervariometer iin Großsenderbau.
- Um den im Sendergestell für das beschriebene Variometer vorgesehenen Raum so klein wie möglich halten zu können, ist eine Lösung des Erfindungsgedankens die, claß das innere Isolierrohr des Varionieters, also der Tauchkörper, finit den Kurzschlußwindungsgruppen in einzelne Rohre mit abnehmendem Durchmesser unterteilt wird, auf denen eine oder mehrere hurzschlußwindungsgruppen aufgebracht sind und die teleskopartig ineinanderschiebbar sind. Dadurch wird der Rauin erspart, den der Tauchkörper sonst im leerausgefahrenen Zustand einnehmen würde, wenn er, wie in Abb. 2 dargestellt, nicht unterteilt wäre. Ausführungsbeispiele der unterteilten Art von Tauchkörpern zeigen die Ab'. 3 und 4.
- Abb. 3 zeigt einen mehrteilig ausgeführten Tauchkörper, dessen einzelne Rohrteile 7 lizw. 9 verschiedene Durchmesser haben, so daß sie mit möglichst geringem Abstand voneinander und von der Induktionsspule i in Abb. i innerhalb dieser teleskopartig ineinanderschiebbar sind. Auf den einzelnen Rohrteilen sind Kurzschlußwindungen aufgebracht, die nicht besonders dargestellt sind. Das obere, kappenartig Überdachte Ende der Tauchspule ist wie bei dem Tauchkörper nach Abb.2 ausgeführt. Das Führungsgestänge der Spule muß ebenfalls teleskopartig ineinanderschiebbar sein. Der Vorteil der Ausführung nach Abb. 3 vor der nach Abb.2 ist die Verkürzung der Einbaulänge des ganzen Variometers um mindestens die Hälfte.
- Abb. 4 stellt eine weitere Verbesserung des Tauchkörpers insofern dar, als dieser noch wesentlich weiter als der nach Abb. 3 dargestellte zusammenschiebbar ist, da er aus flexiblem --Material, wie z. B. Mipolam oder einer Polyisol)utylenmasse, mit eingebetteter Kurzschluß-,vindung 7 und entsprechender, schon bei der Herstellung zu berücksichtigender Formung, die ein harinonikaartiges Zusaminenschieben des Isolierrohres gestattet, hergestellt ist. Auch bei dieser Ausführung des Tauchkörpers ist ein teleskopartig zusamitienschiebbares Führungsgestänge erforderlich.
- Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgedankens stellt die Aufbringung einer zweiten Wicklung auf der festen Variometerspule dar, die z. B. zur Erzeugung einer 1@etitralisationsspannung dienen kann. Auch diese 'Wicklung wird vorteilhafterweise aus einer größeren Zahl parallel geschalteter Hochfrequenzlitzen hergestellt. Um eine gegenüber der Variometerspulenspannting möglichst um i8o° in der Phase gedrehte Spannung an der zweiten Wicklung zu erzeugen, muß die Kopplung zwischen beiden Spulen so fest wie möglich gemacht werden. Dies läßt sich dadurch herstellen, daß eine hochelastische, hochisolierende 'Masse auf diese erste N'Tariometerspule aufgebracht bzw. in Gestalt eines Bandes aus 1'olN-isol>utvleu gewickelt wird, worüber unmittelbar die zweite Spule gelegt wird. Um die Isolation nur so gering wie möglich aufzutragen, wird sie keilförmig gestaltet. d. h. an den die höchste Spannung der Spule führenden Teilen wird sie am stärksten aufgetragen. Dadurch wird der beste Kopplungsgrad erreicht.
Claims (1)
- PATE NTAVSPRI;CHE: i. Hochbelastbares eisenloses Variometer, z. B. als Abstimmittel für Hochfrequenzsender, dadurch gekennzeichnet, daß die Induktionsspule in Gestalt einer größeren Zahl parallel geschalteter Hochfrequenzlitzen auf einem Isolierrohr in Schraubenwindungen unmittelbar nebeneinander aufgewickelt, die Anfänge der einzelnen Hochfrequenzlitzen auf dem Umfang eines am einen Ende des Isolierrohres angebrachten elektrisch leitenden Ringes, der sowohl dem Litzenanschluß als auch der Zuführung und Verteilung der Hochfrequenzhochspannung dient, gleichmäßig verteilt angeschlossen und am anderen Ende des Isolierrohres gewissermaßen in Form einer Kappe über der Öffnung des Isolierrohres elektrisch wieder vereinigt sind, daß ferner im Innern des Isolierrohres mit möglichst geringem Abstand ein zweites Isolierrohr mit darauf aufgebrachten Kurzschlußwindungsgruppen aus Hochfrequenzlitzen, die über die Rohrlänge verteilt sind, in der Rohrachsrichtung beweglich und genau geführt angeordnet ist, daß die nach dem Kappenende des äußeren Isolierrohres zu liegenden Kurzschlußwindungsgruppen des inneren Isolierrohres an Durchmesser abnehmen und derart ineinander geschachtelt sind, daß die äußeren Kanten dieser Wicklungsgruppen sich etwa einer Korbbogenrotationsfläche anschmiegen und so gleichsam eine Kappe über dem inneren Rohr bilden. a. Variometer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Isolierrohr mehrteilig ausgebildet ist, daß die einzelnen Rohrteile mit je einer oder mehreren aufgebrachten Kurzschlußwindungsgruppen versehen sind und in der Aufeinanderfolge abwechselnd verschiedenen Durchmesser haben, so daß sie teleskopartig ineinanderschiebbar sind. 3. Variometer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Isolierrohr aus einer flexiblen Masse, z. B. Mipolam oder einem Polyisohutylen, in die Kurzschlußwindungen aus Hochfrequenzlitze eingebracht sind, derart geformt ist, daß es harmonikaförmig zusammenschiebbar ist. 4. Variometer nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die feste Variometerspule eine zweite Wicklung aus einer größeren Zahl parallel geschalteter Hochfrequenzlitzen aufgebracht ist. 5. Variometer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wicklung auf der festen Variometerspule und mit dieser elektrisch so fest gekoppelt ist, daß an ihr eine um i8o° in der Phase gegenüber der Variometerspulenspannung gedrehte Spannung entsteht, die als Neutralisationsspannung verwendet werden kann. 6. Variometer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Kopplung zwischen Variometerspule und zweiter Spule dadurch erzielt ist, daß unmittelbar auf die feste Variometerspule ein sehr elastisches hochisolierendes Band mit nach der Seite steigender Spannung zu erhöhter Lagenzahl aufgewickelt ist, über das die zweite -Spulenwicklung gelegt ist. 7. Variometer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das isolierende elastische Band aus Polyisobutylenisoliermaterial, z. B. dem unter der Schutzmarke nOppanol« bekannten Stoff, besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP14416A DE816427C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Hochbelastbares eisenloses Variometer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE816427C true DE816427C (de) | 1951-10-11 |
Family
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Family Applications (1)
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| DEP14416A Expired DE816427C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Hochbelastbares eisenloses Variometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE816427C (de) |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP14416A patent/DE816427C/de not_active Expired
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